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Als Franz Kafka die Moderne erfand |
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| Sendetermine: | DLR - Samstag, 26. Sep 2026 00:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 165:00)
DLF - Samstag, 26. Sep 2026 23:05, (angekündigte Länge: 165:00) |
| Autor(en): | Lukas Meyer-Blankenburg |
| Auch unter dem Titel: | Eine Lange Nacht über das literarische Prag (Untertitel) |
| Produktion: | DLF/DLR 2026, ca. 165 Min. (Stereo) - Feature |
| Regie: | Vera Teichmann |
| Inhaltsangabe: | Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Prag die europäische Hauptstadt der Literatur, ein kultureller Schmelztiegel im Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn mit starken deutschen und jüdischen Minderheiten. Bis heute über allem thronen Name und Werk von Franz Kafka. Seine Texte, wie etwa „Die Verwandlung“ oder „Das Urteil“, gelten als Schlüsselwerke der literarischen Moderne. Doch Kafka war nur einer von vielen Autoren, die sich in den Prager Cafés und bürgerlichen Privatwohnungen trafen und einen künstlerischen Austausch pflegten. Zu den bekanntesten Pragern gehören Rainer Maria Rilke, Franz Werfel und Max Brod. Auch der „rasende Reporter“ Egon Erwin Kisch verfasste hier seine Reportagen über das Leben in den dunklen Gassen der Altstadt. Er, so wie viele andere, flohen vor den Nazis, mit denen das multikulturelle Leben der Stadt nachhaltig zerstört wurde. Auch später unter den Kommunisten hatten es die meisten Autoren schwer. Seit 2004 versucht das Prager Literaturhaus die Erinnerung an das literarische Erbe der Stadt zu wecken – und ist damit politisch aktuell. Denn die „Prager Moderne“ stellt auch für die Gegenwart die Bedeutung einer gemeinsamen, multikulturellen europäischen Identität vor Augen. |
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Sophie Scholl und die „Weiße Rose“ |
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| Sendetermine: | DLR - Samstag, 26. Sep 2026 05:05, (angekündigte Länge: 55:00)
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| Autor(en): | Eva-Maria Bohle |
| Auch unter dem Titel: | Man muss etwas tun und zwar heute noch! (Untertitel) |
| Produktion: | DLR 1992, ca. 55 Min. (Stereo) - Feature |
| Inhaltsangabe: | Am 22. Februar 1943 wurden die Geschwister Hans und Sophie Scholl in München von Nationalsozialisten hingerichtet. Die beiden Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ hatten Flugblätter gegen den Nationalsozialismus verteilt. Das Feature zeichnet anhand von Briefen und Tagebucheintragungen das Leben der Sophie Scholl und ihre Entwicklung zur Widerstandkämpferin in der „Weißen Rose“ nach. Sophie Scholl studierte seit Mai 1942 in München Biologie und Philosophie. Sie kannte die im Widerstand gegen Hitler aktiven Freunde ihres Bruders bereits vorher, wurde in ihre Aktivitäten dort eingeweiht und gehörte im Januar 1943 gemeinsam mit Hans zum Kern der Gruppe. Die Gestapo bot Sophie Scholl im Verhör an, sie könne der Todesstrafe entgehen, wenn sie sich von ihrem Bruder distanziere. Doch sie lehnte ab: „Ich bin nach wie vor der Meinung, das Beste getan zu haben, was ich gerade jetzt für mein Volk tun konnte.“ Die „Weiße Rose“ und die Geschwister Scholl gelten vielen als Vorbilder und starke Symbole. Die Gefahr der Instrumentalisierung der studentischen Widerstandsgruppe im Interesse verschiedener politischen Gruppierungen existiert allerdings bis heute. |
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Operation Epsilon und die Mutter der Atombomben |
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| Sendetermine: | ORF Ö1 - Samstag, 26. Sep 2026 09:05, (angekündigte Länge: 55:00)
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| Autor(en): | Susanne Ayoub | ||||||||||||||||
| Auch unter dem Titel: | Die Entführung zehn deutscher Atomwissenschaftler (Untertitel) | ||||||||||||||||
| Produktion: | ORF 2025, 54 Min. (Stereo) - Feature | ||||||||||||||||
| Regie: | Susanne Ayoub | ||||||||||||||||
| Tontechnik: Robert Pavlecka | |||||||||||||||||
| Inhaltsangabe: | Im April 1945 werden Deutschlands zehn führende Atomwissenschaftler von den amerikanischen Alliierten entführt. Die erste Kernspaltung hat in Deutschland stattgefunden. Noch ist nicht bekannt, wie weit die Entwicklung einer deutschen Atombombe gediehen ist. Es wird befürchtet, die Deutschen könnten ihr Wissen zu den Falschen tragen. Die Operation Epsilon nimmt ihren Lauf. In 'Operation Epsilon und die Mutter der Atombomben' dokumentiert Susanne Ayoub die Entführung zehn deutscher Atomwissenschaftler kurz vor Ende des 2. Weltkriegs. Die erste Kernspaltung hat in Deutschland stattgefunden, mit Deutung der damals bereits emigrierten Physikerin Lise Meitner. Noch ist nicht bekannt, wie weit die Entwicklung der deutschen Atombombe gediehen ist. Um jeden Preis wollen die amerikanischen Alliierten verhindern, dass die Deutschen ihr Wissen zu den Russen tragen. Die Operation Epsilon nimmt ihren Lauf. Sechs Monate verbringen die zehn Männer auf dem englischen Landgut Farm Hall, wo jedes ihrer Gespräche abgehört und transkribiert wird - später veröffentlicht als 'Farm Hall-Protokolle'. In Farm Hall erleben die deutschen Atomforscher den Abwurf der amerikanischen Atombomben. Eine Weltkatastrophe hat sich ereignet. | ||||||||||||||||
| Mitwirkende: |
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Die letzte Religion |
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| Sendetermine: | WDR 3 - Samstag, 26. Sep 2026 12:04, (angekündigte Länge: 55:00)
[mp3-Stream]
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| Autor(en): | Gregor Schmalzried | ||||||||||||
| Auch unter dem Titel: | KI als Schöpfungsgeschichte (Untertitel) | ||||||||||||
| Produktion: | BR 2025, 53 Min. (Stereo) - Feature | ||||||||||||
| Regie: | Rainer Schaller | ||||||||||||
| Ton und Technik: Fabian Zweck | |||||||||||||
| Inhaltsangabe: | Religion und KI trennt auf den ersten Blick vieles. Das Silicon Valley gilt als atheistisch und rationalistisch. Technologie, so scheint es, basiert auf Wissen, Religion auf Glaube. Dabei ist die Geschichte der Künstlichen Intelligenz eng mit Religion und Spiritualität verwoben. Von den ersten Vordenkern der neuronalen Netzwerke bis zu Elon Musk und ChatGPT-Nutzern von heute geht es immer wieder um den Glauben: an eine höhere Spezies als den Menschen, an Unsterblichkeit in einem digitalen Himmelreich und sogar daran, dass unsere Realität nur ein simuliertes Computerspiel sein soll. Die rasante Entwicklung der KI wirft essentielle Fragen auf - das radioFeature „Die letzte Religion“ nimmt diese auf und untersucht, wie wenig Wissen und Glaube in der KI-Welt wirklich trennt. | ||||||||||||
| Mitwirkende: |
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Staatsgeheimnis 9/11 |
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| Sendetermine: | WDR 5 - Samstag, 26. Sep 2026 13:20 Teil 4/5 (entfällt) , (angekündigte Länge: 30:00)
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| Autor(en): | Nikolaus Steiner |
| Auch unter dem Titel: | Cover-Up (1. Teil) Mondlandung (2. Teil) Trump ruft an (3. Teil) Das Verhör (4. Teil) Showdown in Manhattan (5. Teil) |
| Produktion: | WDR 2026, 169 Min. (Stereo) - Feature |
| Regie: | Nikolai von Koslowski |
| Inhaltsangabe: | 25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wirft eine investigative Podcast-Serie ein neues Licht auf eine der umstrittensten Fragen der jüngeren Geschichte: Welche Rolle spielte Saudi-Arabien? 'Staatsgeheimnis 9/11' ist eine investigative Podcast-Serie des WDR. In der fünfteiligen Serie 'Staatsgeheimnis 9/11' folgt WDR-Journalist Nikolaus Steiner der Spur eines Mannes, der nach den Anschlägen im Zentrum internationaler Ermittlungen steht: der saudische Staatsbürger Omar Al-Bayoumi. Für die einen ist er ein normaler Student. Für andere ist er ein Geheimdienstagent, der den Auftrag hatte, zwei der späteren Attentäter zu unterstützen. Al-Bayoumi bestreitet das. 15 der 19 Attentäter vom 11. September kommen aus Saudi-Arabien. Ebenso wie der Al-Qaida-Führer Osama bin Laden. Saudi-Arabien ist damals neben Israel der wichtigste Verbündete der USA im Nahen Osten: Öllieferant, Militärstützpunkt, Waffenkäufer und Pulsader für die Energieversorgung und den Welthandel. In der Serie sind Tonaufnahmen eines Verhörs der britischen Anti-Terror- Einheit von Scotland Yard aus dem Jahr 2001 zu hören, die bis heute unter Verschluss sind. Autor und Host Nikolaus Steiner spricht außerdem mit ehemaligen FBI-Ermittlern, Top-Anwälten und Angehörigen der Opfer der Terroranschläge. Im Zentrum stehen brisante Fragen: Haben die saudische Regierung oder Teile der Regierung möglicherweise im Vorfeld von den Anschlagsplänen gewusst? Kam von dort möglicherweise die Anweisung, einige der Attentäter zu unterstützen? Vorwürfe, die die saudische Regierung seit Jahren zurückweist. Aktuell läuft deshalb ein juristisches Verfahren in New York: Hunderte Angehörige von Opfern der Terroranschläge fordern mehrere Milliarden Dollar Schadenersatz von der saudischen Regierung. Ein Bezirksgericht hat der Zivilklage grünes Licht gegeben. Saudi-Arabien hat dagegen Berufung eingelegt. 1. Cover-Up Ein Mann wird wenige Tage nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in London von Scotland Yard verhört: Omar al‑Bayoumi. Er bestreitet alle Vorwürfe. Aber die Ermittler halten ihn für eine Schlüsselfigur bei der Frage, ob Saudi-Arabien möglicherweise eine Rolle spielte. 2. Mondlandung 28 bislang geheime Seiten eines Untersuchungsberichts werden von der US-Regierung veröffentlicht. Es geht um Geheimdienste, Geldflüsse und Kontakte zur saudischen Botschaft. 3. Trump ruft an Tausende Seiten von FBI-Ermittlungsakten werden von der US-Regierung als Staatsgeheimnis eingestuft. Die Angehörigen der 9/11-Opfer sind verzweifelt. Überraschend taucht ein vermeintlicher Verbündeter auf: Donald Trump. 4. Das Verhör Der ehemalige Scotland-Yard-Ermittler David Campbell spricht erstmals ausführlich über das Verhör von Omar al‑Bayoumi. Am Ende steht eine Entscheidung, die bis heute Fragen aufwirft. 5. Showdown in Manhattan Vor einem Gericht in New York werden neue Indizien, eine fragwürdige Skizze und ein lange Zeit unbekanntes Video aus Washington präsentiert. Richter Daniels trifft eine wegweisende Entscheidung. “ |
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Der Rosenkavalier |
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| Sendetermine: | ORF Ö1 - Samstag, 26. Sep 2026 14:00, (angekündigte Länge: 95:00)
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| Autor(en): | Hugo von Hofmannsthal | ||||||||||||||||||||||
| Produktion: | WDR 1961, 99 Min. (Mono) - Bearbeitung Musik | ||||||||||||||||||||||
| Regie: | Rudolf Steinboeck | ||||||||||||||||||||||
| Inhaltsangabe: | Der siebzehnjährige Graf Octavian steht zwischen der liebeserfahrenen Marschallin und der blutjungen Sophie, bei der der Baron Ochs auf Lerchenau, der vom Vater ausgewählte Bräutigam, mit seinem brüskierenden Auftreten keine Chance hat. Am Schluss bleibt das Dreieck: Marschallin - Octavian - Sophie. Die Marschallin verzichtet auf den Geliebten. Octavian und Sophie: »S'ist ein Traum, kann nicht wirklich sein, dass wir zwei beieinander sein ...« | ||||||||||||||||||||||
| Mitwirkende: |
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SKI - Serie Krimi International |
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| Sendetermine: | WDR 5 - Samstag, 26. Sep 2026 17:04 Teil 3/0, (angekündigte Länge: 55:00)
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| Autor(en): | Sabina Altermatt Pieke Biermann Norbert Horst Merle Kröger Nathan Markov Ulrich Noller Gök Senin | ||||||
| Auch unter dem Titel: | Çelik Und Pelzer (1. Teil) Leever dood as Slaav (2. Teil) Tiefe Schnitte (3. Teil) Der Kongreß (4. Teil) Der Nazischatz (5. Teil) Kriegskosten (6. Teil) | ||||||
| Produktion: | WDR 2009, 380 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt. | ||||||
| Genre(s): | Krimi | ||||||
| Regie: | Thomas Leutzbach | ||||||
| Komponist(en): | Matthias Manzke | ||||||
| Technische Realisation: Ilse SiewekeTechnische Realisation: Matthias FischenichDramaturgie: Katja BürkiDramaturgie: Ulrich Noller | |||||||
| Inhaltsangabe: | Ein türkischer Expolizist kommt nach Deutschland - Çelik wird zum Detektiv wider Willen. Zusammen mit der Psychologin Pelzer und einer Gruppe von Autisten klärt er ungewöhnliche Fälle auf. Das ist das Setting, aus dem sieben AutorInnen ihre Geschichten entwickeln: Çelik und Pelzer jagen einen Terroristenmörder, ermitteln im deutsch-indischen Bollywood-Milieu. Sie kraxeln auf die Schweizer Alpen, treffen auf türkisch-kurdische Folteropfer. Sie gehen auf Nazischatz-Jagd in Köln und tauchen mit Berliner Polizeiveteranen in die Geschichte der 68er ein. Çelik und Pelzer werden zu einem unschlagbaren Team. Aber kommen sie auch hinter ihre eigenen Familiengeheimnisse? Autoren: Çelik und Pelzer: Ulrich Noller Leever dood as Slaav: Merle Kröger Tiefe Schnitte: Norbert Horst Der Kongreß: Sabine Altermatt Der Nazischatz: Nathan Markov Kriegskosten: Pieke Biermann | ||||||
| Mitwirkende: |
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Zwischen den Sirenen |
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| Sendetermine: | DLR - Samstag, 26. Sep 2026 18:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
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| Autor(en): | Luca Faccio Philipp Landauer |
| Auch unter dem Titel: | Die vielen Gesichter des ukrainischen Widerstands (Untertitel) |
| Produktion: | DLR 2026, ca. 55 Min. (Stereo) - Feature |
| Regie: | Dörte Fiedler |
| Dramaturgie: Julia Illmer | |
| Inhaltsangabe: | Viele Ukrainer verteidigen ihr Land nicht nur mit Cyberattacken und Waffen. Sie schreiben, malen, musizieren und beraten auch. Denn die Kultur des Landes muss sichtbar und hörbar bleiben, auch um den Menschen Mut und Hoffnung zu schenken. Der Krieg ist in der Ukraine längst zum Grundrauschen geworden: Sirenen in der Nacht, Explosionen in der Ferne, Alltag im Ausnahmezustand. Zwischen den Trümmern begegnet der Journalist und Fotograf Luca Faccio auf seiner Reise durch die Ukraine Menschen, die weitermachen – mit Mut und Kreativität. Sie wollen ihr Land nicht nur mit Waffen verteidigen. Und nutzen die Fähigkeiten, die sie haben. Als Schriftsteller, Musiker oder IT-Experte setzen sie sich für den Frieden ein. Luca Faccio begleitet sie auf Konzerte an der Front, besucht sie im Büro oder fährt mit ihnen durchs Land. Dabei erlebt er hautnah, wie es sich lebt in einem Land im Krieg. Und er spürt, wie wichtig die kleinen Gesten der Menschlichkeit in dieser Situation werden. |
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Die Erschöpften |
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| Sendetermine: | NDR Kultur - Samstag, 26. Sep 2026 18:05 Teil 3/5, (angekündigte Länge: 115:00)
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| Autor(en): | Oliver Sturm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Auch unter dem Titel: | Erwerb von Urlaubskompetenz (1. Teil) Pre-Holiday-Holiday (2. Teil) Spaß! Spaß! Spaß! (3. Teil) Abendessen mit Andersdenkenden (4. Teil) Anastasia (5. Teil) Veitstanz (6. Teil) Vernichte Deine Feinde vollständig (7. Teil) Systemwechsel (8. Teil) Geisterstunde (9. Teil) Pauschalreise nach Hause (10. Teil) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Produktion: | NDR/DLF 2025, 348 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Regie: | Oliver Sturm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Komponist(en): | Andreas Bick | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Technische Realisation: Jean SzymczakRegieassistenz: Mechthild Cramer von LaueRegieassistenz: Simon HastreiterDramaturgie: Michael BeckerDramaturgie: Sabine Küchler | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Inhaltsangabe: | Noch nie war unser Land so gestresst, gereizt und erschöpft. Jetzt wird wahre Erholung zur Bürgerpflicht: Schluss mit Junk-Food-Reisen, Travelhacks und Selfie-Flut − und das bitte im Einklang mit dem 1,5 Grad-Ziel! Folge 1: Ein Großteil der Deutschen ist zu erschöpft, um sich wirklich zu erholen. Pandemie, Krieg, Inflation, Klima – die Multikrise hat uns ausgelaugt. Das neue Urlaubs gewährungsgesetz verlangt ein ärztliches Attest, das die Urlaubsfähigkeit bescheinigt. Wer keine medizinische Urlaubsgenehmigung hat, wird – um die Urlaubskompetenz wiederzuerlangen − in eine sogenannte „Pre-Holiday-Klinik“ überstellt. Sven Schmitz muss deshalb seinen Namibia-Urlaub abblasen und findet sich im „Haus Müßiggang“ wieder. Malerisch am Südhang des Oberen Wendelstocks gelegen, beherbergte das Kurhaus Freigeister wie Igor Stravinsky und Literaten wie Thomas Mann. Und so begibt sich Sven in diese skurrile wie verlockende therapeutische Maßnahme. Erste Übung: künstliches Sonnenbad in Strandkulisse. Sven glaubt, dass er mit Beendigung seiner toxischen Beziehung auch die Dauererschöpfung loswird. Und lernt Mitpatient*innen der Pre-Holiday-Klinik kennen. Folge 2: Sven ist sich sicher, was der Grund für seine Erschöpfung ist: Cleo. Borderlinerin, super anstrengend, und die Frau, mit der sich Sven verlobt hat, obwohl sie noch mit einem anderen Mann verheiratet ist. Schon nach nur einem Tag in Haus Müßiggang endet der WhatsApp-Chat dieser toxischen Beziehung: „Nimm dir deine Zeit für dich selbst, mein Selbstoptimierer. Und lass mich bitte in Ruhe für die Zeit deiner sogenannten Kur. C.“ Endlich Frieden! Denkt sich Sven bei einer morgendlichen Wanderung, deren Idylle nur durch das entblößt baumelnde Gemächt von Reiseleiter Fabian gestört wird. Nach der ersten Morgenrunde steht das Therapiegespräch mit Klinikleiter Prof. Behrens an, der seinem Schützling Sven heilsame Liegekuren verordnet. Folge 3: Paul Bougran, Svens Zimmernachbar, kann nicht abschalten. Die Klinik hat ihm für die erste Woche Büromöbel ins Zimmer gestellt und lässt ihn seinen Job einfach weitermachen: eine therapeutische Büro-Simulation, um das akute Herzinfarktrisiko zu senken. Kurios, aber kein Einzelfall: Fibromyalgie, Brainfog, Glutenintoleranz, Reizdarm. Psychosomatisierende Touristen, die mithilfe von Apps und Food-Monitoring ihre Work-Life-Balance regulieren wie ein bedrohtes Biotop – und gerade deshalb nicht urlaubsfähig sind, weil sie über alles ein bisschen zu viel wissen, über alle Umstände etwas zu viel Kontrolle haben. Nur Clawdia, die geheimnisvolle Russin, passt nicht ins Schema und scheint eine Sonderbehandlung von Reiseleiter Fabian zu genießen. Folge 4: Neues aus der Pre-Holiday-Klinik: Im Urlaub trifft man oft auf „Andersdenkende“ − gerade für meinungsstarke Touristen kann das sehr anstrengend sein! Doch vielleicht lässt sich der Umgang mit ihnen üben? Zwischen Erregung im Onsen-Teich, dem Mysterium um die Lufthütten und mutmaßlich politischer Einflussnahme auf den Klinikbetrieb: Hier liegt etwas im Argen! Da ist sich zumindest Svens neue Kur-Bekanntschaft Astra sicher, ein Freigeist mit afrikanisch-geflochtener Haarpracht, die mit Vorliebe außerhalb der Raucherzone qualmt. Am Abend steht die nächste Übung für die Erschöpften an, um ihre Urlaubskompetenz zurückzuerwerben: Das Abendessen mit Andersdenkenden. Dinieren mit Fremden stellt gerade für Touristen im Urlaub eine Herausforderung dar. Beim ayurvedischen Buffet im Speisesaal, dessen Highlight ein Aquarium mit Zitteraalen ist, herrscht das große Ich-Gesage, bis Clawdia mit ihrer Frage nach Störeiern einen politischen Eklat auslöst. Nur eine Person vermag die Situation zu deeskalieren. Auftritt: Violet Smith, Besitzerin des Hotels bzw. der Klinik − was genau eigentlich? Folge 5: Astra konnte, während der im Speisesaal tobenden offenen Feldschlacht um die Meinungshoheit, ein Gespräch zwischen Klinikleiter Prof. Behrens und einem Gast belauschen: dem ehemaligen Wirtschaftsminister, heute vorrangig Dichter. Fazit: Das Klinik-Konzept ist eindeutig GRÜN. Was in puncto Klimaverträglichkeit und Urlaub aktuell mit dem CO2-Preis reguliert wird, soll in naher Zukunft das Bewusstsein der Reisenden selbst regeln. Ist Haus Müßiggang ein Versuchslabor einer woken Tourismus-Verschwörung? Am nächsten Tag hat Recherche-Fuchs Astra neue Erkenntnisse für Sven parat: Clawdia Chauchat ist verheiratet mit Wladimir Megre, dem Chef der Anastasia-Bewegung, einer russisch-national-fundamentalistischen Sekte. Friday Night heißt in Haus Müßiggang: Cocktail Night! Nach der Übung steht der Vollmond am Himmel und Sven findet Anastasia badend im Onsen. Folge 6: Breaking News: Die um ihren Pauschalurlaub gebrachten Klinikinsassen bleiben nicht auf den Buchungskosten sitzen. Die Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger werden in der Pandemie der Erschöpfung gewahrt. Während die Gemüter erhitzen, reflektiert Sven über die letzte Nacht, als er mit Clawdia und anderen Patienten ein Vollmondfest bei den Lufthütten feierte. Infolge dieses Exzesses hat die Klinikleitung die Lufthütten gesperrt. Prof. Behrens warnt Sven vor den irrationalen und mystischen Praktiken der Anastasia-Bewegung. Während der Wettstreit ideologischer Kräfte um die Zukunft der Pre-Holiday-Klinik zutage tritt, wird Sven durch eine Nachricht von Cleo emotional zurückgeworfen: Cleos Ehemann zieht aus. Als er eine Postkarte an seine toxische Beziehung verfassen will, fällt ihm auf, dass er den goldenen Crayon von Cleo ausgerechnet an Clawdia verliehen hat. Folge 7: „Ich bin Ihre Turmgesellschaft. Sie haben mich gesucht, und Sie haben mich gefunden.“ – Willkommen bei Goethe: Ist Sven der neue Wilhelm Meister? Der Bibliothekar von Haus Müßiggang, Dr. Gärtner, schickt sich an, Svens Mentor in einer Geheimgesellschaft zu werden. Noch so ein Verrückter, analysiert Astra, während Sven und sie einen Empfang bei Violet Smith beobachten. Es wird immer offensichtlicher, dass auch politische Parteien um ihre Einflusssphären in Haus Müßiggang buhlen. Die nächste Morgenrunde startet mit einer Überraschung: Clawdia Chauchats Platz nimmt Astra ein, deren „Afrofrisur“ in der WhatsApp-Chatgruppe eine Debatte über kulturelle Aneignung auslöst. Sven versucht, seine Madame Chauchat zu finden, bevor er zu Dr. Gärtners Impulsvortrag eilt, dessen Titel sich leicht verändert hat: „Letale Affären. Zur Psychodynamik in sterbenden Institutionen“. Das hat Sprengkraft. Folge 8: Von den Katakomben der Klinik bis ins Gehölz nahe der Lufthütten: Sven und Clawdia sind einander leidenschaftlich verfallen. Der Unternehmensberater, Sven, der eigentlich Firmen vor dem Untergang retten und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken soll, braucht selbst einen Transformationscoach. Sein auf Effizienz getuntes Leben war bisher im Fast-forward-Modus. Als er bei der Liegekur Dr. Gärtner von seinem Burnout berichtet, trifft Besuch ein. Cleo! Auslöser dürfte eine Postkarte gewesen sein, die eigentlich Madame Chauchat hätte erhalten sollen. Trotz der Schwierigkeiten, ein Gästezimmer zu finden, arrangiert Violet Smith, dass Cleo zwei Nächte bei Sven bleiben kann. Beim Abendessen nimmt Cleo ihre russische Konkurrenz genau in den Blick. Als Clawdia den Crayon auspackt, den Cleo ihrem Sven schenkte, greift Cleo zum Champagnerglas. Splash! Folge 9: Ein Reisebüro in Haus Müßiggang bietet nun ausschließlich Reisen innerhalb Deutschlands an, links- wie rechtsidentitäre Politiker schwadronieren auf dem Klinikgelände und das japanische Onsen ist in ein germanisches „Archäon“ umgewandelt worden. Clawdia, die sich als Tochter von Violet Smith entpuppt, sucht Zuflucht bei Sven und offenbart die familiären und ideologischen Zwänge, unter denen sie leidet. WTF! Zum Glück ist da noch Astra, mit der Sven zur Grünwald-Alm aufsteigt. Auf dem Gipfel ziehen plötzlich Wolken auf und Sven schaut in treibendes Nichts. In was genau hat er sich da verrannt? An der Kante, 200 Meter über dem nächsten Grund, rettet ihn Astra vor dem Unglück. Abends findet eine Séance im Rauchersalon statt, bei der Clawdia als Medium fungiert. Die Sitzung wird jedoch von Reinigungskraft Abeni unterbrochen, die ein Voodoo-Ritual durchführt. Folge 10: Paul Bougran, dessen wahrer Name Dieter Thomanek ist, offenbart unter dem Einfluss von Abenis Voodoo-Ritual, dass er ein CFO bei der TOI ist, der „Touristik Organisation International“. Sven und Astra entdecken in seinem Büro, dass die Klinik von der TOI, den Krankenkassen und Violet Smith betrieben wird. Die TOI plant, ein neues Reise-Segment namens „Homeland” zu etablieren: Betreuter Urlaub zu Hause in Zeiten der Klimakrise. Am Morgen wird die Leiche von Violet Smith im Teich gefunden, mutmaßlich durch die Stromschläge zweier entlassener Zitteraale getötet. Dies führt zum Chaos in der Klinik, bei dem Patienten Mobiliar zerstören und vandalieren. Wieder ziehen Wolken am Wendelstock auf und Sven erhält beim Check-out einen Brief mit seinem Verlobungsring. „Erkennen Sie ihre Anima“, rät Dr. Gärtner. Svens nächste Destination: die Bredouille. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Expertenkommentar: | Begründung der Jury: Stellen Sie sich vor, Sie wollen in den Urlaub, aber eine staatliche Instanz befindet darüber, ob Sie überhaupt „urlaubsfähig“ sind. In Oliver Sturms Serie „Die Erschöpften“ wird eine solche Dystopie entworfen. Der Hauptheld Sven, ein typischer Jetsetter, wird vom Gesundheitsministerium für „nicht urlaubsfähig“ erklärt und muss seine „Urlaubskompetenz“ erwerben, um verreisen zu dürfen. Er findet sich in einem Sanatorium wieder, wo er natürlich nie hinwollte, und in einer Gesellschaft von lauter Spinnern, mit denen er nicht das Geringste gemein hat. Oder doch? Nach und nach tauchen wir in die Gemeinschaft der „Erschöpften“ ein, in ihre Biographien, ihre Liebschaften, Geheimnisse. Die Gruppendynamik, der sich unser Held anfangs noch zu entziehen sucht, wird mehr und mehr essentiell. Und die Außenwelt – die geplante Urlaubsreise, eine toxische Beziehung etc. – verliert an Bedeutung. Geschickt werden Beziehungen, Verflechtungen, Plots und Subplots miteinander verknüpft, wird die Dystopie immer wirklicher. Auf satirische und sehr unterhaltsame Weise gelingt es dem Autor, Fragen der Selbstoptimierung auf der einen und Achtsamkeit auf der anderen Seite ohne erhobenen Zeigefinger zu stellen. Wir können über beides lachen und nachdenken. Ein großartiges Ensemble, allen voran Tom Schilling, spielt die Patienten und Patientinnen komisch und so realistisch, dass die Zuhörenden sich beinahe selbst in ein Sanatorium versetzt fühlen. Eine Serie mit Suchtpotential. Die Jury und der gastgebende Sender 2025 Laila Stieler, Drehbuchautorin, Hörspielautorin, Dramaturgin und Filmproduzentin Sebastian Krumbiegel, Musiker und Autor Gastgebender Sender: MDR | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Mitwirkende: |
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| Preise / Auszeichnungen: | Hörspiel des Monats 08 2025 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Lämmer und Wölfe |
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| Sendetermine: | WDR 3 - Samstag, 26. Sep 2026 19:04, (angekündigte Länge: 55:00)
[mp3-Stream]
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| Autor(en): | Marianne Zückler | ||||||||||||||||
| Produktion: | WDR 2008, 47 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt. | ||||||||||||||||
| Regie: | Angeli Backhausen | ||||||||||||||||
| Inhaltsangabe: | Franca liebt Stefan und Mike. Franca (Cellistin) und Stefan (erfolgreicher Architekt) leben mit ihrer Tochter im nach außen hin erfüllten Familienalltag. Sie sind ohne Trauschein zusammen, nach der Prämisse "Die Liebe ist frei". Mike liebt Sabine und Franca. Mike (Cellist) und Sabine sind mit ihren beiden Kindern gerade in ihr neues Haus eingezogen, finanziell etwas klamm, aber glücklich. Mike und Franca spielen im gleichen Orchester und lieben sich heimlich. Vier Menschen. Drei Paare. Zwei Doppelleben: Fiktion 2008. Pjtro liebt Gregor. Ein Mann, ein Doppelleben. Ori- ginalton-Interview 2007. Handlungsort: Polen in den 70er- und 80er-Jahren. Pjtro hat eine Ehefrau und zwei Kinder und lebt ein paralleles Leben als Homosexueller. Schonungslos spricht er im Rückblick über sein jahrzehntelanges Doppelleben, das sich vor den Augen aller im Anschein von Normalität vollzieht. Ein vermeintlich glückliches Leben im Kosmos der Kleinfamilie. Sein oder Schein? Was geschieht mit uns, wenn die Liebe uns ins Geheimnis und in die Dunkelheit drängt? Und welche Liebe siegt? | ||||||||||||||||
| Mitwirkende: |
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Doktor Proktors Pupspulver |
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| Sendetermine: | WDR 5 - Samstag, 26. Sep 2026 19:04, (angekündigte Länge: 55:00)
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| Autor(en): | Jo Nesbø | ||||||||||||||||||||
| Produktion: | WDR 2015, 54 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur | ||||||||||||||||||||
| Genre(s): | Kinderhörspiel | ||||||||||||||||||||
| Regie: | Annette Kurth | ||||||||||||||||||||
| Bearbeitung: | Judith Ruyters | ||||||||||||||||||||
| Technische Realisation: Theresia SingerRegieassistenz: Leo ZanderDramaturgie: Ulla Illerhaus | |||||||||||||||||||||
| Übersetzung: | Hinrich Schmidt-Henkel | ||||||||||||||||||||
| Inhaltsangabe: | Eines Tages im Mai, kurz vor dem Norwegischen Nationalfeiertag, die Sonne scheint bereits über Olso, da rumpelt ein Umzugswagen durch die Kanonenstraße. Er bringt Bulle, einen zu klein geratenen Jungen mit verbeulter Trompete und verrückten Ideen unterm roten Schopf. Direkt neben seinem neuen Zuhause forscht der geniale Erfinder Doktor Proktor, der so zugewachsen und struppig ist, wie sein Garten. Lise wohnt gegenüber, ist vielleicht nicht so vorlaut wie Bulle, aber dafür präzise im Nachdenken. Gemeinsam vollenden die drei die Rezeptur für ein Pupspulver. Nach einigen mehr oder weniger heiklen Selbstversuchen stehen die Schüler Schlange, um ein Tütchen von dem herrlichen Spaß zu bekommen. Doch leider wohnen in der Kanonenstraße auch die fiesen Zwillinge Truls und Trym, die gemeinsam mit ihrem extra fiesen Vater hinter dem Rezept für das Pupspulver her sind... | ||||||||||||||||||||
| Mitwirkende: |
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Über allem war Licht |
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| Sendetermine: | SWR Kultur - Samstag, 26. Sep 2026 19:05, (angekündigte Länge: 55:00)
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| Autor(en): | Magda Woitzuck | ||||||||||||||||
| Produktion: | SWR/SRF 2021, 55 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur | ||||||||||||||||
| Genre(s): | Krimi | ||||||||||||||||
| Regie: | Alexander Schuhmacher | ||||||||||||||||
| Bearbeitung: | Alexander Schuhmacher | ||||||||||||||||
| Ton und Technik: Basil KneubühlerBesetzung: Kirstin PetriDramaturgie: Uta-Maria HeimDramaturgie: Reto Ott | |||||||||||||||||
| Inhaltsangabe: | Hörspielkrimi über eine toxische Dreiecksbeziehung. Eine Frau wird geschlagen und schlägt zurück. Ist es lediglich Notwehr oder Resultat komplexer libidinöser Verstrickungen – mit tödlichen Folgen? Ein Drama aus der Provinz, so spannend, dicht und wahr, als wäre es ein Krimi von Simenon. Als Rosa und Milo, der beste Freund von Rosas Mann, sich ineinander verlieben, gilt ihre grösste Sorge zunächst der Geheimhaltung dieser Liebe. Sie leben in einer kleinen Ortschaft, sie müssen vorsichtig sein und verbringen ihre gemeinsame Zeit im Wald. Kostbare Stunden im Verborgenen, die umso leidenschaftlicher und verzweifelter werden, als Milo begreift, in welcher Gefahr Rosa lebt: Hans, ihr Ehemann, ist gewalttätig. Aber Rosa will Hans nicht verlassen, und bald lastet diese Weigerung schwer auf Milo. Immer tiefer gerät Rosa in einen verhängnisvollen Sog aus Lust und Gewalt, der eine Entscheidung zwischen den beiden Männern unmöglich macht. Doch dann geraten die Dinge ausser Kontrolle. Rosa meldet Hans als vermisst, die Polizei beginnt mit der Suche. Derweil transportiert Milo die Leiche nach Slowenien … | ||||||||||||||||
| Mitwirkende: |
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Der Stein in der Tasche |
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| Sendetermine: | SRF 2 - Samstag, 26. Sep 2026 20:00 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 60:00)
[mp3-Stream]
[aac-Stream]
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| Autor(en): | Alexander Kluge | ||||||||||||||||||||||
| Produktion: | BR 2024, 71 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt. | ||||||||||||||||||||||
| Regie: | Karl Bruckmaier | ||||||||||||||||||||||
| Bearbeitung: | Karl Bruckmaier | ||||||||||||||||||||||
| Komponist(en): | mapstation | ||||||||||||||||||||||
| Ton und Technik: Susanne HerzigTon und Technik: Gerhard WichoTon und Technik: Michael KurzRegieassistenz: Stefanie Ramb | |||||||||||||||||||||||
| Inhaltsangabe: | Zu den wichtigsten literarischen Referenzen im Werk des Erzählers und "Orientierungsarbeiters" Alexander Kluge zählt Johann Peter Hebel (1760 - 1826). In "Der Stein in der Tasche" tritt Hebel nun aus dem Schatten nach vorne, denn einer seiner Texte - "Denkwürdigkeiten aus dem Morgenland" - stellt Ausgangs- wie Endpunkt dieses Hörstücks dar. Neben Kleist und Kant, denen Kluge in den letzten Jahren Bücher gewidmet hat, scheint Hebel hier als Praktiker der Aufklärung auf, einer, der ohne Arg nach Nutzanwendungen des abstrakten Denkens sucht. Und wäre das nicht ein wünschenswerter Typus Intellektueller, der in Zeiten von zwei blutigen Konflikten am Rande Europas, von menschengemachter Bedrohung des Klimas, von Unfrieden in der demokratisch verfassten Gesellschaft, bereit ist, nach Auswegen zu suchen, an die sonst niemand zu denken wagt. Statt Konfrontation geht es in "Der Stein in der Tasche" um Ausgleich, Zuhören, Abwägen. Weit wird ausgeholt in kosmische Räume, nur um von dort und aus fernster Vergangenheit auf uns Menschen der Gegenwart zu blicken, die wir von einer anderen Art Eiszeit existentiell bedroht sind als unsere biologischen Vorfahren vor 20.000 Jahren. Wir waren damals nur wenige - und haben überlebt, weil wir in Sprache und Intellekt Werkzeuge entwickelt haben, welche die Katastrophe abwenden halfen: Ein Hörspiel der Hoffnung, der kleinen Wunder. | ||||||||||||||||||||||
| Expertenkommentar: | Begründung der Jury Der aktuelle Anlass? – Die mentale Situation der Zeit mit ihren Rückgriffen auf Mythen nationaler Größe, religiöser Wahrheiten und ideologischer Ausschließlichkeit, die uns erneut Kriege einbrocken und viel Leben kosten. Und das eindringliche Anliegen: Krieg zu beenden und zu vermeiden. Alexander Kluge nimmt uns mit auf eine weitläufige Gedankenreise, die makrokosmische Dimensionen mit mikrokosmischen verknüpft. So zoomt er von der Unermesslichkeit des physikalischen Universums zur Brüchigkeit der deklarierten Universalität menschlicher Grundwerte in der Aufklärung. Er zeichnet die Entwicklung der Menschheit vom Amphibischen zum Homo sapiens nach. Er führt diesen in seiner nomadischen Frühphase vor, in kleinen Gruppen durch die Eiszeitsteppe stressend, bedroht und immer auf Nahrungssuche. Und er konfrontiert ihn mit dem modernen Menschen der Sesshaftigkeit, der «aggressiv ist bis auf die Knochen». Er wagt den Schritt von der Anthropologie zur eigenen Biografie und zum Kindheitserlebnis des Bombardements seiner Geburtsstadt in den letzten Kriegsmonaten 1945. Es kommen WissenschaftlerInnen zu Wort, die mit exakten Daten und präzisen Hypothesen gewährleisten, dass sich die Reflexionen an Fakten abarbeiten und so im Konkreten bleiben. Aber natürlich kehren die Exkursionen von Astrophysik und Paläontologie stets in die abendländische Geschichte und Perspektive zurück. In anderen Kulturräumen würden zumindest die historischen Assoziationsketten anders aussehen und anmuten. Der aktuelle Anlass zu all dem? – Die mentale Situation der Zeit mit ihren Rückgriffen auf Mythen nationaler Größe, religiöser Wahrheiten und ideologischer Ausschließlichkeit, die uns erneut Kriege einbrocken und viel Leben kosten. Und das eindringliche Anliegen: Krieg zu beenden und zu vermeiden. Kluge «weiß ganz genau, dass hier weder zynische Realpolitik die Antwort ist, aber unzynische Realpolitik wiederum richtig.» Allerdings lässt er in uns die Frage aufkommen, wo die Trennlinie zwischen einer unzynischen, also friedensfördernden, Politik und einem suizidalen Pazifismus liegt, wo die Grenze zwischen Paranoia und realer Gefahr. Auf seine eigenen Kriegserlebnisse angesprochen und auf die Möglichkeit, diese als Filmemacher filmisch darzustellen, winkt er ab mit dem Verdikt, dass die cineastische Überwältigungsästhetik zu Kriegsporno führe. Er braucht ein Format der Ruhe, das ihn in die Genauigkeit gehen lässt, Kommentar und Kritik zulässt. Allerdings befürchtet er, dass er auf diesem Weg nicht endlos mit der Aufmerksamkeit seines Publikums rechnen kann. – Er kann. Denn er hat das von ihm gewählte Hörspielformat exzellent bedient und ausgereizt durch den Einsatz verschiedener Textsorten, die von Mapstation musikalisch kongenial begleitet werden. Man hört den Autor im Live-Gespräch und eigene Texte vorlesend, man hört die Zitate von Fachleuten von SprecherInnen ausgezeichnet vorgetragen. In einem ‘medialen Oxymoron’ taucht originellerweise regelmäßig das Geräusch eines Diaprojektors, gefolgt von einer Bildbeschreibung auf. Und durch den großen, siebzigminütigen Zeitbogen zieht sich Johann Peter Hebels titelgebende Geschichte vom armen Mann, der von einem Reichen geprügelt, vertrieben und mit einem Stein beworfen wird, diesen in seine Tasche steckt und mit sich trägt, bis er seinem Peiniger wiederbegegnet. Der ist nun selber zu Fall gekommen und dem allgemeinen Spott ausgesetzt. Aber die Revanche bleibt aus. Und der Stein in der Tasche wird zum Stein der Weisen. Der Griff zu dieser Anekdote bildet wieder einen kühnen Zoom; er führt von den großen, komplexen Problemen zu einer kleinen, schlichten Lösung, nämlich der, von Rache abzusehen. Der Autor bekennt sich in einem seiner Statements zu Horkheimers und Adornos Dialektik der Aufklärung, die uns lehrt, dass die Mythen nicht so ursprünglich sind, wie sie sich geben, und die Aufklärung nicht so mythenbefreit, wie sie sich wähnt. Beide bilden bis heute ein Dickicht, durch das wir uns schlagen müssen, um zu einer eigenen Klarheit zu kommen. Mit Kluges Einzelbefunden müssen wir gar nicht immer einverstanden sein. Aber sein Hörspiel ist Sprungbrett und Verlockung, einen Moment lang vom Strom des politischen Alltags abzuheben und in größerem Rahmen Übersicht zu gewinnen. Darum hat die Jury «Der Stein in der Tasche» zum Hörspiel des Monats April 2024 gewählt. Die Jury und der gastgebende Sender 2024 Clara Gauthey, Kulturredakteurin Bieler Tagblatt Claude Pierre Salmony, Hörspielredakteur, -dramaturg, -regisseur Maria Ursprung, Dramatikerin, Regisseurin, Co-Leiterin Theater Marie Gastgebender Sender: Schweizer Radio SRF | ||||||||||||||||||||||
| Mitwirkende: |
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| Preise / Auszeichnungen: | Hörspiel des Monats 04 2024 | ||||||||||||||||||||||
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Als Franz Kafka die Moderne erfand |
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| Sendetermine: | DLR - Samstag, 26. Sep 2026 00:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 165:00)
DLF - Samstag, 26. Sep 2026 23:05, (angekündigte Länge: 165:00) |
| Autor(en): | Lukas Meyer-Blankenburg |
| Auch unter dem Titel: | Eine Lange Nacht über das literarische Prag (Untertitel) |
| Produktion: | DLF/DLR 2026, ca. 165 Min. (Stereo) - Feature |
| Regie: | Vera Teichmann |
| Inhaltsangabe: | Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Prag die europäische Hauptstadt der Literatur, ein kultureller Schmelztiegel im Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn mit starken deutschen und jüdischen Minderheiten. Bis heute über allem thronen Name und Werk von Franz Kafka. Seine Texte, wie etwa „Die Verwandlung“ oder „Das Urteil“, gelten als Schlüsselwerke der literarischen Moderne. Doch Kafka war nur einer von vielen Autoren, die sich in den Prager Cafés und bürgerlichen Privatwohnungen trafen und einen künstlerischen Austausch pflegten. Zu den bekanntesten Pragern gehören Rainer Maria Rilke, Franz Werfel und Max Brod. Auch der „rasende Reporter“ Egon Erwin Kisch verfasste hier seine Reportagen über das Leben in den dunklen Gassen der Altstadt. Er, so wie viele andere, flohen vor den Nazis, mit denen das multikulturelle Leben der Stadt nachhaltig zerstört wurde. Auch später unter den Kommunisten hatten es die meisten Autoren schwer. Seit 2004 versucht das Prager Literaturhaus die Erinnerung an das literarische Erbe der Stadt zu wecken – und ist damit politisch aktuell. Denn die „Prager Moderne“ stellt auch für die Gegenwart die Bedeutung einer gemeinsamen, multikulturellen europäischen Identität vor Augen. |
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