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Die ARD hat den Deutschen Hörspielpreis eingestellt.

Ein ARD-Sprecher sagte, die Initiative für diese Entscheidung sei von den Hörspielredaktionen der ARD-Sender gekommen. Innerhalb des Senderverbunds gebe es immer mehr Kooperationen, dazu gehöre auch eine virtuelle Gemeinschaftsredaktion für das Hörspiel.

Daher sei ein Wettbewerb als Binnenkonkurrenz zwischen den Landesrundfunkanstalten und Deutschlandradio, ORF und SRF wenig plausibel, unzeitgemäß und nach außen nicht vermittelbar. Nach Angaben des Sprechers erschien den Hörspielredaktionen ein Wettbewerb fragwürdig, bei dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen durch Rundfunkbeiträge finanzierten Preis an Produktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vergebe. Die Hörspieltage in Karlsruhe, an denen der Preis bisher vergeben wurde, sollen neu aufgesetzt werden.

Die letzten ARD-Hörspieltage in gewohnter Form finden im ZKM-Karlsruhe vom 7. bis 10. November 2024 statt.

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1001 Nacht (2. Staffel)

Sendetermine: DLR - Donnerstag, 3. Sep 2026 08:50 Teil 84/0, (angekündigte Länge: 10:00)
Autor(en): N. N.
Produktion: DLF 2026, Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Judith Lorentz
Bearbeitung: Roxana Samadi
Judith Lorenz
Komponist(en): Philipp Johann Thimm
Besetzung: Kathi Bonjour
Ton: Andreas Stoffels
Ton: Alexander Brennecke
Ton: Susanne Beyer
Übersetzung: Claudia Ott
Inhaltsangabe: Nacht 067: Ein Gast mit Waschzwang
Nacht 068: Verliebt, verwirrt, verzweifelt, verschuldet
Nacht 069: Versteckt in einer Kiste
Nacht 070: Die verhängnisvolle Sirbadscha
Nacht 071: Verflucht gute Manieren
Nacht 072: Flucht vor einem Friseu
Nacht 073: Das Gedicht der Alten
Nacht 074: Eine hartnäckige Kupplerin
Nacht 075: Ein Haarschnitt vor dem Date
Nacht 076: Die Prophezeiungen des Friseurs
Nacht 077: Ein Friseur mit Ehrgefühl
Nacht 078: Horoskop aus Tradition
Nacht 079: Eine Notlüge
Nacht 080: Von einem Schlamassel in den nächsten
Nacht 081: Gut gemeint, schlecht gelaufen
Nacht 082: Verfolgungsjagd durch Bagdad
Nacht 083: Herr Schweigsam und seine sechs Brüder
Nacht 084: Ein böser Zauber
Nacht 085: Aller schlechten Dinge sind drei
Nacht 086: Der Bruder mit den abgeschnittenen Ohren
Nacht 087: Böse Fantastereien
Nacht 088: Grausame Spiele
Nacht 089: Rachefeldzug mit Folgen
Nacht 090: Der Mann mit dem freundlichen Gesicht
Nacht 091: Fata Morgana im Kuppelsaal
Nacht 092: Zwanzig Jahre Saus und Braus
Nacht 093: Zurück beim Kaiser von China
Nacht 094: Drei Mörder und keine Leiche
Nacht 095: Lang wie eine Lanze, aufrechter als ein Schreibrohr
Nacht 096: Dschullanar aus dem Meer
Nacht 097: Der entführte Königssohn
Nacht 098: Wesen aus dem Wasser
Nacht 099: Meereskönigin gesucht
Nacht 100: Schockverliebt
Nacht 101: Ein fürchterlicher Krieg
Nacht 102: Zweifelhaftes Inselglück
Nacht 103: Verzaubert in einen weißen Vogel
Nacht 104: Endlich wieder Mensch
Schahrasad erzählt um ihr Leben – und wir hören zu. Die Geschichten des Literaturklassikers „1001 Nacht“ führen uns zu Verliebten und Verrückten, Meereswesen und sprechenden Tieren. Nach Bagdad, Persien und China. Und mitten ins Leben.
Mitwirkende:
Roxana Samadi
Jasmin Shakeri
Susana AbdulMajid
Musik .
Daf und Tombak Roshanak Rafani
Oud Bendir Arbaain
Oud Nabil Arbaain
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Nach 9/11

Sendetermine: HR 2 - Donnerstag, 3. Sep 2026 15:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Christoph Heinzle
Sugárka Sielaff
Auch unter dem Titel: Deutschland im Krieg (Untertitel)
Produktion: NDR 2026, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Leo Schenkel
Ton und Technik: Marvin Leesch
Inhaltsangabe: 25 Jahre nach dem 11. September 2001 beleuchtet das Feature den Druck, unter dem die deutsche Au- ßen- und Verteidigungspolitik nach den Anschlägen stand, und Berlins Reaktion auf die Erwartungen aus Washington. Zeitzeug*innen aus Politik und Bundeswehr berichten, welche Folgen bis heute nachwirken und wie sich der Umgang mit Krieg und Militär verändert hat. Zu Wort kommen unter anderem der damalige Verteidigungsminister Scharping, ein Offizier des ersten geheimen KSK-Einsatzes in Afghanistan und ein junger Soldat, der trotz der Einsatzschädigung seines Vaters selbst zum Einsatz bereit ist.
Mitwirkende:
Christoph Heinzle
Michael Weber
Sonja Schilowitzky
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Playblack Radio

Sendetermine: DLR - Donnerstag, 3. Sep 2026 22:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Jan Gehmlich
Joana Tischkau
Auch unter dem Titel: Was ist eigentlich eine "schwarze Stimme"? (Untertitel)
Produktion: WDR 2023, 52 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Technische Realisation: Dirk Hülsenbusch
Technische Realisation: Barbara Göbel
Technische Realisation: Steffen Jahn
Regieassistenz: Peter Simon
Regieassistenz: Julie Grothgar
Inhaltsangabe: We play Black! In der Playblack Radio Show treffen die deutschen Stimmen Schwarzer Hollywoodstars auf weiße Schwarze Musik, (Pseudo-)Wissenschaft und die Polizei der Policital Correctness. Stereotype von Gangstern, Spaßvögeln und Brutalos: Aus Hollywoodfilmen und Fernsehsendungen stammt ein großer Teil der weißen deutschen Imagination darüber, wie Schwarze Menschen sich verhalten, wie sie aussehen – und wie sie klingen. Der andere Teil stammt von Tupac Shakur, Cardi B, Beyoncé und Roberto Blanco. Aber was ist mit Tom Jones, Christina Aguilera, Amy Winehouse oder Gentleman? Wie werden 'schwarze' und 'weiße' Stimmen konstruiert, durch welche Zuschreibungen sind unsere Hörerfahrungen vorgeformt? In einer fiktiven Radioshow irgendwo zwischen Morningtalk, Comedy und Musikshow treffen die stereotypisierten Klangperformances zusammen und übersteuern sich bis zum Zusammenbruch.
Expertenkommentar: Die Begründung der Jury
Eine Stimme formt sich nicht nur aus den Lauten und Tönen, die das Selbst aus seinem Körper hervorbringt. Auch die Resonanz des Anderen, wortwörtlich seines Klangkörpers, spielt eine Rolle.

Bevor wir zur Resonanz der Jury auf das Hörspiel des Monats April kommen, ein persönlicher
Anklang zum Anfang:

Script/Continuity heißt das Aufgabenfeld in der Film-/Fernsehproduktion, das u.a. für die Vermeidung von Anschlussfehlern verantwortlich ist. Oder dramatischer: den Schutz von Konsistenz, Logik, des Raum-Zeit-Kontinuums, die Ermöglichung der willentlichen Aussetzung der Ungläubigkeit (suspension of disbelief), Erhaltung einer Illusion von Realität.
Vor einigen Jahren meinte ich (erleichtert) zu bemerken, dass Übersetzen & Neuvertonen
diegetischer Musik bzw. schauspielerischer Gesangsstimmen in deutschen Fassungen fremd-
sprachiger Filme abgenommen hätte.

Wo diegetische Musik, die innerhalb der Handlung vom Objekt ausgeht – beispielsweise aus
einem Autoradio oder ‚DER Band‘ als Requisite, nicht als eigenständiger Akteur – meist unbe-
rührt blieb, schien die vollständige sprachliche, sprich stimmliche, Durchdringung des Schau-
spieler*innenkörpers integraler Teil eines deutschen Verständnis von Continuity Editing.
Übrigens: Das Pendant zu Script/Continuity im englischen / US-amerikanischen Raum stellt der Script Overseer Supervisor dar.

Es wäre ein Leichtes beim Überblicken des gesendeten Programms bei „Playblack Radio“ von
einer Collage zu sprechen. Es wäre zu leicht. Bei diesem Palimpsest aus sich überlagernden weißen Fantasien & Schwarzer Kulturgeschichte wird Schicht für Schicht abgetragen, was mit dem nächsten Jingle schon wieder drauf projiziert wird. Ideen von Originalität und Ursprung verschwimmen mit Fragen nach Authentifizierung und Identifizierung, heitere Dudelfunk-Ästhetik und metakommunikativer Kommentar drehen die Boxen auf. Besonders gelungen ist der Einsatz klassischer Tontechniken bzw. Stimmeinsätze.

So wird beispielsweise das Voice-Over der äußerst bemühten Journalistin Stefanie, die nach
Straßenumfrage und Googlesuche, beim (oder eher: im) Gespräch mit ihrer ‚eigenen Schwarzen Freundin‘ Isabel zum Sinnbild bzw. Sinnton für die Machtdynamiken, die es weißen Vorstellungen, sprich Fantasien aus Jahrhunderten der Rassifizierung & Exotisierung, von Schwarzen Lebensrealitäten erlauben diese Lebensrealitäten tatsächlich und sehr real zu beeinflussen, beschneiden, zu Besitz zu erklären.

Nach einer Schalte ins Musikstudio und ins Jahr 1994 zu GI Eric und einem westdeutschen
Musikproduzenten, erinnert Samuel L. Ja- erinnert Engelbert von Nordhausen mich daran, warum die britische Musikerin FKA Twigs Recht hatte damit, die wiederholte Einordnung ihres genrebedingt, extrem speziellen Sounds als ‚Alternative R’n’B‘ einen schlampigen Journalismus zu nennen.

Ich erinnere mich daran, dass ein Voice-Over die Aufnahme einer Stimme bedeutet, die eigentlich nicht Teil des Narrativs war, sie durch Über-Stimmen aber dazu werden lässt.
Ich höre Stefanies Stimme vom Beginn sagen: ‚Oder sind vielleicht denkfaule Journalist: innen das Problem? Ich glaube doch kaum, da gerade bei uns in Deutschland Journalist: innen eine so unentbehrliche Arbeit leisten.‘ Wieder höre ich Stefanies Stimme, diesmal in meinem Kopf. In meiner Vorstellung spricht sie von sich als Ally.

In meiner Vorstellung hörte ich auch: Jada Pinkett-Smith, Rosario Dawson und Regina King in der Rolle von Claudia Urbschat-Mingues, hörte Samuel L. Jackson und Bill Cosby in überzeugender Doppelbesetzung als Engelbert von Nordhausen und hörte Chadwick Boseman als Tobias Schmitz. Für einen Moment vergesse ich, dass Black Panther 2 eine neue Heldin hervorbrachte, weil Boseman noch vor Drehbeginn 2020 verstarb.

Mit ihrem unterhaltsamen, aber nie nur bloße Unterhaltung seienden, Trialog aus anekdotischer Evidenz, gekonnter Stimmarbeit und kritischer Selbstbefragung, aber auch -entlarvung, fahre ich durch das Uncanny Valley aus vertrauten Stimmen und, denn auch ich bin der journalistischen Methode der Googlesuche mächtig, ihren ganz fernen, aber dazugehörigen Gesichtern.

Es wäre ein Leichtes, dieses Hörspiel als Collage zu bezeichnen. Zu sagen: ein besonderes mixed-show Format, ein abwechslungsreiches Durcheinander, eine Verkettung von Zufällen, die Aneinanderreihung von Einzelfällen, aber so wichtig, wichtig, dass diese Stimmen – welche
Stimmen? – gehört werden.

Zu leicht, wo es doch vor allem das Aufzeigen von Kontinuitäten ist, die „Playblack Radio“ am
Ende zu einer so merkwürdigen, heißt schwer vergessbaren, Klangperformance macht. Zugegeben, rückblickend hatte die Eingangsbeobachtung vielleicht auch mit einer altersbedingten Veränderung in meinem Medienkonsum zu tun. Weniger FSK 0, weniger Animationsfilm, weniger Zielgruppe ‚Kinder + ggf. tapfere Eltern‘, mehr critically acclaimed drama series, mehr [OV] & [OmU], mehr Filme, die auch nach 15.30 Uhr im Kino gezeigt werden.

Ich für meinen Teil frage mich zum baldigen Kinostart eines Live-Action-Remakes des Disney-
Klassikers Ariel, die Meerjungfrau (1989), Arielle (Continuity?!), die Meerjungfrau bereits jetzt, ob und wenn ja, wie Zeichentrick-weiß oder White Fantasy-schwarz die deutsche Synchronstimme der Hauptdarstellerin Halle Bailey ausfallen wird. Die Geschichte der kleinen Meerjungfrau ist nicht zuletzt auch eine Geschichte von Aneignung,
Verlust und (Wieder-)Finden der eigenen Stimme.

Miedya Mahmod
Mitwirkende:
Engelbert von Nordhausen
Claudia Urbschat-Mingues
Tobias Schmitz
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 04 2023
Hörspiel des Jahres (ARD) 2023
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Alles, was wir voneinander wussten

Sendetermine: WDR Eins Live - Donnerstag, 3. Sep 2026 23:03 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Bettina Wilpert
Auch unter dem Titel: Auf den Spuren eines Femizids (Untertitel)
Produktion: WDR 2026, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Petra Feldhoff
Besetzung: Ulrich Korn
Technische Realisation: Dirk Hülsenbusch
Technische Realisation: Barbara Göbel
Regieassistenz: Alina Rohrer
Regieassistenz: Nathalie Bailoukova
Dramaturgie: Felicitas Arnold
Inhaltsangabe: Elli ist verschwunden. Ging wie jede Woche joggen und war weg. Ellis Mutter, ihre beste Freundin und eine Ex-Affäre erzählen, wie es zum Tag des Verschwindens der 27-jährigen kam. Könnte ihr Ex-Partner etwas damit zu tun gehabt haben? Gleichzeitig nimmt der True Crime Podcast 'Kalter Kaffee - Ungelöste Fälle' die Spur des Cold Case auf. Die Hosts kommen an unveröffentlichte mutmaßliche Beweise: Sprachnachrichten von Elli selbst, wenige Tage vor ihrem Verschwinden.
Mitwirkende:
Fatma Cennet Rüya Voß
Lisa Bianca Hauda
Elli Milena Tscharnke
Brigitte Therese Hämer
Lenja Nelly Politt
Finn Paula Goos
Richterin Petra Kalkutschke
Anwalt Jörg Kernbach
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Defensa 1111

Sendetermine: DLR - Freitag, 4. Sep 2026 00:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Alessandro Bosetti
Produktion: WDR 2026, 49 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Regie: Alessandro Bosetti
Komponist(en): Alessandro Bosetti
Inhaltsangabe: Alessandro Bosetti entdeckt, dass sein Großvater Aldo als junger Mann in Buenos Aires gelebt hat. Die Adresse: Defensa 1111. Bosetti mietet dort ein Zimmer, entschlossen ihm eine Botschaft zu senden.
Die Botschaft besteht überwiegend aus Fragen. Fragen eines Mid-agers an einen jungen, so nie gekannten Großvater. Als Antenne dient das Metallgerüst des Gebäudes. Übersetzt in Schallvibrationen wird sie in seine Träger und Böden eingespeist. Aber auch von einem Auto mit Lautsprechern, einem „coche parlante“, in das gesamten Viertel San Telmo und ins Dorf Alicia, wo Aldo aufgewachsen ist, getragen.
Links: Externer Link Homepage Alessandro Bosetti
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