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Die ARD hat den Deutschen Hörspielpreis eingestellt.

Ein ARD-Sprecher sagte, die Initiative für diese Entscheidung sei von den Hörspielredaktionen der ARD-Sender gekommen. Innerhalb des Senderverbunds gebe es immer mehr Kooperationen, dazu gehöre auch eine virtuelle Gemeinschaftsredaktion für das Hörspiel.

Daher sei ein Wettbewerb als Binnenkonkurrenz zwischen den Landesrundfunkanstalten und Deutschlandradio, ORF und SRF wenig plausibel, unzeitgemäß und nach außen nicht vermittelbar. Nach Angaben des Sprechers erschien den Hörspielredaktionen ein Wettbewerb fragwürdig, bei dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen durch Rundfunkbeiträge finanzierten Preis an Produktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vergebe. Die Hörspieltage in Karlsruhe, an denen der Preis bisher vergeben wurde, sollen neu aufgesetzt werden.

Die letzten ARD-Hörspieltage in gewohnter Form finden im ZKM-Karlsruhe vom 7. bis 10. November 2024 statt.

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Vague Guess: Human

Sendetermine: DLR - Freitag, 7. Aug 2026 00:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Antje Vowinckel
Produktion: SWR 2025, 41 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Regie: Antje Vowinckel
Komponist(en): Antje Vowinckel
Inhaltsangabe: Was passiert, wenn eine App zur Vogelbestimmung ins Stocken gerät? Wenn sie ein Geräusch nicht eindeutig zuordnen kann und nur „Vague Guess: Human“ meldet? Waren die Vögel zu weit entfernt, ahmte jemand ihren Ruf nach – oder blicken die Tiere aus den Tiefen der Datenbank zurück, wie der Pfau mit seinen hundert Augen, die alles erspähen?
Die Klangkomposition „Vague Guess: Human“ nimmt diese Unschärfe zwischen Natur, Technik und Wahrnehmung zum Ausgangspunkt. Wissenschaftliche Sprachaufnahmen über Vogelarten – zu Verbreitung, Nestbau oder Rufmustern – werden übereinandergeschichtet, verfremdet und zu schwarmartigen Strukturen verdichtet. Dazu treten Klänge aus der Solo-Performance Nestbau für vibrierenden Lautsprecher und Objekte, körpernahe Vokalgeräusche wie Stimmritzenknarren, der durchdringende Ruf eines Pfaus sowie atmosphärische Störsignale eines Smartphones kurz vor dem Klingeln.
Aus diesen Ebenen entsteht ein vielschichtiges akustisches Geflecht, in dem Vogel und Mensch, Beobachtende und Beobachtete ineinander übergehen – und die Frage offenbleibt, wer hier eigentlich wen beobachtet.
Mitwirkende:
Mariana Carvalho
Carrie Getman
Zach Hart
Chris Heenan
Jessie Marino
Koen Nutters
Yolette Thomas
Sebastian Warne
Links: Externer Link Homepage Antje Vowinckel
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Versetzt statt verurteilt

Sendetermine: SWR Kultur - Freitag, 7. Aug 2026 15:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Gabriele Knetsch
Auch unter dem Titel: Katholische Priester, Missbrauch und Strafvereitlung (Untertitel)
Produktion: BR 2026, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Alexandra Distler
Ton und Technik: Tim Höfer
Inhaltsangabe: Priester, denen sexueller Missbrauch vorgeworfen wurde, konnten sich ins Ausland absetzen. Oft mit Wissen hochrangiger Kirchenvertreter. In mehreren Fällen lieferte die Kirche mutmaßlich pädokriminelle Priester nicht der Strafverfolgung aus – sondern sorgte teilweise sogar aktiv dafür, dass die Behörden ihnen nicht auf die Spur kamen.
Bis in die jüngste Vergangenheit lassen sich Auslandseinsätze von mutmaßlichen Tätern nachweisen. Aus den Einsatzländern werden Stimmen lauter, die eine Aufarbeitung fordern.
Im ARD Radiofeature steht ein bayerischer Priester und Internatsleiter im Zentrum: Mitte der 70er Jahre wurde er überraschend nach Namibia versetzt, nachdem mehrere Buben sexuelle Übergriffe im Schlafsaal beim Bistum gemeldet hatten. Einer der damaligen Betroffenen berichtet, dass der Priester plötzlich verschwunden war. Heute ist er geschockt – als er erfährt, was hinter den Kulissen passiert ist. Involviert in die Versetzung: das Auslandssekretariat der Deutschen Bischofskonferenz. Die katholische Kirche konnte sich bei dieser Praxis auf ein weltweites Netzwerk stützen.
Dies zeigen weitere Fälle. Ein Priester aus Eichstätt, der in Deutschland per Haftbefehl gesucht wurde, entzog sich der Strafverfolgung durch eine Flucht über eine Mission in Tanzania nach Brasilien – dort wirkte er in einer armen, abgelegenen Gegend. Uns vorliegende Dokumente belegen, dass es in der Kirche hochrangige Mitwisser gab.
Diese Versetzungspraxis lässt sich nicht nur für Deutschland nachweisen. Dies zeigen jüngste Enthüllungen über spanische Jesuiten, die an einer Schule in Cochabamba zahlreiche Kinder missbraucht haben sollen. Hunderte von Opfern haben sich gemeldet. Nun fordern die bolivianischen Betroffenen, dass die Kirche und die Politik in Europa Verantwortung für das Unrecht übernehmen sollen.
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Schwarze Wasser

Sendetermine: WDR 3 - Freitag, 7. Aug 2026 19:04 Teil 2/2 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Kerstin Ekman
Auch unter dem Titel: Geschehnisse am Wasser (Roman)
Produktion: SFB 1997, 120 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Krimi
Regie: Hans Gerd Krogmann
Bearbeitung: Valerie Stiegele
Ton: Kaspar Wollheim
Ton: Katrin Witt
Regieassistenz: Nathalie Singer
Übersetzung: Hedwig M. Binder
Inhaltsangabe: 1974: Die Lehrerin Annie Raft kommt zusammen mit ihrer sechsjährigen Tochter in dem kleinen nordschwedischen Ort Svartvattnet (dt. "Schwarzwasser") an, um zu ihrem Geliebten Dan in eine Hippie-Kommune zu ziehen. Aber Dan holt sie nicht wie versprochen vom Bus ab. Annie macht sich mit ihrer Tochter allein auf den Weg durch die Wildnis. Nach langem Herumirren in dem menschenleeren Gebiet sieht sie im fahlen Licht der Mitternachtssonne einen fremdländisch aussehenden Jungen auf dem Weg vorbeistürzen. Kurz darauf stößt sie auf ein Zelt, in dem zwei grausam zugerichtete Leichen liegen. - 18 Jahre später lebt Anni wieder in dieser Gegend. Die Tochter Mia ist nun erwachsen. Und eines frühen Morgens entdeckt sie Mia in den Armen jenes Fremden, den sie für den Mörder hält.
Mitwirkende:
Erzähler Joachim Nottke
Johan Jens Wawrczeck
Birger Otto Sander
Annie Angelika Thomas
Mia Ulrike Krumbiegel
Gudrun Monika Hansen
Ylja Barbara Dittus
Ake Thomas Thieme
Lennarton Harald Warmbrunn
Busfahrer Fritz Hammer
Petrus Martin Seifert
Dan Ulander Christian Berkel
Kind Magdalena Prinzler
Bjoerne Dieter Montag
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Tartarin bezwingt die Schweizer Alpen 1:

Es gibt gar keine Schweiz

Sendetermine: SRF 1 - Freitag, 7. Aug 2026 20:00, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Alphonse Daudet
Produktion: DRS 1983, 54 Min. () - Bearbeitung Literatur
Regie: Walter Baumgartner
Bearbeitung: René Scheibli
Technik: Bea Wicker
Technik: Emil Leisi
Technik: Peter Staub
Inhaltsangabe: Mit dem Namen Alphons Daudet verbunden sind «Les Lettres de mon Moulin» und darin vor allem die Geschichte «La chevre de Monsieur Sequin». Daudet lebte von 1840 bis 1897, war aber mit seiner unbändigen Phantasie seiner Zeit weit voraus, vor allem mit Tartarin, seinem Helden aus Tarascon. Bekannt sind Tartarins Ruhmestaten, die er im heimatlichen Städtchen in der französischen Provence vollbracht hat. Doch unser Held ist auch ausgezogen, die grosse, weite Welt zu erobern, auch die hehre Bergwelt der Schweiz. Der überraschte Wanderer musste entdecken, dass sie von einer kapitalkräftigen Gesellschaft zu einem Panorama-Kursaal ausgebaut wurde, mit beleuchteten Wasserfällen, Drehkreuzen am Eingang zu den Gletschern und einer Menge Seil- und anderer Bahnen, hoch hinauf, bis auf die schneebedeckten Gipfel.
Mitwirkende:
Daudet Matthias Habich
Tartarin Hans-Helmut Dickow
Bravida Bert Müller-Kopp
Excourbaniès Günther Ziessler
Pascalon Matthias Schuppli
Béziquet Konrad Horschik
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Emil Selhofer - Fremdenlegionär und Deserteur

Sendetermine: SRF 2 - Freitag, 7. Aug 2026 20:00, (angekündigte Länge: 50:00)
Autor(en): Sabine Bitter
Produktion: SRF 2012, 52 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Der Schweizer Matrose Emil Selhofer verlässt 1944 seine Heimat und tritt in die französische Fremdenlegion ein, mit der er in den Indochinakrieg zieht. Dort wird er, wie er nach Hause schreibt, zum Verbrecher gemacht.
Er desertiert und schliesst sich der vietnamesischen Befreiungsbewegung an, die den französischen Kolonialisten Widerstand leistet. Nach mehreren Jahren in der Fremde will Emil Selhofer zurück in die Schweiz, doch der Rückweg ist ihm versperrt. Seine Spur verliert sich im nordvietnamesischen Dschungel.
Der Historiker An Lac Truong Dinh skizziert in der Sendung von Sabine Bitter das intensive, aber kurze Leben des Schweizer Fremdenlegionärs und Deserteurs Emil Selhofer.
Preise / Auszeichnungen: Prix Média akademien-schweiz 2012
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Schattendeals

Sendetermine: BR 2 - Freitag, 7. Aug 2026 20:05 Teil 5/5 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 50:00)
Autor(en): Laura Höring
Auch unter dem Titel: Der Schüler im Straflager (1. Teil)
Verhandlungsmasse (2. Teil)
Dealbreaker (3. Teil)
Sonderflug aus Moskau (4. Teil)
Letzte Geständnisse (5. Teil)
Produktion: BR 2026, 190 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Ron Schickler
Ton und Technik: Tim Höfer
Inhaltsangabe: 1. Der Schüler im Straflager
Sommer 2019: Mitten in Berlin wird am helllichten Tag ein Mann im kleinen Tiergarten erschossen. Wadim Krassikow wird für diesen sogenannten “Tiergartenmord” zu lebenslanger Haft verurteilt. Februar 2023: Im russischen Sotschi wird der 17-jährige Kevin Lick verhaftet. Er soll Fotos von Waffen und Technik auf einer Militärbasis gemacht haben. Der Deutsch-Russe wird zu vier Jahren Haft in einem russischen Straflager verurteilt.
Was damals keiner der beiden Männer ahnen kann: Ihre Schicksale werden schon bald miteinander verknüpft sein. Denn auf Schreibtischen im Bundeskanzleramt stapeln sich nach Kevin Licks Inhaftierung sehr ähnliche Fälle. Ist das ein Zufall oder sammelt Russland “Tauschmaterial”, um bei einem Gefangenenaustausch den “Tiergartenmörder” frei zu tauschen?
2. Verhandlungsmasse
In Moskau wird ein weiterer Deutsch-Russe festgenommen und zu russischem Straflager verurteilt. Dieter Woronin soll seine Strafe im selben Straflager absitzen, wie der russische Oppositionelle Alexej Nawalny. Knapp drei Wochen später macht die Verhaftung von US-Journalist Evan Gershkovich im russischen Jekaterinburg weltweit Schlagzeilen.
Einer, der Gershkovich freibekommen will, ist Roger Carstens, Sondergesandter für Geiselangelegenheiten. Die USA ahnen: Russland könnte im Gegenzug jemand bestimmtes haben wollen, der in Deutschland im Gefängnis sitzt. Den “Tiergartenmörder”. Das Thema erreicht schon bald die deutsche Bundesregierung. Im Kanzleramt gibt es Gespräche, wer wäre dafür, wer wäre dagegen? Und was hätte Deutschland von einem Deal? In dieser Folge haben wir aus Alexej Nawalnys Autobiographie "Patriot" zitiert. Das Buch ist im Fischer Verlag erschienen.
3. Dealbreaker
Über der Münchner Sicherheitskonferenz bricht eine Nachricht herein, die alles verändert: Alexej Nawalny ist tot. Mutmaßlich ermordet in russischer Haft. Nawalnys Tod ist eine Zäsur. Kann und darf man jetzt noch mit Russland verhandeln, oder würde das falsche Signale senden? Die USA halten an der Idee fest, den US-Journalisten Evan Gershkovich aus dem russischen Gefängnis zu befreien. Aber dafür brauchen sie den “Tiergartenmörder”. Die US-Amerikaner fangen an eine geheime Liste zu schreiben. Wenig später erhält Olaf Scholz einen Brief des damaligen US-Präsidenten Joe Biden. In Russland wird ein weiterer Deutsch-Russe verhaftet.
4. Sonderflug aus Moskau
Kevin Lick, Dieter Woronin und German Moyzhes sitzen abgeschottet im Gefängnis in Moskau. Am 1. August 2024 öffnen sich ihre Gefängnistüren. Mit einem Bus fahren sie zum Flughafen. Jetzt erfahren sie: Sie sind Teil eines Gefangenenaustauschs. Die Stimmung im Flugzeug ist nervös. Wo werden sie hingebracht? Und auch in Deutschland ist Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt angespannt. Wird alles glatt gehen?
5. Letzte Geständnisse
Russland rollt dem freigekommenen “Tiergartenmörder”, Wadim Krassikow, einen roten Teppich aus. Wladimir Putin begrüßt ihn wie einen Freund. Der Kreml bestätigt einen Tag später: Der Mann, den Deutschland zurückgegeben hat, ist ein Agent vom Geheimdienst FSB, sogar Mitglied einer Spezialeinheit. Für den Sicherheitsexperten Nico Lange ist die Freilassung Krassikows ein schwerwiegender Fehler. Aber wie sieht Ex-Kanzler Olaf Scholz seine Entscheidung heute? Host Franka Hennes trifft ihn in Berlin. Kevin Lick überrascht mit einem Post auf Social Media. Hat er der Redaktion nicht die ganze Wahrheit gesagt? Seine Story nimmt eine überraschende Wendung.
Mitwirkende:
Franka Hennes
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Stahnke

Sendetermine: BR 2 - Freitag, 7. Aug 2026 20:05 Teil 12/15, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Frank Witzel
Auch unter dem Titel: Gralsberg (1. Teil)
Hebbelsfurt (2. Teil)
Bad Gammerstätt (3. Teil)
Diemelsbach (4. Teil)
Grünsheim (5. Teil)
Geldernbeck (6. Teil)
Tiefenroda (7. Teil)
Schwörlingen (8. Teil)
Bad Eidelmünde (9. Teil)
Molksbühl (10. Teil)
Siegolfing (11. Teil)
Ammenschnade (12. Teil)
Hegegras-Lotzebusch (13. Teil)
Schwindthausen 1 (14. Teil)
Schwindthausen 2 (15. Teil)
Produktion: BR 2018, 395 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Leonhard Koppelmann
Komponist(en): Frank Witzel
Regieassistenz: Stefanie Ramb
Ton und Technik: Susanne Herzig
Ton und Technik: Michael Krogmann
Inhaltsangabe: Stahnke, ein ausgebildeter Architekt, Mitte vierzig, arbeitet für die Firma IGWT der Unternehmerin Schmidt-Ehry. Seine Aufgabe ist es, durch die Provinz der Bundesrepublik zu fahren und in Kleinstädten Möglichkeiten für Bauprojekte zu erkunden. Er analysiert dabei nicht nur die baulichen Gegebenheiten der jeweiligen Orte, sondern auch Sozialstruktur und politische Machtverhältnisse. Er muss deshalb vor allem die Schwachpunkte der Städte evaluieren, für die von seiner Arbeitgeberin oft nur scheinbare Lösungen angeboten werden. Stahnke – der in seiner Studentenzeit noch mit großem Interesse den städtebaulichen Diskurs verfolgt hat – ahnt, dass diese Bauprojekte reihenweise scheitern und mitunter sogar die Gemeinden in den Ruin treiben werden. Doch seine berufliche Ehre hat er längst verloren. Seine ganze Fach- und Menschenkenntnis, seine Fantasie und seine Intuition setzt er ausschließlich für einen Geschäftsabschluss ein. Um an Hintergrundinformationen der einzelnen Städte und Gemeinden zu gelangen, schreckt er auch nicht davor zurück, seine Gegenüber auszuhorchen und auszunutzen. So ist er beispielsweise mit verschiedenen Profilen bei Kontaktbörsen angemeldet, um Frauen aus der Stadtverwaltung der jeweiligen Kleinstädte zu treffen. Nicht nur vor anderen, auch vor sich selbst, schiebt er immer wieder die Notwendigkeit vor, Geld verdienen zu müssen, um seine Familie ernähren zu können. Dabei ist sein Privatleben im Begriff zu zerfallen. Stahnke ist ein Einzelgänger, der immer wieder in der Anonymität untertaucht. Seine Ehe ist geschieden, seine neue Beziehung zerrüttet. Ebenso ist das Verhältnis zu seiner fordernden Arbeitgeberin angespannt. Dennoch sind ihm Skrupel oder Selbstzweifel fremd. Sein Handeln hat er längst von seinem Fühlen abgespalten. Als eine Reihe mysteriöser Morde die Gegend erschüttert, die er jüngst für seine Standort-Evaluationen bereiste, gerät er ins Visier des ermittelnden Kommissars. Doch da ist Stahnke schon spurlos verschwunden.
In der Pilotfolge fährt Stahnke auf einer seiner Reisen durch die deutsche Provinz auf regennasser Straße einen jungen Mann an. Der Mann scheint nicht weiter verletzt und lehnt ab, dass Stahnke ihn in ein Krankenhaus bringt, angeblich weil er nicht krankenversichert ist. Stattdessen will er zu einer alternativen und illegalen Wohnwagen-Siedlung am Rand der Kleinstadt Gralsberg gefahren werden. Stahnke wittert hier ein Projekt und versucht Kontakte mit einem jungen Paar zu knüpfen, das in der Siedlung lebt. Doch noch während er Gralsberg wieder verlässt, erhält er einen beunruhigenden Anruf aus der Siedlung.
„Die Ebene des Mythischen und Unbewussten dringt immer wieder in die Erzählung und in die scheinbar analytische Welt Stahnkes ein und entlarvt seinen Realismus als Illusion.“ (Frank Witzel)
Mitwirkende:
Wiebke Puls
Martin Feifel
Nicole Heesters
Hanna Scheibe
Katja Bürkle
Anna Drexler
Axel Milberg
Jutta Speidel
Peter Fricke
Fabian Hinrichs
Götz Schulte
Oliver Nägele
Jochen Striebeck
Julia Riedler
Pola Jane O’ Mara
Sebastian Weber
Rita Russek
Stefan Hunstein
Steven Scharf
Michael A. Grimm
Wolfgang Maria Bauer
Thomas Birnstiel
Rainer Bock
Thomas Hauser
Johannes Silberschneider
Gerhard Wittmann
Shenja Lacher
Josephine Michel
Rene Dumont
Kaja Martin
Kia Ahrndsen
Irina Wanka
Joschka Walser
Brigitte Hobmeier
Ilona Grandke
Jule Ronstedt
Annette Paulmann
Sophie von Kessel
Jaecki Schwarz
Christiane Roßbach
Tommi Piper
Tim Seyfi
Michele Cuciuffo
Helmfried von Lüttichau
David Zimmerschied
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Vermaledeit seyst du

Sendetermine: DLF - Freitag, 7. Aug 2026 20:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Christoph Spittler
Auch unter dem Titel: Zur Geschichte der Hatespeech (Untertitel)
Produktion: DLF 2023, 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Susanne Krings
Ton und Technik: Lukas Fehling
Ton und Technik: Christoph Schumacher
Inhaltsangabe: Hass: eine der grundlegenden menschlichen Emotionen. Gehasst wurde schon immer, und dem Hass wurde auch sprachlich Ausdruck gegeben. Aber die Struktur der Hassrede ändert sich. Die Inquisitoren der Hexenverfolgung legitimieren die angebliche Minderwertigkeit der Frau mit kalter Rationalität. Goebbels vergleicht das Judentum mit einer Infektionskrankheit. Punkrock brüllt seine Wut auf die verlogene Wohlstandsgesellschaft heraus. Westdeutsche Spießbürger der Nachkriegszeit stammeln ihren Hass auf „Gammler“ und unangepasste Studierende naiv in die Fernsehkameras, der rechte Facebook-Mob der Kommentarspalten übt sich gern in unbeholfenem Sarkasmus. Was sagt die Sprache des Hasses über ihren historischen Kontext? Welche rhetorischen Strategien kehren immer wieder?
Mitwirkende:
Moritz Führmann
Claudia Mischke
Links: Externer Link Homepage von Christoph Spittler
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Freie Fahrt für freie Bürger?

Sendetermine: DLR - Samstag, 8. Aug 2026 00:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 165:00)
Autor(en): Marius Elfering
Auch unter dem Titel: Eine Lange Nacht zum Straßenverkehr in Deutschland (Untertitel)
Produktion: DLF/DLR 2026, ca. 165 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Frank Merfort
Inhaltsangabe: Menschen – Autos – Straßenplatz. Gut 49 Millionen Autos. So viele Pkw waren 2025 in Deutschland zugelassen. Die Anzahl der Autos in Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten geradezu explodiert. 2.814 Menschen. So viele Personen verloren im Jahr 2025 auf deutschen Straßen ihr Leben. 10 Spuren. Auf so viele Fahrstreifen soll die A5 bei Frankfurt in Zukunft ausgebaut werden, wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht – so viele Spuren hat keine andere Autobahn in Deutschland. Die Deutschen und ihre Straßen: Das war schon immer eine emotionale Beziehung und die Straße ein Ort, der für große Gefühle steht. Für die Freiheit, unterwegs zu sein. Aber auch für Frustration, für die Auseinandersetzung zwischen Autofahrern, Fahrradfahrern und Fußgängern. Ein Ort, bei dem es auch immer um die Frage geht: Wie verteilen wir den Platz, den wir haben? Es geht um Mobilität, Wirtschaftswachstum, Klimaschutz und Lebensqualität. Und genau in dieser Debatte tut sich in den vergangenen Jahren etwas: Städte investieren in den Ausbau sichererer Fahrradwege. Hier und dort wird versucht, den innerstädtischen Autoverkehr zu reduzieren. Die Meinungen, was hierbei der richtige Weg ist, gehen auseinander und sind immer wieder ebenso Wahlkampfthema wie Gegenstand von Nachbarschaftsstreit. Wie sieht er aus – der Kampf um die deutschen Straßen? Wie unterscheiden sich sinnvolle Konzepte auf dem Land von denen in den Großstädten? Und wie werden sich die deutschen Straßen in Zukunft verändern?
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