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Die ARD hat den Deutschen Hörspielpreis eingestellt.

Ein ARD-Sprecher sagte, die Initiative für diese Entscheidung sei von den Hörspielredaktionen der ARD-Sender gekommen. Innerhalb des Senderverbunds gebe es immer mehr Kooperationen, dazu gehöre auch eine virtuelle Gemeinschaftsredaktion für das Hörspiel.

Daher sei ein Wettbewerb als Binnenkonkurrenz zwischen den Landesrundfunkanstalten und Deutschlandradio, ORF und SRF wenig plausibel, unzeitgemäß und nach außen nicht vermittelbar. Nach Angaben des Sprechers erschien den Hörspielredaktionen ein Wettbewerb fragwürdig, bei dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen durch Rundfunkbeiträge finanzierten Preis an Produktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vergebe. Die Hörspieltage in Karlsruhe, an denen der Preis bisher vergeben wurde, sollen neu aufgesetzt werden.

Die letzten ARD-Hörspieltage in gewohnter Form finden im ZKM-Karlsruhe vom 7. bis 10. November 2024 statt.

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Feuerwehrfrau

Sendetermine: RBB Radio3 - Mittwoch, 24. Jun 2026 19:00, (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Martina Reuter
Produktion: rbb 2026, ca. 60 Min. (Stereo) - Feature
Links: Externer Link Homepage von Martina Reuter
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Druckausgabe (PDF)

De Soot

Sendetermine: NDR 1 90,3 - Mittwoch, 24. Jun 2026 21:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Dieter Bellmann
Produktion: RB 1964, 46 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Mundarthörspiel
Regie: Walter Bäumer
Inhaltsangabe: Der Brunnen - de Soot -, der sich inmitten der Dorfstraße plötzlich auftut, bildet für einen Teil der Dorfbewohner das Tor zur Wahrheit, wenn sie diese ernsthaft suchen und wünschen. Der andere Teil leugnet sein Vorhandensein überhaupt. Die Mächtigen eines autoritären Staatsgefüges schalten sich ein, Terror und Denunziantentum bilden das übliche Gefolge, aber "de Soot" ist stärker als sie alle und zwingt sogar scheinbar Gefestigte, den Sprung in die Ungewissheit zu tun, auf deren Grund die Wahrheit liegt.
Mitwirkende:
Jakob Willers
Jehann Jehannsen
Thomas Witt
u.a.
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
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Der gute Gott von Manhattan

Sendetermine: DLR - Mittwoch, 24. Jun 2026 22:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Ingeborg Bachmann
Produktion: ORF/DLF 2026, ca. 55 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Elisabeth Weilenmann
Bearbeitung: Elisabeth Weilenmann
Komponist(en): Anna Bauer
Regieassistenz: Alexandra Wimmer
Ton und Technik: Anna Kuncio
Ton und Technik: Simon Dünser
Inhaltsangabe: Was geschieht, wenn zwei Menschen einander radikal lieben - jenseits aller Regeln, jenseits aller Vernunft? Und wer oder was sorgt dafür, dass genau das nicht geschehen darf? Ingeborg Bachmann stellt in ihrem Hörspielklassiker 'Der gute Gott von Manhattan' genau diese Frage.
Das Stück beginnt mit einem Prozess: Der 'gute Gott' steht vor Gericht, angeklagt, eine junge Frau durch einen Bombenanschlag getötet zu haben. Die Tat ist unstrittig. Doch im Zentrum steht eine andere Frage: War dieser Mord notwendig, um die Ordnung der Welt zu schützen? In Rückblenden entfaltet sich die Begegnung zwischen Jennifer und Jan. Es ist eine flüchtige, fast zufällige Bekanntschaft, die sich in wenigen Tagen zu einer existenziellen Grenzerfahrung verdichtet. Ihre Liebe entzieht sich jeder Konvention, jeder Berechenbarkeit. Sie wird absolut und damit gefährlich. Denn wo Liebe in dieser Radikalität auftritt, so behauptet der 'gute Gott', gerät die Welt aus den Fugen.
Bachmann entwirft ein poetisches, verstörendes Gedankenexperiment über die Unvereinbarkeit von individueller Leidenschaft und gesellschaftlicher Ordnung. Ihre Sprache oszilliert zwischen Zärtlichkeit und Gewalt, zwischen zarter Intimität und apokalyptischer Vision. Das Private wird politisch, die Liebe selbst erscheint als subversive Kraft.
Die neue Bearbeitung und Inszenierung von Elisabeth Weilenmann holt Bachmanns preisgekrönten Text akustisch in die Gegenwart - durch die Adaptierung der Modulation und die Neugestaltung der akustischen Dimension in Zusammenarbeit mit der Komponistin Anna Bauer. Aber auch inhaltlich erscheint Bachmanns Text hochaktuell, stellt er doch die Frage: wieviel Intensität verträgt eine Gesellschaft? Welche Formen von Nähe sind erlaubt und welche werden sanktioniert? Und warum sind es zumeist die Frauen, die den höchsten Preis zahlen?
Mitwirkende:
Markus Hering
Roland Koch
Max Simonischek
Marie-Luise Stockinger
Alina Fritsch
Lukas Watzl
Alois Frank
Markus Meyer
Katja Holm
Maria Happel
Nils Arztmann
Martin Zauner
Oskar Weilenmann
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
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