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Das Hörspiel ist 100 Jahre alt.

Vor hundert Jahren, genau am 24.10.1924 um 20:30 Uhr, wurde das erste deutschsprachige Hörspiel gesendet. "Zauberei auf dem Sender" war der Anfang. Erhalten ist es nicht, es wurde live gespielt. 1962 vom Hessischen Rundfunk noch einmal produziert ist es in der ARD-Audiothek zu hören.

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Männerfantasie oder Emanzipationsgeschichte?

Sendetermine: DLR - Samstag, 23. Mai 2026 00:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 165:00)
DLF - Samstag, 23. Mai 2026 23:05, (angekündigte Länge: 165:00)
Autor(en): Eva Baumeister
Hanna Steger
Auch unter dem Titel: Eine Lange Nacht über Frauen und Autos (Untertitel)
Produktion: DLF/DLR 2026, ca. 165 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Hanna Steger
Inhaltsangabe: Eine Truckerin, die sich mit Humor und Selbstbewusstsein in der männerdominierten Welt der Rastplätze behauptet. Ein Car-Wash-Girl, das von seiner Leidenschaft für Autos erzählt – und davon, wie die Arbeit unter den Blicken der Männer ihr Selbstbild prägt. Frauen mit Fahrangst, die in einer Fahrschule „von Frauen für Frauen“ das Steuer – und die Kontrolle – zurückgewinnen. Diese Lange Nacht fragt: Was erzählt die Beziehung von Frauen und Autos – eine Emanzipationsgeschichte oder die zähe Fortschreibung einer Männerfantasie? 1927 umrundete Clärenore Stinnes als erste Frau die Welt im Auto – zu einer Zeit, als Frauen oft nicht mal Verträge unterschreiben durften. Und heute? Sind Frauen im Auto schlechter geschützt als Männer, weil Crashtests weiterhin am „durchschnittlichen Mann“ durchgeführt werden. Die Forscherin Astrid Linder hat mit „Eva“ einen weiblichen Crashtest-Dummy entwickelt – der besseren Schutz bieten würde, aber ungenutzt bleibt. Zwischen den großen feministischen Debatten und dem ganz normalen Fahrerinnenalltag: Wem gehört die Straße – und wessen Geschichten werden erzählt?
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Wir Alten leben zu lange ...

Sendetermine: DLR - Samstag, 23. Mai 2026 05:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Traute Hellberg
Auch unter dem Titel: Rentner in der DDR (Untertitel)
Produktion: DLF 1977, ca. 55 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Die Satire sieht es so: „Kennen Sie das auch? Sie sind erst 65 und müssen Tag für Tag spazieren gehen, an fremden Stränden sinnlos singen und tanzen und machen trotzdem gute Miene zum bösen Spiel?“ Debatten über Renten, Rentenreformen und die Versorgung alter Menschen gab es schon immer. Doch die Meinung, dass die alten Menschen doch recht lange leben und dass das doch ein Problem darstelle, ist noch nicht so alt. Ist der alte Mensch ein Mensch oder ein Problem? Anhand von statistischen Daten zur Lage der Rentner in der BRD und DDR, den Sozialleistungen und der Rentenhöhe versucht die Autorin dieses Features, dies herauszufinden – gelegentlich auch mit einem Augenzwinkern.
Rentner in Deutschland werden im statistischen Mittel immer älter, was zu einem deutlichen Anstieg der Lebenserwartung führt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Menschen „zu alt“ im Sinne einer Last sind, sondern vielmehr, dass die Dauer des Rentenbezugs zunimmt, was das Rentensystem vor Herausforderungen stellt. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes von 2025: Im Jahr 2035 wird vermutlich jeder vierte Mensch in Deutschland älter als 67 Jahre alt sein. Momentan ist es jede fünfte Person.
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Miles Davis - eine Würdigung zum 100. Geburtstag

Sendetermine: ORF Ö1 - Samstag, 23. Mai 2026 09:05
Autor(en): n.n. n.n.
Produktion: ORF 2026, ca. 55 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Er war einer der einflussreichsten Musiker des Zwanzigsten Jahrhunderts: Miles Davis, Zahnarztsohn aus Illinois, Trompetengenie und Egozentriker mit stacheligem Bad-Boy-Appeal.
1945, während die letzten Schlachten des Zweiten Weltkriegs tobten, begann der 19-Jährige die New Yorker Jazz-Szene aufzumischen. Zusammen mit Charlie Parker, Kenny Clarke und Thelonious Monk prägte Miles Davis die neue fiebrig-nervöse Stilrichtung des Bebop. Einige Jahre später kultivierte der Musiker dann einen kühlen, melancholischen, entspannten Trompetenton - bis heute eines seiner Markenzeichen: Der Cool Jazz war geboren.
Von der Jazzkritik wurde Miles Davis später als 'Prince of Darkness' tituliert - ein Attribut, das sich auf seine geheimnisvolle Bühnenpräsenz bezog, auf seinen schweigsamen, oft mürrischen Charakter - und die nächtlich-großstädtische Ästhetik seiner Musik, die seinen Stil besonders in der Cool-Jazz-Periode prägte. Musikerkolleg:innen dagegen nannten Miles Davis schlicht und einfach 'The Chief' - aus Respekt vor seinem musikalischen Genie.
"Miles Davis hat die Entwicklung des modernen Jazz gleich mehrfach auf den Kopf gestellt", analysiert sein Biograph Stefan Hentz: "Nach der Bebop-Revolution kamen Cool Jazz und Hardbop - und dann begann Miles mehr und mehr mit polyrhythmischen Strukturen zu experimentieren, bevor er sich in den späten Sechzigern für Rock, Soul und Funk öffnete."
Mit dem allgegenwärtigen Rassismus in den USA hat der Musiker zeit seines Lebens unliebsame Erfahrungen gemacht. Immer wieder kam es zu demütigenden Szenen in Hotels und Restaurants, auch von polizeilichen Schikanen wird berichtet.
Zeitlebens war 'The Chief' ein kompromissloser Gegner von weißem Überlegenheitsdünkel und jeder Art von Rassismus. Miles Davis' Haltung war klar: keine Unterwürfigkeit, keine Anpassung, keine Dankbarkeitsgesten gegenüber der weißen Mehrheitsgesellschaft. Das Auftreten des Musikers - selbstbewusst, schroff, manchmal aggressiv - war auch eine Form von Selbstbehauptung gegenüber der rassistisch geprägten Kulturindustrie. Von seiner unbeugsamen Haltung kündet auch eine Miles-Davis-Anekdote, die immer wieder erzählt wird. Am 7. Dezember 1986 wird der Musiker von US-Präsident Ronald Reagan zusammen mit Yehudi Menuhin, Ray Charles und anderen Künstlern im Weißen Haus empfangen. Während des geselligen Beisammenseins wird Miles Davis von der Frau eines weißen Politikers gefragt, welchen Leistungen er seine Einladung verdanke. Die Antwort des Musikers: "Ich habe in der Musik fünf- oder sechsmal grundlegend was verändert, wahrscheinlich bin ich deshalb hier. Und jetzt erzählen Sie doch mal, was Sie Wichtiges gemacht haben - außer, dass Sie weiß sind?"
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Friede den Toten

Sendetermine: SR 2 - Samstag, 23. Mai 2026 09:05
Autor(en): Benedikt Herber
Auch unter dem Titel: Wissenschaft im Schatten des Kolonialismus (Untertitel)
Produktion: hr 2026, 51 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Marlene Breuer
Ton und Technik: Melanie Inden
Inhaltsangabe: Die Familie Kiwelu aus Tansania kämpft seit Jahrzehnten um die Rückführung der menschlichen Überreste ihres Ahnen. 1900 wurde er von deutschen Kolonialisten getötet und sein Schädel nach Deutschland verschifft.
Der Anthropologe Felix von Luschan führte an tausenden von Schädeln wie diesem Vermessungen durch, um den Ursprung der Menschheit zu erforschen. Zwar äußerte er sich antirassistisch, nutzte aber das koloniale Unrechtssystem aus und schloss sich später der Eugenikbewegung an. Könnten die Kiwelus ihren Ahnen nun endlich in der tansanischen Erde begraben, würde die Familie Frieden finden – doch es gibt Widerstand von unerwarteter Seite.
Ein Feature über die dunklen Seiten der Wissenschaft und die Frage, wie sich die frühe Anthropologie zur Entstehung des Rassismus verhielt.
Mitwirkende:
Torsten Flassig
Sebastian Reis
Lilli Janik
Roman Kurtz
Heinrich Giskes
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Hommage à György Kurtàg

Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 23. Mai 2026 12:04, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Jean-Claude Kuner
Produktion: Yleisradio Helsinki (YLE)/Aldeburgh Music Fest 2016, ca. 55 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: György Kurtág, 100 Jahre alt, gilt als einer der einflussreichsten lebenden Komponisten. Seine Musik charakterisieren extreme Konzentration und Verdichtung. Ein Portrait.
György Kurtág schöpft in seiner Musik aus tiefgreifender Kenntnis der Musiktradition, die er im freien Zugriff verwandelt. Immer wieder hat er Hommage-Miniaturen komponiert, die von seinen Beziehungen und Einflüssen erzählen. Wie ein komplexes und dicht gewobenes Netzwerk in seinem Schaffen wirken die Rückgriffe auf Literatur, Kunst, und Musik. Auf Kafka, Hölderlin und Beckett, Bach und Anton Webern. Mit unveröffentlichtem Tonmaterial aus dem Berliner Wissenschaftskolleg und Aufnahmen anlässlich von Kurtágs erster Opernarbeit zu Becketts 'Endspiel', die 2018 in der Mailänder Scala uraufgeführt wurde, komponiert das Feature ein künstlerisch-akustisches Portrait.
Links: Externer Link Homepage von Jean-Claude Kuner
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Westsahara. Heißer Sand und ein verlorenes Land.

Sendetermine: BR 2 - Samstag, 23. Mai 2026 13:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Olivia Wimmer
Produktion: ORF 2025, 54 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Olivia Wimmer
Ton: Fridolin Stolz
Inhaltsangabe: Seit 50 Jahren leben die Sahrawi in Flüchtlingslagern in der algerischen Wüste, abgeschnitten von ihrer Heimat, der Westsahara. Ein Feature über ein vergessenes Volk, das nicht aufhört, nach Freiheit zu verlangen.
Die Westsahara ist ein von Marokko besetztes Gebiet an der Nordwestküste Afrikas. Im Jahr 1975 bricht der Krieg zwischen Marokko und dem Volk der Sahrawi aus. Hunderttausende Sahrawi fliehen ins Landesinnere, in die Wüste, und über die Grenze nach Algerien, wo sie sich mitten in der Sahara in improvisierten Zeltstädten niederlassen. Der von der UNO verhandelte Waffenstillstand von 1991 ist an eine Abstimmung gekoppelt: ein Referendum. Die Sahrawi sollen entscheiden, ob sie zu Marokko gehören oder einen eigenen Staat gründen wollen. Doch das Referendum findet nie statt. Die Menschen harren seit 50 Jahren in der Wüste aus. Zelte wurden zu Lehmbauten, die zu Betonhäusern werden.
Für das Feature hat Olivia Wimmer die sahrawischen Flüchtlingslager besucht. Die liebevolle Mahjuba, die kämpferische Fatma und der müde Hafz, umgeben von seinen entschlossenen Freunden. Ihr Alltag ist von Träumen und Wünschen, aber vor allem von Zermürbung und Aussichtslosigkeit geprägt. Den Sehnsuchtsort Westsahara haben sie selbst noch nie betreten. Alle drei wurden in den Flüchtlingslagern in der Sahara geboren.
Eine 2700 Kilometer lange von Marokko errichtete Mauer und große Minenfelder trennen sie davon. Das Klima in der algerischen Steinwüste ist unwirtlich, die Hitze im Sommer nur schwer erträglich. Internationale Hilfsorganisationen versorgen die Familien mit Lebensmitteln und Wasser, doch nicht immer reichen die Rationen. Gesundheits- und Bildungssystem sind elementar ausgebaut, in den Lagern gibt es kaum Jobs, geschweige denn Freizeitangebote für junge Menschen. Ein Leben über das Überleben hinaus zu gestalten ist schwierig. Es ist ein Verharren in kompletter Abhängigkeit und in den Beschränkungen des Alltags. Und so sind viele wieder bereit, zu den Waffen zu greifen, denn die junge sahrawische Generation ist des Wartens müde.
Mitwirkende:
Alina Fritsch
Dominic Oley
Fanny Altenburger
Raphael Muff
Philip Scheiner
Felix Kammerer
Rainer Doppler
Michael Köppel
Olivia Wimmer
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Elektra

Sendetermine: ORF Ö1 - Samstag, 23. Mai 2026 14:00, (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Sophokles
Produktion: ORF 2022, 49 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Harald Krewer
Bearbeitung: Helmut Peschina
Tongestaltung: Manuel Radinger
Tongestaltung: Elmar Peinelt
Produktionsleitung: Stefanie Zussner
Besetzung: Stefanie Zussner
Regieassistenz: Teresa Schwind
Übersetzung: Karl Wilhelm Ferdinand Solger
Inhaltsangabe: Nach den Hörspielfassungen von 'Medea'(2016) und 'Antigone'(2020) steht mit Elektra eine weitere Frauenfigur der griechischen Mythologie im Zentrum eines neuen Ö1 Hörspiels. In direkter, gegenwärtiger Sprache erzählt Helmut Peschina diesmal die Geschichte von Elektra, der jungen Frau, die mit Hilfe ihres Bruders Orest die Blutrache an ihrer Mutter und an ihrem Stiefvater plant und schließlich vollzieht. Nicht in großen Gesten wird diese Geschichte erzählt, es ist die nüchterne Interpretation der Schauspieler und Schauspielerinnen, die diese Tragödie so nachvollziehbar und gegenwärtig macht. Bereits Sophokles zeichnet in seiner dramatischen Bearbeitung des Elektra-Stoffs ein düsteres Bild. Die Fragen nach Schuld oder Unschuld, Recht und Unrecht bleiben auch in diesem Hörstück offen. Jede der im Zentrum der Handlung stehenden Frauen Elektra, Klytaimnestra, Chrysothemis hat gute Gründe für ihre Taten.
Nachdem Agamemnon, König von Mykene und Oberbefehlshaber der Griechen, siegreich aus dem Trojanischen Krieg zurückgekehrt war, ermordete ihn seine Ehefrau Klytaimnestra gemeinsam mit ihrem neuen Liebhaber Aigisthos aus Rache dafür, dass Agamemnon zu Beginn des Krieges ihre Tochter Iphigenie geopfert hatte. Seitdem herrscht sie an der Seite Aigisthos' über Mykene und hält ihre Töchter Elektra und Chrysothemis als Gefangene im Palast. Während sich Chrysothemis mit der Situation arrangiert hat, sinnt Elektra auf Rache. Seit vielen Jahren schon wartet sie auf die Rückkehr ihres Bruders Orestes, den sie als Kind in Sicherheit gebracht hat und der ihr beim ersehnten Mord an der Mutter und ihrem Geliebten zur Seite stehen soll. Doch dann erreicht Elektra die Nachricht, dass Orestes bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Elektra glaubt sich nun endgültig allein und ist entschlossen, den Vater auf eigene Faust zu rächen ...
Mitwirkende:
Sarah Viktoria Frick
Max Gindorff
Lilith Häßle
Dorothee Hartinger
Markus Hering
Michael König
Brigitte Karner
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Warum Bartóks Lehrer heute fast vergessen ist

Sendetermine: BR-Klassik - Samstag, 23. Mai 2026 14:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Wolfgang Schicker
Auch unter dem Titel: Hans Koessler, Schlüsselfigur der ungarischen Musik (Untertitel)
Produktion: BR 2026, ca. 55 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: In Budapest bildete er die goldene Generation der ungarischen Musik aus, aufgewachsen war er wie sein Cousin Max Reger im oberpfälzischen Weiden: der Komponist Hans Koessler. Zu seinen Schülern an der von Franz Liszt gegründeten Musikakademie in Budapest gehörten so berühmte Namen wie Béla Bartók, Zoltán Kodály, Ernst von Dohnányi oder Emmerich Kalmán. Koesslers eigenes Schaffen aber geriet früh nach seinem Tod vor 100 Jahren in Vergessenheit. Dabei enthält es bemerkenswerte Kompositionen - etwa ein Violinkonzert angelehnt an die Form der barocken Passacaglia und gewidmet dem großen ungarischen Geigenvirtuosen Jenö Hubay. Die beiden verband eine enge Freundschaft und Hubay unterstützte Koessler, als ungarische Nationalisten versuchten, deutsche Professoren aus der Akademie zu drängen. Einen kleinen Ausschnitt der Orchestermusik Koesslers haben die Nürnberger Symphoniker im vergangenen Jahr aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Immerhin wird seine Chormusik bis heute noch regelmäßig aufgeführt. Wolfgang Schicker folgt den Spuren Hans Koesslers in seinem Geburtsort Waldeck in der Oberpfalz, in Ansbach, wo er seinen Lebensabend verbrachte und begraben liegt, und in der Musikgeschichte, die ihn in die illustre Reihe der vergessenen Wegbereiter stellte.
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Der Irrtum

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 23. Mai 2026 17:04 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Horst Bieber
Auch unter dem Titel: Zwei Morde und ein Kunstraub (Untertitel)
Produktion: WDR 1986, 60 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Albrecht Surkau
Komponist(en): Friedhelm Schönfeld
Dramaturgie: Johann Maria Kamps
Ton und Schnitt: Elke Tratnik
Ton und Schnitt: Freidrich-Wilhelm Häfner
Regieassistenz: Christoph Pragua
Inhaltsangabe: Den Architekten Max Scherold hat das Schicksal schwer geschlagen. Vor zehn Monaten wurde seine Frau Marianne zu Hause tot aufgefunden. Alles sieht nach einem Raubmord aus, denn auch elf wertvolle Bilder wurden gestohlen. Ein halbes Jahr später wird seine Tochter Heike erwürgt - wieder keine Spur vom Täter oder den gestohlenen Bildern. Bei der Kriminalpolizei übernimmt eine neue Mannschaft den Doppel-Fall, und Kommissar Wohlleben wagt es, einmal andersherum zu denken, nicht den offenkundigen Raubmord an Marianne Scherold weiterzuverfolgen, sondern nach einem Motiv für den Mord an Tochter Heike zu forschen. Heikes Charakter scheint den Schlüssel für einen fürchterlichen Irrtum zu liefern.
Mitwirkende:
Max Scherold Wolfgang Condrus
Christine Paulsen Sonja Deutsch
Uta Klinger Viola Sauer
Kommissar Wohlleben Gert Haucke
Rudi Ammert Hans-Georg Panczak
Wirtin Elke Maria Wollmann
Gäste Matthias Wendel
Gäste Peter Seuser
Gäste Joachim Walter
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Der große Gatsby

Sendetermine: NDR Kultur - Samstag, 23. Mai 2026 18:03 Teil 2/2, (angekündigte Länge: 115:00)
Autor(en): F. Scott Fitzgerald
Produktion: NDR 2023, 163 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Krimi
Regie: Oliver Sturm
Bearbeitung: Oliver Sturm
Komponist(en): Sabine Worthmann
Technische Realisation: Manuel Glowczewski
Technische Realisation: Nicole Graul
Technische Realisation: Sven Kohlwage
Technische Realisation: Philipp Neumann
Regieassistenz: Simon Hastreiter
Dramaturgie: Susanne Hoffmann
Übersetzung: Bettina Abarbanell
Inhaltsangabe: Nick Carraway, erfolgloser Autor, verlässt den Mittleren Westen und kommt 1922 nach Long Island in die Welt des Glamours und der Laszivität, des Jazz und der Kriminalität. Direkt neben Nicks bescheidenem Häuschen residiert ein gewisser Jay Gatsby. In dessen prächtiger Villa feiert sich allwöchentlich der Geldadel New Yorks, Glamour Girls und Wirtschaftsbosse, Hollywood-Stars und Möchte-Gern-VIPs. Der Gastgeber selbst ist ein wandelndes Mysterium. Später erst wird klar: Gatsby ist ein klassischer Parvenue, involviert in dubiose Geschäfte und im wahrsten Sinne des Wortes liebeskrank. Der ganz Prunk - nur, weil er die Vergangenheit zurückholen will, Kulissenzauber, kapitaler Einsatz für eine Frau, die ihn als mittellosen Offizier in den Wind schoss und einen reichen, reaktionären Typen heiratete. Zufällig handelt es sich dabei um Carraways Cousine. Carraway verabredet ein Treffen zwischen den beiden - das Verhängnis nimmt seinen Lauf.
Mitwirkende:
Jay Gatsby Michael Rotschopf
Nick Carraway Matthias Bundschuh
Daisy Buchanan Sascha Icks
Tom Buchanan Marc Hosemann
Jordan Baker Julia Riedler
George Wilson Urs Winiger
Myrtle Wilson Birgit Minichmayr
Höker Wolf-Dietrich Sprenger
Catherine Lola Klamroth
Mrs. McKee Katja Danowski
Mr. McKee Peter Lohmeyer
Mädchen 1 Lisa Hagmeister
Mädchen 2 Maria Magdalena Wardzinska
Mann 1 / Reporter Maximilian Scheidt
Mann 3 / Butler 3 Wolfgang Häntsch
Mr. Owl Josef Ostendorf
Dirigent / Priester Michael Wittenborn
Butler / Chauffeur Christoph Tomanek
Mann 4 Tilo Werner
Frau 1 Victoria Fleer
Frau 3 / Dame Josefine Israel
Fahrer / Gärtner Markus John
Wolfshiem Rainer Homann
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Eingraviert

Sendetermine: DLR - Samstag, 23. Mai 2026 18:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Gülseren Sengezer
Auch unter dem Titel: Christin, ihr Tattoostudio und der Krebs (Untertitel)
Produktion: DLF 2026, ca. 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Gülseren Sengezer
Ton: Michael Kube
Inhaltsangabe: In Christins Tattoostudio werden Lebens-, Leidens- und Verlustgeschichten auf die Haut graviert. Die Chefin bietet allen einen sicheren Ort. Doch als der Krebs kommt, braucht Christin selbst Hilfe.
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Tschernobyl. Die Katastrophe und wir

Sendetermine: RB 2 - Samstag, 23. Mai 2026 18:05 Teil 5/5, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Sarah Fischbacher
Meret Ava Reh
Judith Rubatscher
Phillip Syvarth
Auch unter dem Titel: Der Super-GAU (1. Teil)
Körpereinsatz (2. Teil)
Wir sind das Volk (3. Teil)
Die Kinder von Tschernobyl (4. Teil)
Das Vermächtnis (5. Teil)
40 Jahre nach dem Reaktorunglück (Zusatz)
Produktion: Plotprodukt (i.A. RB/WDR) 2026, 164 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Klaus Uhrig
Katja Paysen-Petersen
Sprachaufnahme: Christoph Brandner
Regieassistenz: Andrea Struss
Übersetzung: Ivanka Moskaliuk
Inhaltsangabe: Vier Jahrzehnte nach der Explosion im Atomkraftwerk von Tschernobyl erzählt dieser Doku-Podcast von einem Ereignis, das die Welt verändert hat. In fünf Folgen rekonstruiert die Serie nicht nur die historischen Abläufe, sondern blickt vor allem auf menschliche Schicksale hinter dem Unglück. Es geht um die Frage: Was hat diese Katastrophe mit uns gemacht? Im Zentrum stehen die Geschichten von drei Menschen.
Da ist Anatolii, aufgewachsen in einem kleinen Ort in der Ukraine. Kurz nach der Explosion wird er von Funktionären der Sowjetunion rekrutiert und direkt in das verstrahlte Gebiet geschickt. Ohne ausreichenden Schutz soll er als sogenannter Liquidator helfen, die Katastrophe einzudämmen – mitten im zerstörten Reaktor findet sein Einsatz statt. Was hat die Strahlung mit ihm gemacht?
Zur gleichen Zeit ist Monika aus der Bundesrepublik in der Umweltbewegung aktiv. Aus politischer Überzeugung fährt sie nach der Reaktorkatastrophe nach Wackersdorf, wo sie gegen eine geplante Wiederaufarbeitungsanlage von Atommüll protestieren will. Sie reist ausgerechnet Pfingsten 1986 zu den Protesten, als die Lage zwischen Demonstrierenden und Polizei eskaliert.
Und da ist Ulrike aus der DDR, Mutter von zwei Kindern und hochschwanger. Im Westfernsehen erfährt sie von der Explosion und plötzlich wird jeder Alltagsschritt zur Gewissensfrage: Darf sie ihre Kinder draußen spielen lassen? Ist die Milch noch trinkbar? Als sie hört, dass belastete Lebensmittel aus dem Westen in den Osten gelangen, wächst ihre Sorge, doch offener Protest ist in der DDR gefährlich. Also berät sie sich heimlich mit einer Frauengruppe im Untergrund.
Host Judith Rubatscher führt durch die fünf Folgen und ordnet die Geschehnisse historisch und politisch ein. Sie selbst hat eine persönliche Verbindung zur Katastrophe, denn als sie Kind war, wurde ein Junge aus Belarus zur Erholung von der Strahlenbelastung zu ihrer Familie geschickt. Diese Begegnung hat sie nachhaltig beeinflusst und ihr gezeigt, wie sehr Biografien durch Tschernobyl geprägt wurden.
Mitwirkende:
Judith Rubatscher
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Das kalte Herz

Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 23. Mai 2026 19:04, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Wilhelm Hauff
Produktion: WDR 1963, ca. 52 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Otto Kurth
Inhaltsangabe: Als armer Köhler im Schwarzwald schließt Peter Munk einen Pakt mit dem Bösen. Im Tausch gegen unerschöpflichen Reichtum gibt er dem finsteren Holländermichel sein Herz. Doch wie lebt es sich mit einem Herz aus Stein?
Mitwirkende:
Peter Munk Hubert Berger
Holländer-Michel Hanns Ernst Jäger
Schatzhauser Hans Madin
Jani Robert Rober
Lisbeth Christine Ostermayer
Barbara Friedl Münzer
Johann Heinz Schacht
Kroll Otto Bolesch
Schorsch Bernhard Wilfert
Schlurker Harry Grüneke
Bauer Wolf Schlamminger
Bauer Rudolf Kleinfeld-Keller
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Die Brüder Löwenherz

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 23. Mai 2026 19:04 Teil 1/2, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Astrid Lindgren
Auch unter dem Titel: Wir sehen uns in Nangijala wieder ... (1. Teil)
Kein Häuflein Dreck! (2. Teil)
Produktion: WDR 2011, 104 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Kinderhörspiel
Regie: Claudia Johanna Leist
Bearbeitung: Maria Fremmer
Komponist(en): Henrik Albrecht
Technische Realisation: Margot Melchior
Technische Realisation: Jens-Peter Hamacher
Regieassistenz: Oliver Metz
Dramaturgie: Matthias Wegener
Inhaltsangabe: Krümel ist todkrank. Er weiß, dass er bald sterben wird und er hat Angst, aber sein größerer Bruder Jonathan tröstet ihn. Er erzählt ihm von Nangijala. So heißt das Land, in das die Menschen nach dem Tode kommen. Es ist ein Land voller Sagen und Abenteuer, irgendwo hinter den Sternen gelegen, sagt Jonathan. Jedoch, wer hätte gedacht, dass Jonathan vor Krümel nach Nangijala geht? Krümel und Jonathan treffen sich im geheimnisvollen Paradies und Krümel, der sich selbst für den ängstlichsten Jungen hält, den er kennt, muss bald sehr viel Mut beweisen. Das friedliche, freie Leben in Nangijala wird von einem grausamen Tyrannen bedroht und für die Brüder Löwenherz beginnt ein Abenteuer, dessen Größe der kleine Krümel sich in seinen furchtlosesten Nächten nicht hätte erträumen können.
Expertenkommentar: Begründung der AUDITORIX Fachjury:
"In diesem Hörspiel nach dem Kinderbuchklassiker von Astrid Lindgren geht es vor allem um die Themen Erwachsenwerden, Verantwortung übernehmen und Tod. Der kleine Krümel Löwenherz ist schwer erkrankt und wird nicht mehr lange leben. Doch sein Bruder Jonathan macht ihm immer wieder Mut, indem er ihm von einem paradiesischen Land erzählt, in dem die Toten leben. Als beide sich dann in diesem Land wieder sehen, haben sie einen abenteuerlichen Kampf gegen einen grausamen Tyrannen zu bestehen.
In die Ich-Erzählung von Krümel sind szenische Elemente eingelagert, teils als Hintergrund zur Erzählung, teils als eigenständige kurze Einheiten, sodass sich ein spannendes Märchengeschehen entwickelt. Dabei vermag das eindrucksvolle Spiel der Sprecherinnen und Sprecher nicht nur Trauer und Melancholie zu vermitteln, sondern auch Mut zu machen, sich mit dem Thema Sterben und Tod auseinander zu setzen."
Altersempfehlung der Jury: ab 8 Jahren
Mitwirkende:
Krümel Löwenherz, Erzähler Oscar Krüger
Jonathan Löwenherz Tom Schilling
Matthias Gerd Baltus
Sophia Astrid Meyerfeldt
Jossi Thomas Fritsch
Hubert Bernhard Schütz
Veder Gregor Höppner
Kader Tom Zahner
Mutter Therese Hämer
Kind Luzie Kurth
Orwar Matthias Matschke
Dodik Thomas Anzenhofer
Pjuke Albert Kitzl
Frau Juliane Ledwoch
Mann Dimitri Tellis
Mann Bernd Rehse
Frau Fabienne Hesse
Mann Philipp Sebastian
Komparse Cem Gökras
Komparse Alexandra Schlensog
Komparse Malte Müller
Komparse Violetta Duda
Komparse Jochen Horch
Komparse Negar Nasseri
Komparse Marcel Eid
Komparse Ali Marcel Yildiz
Komparse Ferdi Özten
Komparse Christian Nelaimischkies
Links: Externer Link Homepage von Astrid Lindgren
Externer Link Homepage Henrik Albrecht
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Der Mann, der Hunde liebte

Sendetermine: SWR Kultur - Samstag, 23. Mai 2026 19:05 Teil 1/3, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Leonardo Padura
Produktion: SWR 2024, 164 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Krimi
Regie: Mark Ginzler
Bearbeitung: Uta-Maria Heim
Komponist(en): Lukas Fretz
Ton und Technik: Andreas Völzing
Ton und Technik: Sonja Röder
Ton und Technik: John Krol
Regieassistenz: Martin Bunz
Besetzung: Sylvia Böttcher
Dramaturgie: Uta-Maria Heim
Übersetzung: Hans-Joachim Hartstein
Inhaltsangabe: Der kubanische Schriftsteller Iván entwirft die Doppelbiografie zweier Revolutionäre: Der eine ist der legendäre Leo Trotzki, der andere sein Mörder, Ramón Mercader. Als Iváns Frau stirbt, traut er sich, von dem, was 19 Jahre zuvor passiert ist, zu berichten.
1977 hat er einen rätselhaften Unbekannten getroffen, der mit seinen Windhunden am Strand von Havanna spazieren ging. Nach der Erzählung von Raymond Chandler nennt er ihn den "Mann, der Hunde liebte". Im Zentrum stehen die Schauplätze der scheiternden Weltrevolution: der Spanische Bürgerkrieg, die stalinistischen Schauprozesse in Moskau.
"Tötet ihn nicht! Dieser Mann muss reden", rief der schwerverwundete Trotzki seinen Leibwächtern zu, als sie sich auf den Attentäter stürzten. Ramón Mercader hatte den Revolutionär mit einem Eispickel angegriffen. Am Tag darauf starb Trotzki.
Ein rätselhafter Mann, der mit seinen beiden Windhunden am Strand spazieren geht, erzählt dem kubanischen Schriftsteller Iván die Geschichte des Trotzki-Mörders.
Doch woher kennt dieser Unbekannte all die Facetten aus Mercaders Leben? Bevor Trotzki 1940 in Coyoacán ermordet wird, verliebt er sich in die Künstlerin Frida Kahlo. Hätte sie ihn retten können?
Leo Trotzki wird am 21. August 1940 in Coyoacán, Mexiko, mit einem Eispickel erschlagen. Sein Mörder Ramón Mercader überlebt ihn um fast 4 Jahrzehnte. Mit 65 Jahren stirbt der Agent des sowjetischen Geheimdienstes an Krebs. Ist er das Opfer von radioaktiver Verseuchung?
Der kubanische Autor Iván kann nicht alle Geheimnisse aufdecken, die sich um Trotzki und seinen Attentäter ranken. Dennoch gelingt ihm als Erzähler ein faszinierendes Doppelporträt zweier sehr unterschiedlicher Revolutionäre. Und Leonardo Padura ein erschütterndes Panorama der gescheiterten Weltrevolutionen des 20. Jahrhunderts.
Mitwirkende:
Matthias Bundschuh
Werner Wölbern
Catrin Striebeck
Thomas Sarbacher
Christiane Roßbach
Isabella Bartdorff
Lion-Russell Baumann
Jannik Görger
Janna Horstmann
Boris Koneczny
Felix von Manteuffel
Florian von Manteuffel
Sebastian Mirow
Gunnar Schmidt
Felix Strobel
Anne Müller
Robert Besta
Matthias Leja
Stefanie Machatsch
Gabor Bieder
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Donjon 12:

Jenseits der Mauern

Sendetermine: SRF 2 - Samstag, 23. Mai 2026 20:00, (angekündigte Länge: 31:00)
Autor(en): Joann Sfar
Lewis Trondheim
Produktion: SRF 2025, ca. 31 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Wolfgang Seesko
Bearbeitung: Johannes Mayr
Wolfram Höll
Komponist(en): Ulrich Bassenge
Karl Atteln
Tontechnik: Björn Müller
Geräusche: Otger Kunert
Dramaturgie: Johannes Mayr
Dramaturgie: Wolfram Höll
Regieassistenz: Simon Hastreiter
Übersetzung: Ulrich Pröfrock
Inhaltsangabe: Ein neuer Tag, ein neuer Plan: Herbert und Co. wollen den Donjon zurückerobern! Dafür ist jedes Mittel recht: Mysteriöse Pilze mit magischen Eigenschaften. Oder bei der absoluten Elitetruppe anheuern … Fantasy-Spass mit sprechenden Enten, verliebten Drachen und hinterhältigen Gürteln.
"Donjon" ist ein Phänomen. In mehr als fünfzig Comics erzählen die Autoren Joann Sfar und Lewis Trondheim humorvolle Abenteuer in einer Fantasy-Welt. Gezeichnet werden die Geschichten von einer ganzen Heerschar von Künstlern.
Dreh- und Angelpunkt ist der Donjon selbst, eine Festung: vier pechschwarze Türme, ein Labyrinth aus finsteren Katakomben und prall gefüllten Schatzkammern; Feuer speiende Drachen, blutrünstige Orks und mittendrin Herbert, ein tollpatschiger Enterich und Hausmeister.
In der Hörspiel-Umsetzung von SRF werden die Comics zum Leben erweckt: Dank opulenter Musik und Sounddesign und der ersten Garde deutschsprachiger Synchronsprecher wie etwa Hans-Georg Panczak (der deutschen Stimme von Luke Skywalker).
Mitwirkende:
Herbert Hans-Georg Panczak
Wärter Hans-Rainer Müller
Marvin Jörg Döring
Gürtel Dominik Zeltner
Isis Zoe Hutmacher
Prisunde Marie Löcker
Stützli Jürg Kienberger
Ausbilder Peter Flechtner
Monsieur Morchumak Heinrich Schafmeister
Vollzugsprovisor 1 Frank Gustavus
Vollzugsprovisor 2 Julian Greis
Hausmeister Michael von Burg
Archivarin Cathleen Gawlich
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Unruhe um einen Friedfertigen

Sendetermine: DLF - Samstag, 23. Mai 2026 20:05 Teil 2/2, (angekündigte Länge: 70:00)
Autor(en): Oskar Maria Graf
Produktion: BR/SWF 1984, 146 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Ulrich Heising
Bearbeitung: Sebastian Goy
Komponist(en): Biermösl Blosn
Inhaltsangabe: »Raushalten muß man sich«, - nach dieser Devise versucht der jüdische Schuster Julius Kraus im kleinen bayrischen Dorf Auffing zu leben. Doch dem »Friedfertigen«, dessen ganze Familie in Odessa von Kosaken massakriert wurde, ist das Sich-Heraushalten in jener Zeit zwischen den Weltkriegen nicht vergönnt. Die Kriegsschuldfrage, Reparationszahlungen, Novemberrevolution, Münchner Räterepublik, Inflation und Arbeitslosigkeit, sämtliche Erschütterungen der »großen Welt« pflanzen sich als Beben bis in die Peripherie fort und sind auch im kleinen Auffing spürbar, obwohl sie von den meisten Dörflern nicht verstanden werden.
In diesem zeitgeschichtlichen Sittengemälde auf dem Land intrigieren und morden enttäuschte Frontsoldaten, die zu strammen »Freikorpsleitnants« werden, wie Silvan, der Sohn des Bürgermeisters Heingeiger. Arbeiterführer und »Rote« wie Silvans Gegenspieler, der Metzgergeselle Ludwig, versuchen, ihre Mitbürger aufzurütteln und müssen dabei resignierend erkennen, dass sich die Auffinger »merkwüdrig dumpf« verhalten.
Das Gift der Inhumanität und Friedlosigkeit, der Schuster Kraus nannte es »A - bopa«, hat vor der bäuerlichen Welt von Auffing nicht halt gemacht und den Kreislauf von Wirtshaus, Kirche, Heiraten und Begräbnissen zerstört. Die Friedfertigen sind geflohen, mißhandelt oder wie der Schuster Kraus umgebracht, alles ist »gerädert und verschlungen vom hemmungslos entfesselten »A-bopa«.
Mitwirkende:
Schuster Julius Kraus Walter Schmidinger
Pfarrer Trostinger Hans Baur
Erzählerin Christa Berndl
Bürgermeister Rotholzer Fritz Straßner
Bauer Moser Axel Bauer
Bauer Jodl Hans Stadtmüller
Briefträger Lechner Peter Gebhardt
Stelzinger Michael Habeck
Silvan Günther Maria Halmer
Heingeiger Franz Boehm
Elies Irm Hermann
Heingeigerin Marianne Lindner
Kugler Karl Obermayr
Imsinger Willy Schultes
Allberger Ludwig Gerd Anthoff
Pater Laurentius Toni Berger
Pater Superior Willy Harlander
Emma Monika Baumgartner
Bäckermeister Rotter Udo Thomer
Allbergerin Marianne Brandt
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Männerfantasie oder Emanzipationsgeschichte?

Sendetermine: DLR - Samstag, 23. Mai 2026 00:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 165:00)
DLF - Samstag, 23. Mai 2026 23:05, (angekündigte Länge: 165:00)
Autor(en): Eva Baumeister
Hanna Steger
Auch unter dem Titel: Eine Lange Nacht über Frauen und Autos (Untertitel)
Produktion: DLF/DLR 2026, ca. 165 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Hanna Steger
Inhaltsangabe: Eine Truckerin, die sich mit Humor und Selbstbewusstsein in der männerdominierten Welt der Rastplätze behauptet. Ein Car-Wash-Girl, das von seiner Leidenschaft für Autos erzählt – und davon, wie die Arbeit unter den Blicken der Männer ihr Selbstbild prägt. Frauen mit Fahrangst, die in einer Fahrschule „von Frauen für Frauen“ das Steuer – und die Kontrolle – zurückgewinnen. Diese Lange Nacht fragt: Was erzählt die Beziehung von Frauen und Autos – eine Emanzipationsgeschichte oder die zähe Fortschreibung einer Männerfantasie? 1927 umrundete Clärenore Stinnes als erste Frau die Welt im Auto – zu einer Zeit, als Frauen oft nicht mal Verträge unterschreiben durften. Und heute? Sind Frauen im Auto schlechter geschützt als Männer, weil Crashtests weiterhin am „durchschnittlichen Mann“ durchgeführt werden. Die Forscherin Astrid Linder hat mit „Eva“ einen weiblichen Crashtest-Dummy entwickelt – der besseren Schutz bieten würde, aber ungenutzt bleibt. Zwischen den großen feministischen Debatten und dem ganz normalen Fahrerinnenalltag: Wem gehört die Straße – und wessen Geschichten werden erzählt?
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