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Schrift der Steine |
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| Sendetermine: | ORF Ö1 - Dienstag, 19. Mai 2026 16:05, (angekündigte Länge: 40:00)
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| Autor(en): | Tobias Lehmkuhl | ||||||
| Auch unter dem Titel: | Mit der Schriftstellerin Esther Kinsky im Friaul (Untertitel) | ||||||
| Produktion: | WDR 2022, 54 Min. (Stereo) - Feature | ||||||
| Regie: | Claudia Johanna Leist | ||||||
| Technische Realisation: Matthias FischenichRegieassistenz: Tim Müller | |||||||
| Inhaltsangabe: | Nach langjährigen Aufenthalten in England und Ungarn ist die deutsche Übersetzerin und Schriftstellerin Esther Kinsky in Italien im Friaul angekommen. Die Landschaft dort hat sie sich literarisch ganz neu anverwandelt. "Am Fluss“ heißt ein Roman von Esther Kinsky sehr einfach, den sie 2014 veröffentlicht hat. Darin erzählt sie von der Landschaft entlang des "River Lea“ in London. Die Gegend dort ist von Industriebrachen geprägt, in der der Fluss selbst manchmal gar nicht mehr zu erkennen ist. Der „Tagliamento“ im Friaul gilt dagegen als der letzte Wildfluss der Alpen, und tatsächlich windet er sich, ein schmales, silbriges Band, gänzlich unbegradigt durch sein breites Bett. Nur im Frühjahr wird er zum reißenden Strom. Flüsse und ihre Umgebung haben Esther Kinsky, die aus dem Rheinland stand, seit jeher beschäftigt. Im Tal des Tagliamento liegt die italienische Stadt Venzone, die 1976 von zwei Erdbeben fast gänzlich zerstört wurde. In ihrem neuen Roman "Rombo“ erzählt Kinsky von diesem Unglück, das das Erdbebenmonster Orkulat auslöst. Ein Chor von Stimmen berichtet von den Sekunden des Bebens und den Tagen und Monaten danach. Diese Stimmen, ihre Melodie hat die Autorin ihrer neuen Heimat abgelauscht. Wir hören ihr zu, wie sie über die knirschenden Kiesel des Flussbetts wandert und erzählt: von den Sprachen des Friaul, von der Stimme des Dichters Pasolini, der in dieser Gegend groß geworden ist, von den Handwerkern, Tankstellenwärterinnen, den Maulbeerbäumen und davon, warum Literatur nur im Gehen entstehen kann. | ||||||
| Mitwirkende: |
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Feindbild Frauen |
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| Sendetermine: | DLF - Dienstag, 19. Mai 2026 19:15, (angekündigte Länge: 45:00)
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| Autor(en): | Sophia Boddenberg | ||||||||||||
| Auch unter dem Titel: | Antifeministischer Backlash in Argentinien (Untertitel) | ||||||||||||
| Produktion: | DLF 2025, 42 Min. (Stereo) - Feature | ||||||||||||
| Regie: | Philippe Brühl | ||||||||||||
| Ton und Technik: Gunther RoseTon und Technik: Caroline Thon | |||||||||||||
| Inhaltsangabe: | Argentinien galt lange als Vorbild für Frauenrechte in Lateinamerika. Präsident Javier Milei baut sie nun systematisch ab. Wie verändert seine Regierung das Leben von Frauen und queeren Menschen? Seit der rechtslibertäre Präsident Javier Milei Argentinien regiert, sind hart erkämpfte Frauenrechte in Gefahr. Er hat das Ministerium für Frauen und Vielfalt geschlossen und verbreitet Hassbotschaften gegen Homosexuelle. In einem Land, in dem Femizide weit verbreitet sind, sind Frauen, die Gewalt erfahren, noch schutzloser als zuvor. Die Psychologin Inés Zaidman betreut Missbrauchsopfer, die vom Staat im Stich gelassen werden. Die LGBT-Aktivistin María Rachid kämpft für Gerechtigkeit für die Opfer eines Hassverbrechens. Die Sozialarbeiterin Sofía Martínez erinnert sich an die Tage nach dem Wahlsieg von Javier Milei, als das Frauenministerium wegen einer anonymen Bombendrohung evakuiert werden musste. Ihre Geschichten zeigen, was in einer Gesellschaft passiert, in der feministische Errungenschaften ausgehöhlt werden. | ||||||||||||
| Mitwirkende: |
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Vor dem Verschwinden. Zu keiner Stunde |
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| Sendetermine: | DLF - Dienstag, 19. Mai 2026 20:05, (angekündigte Länge: 55:00)
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| Autor(en): | Ilse Aichinger | ||||||||||||||
| Auch unter dem Titel: | Zu keiner Stunde (Untertitel) | ||||||||||||||
| Produktion: | DLF 2001, 44 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt. | ||||||||||||||
| Regie: | Christine Nagel | ||||||||||||||
| Komponist(en): | Gerd Bessler | ||||||||||||||
| Ton und Technik: Gunther RoseTon und Technik: Caroline Thon | |||||||||||||||
| Inhaltsangabe: | Das Aufbäumen gegen das scheinbar Feststehende bildet von Anfang an den Kern von Ilse Aichingers Dichtung. So sind die Miniaturszenen, die in den Jahren 1952-56 entstanden, Konzentrate ihres Weltbildes: die Erfahrung des Todes der Ausgangspunkt, das Leben für sich und andere neu zu entdecken. Die Szenen des Hörspiels begeben sich "an die Schwelle" vor einer Botschaft, an einer Pforte, zwischen zwei Prüfungen, in Erwartung, kurz vor dem Tod - buchstäblich "zu keiner Stunde" - sie finden statt im "Dazwischen", wo es gilt, sich zu entscheiden: für den Tod oder für Leben, für das Ewige oder die Veränderung, für ein Leben im Heute oder in der Vergangenheit. | ||||||||||||||
| Mitwirkende: |
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Der faule Apfel in der Kiste |
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| Sendetermine: | MDR Kultur - Dienstag, 19. Mai 2026 20:05, (angekündigte Länge: 55:00)
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| Autor(en): | Wanda Silberhorn |
| Auch unter dem Titel: | Heimerziehung in der DDR: Zeitzeug*innen erzählen (Untertitel) |
| Produktion: | EIG 2024, 20 Min. (Stereo) - Feature |
| Regie: | Wanda Silberhorn |
| Inhaltsangabe: | Alex ist elf Jahre alt, als er im Sommer 1980 auf der Straße in ein Auto gezerrt und in ein Heim der DDR gebracht wird. Dort soll er umerzogen" werden: ein Schicksal, das über 135.000 Jugendliche in der DDR erlitten, darunter auch Jana und Corinna. Nach mehreren Fluchtversuchen landen die drei im geschlossenen Jugendwerkhof Torgau, der Endstation des Heimsystems. Wenig dringt nach außen, wenig nach innen - ein Nährboden für Gewalt und Missbrauch. Mit 18 Jahren entlassen, stehen die Jugendlichen vor einer ungewissen Zukunft: Ihre Abschlüsse verlieren nach der Wende an Wert, berufliche Perspektiven bleiben aus. Gleichzeitig setzen körperliche und seelische Spätfolgen ein. Wie überlebt man in einem System ohne Ausweg? Welche politischen Versäumnisse bestehen bis heute? Und wie kann Erinnerung, Gerechtigkeit und Teilhabe für die Betroffenen aussehen? Aktuelle Studien wie "Testimony"(2023) machen erstmals das Ausmaß der Misshandlungen sichtbar und öffnen einen Raum für die längst überfällige Aufarbeitung. |
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Kalbe setzt auf Kunst - Den demografischen Wandel gestalten |
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| Sendetermine: | DLR - Dienstag, 19. Mai 2026 22:05, (angekündigte Länge: 55:00)
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| Autor(en): | Judith Geffert | ||||
| Produktion: | DLF 2021, 55 Min. (Stereo) - Feature | ||||
| Regie: | Sophie Garke | ||||
| Ton und Technik: Gunther RoseTon und Technik: Caroline Thon | |||||
| Inhaltsangabe: | Der Kreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt ist eine der am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands und besonders vom demografischen Wandel betroffen. Das Projekt „Künstlerstadt Kalbe“ setzt etwas dagegen. Kunst gegen Leerstand – kann das funktionieren? Vor acht Jahren hat Corinna Köbele das Projekt in der 7.500 Einwohner zählenden Kleinstadt Kalbe (Milde) gegründet. Sie wurde inspiriert von der Hauswächter-Bewegung, von Menschen, die kostenfrei in Immobilien wohnen, um diese vor Vandalismus und Verfall zu schützen, und von Joseph Beuys‘ Gedanken der „Sozialen Skulptur“. Mithilfe von etwa 20 Freiwilligen und ein paar Festangestellten wurden Arbeitsplätze geschaffen, leerstehende Häuser wiederbelebt und die Begegnung der Bevölkerung vor Ort mit den künstlerischen Gästen und Zuzüglern aus aller Welt angeregt. In Kalbe glaubt man an Kunst als gesellschaftsverändernde Kraft – aber ist das nicht ein bisschen viel verlangt? | ||||
| Mitwirkende: |
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