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Das Hörspiel ist 100 Jahre alt.

Vor hundert Jahren, genau am 24.10.1924 um 20:30 Uhr, wurde das erste deutschsprachige Hörspiel gesendet. "Zauberei auf dem Sender" war der Anfang. Erhalten ist es nicht, es wurde live gespielt. 1962 vom Hessischen Rundfunk noch einmal produziert ist es in der ARD-Audiothek zu hören.

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Das Spunkkrachlexikon

Sendetermine: DLR - Freitag, 1. Mai 2026 00:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Frieder Butzmann
Produktion: DLR 2001, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Originalton
Regie: Frieder Butzmann
Komponist(en): Frieder Butzmann
Inhaltsangabe: "'Ein neues Wort!', sagte Pippi Langstrumpf. Und sie schaute Thomas und Annika glücklich an. 'Ein funkelnagelneues Wort!' 'Was für ein Wort?', fragte Thomas. 'Ein wunderschönes Wort', sagte Pippi, 'Eines der besten, die ich je gehört habe.'"

Am Pfingstsonntag des Jahres 2000 kam der "Spunk" über den Autor dieses Hörspiels. Er materialisierte sich ihm an einem Kiosk und zwar in Form einer Schachtel Lakritze mit der Aufschrift "EXTRA STARK / Erwachsenen-Lakritz / Kein Kinder-Lakritz". Mann!, dachte sich Frieder Butzmann. Jahrelang hatte ihn "Spunk" verfolgt, immer wieder zitierte er es als Wort, das nichts bedeutet, aber alles bezeichnet.

Im Spunkkrachlexikon von und mit Frieder Butzmann geht es wie in jedem Lexikon um harte Fakten: Lediglich durch die Abfolge der Buchstaben (Z-A) geordnet, werden Informationen zum Thema Hören gegeben. Unter Stichworten wie "Zirbeldrüse", "Yeah, Yeah, Yeah", "Ohrensausen", "Maulwurf", "Geräusch", "fühlen", "dröhnen" kann man bei Frieder Butzmann nachschlagen bzw. anhören, was er damit assoziiert. Wer will, erfährt Dinge über akustische Täuschungen, die ICE-Chemotoilette, den Urknall oder Erkenntnisse über musikalische Quantensprünge, Harmonien und Kakophonien.
Mitwirkende:
Friederike Feldmann
Thomas Kapielski
Tom Scheutzlich
Thomas Hauser
Frieder Butzmann
Max Bayer
Jiran Kim
Links: Externer Link Die Website zum Hörspiel
Externer Link Homepage Frieder Butzmann
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Tschernobyl. Die Katastrophe und wir

Sendetermine: NDR Info - Freitag, 1. Mai 2026 07:04 Teil 2/5, (angekündigte Länge: 56:00)
NDR Info - Freitag, 1. Mai 2026 14:04 Teil 2/5, (angekündigte Länge: 56:00)
Autor(en): Sarah Fischbacher
Meret Ava Reh
Judith Rubatscher
Phillip Syvarth
Auch unter dem Titel: Der Super-GAU (1. Teil)
Körpereinsatz (2. Teil)
Wir sind das Volk (3. Teil)
Die Kinder von Tschernobyl (4. Teil)
Das Vermächtnis (5. Teil)
40 Jahre nach dem Reaktorunglück (Zusatz)
Produktion: Plotprodukt (i.A. RB/WDR) 2026, 164 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Klaus Uhrig
Katja Paysen-Petersen
Sprachaufnahme: Christoph Brandner
Regieassistenz: Andrea Struss
Übersetzung: Ivanka Moskaliuk
Inhaltsangabe: Vier Jahrzehnte nach der Explosion im Atomkraftwerk von Tschernobyl erzählt dieser Doku-Podcast von einem Ereignis, das die Welt verändert hat. In fünf Folgen rekonstruiert die Serie nicht nur die historischen Abläufe, sondern blickt vor allem auf menschliche Schicksale hinter dem Unglück. Es geht um die Frage: Was hat diese Katastrophe mit uns gemacht? Im Zentrum stehen die Geschichten von drei Menschen.
Da ist Anatolii, aufgewachsen in einem kleinen Ort in der Ukraine. Kurz nach der Explosion wird er von Funktionären der Sowjetunion rekrutiert und direkt in das verstrahlte Gebiet geschickt. Ohne ausreichenden Schutz soll er als sogenannter Liquidator helfen, die Katastrophe einzudämmen – mitten im zerstörten Reaktor findet sein Einsatz statt. Was hat die Strahlung mit ihm gemacht?
Zur gleichen Zeit ist Monika aus der Bundesrepublik in der Umweltbewegung aktiv. Aus politischer Überzeugung fährt sie nach der Reaktorkatastrophe nach Wackersdorf, wo sie gegen eine geplante Wiederaufarbeitungsanlage von Atommüll protestieren will. Sie reist ausgerechnet Pfingsten 1986 zu den Protesten, als die Lage zwischen Demonstrierenden und Polizei eskaliert.
Und da ist Ulrike aus der DDR, Mutter von zwei Kindern und hochschwanger. Im Westfernsehen erfährt sie von der Explosion und plötzlich wird jeder Alltagsschritt zur Gewissensfrage: Darf sie ihre Kinder draußen spielen lassen? Ist die Milch noch trinkbar? Als sie hört, dass belastete Lebensmittel aus dem Westen in den Osten gelangen, wächst ihre Sorge, doch offener Protest ist in der DDR gefährlich. Also berät sie sich heimlich mit einer Frauengruppe im Untergrund.
Host Judith Rubatscher führt durch die fünf Folgen und ordnet die Geschehnisse historisch und politisch ein. Sie selbst hat eine persönliche Verbindung zur Katastrophe, denn als sie Kind war, wurde ein Junge aus Belarus zur Erholung von der Strahlenbelastung zu ihrer Familie geschickt. Diese Begegnung hat sie nachhaltig beeinflusst und ihr gezeigt, wie sehr Biografien durch Tschernobyl geprägt wurden.
Mitwirkende:
Judith Rubatscher
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Ich sehe die Morgenröte des jungen Tages anbrechen - Marianne Hainisch: Frau, Kämpferin, Mutter

Sendetermine: ORF Ö1 - Freitag, 1. Mai 2026 10:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Lea Roma
Produktion: ORF 2019, 54 Min. (Stereo) - Feature
Ton: Fridolin Stolz
Inhaltsangabe: Wien, 12. März 1870. Bei der dritten Generalversammlung des Wiener Frauen-Erwerbsvereins ergreift die 31-jährige Marianne Hainisch das Wort. Die Frau eines niederösterreichischen Fabrikanten und Mutter zweier Kinder verblüfft ihr Publikum mit ihrer mehr als einstündigen rhetorisch brillanten Rede, in der sie sich für die Gründung eines Gymnasiums, welches auch Mädchen besuchen dürfen, stark macht. Was heute als selbstverständlich erscheint, galt damals als völlig absurdes Ansinnen. So werden noch weitere 22 Jahre vergehen, bis es schließlich zur Realisierung einer derartigen Institution kommt. Stets unterstützt von Marianne Hainisch, als eine der großen Pionierinnen für Frauenrechte und Frauenbildung.
Zu Wort kommen auch ihre beiden Urenkelinnen, die Marianne Hainisch noch persönlich gekannt haben, sowie ihre 20-jährige Urururenkelin, die ihre vorwissenschaftliche Arbeit ihrer großen Ahnin gewidmet hat.
Mitwirkende:
Ursula Strauss
Silvia Meisterle
Aimie Rehburg
Michael Köppel
Peter Strauss
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Stahlarbeiterin

Sendetermine: WDR 5 - Freitag, 1. Mai 2026 12:04, (angekündigte Länge: 55:00)
WDR 5 - Freitag, 1. Mai 2026 21:03, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Lea Schlude
Auch unter dem Titel: Grüne Transformation bei Thyssenkrupp (Untertitel)
Produktion: DLR 2025, 52 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Lea Schlude
Dramaturgie: Katrin Moll
Ton: Michael Kube
Regieassistenz: Vanessa Gräfingholt
Inhaltsangabe: Kathi ist die einzige Frau in der Stahlproduktion bei Thyssenkrupp. Als queere Industriemechanikerin kämpft sie für Gleichstellung, die grüne Transformation und gegen Vorurteile: Porträt einer starken Frau.
Kathi ist 28, queere Industriemechanikerin und Betriebsrätin – und bisher die einzige Frau in der Gelsenkirchener Stahlproduktion. Seit Jahren kämpft sie in einer männerdominierten Branche für mehr Gerechtigkeit, Diversität und die grüne Transformation der Industrie. Dabei wird sie zur Stimme einer neuen Generation im Ruhrgebiet. Neben dem Schichtdienst pflegt sie ihren schwer kranken Vater – ein harter Spagat zwischen Aktivismus, Care-Arbeit und persönlicher Belastung. „Stahlarbeiterin“ erzählt ehrlich, nah und direkt von Solidarität und Strukturwandel. Eine Doku über eine junge Frau, die Verantwortung übernimmt – im Stahlwerk und weit darüber hinaus.
Mitwirkende:
Ann Catherine Meyer
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Liebe in Zeiten der Schichtarbeit

Sendetermine: DLF - Freitag, 1. Mai 2026 12:10
Autor(en): Marcel Raabe
Manuel Waltz
Produktion: DLF 2019, 49 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Matthias Kapohl
Ton und Technik: Hendrik Manook
Ton und Technik: Oliver Dannert
Inhaltsangabe: Die Entrümpelung eines lange leer stehenden Hauses in einem früheren Leipziger Arbeiterviertel fördert ein unscheinbares Notizheftchen zutage. Es ist randvoll gekritzelt mit Liebesschwüren, Kochrezepten und vergeblichen Verabredungsversuchen. Wer hat das geschrieben und warum? Etwa ein Jahr lang, 1988/89, versucht ein junges Paar - werdende Eltern - über das Heft nicht nur Kontakt zu halten, sondern im asynchronen Takt der Schichtarbeit eine Beziehung zu führen. Oft finden sich die Liebenden nur schlafend vor. Bald danach rauscht die Geschichte über den Stadtteil hinweg: Mauerfall, Kollaps der Industrie, Wegzug der Arbeiter, kurz ein bisschen Anarchie auf den Trümmern der DDR. 30 Jahre später gilt der Leipziger Westen immer noch als Paradies für Lebenskünstler, obwohl auch hier die Mieten in die Höhe schießen. Während sich die Autoren fragen, wie sie mit dem Notizheft umgehen sollen - ob es ein unzulässig intimer Einblick in das Privatleben zweier Unbekannter oder ein Zeitdokument ist - kommt ihnen ein Zufall zu Hilfe: Der erwachsene Sohn der Liebenden taucht auf, und damit auch seine Mutter.
Mitwirkende:
Sören Wunderlich
Aischa-Lina Löbbert
Gustav Schmidt
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Zum 270. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart

Sendetermine: DLR - Freitag, 1. Mai 2026 13:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Heinz-Gert Freimuth
Hellmut Kühn
Produktion: DLF 2001, RIAS 1985, ca. 55 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Grundstimmung in Moll – Konstanze und Mozart – Eine Liebesgeschichte
Heinz-Gert Freimuth
Der romantische Mozart
Hellmut Kühn
„Er war Superstar, er war populär… er war ein Virtuose, war ein Rockidol“ – heißt es in Falcos 80er-Jahre-Hit „Amadeus“. Tatsächlich ist Wolfgang Amadeus Mozart bis heute einer der berühmtesten Komponisten aller Zeiten und der Superstar der klassischen Musik. Im Januar diesen Jahres wurde nicht nur in seiner Heimatstadt Salzburg sondern weltweit mit Feiern und Konzerten des 270. Geburtstages dieses musikalischen Genies gedacht.
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) zählt zu den bedeutendsten Komponisten aller Zeiten. Er prägte den Musikstil einer ganzen Epoche und gehört zusammen mit Joseph Haydn und Ludwig von Beethoven zu den drei Hauptmeistern der sogenannten “Wiener Klassik”. Schon im Alter von vier Jahren erhielt Mozart von seinem Vater Musikunterricht. Der junge Mozart zeigte ein herausragendes musikalisches Verständnis und wurde zu Recht als “Wunderkind” bezeichnet. Im Alter von sechs Jahren wurde er während seiner ersten Klavier- und Violinkonzerte öffentlich gefeiert. Erste Kompositionsversuche folgten. Während seiner kurzen Schaffenszeit schrieb Mozart mehr als 1.000 Werke, darunter 50 Sinfonien. Zu den bekanntesten Schöpfungen des gebürtigen Salzburgers gehören “Eine kleine Nachtmusik”, “Die Zauberflöte” und “Don Giovanni”. Weltweit ist das Interesse an Mozart ungebrochen. Noch immer tauchen Noten in Archiven auf, die man Mozart zuordnet und die dann von Experten heiß diskutiert werden. Und jährlich erscheinen in aller Welt neue Bücher, die Mozarts Werk unter immer neuen Aspekten beleuchten – in der Hoffnung, diesem musikalischen Genie auf die Schliche zu kommen.
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Ein Totenschädel und kein Ende

Sendetermine: RBB Radio3 - Freitag, 1. Mai 2026 14:00, (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Bernhard Pfletschinger
Auch unter dem Titel: Die Kirche und die deutsche Kolonialherrschaft in Namibia (Untertitel)
Produktion: rbb/WDR 2015 2020, 58 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Antje Vowinckel
Ton: Bodo Pasternak
Ton: Erik Lehmann
Regieassistenz: Oliver Martin
Inhaltsangabe: Tausende Totenschädel aus Afrika lagern in den ethnologischen Museen Deutschlands. Im Deutschen Kaiserreich wollte man an diesen Relikten wissenschaftlich beweisen, dass die Bewohner Afrikas „Untermenschen“ waren. Jahrzehntelang hat der pensionierte Gymnasial-Lehrer Gerhard Ziegenfuß dafür gekämpft, dass ein Schädel, ein Mitbringsel seines Großonkels und Missionars Alois Ziegenfuß, dorthin zurückgebracht wurde, wo er hingehörte: Nach Namibia, ehemals Deutsch-Südwestafrika. Nachdem dies 2018 erfolgt war, hätte sich der 80jährige endlich zur Ruhe setzen können. Doch zu viele Fragen standen noch offen. Welche Rolle spielten die deutschen Missionare während des Aufstands der Herero- und Nama-Ethnien? Inwiefern trugen sie zum Völkermord bei? Die Rolle der deutschen Kirche in Deutsch-Südwestafrika ist in seiner Tragweite noch nicht erfasst.
Mitwirkende:
Martin Engler
Katrin Jaehne
Oliver Nitsche
Sylvia Rentmeister
Tom Vogt
Preise / Auszeichnungen: Prix Italia (Kategorie Radio Documentary) 2021
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Tschernobyl. Die Katastrophe und wir

Sendetermine: NDR Info - Freitag, 1. Mai 2026 07:04 Teil 2/5, (angekündigte Länge: 56:00)
NDR Info - Freitag, 1. Mai 2026 14:04 Teil 2/5, (angekündigte Länge: 56:00)
Autor(en): Sarah Fischbacher
Meret Ava Reh
Judith Rubatscher
Phillip Syvarth
Auch unter dem Titel: Der Super-GAU (1. Teil)
Körpereinsatz (2. Teil)
Wir sind das Volk (3. Teil)
Die Kinder von Tschernobyl (4. Teil)
Das Vermächtnis (5. Teil)
40 Jahre nach dem Reaktorunglück (Zusatz)
Produktion: Plotprodukt (i.A. RB/WDR) 2026, 164 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Klaus Uhrig
Katja Paysen-Petersen
Sprachaufnahme: Christoph Brandner
Regieassistenz: Andrea Struss
Übersetzung: Ivanka Moskaliuk
Inhaltsangabe: Vier Jahrzehnte nach der Explosion im Atomkraftwerk von Tschernobyl erzählt dieser Doku-Podcast von einem Ereignis, das die Welt verändert hat. In fünf Folgen rekonstruiert die Serie nicht nur die historischen Abläufe, sondern blickt vor allem auf menschliche Schicksale hinter dem Unglück. Es geht um die Frage: Was hat diese Katastrophe mit uns gemacht? Im Zentrum stehen die Geschichten von drei Menschen.
Da ist Anatolii, aufgewachsen in einem kleinen Ort in der Ukraine. Kurz nach der Explosion wird er von Funktionären der Sowjetunion rekrutiert und direkt in das verstrahlte Gebiet geschickt. Ohne ausreichenden Schutz soll er als sogenannter Liquidator helfen, die Katastrophe einzudämmen – mitten im zerstörten Reaktor findet sein Einsatz statt. Was hat die Strahlung mit ihm gemacht?
Zur gleichen Zeit ist Monika aus der Bundesrepublik in der Umweltbewegung aktiv. Aus politischer Überzeugung fährt sie nach der Reaktorkatastrophe nach Wackersdorf, wo sie gegen eine geplante Wiederaufarbeitungsanlage von Atommüll protestieren will. Sie reist ausgerechnet Pfingsten 1986 zu den Protesten, als die Lage zwischen Demonstrierenden und Polizei eskaliert.
Und da ist Ulrike aus der DDR, Mutter von zwei Kindern und hochschwanger. Im Westfernsehen erfährt sie von der Explosion und plötzlich wird jeder Alltagsschritt zur Gewissensfrage: Darf sie ihre Kinder draußen spielen lassen? Ist die Milch noch trinkbar? Als sie hört, dass belastete Lebensmittel aus dem Westen in den Osten gelangen, wächst ihre Sorge, doch offener Protest ist in der DDR gefährlich. Also berät sie sich heimlich mit einer Frauengruppe im Untergrund.
Host Judith Rubatscher führt durch die fünf Folgen und ordnet die Geschehnisse historisch und politisch ein. Sie selbst hat eine persönliche Verbindung zur Katastrophe, denn als sie Kind war, wurde ein Junge aus Belarus zur Erholung von der Strahlenbelastung zu ihrer Familie geschickt. Diese Begegnung hat sie nachhaltig beeinflusst und ihr gezeigt, wie sehr Biografien durch Tschernobyl geprägt wurden.
Mitwirkende:
Judith Rubatscher
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WORK

Sendetermine: BR 2 - Freitag, 1. Mai 2026 15:04
Autor(en): Thomas Meinecke
Move D
Produktion: BR 2009, 52 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Move D
Thomas Meinecke
Komponist(en): Move D
Thomas Meinecke
Inhaltsangabe: Bereits in den 1920er Jahren konnte man in den USA eine etymologische Vermischung der Sphären Arbeit und Liebe wahrnehmen, als nämlich sogenannte working girls (junge, berufstätige Frauen, meistens Angestellte in Büros, die kurze Kleider trugen, noch kürzere Haare, und in der Öffentlichkeit rauchten) nicht nur den ersten breiten, unübersehbaren Schwung mit bislang unbekannter Souveränität über ihre Sexualität verfügender Frauen (mehr als nur soziologisch) markierten, sondern im gemeinen Umgangston konnte working girl stets auch eine Prostituierte bedeuten. Im subkulturellen Jive bildete sich die Silbe work zunehmend zu einer Vokabel für selbstbestimmte, nicht selten sexuell dissidente Aktivitäten aus, bis sie in der überwiegend queeren, zumeist lateinamerikanischen Subkultur der (von Judith Butler und Madonna glorifizierten) voguenden Ballsäle Spanish Harlems zu einem zentralen Terminus wurde. You Better Work hieß der Refrain des Superhits Supermodel der drag queen RuPaul, und das war wirklich nicht als Aufruf zur Arbeitsmoral der white anglo-saxon protestant (WASP) society der USA gemeint (der dazugehörige Videoclip wurde in New Yorks für seine schrägen Bordsteinschwalben berüchtigtem meat-packing district gedreht). Die Underground House Music New Yorks, Chicagos Booty Bass oder Detroits Ghetto-Tech nutzt die Vokabel bis heute im Kontext kaum verhohlener sexueller Metaphern (work my body over), die hier aber, zumal oft sehr dialektisch bipolar kodiert, nicht dem (handels)üblichen Sexismus dienen, sondern (im Dreieck der Diffamierungen race, class and gender) kritisches Potential entfalten. David Moufang und Thomas Meinecke haben sich durch das Repertoire dieser aufregenden Musik ge-arbeitet und aus unzähligen Samples, gepaart mit Aussagen einschlägig Involvierter (dance veterans, drag queens, DJs), auch ihren eigenen Stimmen und Instrumenten, einen hypnotischen Mix produziert. Andere Räume, andere Stimmen.
Mitwirkende:
Eric D. Clark
Thomas Meinecke
Move D
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Das Loch in der Welt

Sendetermine: SWR Kultur - Freitag, 1. Mai 2026 18:20 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 100:00)
Autor(en): Henrik von Holtum
Produktion: SWR 2026, ca. 100 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Henrik von Holtum
Komponist(en): Henrik von Holtum
Inhaltsangabe: Ein Junge von etwa 12 Jahren durchstreift mit drei Freunden eine für den Abriss vorgesehene Schrebergartenkolonie. In einer der alten Gartenlauben entdecken sie ein Loch, tiefschwarz und scheinbar bodenlos. Sie untersuchen es, sie werfen Steine hinein, hören aber keinen Aufprall, sie leuchten hinein, das Licht wird verschluckt. Der Junge greift hinein und spürt, dass dieses Loch nach allem, was er weiß, so nicht in der Welt sein dürfte. Es lässt ihn nicht mehr los, er kann nicht schlafen in dieser Nacht.
Er packt eine Taschenlampe und ein Seil und geht zurück zur Hütte, um herauszufinden, was es mit diesem Loch auf sich hat.
Doch beim Abseilen verliert er den Halt. Er fällt, aber er schlägt nie auf. Stattdessen beginnt er sich aufzulösen, doch je mehr er sich verliert desto mehr nimmt er eine andere Welt wahr. Er ist nicht alleine in dieser vollkommenen Dunkelheit.
Mitwirkende:
Isaak Dentler
Anne Müller
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Die unendliche Geschichte

Sendetermine: DLR - Freitag, 1. Mai 2026 18:30 Teil 1/2, (angekündigte Länge: 90:00)
Autor(en): Michael Ende
Produktion: BR 1981, 180 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Fantasy, Märchen für Kinder
Kinderhörspiel
Regie: Anke Beckert
Bearbeitung: Anke Beckert
Komponist(en): Frank Duval
Regieassistenz: Reiner Kositz
Ton und Technik: Günter Heß
Ton und Technik: Uta von Reeken
Ton und Technik: Michaela Hauk
Inhaltsangabe: Bastian, ein kleiner dicklicher Junge, flüchtet sich aus der Schule auf den Dachboden und vertieft sich dort in das kupferrot gebundene Buch von der "Unendlichen Geschichte". Immer weiter verwischen sich für ihn die Grenzen zwischen der eigenen Wirklichkeit und der des Buches - und er wird hineingezogen in den Kampf um das Reich der Träume und Märchen, der Fabeln und Legenden: Er ausgerechnet soll Phantásien retten, das Auflösungserscheinungen zeigt: "Das Nichts wird verschlingen den Ort" klagt das Orakel Uyuláa. Krank wie ihr Phantasiereich sitzt die kindliche Kaiserin in ihrem Palast. Atréju heißt ihr Held, ein Amulett der Kaiserin verleiht ihm Kraft und auf seinem weißen Glücksdrachen Fuchur durchstreift er das grenzenlose Land auf der Suche nach Rettung. Bald wird Bastian in die Rolle Atréjus schlüpfen, aber er wird sich dabei übernehmen. Der Leser wird hineingezogen in diese Geschichte, in der sich die Wirklichkeit auflöst in der Einbildungskraft, in der sich - im Wortsinn - grün und rot vermischen. Phantásien animiert die Phantasie.
Als Michael Ende, schon bekannt als Autor von "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" und von "Momo", 1979 "Die unendliche Geschichte" vorlegte, lobte die Literaturkritik das Buch als eine "Einstiegsluke ins Reich der Träume, der Fiktionen, der Bücher, der Literatur" (so Jürgen Lodemann in der Zeit). "Die unendliche Geschichte" entwickelte sich rasch zu einem Dauerbrenner auch bei Erwachsenen und hatte in einem Jahr bereits eine Auflage von 200 000 Exemplaren. Daran hatte gewiß die Verfilmung durch Wolfgang Petersen Anteil, wenngleich Michael Ende, der die Filmrechte schon 1980 verkauft hatte, befand: "Wenn es in meiner Macht stünde, würde ich diesen Film am liebsten im Vesuv versenken."
Worin liegt die Faszination dieser Geschichte? Vielleicht in der von uns längst verdrängten Mythenwelt, in die wir mit Bastian reisen, einem kleinen dicklichen Jungen, der sich beim Antiquar ein ungewöhnlich gebundenes Buch klaut, sich damit auf den Dachboden der Schule verkriecht und unversehens mitten in die Handlung hineingerät: in das wundersame Land Phantasien
Mitwirkende:
Erzähler Harald Leipnitz
Bastian Clemens Kleiber
Atréju Matthias von Stegmann
Fuchur Horst Breitenfeld
Kindliche Kaiserin Ulli Philipp
Koreander Gert Günther Hoffmann
Uyulála Helga Anders
Gmork Horst Sachtleben
Morla Hanne Wieder
Ygramul Franz Rudnik
Artax Karl Renar
Cairon Günther Sauer
Der Alte vom wandernden Berg Wolfgang Büttner
Graógramán Jürgen Goslar
Jicha Emely Reuer
Argax Herbert Bötticher
Aiuóla Ursula Traun
Vater Jochen Striebeck
Panzerriese Harry Kalenberg
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24-7

Sendetermine: WDR 3 - Freitag, 1. Mai 2026 19:04, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Clara Ehrenwerth
Martin Gantefoehr
Auch unter dem Titel: Mörderische Intrigen per Live-App (1. Teil)
Kronprinz im Spinnennetz (2. Teil)
Produktion: WDR 2023, 106 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Martin Zylka
Technische Realisation: Steffen Jahn
Technische Realisation: Benno Müller vom Hofe
Dramaturgie: Isabel Platthaus
Inhaltsangabe: In einem Luxushotel soll die Nachfolge in der Dynastie eines Medienimperiums verkündet werden. Per Live-App können Follower die Party mitverfolgen. Doch hinter den Kulissen gibt es nicht nur Glamour und Gossip, sondern auch mörderische Intrigen.
Auf dem Geburtstag der Medienmogulin Hannah Rohde wird die Nachfolge der Dynastie geregelt. Da sind sich alle Beobachter einig. Benjamin, der einzige leibliche Sohn von Hannah, ist sicher: Der Kronprinz ist er. Bis jetzt hat er sich im Social-Media-Segment des Konzerns tummeln dürfen, sein neuestes Spielzeug ist die Audio-Live App Scoop. Auf Scoop nimmt er seine Follower mit auf die Party, damit sie den Glamour, den Klatsch und seinen erhofften Triumph live miterleben können.
Aber das Rohde-Imperium ist ein Haifischbecken, in dem noch andere große Fische schwimmen. Die Ereignisse in dem Luxushotel nehmen eine unerwartete Wendung, denn plötzlich geht es nicht mehr nur um kleine schmutzige Details, es kommen auch große, skrupellose Intrigen ans Licht. Und alle auf Scoop sind live dabei.
Mitwirkende:
Benjamin Rode Jakob Diehl
Hannah Rode Gudrun Landgrebe
Astrid Rode Merle Wasmut
Claus Rode Rene Heinersdorff
Oliver Meretzky Glenn Goltz
Meretzkys Anwalt Juan Carlos Lobo
Rezeption Sigrid Burgholder
Rike Winter Amelie Barth
Security Felix Vörtler
Jessica Theleweit Tanja Schleiff
Thomas Fischer Boris Jacoby
Jonas Bregmann Sebastian Tessenow
Assistent Daniel Berger
Society-Expertin Lisa-Marie Seidel
Polizistin - Service Pinar Erincin
Polizist 1 - Barmann Michael Kamp
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Die "Goldberg-Variationen"

Sendetermine: BR-Klassik - Freitag, 1. Mai 2026 19:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Noemi Schneider
Produktion: BR 2026, ca. 55 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Seit der legendären Einspielung des kanadischen Pianisten Glenn Gould im Jahr 1955 sind die "Goldberg-Variationen" (BWV 988) Kult. Ursprünglich wurden sie von Johann Sebastian Bach für ein zweimanualiges Cembalo komponiert; Erstdruck 1741. Zu Beginn des 20. Jahrhundert erfuhr das Werk durch die allererste Einspielung der polnisch-französische Cembalistin Wanda Landowska breite Beachtung. Heute gehören die "Goldberg-Variationen", die von den Interpretinnen und Interpreten äußerste Virtuosität erfordern, zum Standardrepertoire. Noemi Schneider hat Musikschaffende zur ungebrochenen Faszination des Werks befragt; die Pianisten Angela Hewitt, Yaara Tal und Andreas Groethuysen, die Komponistin Dorothea Hofmann, die Cembalistin Christine Schornsheim und den Dirigenten Daniel Grossmann. Joachim Kaiser und Glenn Gould kommen ebenfalls zu Wort. Texte von E.T.A. Hoffmann, Thomas Bernhard und Anna Enquist.
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Die Scharfmacher

Sendetermine: SRF 1 - Freitag, 1. Mai 2026 20:00 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 50:00)
Autor(en): Roland Schäfli
Produktion: SRF 2026, ca. 50 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Mundarthörspiel (schweizerdeutsch)
Regie: Susanne Janson
Komponist(en): Julian Sartorius
Tontechnik: Tom Willen
Dramaturgie: Susanne Janson
Dramaturgie: Wolfram Höll
Inhaltsangabe: Mundartkomödie im Polizeimilieu. Leutnant Stanko hat eine Mordsaufgabe zu bewältigen: Sie muss einen Whistleblower, der mit seinen Enthüllungen die Schweiz erschüttern will, vor einem Bombenanschlag schützen. Doch der grösste Klotz am Bein ist ausgerechnet ihr Partner Küster.
Küster ist Experte für Sprengstoff. Leider ist sein Erscheinungsbild durch eine "abgegangene" Bombe nicht sehr einladend. Und auch zwischenmenschlich ist er eher eine Dynamitstange mit kurzer Lunte. Weswegen die meisten Menschen lieber einen Bogen um ihn machen. Nicht so Stanko, denn die junge Polizistin hat früh gelernt, nicht so schnell aufzugeben.
Kann sie auch nicht, denn ihr wird nicht nur Küster als Partner zugewiesen, sondern auch ein Spezialauftrag: Die Schweizer "Vordenker"-Vereinigung will Unglaubliches über die Schweiz veröffentlichen – doch ihr grosser Enthüllungsevent wird von einer Bombendrohung überschattet. Küster und Stanko befinden sich also in einer brenzligen Lage: Werden die Vordenker eine sprichwörtliche Bombe hochgehen lassen – oder die anonyme Täterschaft eine tatsächliche? Ein actionreicher und amüsanter Countdown beginnt, der seinen Höhepunkt ausgerechnet auf dem Rütli findet.
Der Thurgauer Roland Schäfli ist freier Journalist im In- und Ausland, Satire-Schreiber ("Giacobbo/Müller", "Edelmais", "Nebelspalter") und Romanautor ("Festival del Rio", "Jerry Cotton"). Für SRF hat er u.a. die Comedy-Hörspielserie "Telefonzentrale Bundeshaus Ost" geschrieben.
Mitwirkende:
Stanko Patricija Bronić
Küster Peter Jecklin
Brüderlin, Kapo-Kommandant Urs Jucker
Wüthrich, Chef der Vordenker Samuel Streiff
Melchthal, sein Assistent Gilles Marti
Julius Avanti, Whistleblower Nils Habermacher
Lorik Dashmir Ristemi
Franz, Forensiker Peter Fischli
Polizist Müller Antonio Ramon Luque
Chef der Scharfschützen Aaron Hitz
Hundeführer Moïse de Quay
Aktivistin Carina Braunschmidt
Moser von der "NZZ" Martin Hug
Lüthi vom "Tagi" Wanda Wylowa
Gerber vom "Blick" Ilja Baumeier
Sager von "SRF" Xenia Assenza
Kellnerin Irene Grüter
Lehrerin Caroline Kirnbauer
2. Primarklasse Margarethenschulhaus Basel
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Der Eindringling mit der Katsina Maske

Sendetermine: DLF - Freitag, 1. Mai 2026 20:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Egon Koch
Auch unter dem Titel: Auf den Spuren von Aby Warburg bei den Pueblo-Gesellschaften (Untertitel)
Produktion: DLR 2024, 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Matthias Kapohl
Ton und Technik: Oliver Dannert
Ton und Technik: Rafaela Gräff
Inhaltsangabe: Die 22 Pueblo-Gesellschaften der USA haben Schilder aufgestellt, die jegliche Aufnahmen an ihren Orten verbieten. Der berühmte Kunsthistoriker Aby Warburg hat seinen Anteil daran.
Aby Warburg unternahm 1895/96 eine Reise durch den Südwesten der USA, um bei den Pueblo-Gemeinschaften Material für seine Studie zur Entstehung symbolischer Kunst zu sammeln. Er kaufte Kunstgegenstände, überschritt jedoch Grenzen, indem er heilige Räume betrat und zeremonielle Tänze fotografierte - wie viele Anthropologen zu seiner Zeit. Diese Verletzungen führten zu Misstrauen bei den Indigenen. Die Hopi erließen in den 1920er-Jahren ein Fotografier- und Filmverbot für heilige Zeremonien, während die Cochiti ihre Rituale bereits seit der spanischen Kolonialisierung im Geheimen abhielten. Auf den Spuren von Aby Warburg fragt der Autor nach der Lebenswelt der Pueblo-Gesellschaften. Liegt es am unterschiedlichen Verständnis von Wissen, dass die westliche und indigene Kultur bis heute aufeinanderprallen? Geheimhaltung ist für die Pueblo-Gemeinschaften überlebenswichtig. Aber wie soll die im Zeitalter des Internets bestehen?
Mitwirkende:
Daniel Berger
Peter Harting
Judith Jacob
Sebastian Schlemmer
Bruno Winzen
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Stahlarbeiterin

Sendetermine: WDR 5 - Freitag, 1. Mai 2026 12:04, (angekündigte Länge: 55:00)
WDR 5 - Freitag, 1. Mai 2026 21:03, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Lea Schlude
Auch unter dem Titel: Grüne Transformation bei Thyssenkrupp (Untertitel)
Produktion: DLR 2025, 52 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Lea Schlude
Dramaturgie: Katrin Moll
Ton: Michael Kube
Regieassistenz: Vanessa Gräfingholt
Inhaltsangabe: Kathi ist die einzige Frau in der Stahlproduktion bei Thyssenkrupp. Als queere Industriemechanikerin kämpft sie für Gleichstellung, die grüne Transformation und gegen Vorurteile: Porträt einer starken Frau.
Kathi ist 28, queere Industriemechanikerin und Betriebsrätin – und bisher die einzige Frau in der Gelsenkirchener Stahlproduktion. Seit Jahren kämpft sie in einer männerdominierten Branche für mehr Gerechtigkeit, Diversität und die grüne Transformation der Industrie. Dabei wird sie zur Stimme einer neuen Generation im Ruhrgebiet. Neben dem Schichtdienst pflegt sie ihren schwer kranken Vater – ein harter Spagat zwischen Aktivismus, Care-Arbeit und persönlicher Belastung. „Stahlarbeiterin“ erzählt ehrlich, nah und direkt von Solidarität und Strukturwandel. Eine Doku über eine junge Frau, die Verantwortung übernimmt – im Stahlwerk und weit darüber hinaus.
Mitwirkende:
Ann Catherine Meyer
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Künstlerischer Traum und irdischer Spielplan

Sendetermine: DLR - Samstag, 2. Mai 2026 00:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 165:00)
Autor(en): Horst Konietzny
Auch unter dem Titel: Eine Lange Nacht über das Theatermachen (Untertitel)
Produktion: DLR/DLF 2026, ca. 165 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Horst Konietzny
Inhaltsangabe: In einer medial überfüllten Gegenwart stellt sich eine alte Frage neu: Welche Rolle spielt das Theater heute und welche kann es noch spielen? Diese Lange Nacht folgt keinem Spielplan und keinem Feuilleton. Sie beginnt mit einer Begegnung und setzt sich fort nach der Logik eines Dominospieles. Von einer Theaterpersönlichkeit zur nächsten, wie ein heimlicher Staffellauf hinter den Kulissen. Horst Konietzny folgt dieser Spur quer durch die Landschaft des deutschen Schauspieltheaters: vom Schauspiel Nürnberg über das Theater Bremen, zum Schauspiel Essen, dann nach Hannover. Vom Schauspiel Köln, zum Theater Magdeburg hin zum Festival Osten in Bitterfeld. Weiter zum Berliner Ensemble, den Münchner Kammerspielen und so fort. So entsteht ein vielgestaltiger Gang durch Probenräume, Kantinen, Zuschauerräume und innere Landschaften. Eine Reise, erzählt aus der Perspektive derer, die Theater machen. Im Zentrum steht ein Spannungsfeld: der innere Kreis der Sehnsucht nach dem „guten Theater“, als utopischem Ort, als Möglichkeitsraum, als Gegenwelt, und der äußere Kreis einer Realität, die geprägt ist von Erwartungsdruck, medialer Beschleunigung und den Gesetzen der Aufmerksamkeitsökonomie. Zwei Systeme, die einander berühren, reiben, manchmal widersprechen. Zwischen Ideal und Institution, Traum und Betrieb, fragt diese Lange Nacht nach der künstlerischen Wirksamkeit des Theaters und erkundet dessen Zukunft.
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