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Das Hörspiel ist 100 Jahre alt.

Vor hundert Jahren, genau am 24.10.1924 um 20:30 Uhr, wurde das erste deutschsprachige Hörspiel gesendet. "Zauberei auf dem Sender" war der Anfang. Erhalten ist es nicht, es wurde live gespielt. 1962 vom Hessischen Rundfunk noch einmal produziert ist es in der ARD-Audiothek zu hören.

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Künstliche Nähe

Sendetermine: HR 2 - Donnerstag, 4. Dez 2025 15:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Christian Schiffer
Auch unter dem Titel: Doku über KI, Vertrauen und Abhängigkeit (Untertitel)
Produktion: BR 2025, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Ron Schickler
Ton und Technik: Robin Ault
Inhaltsangabe: Immer mehr Menschen wenden sich mit ihren Sorgen, Ängsten oder Sehnsüchten an künstliche Intelligenzen. Chatbots hören zu, spenden Trost, geben Ratschläge – und werden so für manche zur seelischen Stütze. Immer wieder berichten Menschen, dass KI-Systeme ihnen durch Krisen geholfen haben. Aber Chatbots bieten nicht immer harmlose Hilfe. Nutzer können eine bedenkliche emotionale Abhängigkeit entwickeln – bis hin zu Zuständen, die inzwischen als "AI Psychosis" diskutiert werden.
Die Technik bewegt sich damit in einem Spannungsfeld: Sie kann Menschen stabilisieren und Hoffnung geben, aber auch ihre Verletzlichkeit verstärken und psychische Probleme verschärfen. War der Film "Her" vor elf Jahren noch eine dystopische Vision, so ist diese Zukunft nun Realität. Die Grenze zwischen technischer Simulation und echter emotionaler Beziehung verschwimmt. Und je menschlicher die Maschinen wirken, desto größer wird die Verantwortung der Entwickler.
Was passiert also, wenn Maschinen zu Freunden und Therapeutinnen werden – und welche Chancen und Gefahren liegen darin, wenn wir beginnen, das Vertrauen in unser Innerstes an Algorithmen auszulagern?
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Druckausgabe (PDF)

HOSTEL

Sendetermine: DLR - Donnerstag, 4. Dez 2025 22:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Stefan Panhans
Produktion: NDR/DLR 2020, 54 Min. (Stereo) - Bearbeitung Film
Regie: Stefan Panhans
Sound-Design: Kirsten Reese
Regieassistenz: Andrea Winkler
Dramaturgie: Michael Becker
Inhaltsangabe: Inmitten von zunehmendem Alltagsrassismus, Celebrity-Kult, Rollenklischees, postkolonialer Diversitätsproblematik und der Übermacht des Ökonomischen liefern sich fünf prekär und flexibel reisende Kulturarbeiterinnen und Kulturarbeiter unterschiedlicher Herkunft einen Spoken Word Battle ihrer Erfahrungen und Träume - zwischen fiktiver Doku-Soap, Kammerspiel und Gameshow. HOSTEL entstand im Rahmen des Stipendiums der Stiftung Niedersachsen für Medienkunst am Edith-Russ-Haus und war dort als vierteilige Video-Miniserie zu sehen. Sie finden das Hörspiel für 12 Monate in der ARD Audiothek. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst.
Mitwirkende:
Anne Tismer
Serge Fouha
Lisa-Marie Janke
Olivia Hyunsin Kim
Koffi Emile Odoubou
Anne Ratte-Polle
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World Wide Mind

Sendetermine: DLR - Freitag, 5. Dez 2025 00:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Daniel Gottlieb
Lukas Grundmann
Jasmine Guffond
Helen Heß
Alvin Lucier
Adam Melbye
David Rosenboom
Katharina Schmidt
Yasunao Tone
Produktion: Cashmere Radio 2025, ca. 50 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Inhaltsangabe: Neuronale Logiken als ästhetische Strategie: In Soundarbeiten aus den frühen Siebzigern bis heute wird das Denken als Metapher, Material und Methode in der Klangkunst hörbar – von Biofeedback und Hirnströmen bis zu Siri, Alexa und Co.
Diese Klangkunst-Collage versammelt Werke, die den Moment mentaler Aktivität zum Ausgangspunkt musikalischer Experimente machen – von frühen bioelektrischen Kompositionen bis zu aktuellen Arbeiten mit Sprachassistentinnen und virtuellen Performer:innen. Alvin Lucier und David Rosenboom verkabelten ihre Köpfe mit Elektroden und übersetzten Hirnströme in Echtzeit in Klang. Bei Yasunao Tone übernehmen fünf KI-generierte Doppelgänger die Bühne, während Helen Heß digitale Sprachassistentinnen in einen künstlichen Dialog verwickelt. Und Adam Pultz Melbye untersucht, wie sich Machine-Learning-Modelle in künstlerischen Kontexten anwenden lassen.
Die ausgewählten Arbeiten kreisen um die Frage, wie sich neuronale, algorithmische und maschinelle Prozesse in akustischen Spuren manifestieren. Sie machen hörbar, wie sich Kontrolle und Zufall, Selbst und System, Subjekt und Simulation ineinander verschränken – jenseits der Grenze zwischen Mensch und Maschine.
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