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Neues Programmschema beim RBB Kultur

Das Freitagshörspiel wird jetzt nicht mehr im 22:04 Uhr gesendet sondern um 19:00 Uhr. Ebenfalls wurde das Feature von Mittwoch 22:04 Uhr auf 19:00 Uhr verlegt.

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Kleine Klaus 16

Sendetermine: MDR Kultur - Donnerstag, 15. Feb 2024 18:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Iene Schulz
Auch unter dem Titel: Halle, die "Tripperburg" und ich (Untertitel)
Produktion: Universität Halle 2023, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Iene Schulz
Schnitt: Iene Schulz
Inhaltsangabe: Keine zwei Minuten Fußweg vom Marktplatz in Halle an der Saale entfernt, versteckt sich in einer verwinkelten Seitenstraße: die Kleine Klausstraße 16. Früher war die Adresse die Adresse der Poliklinik Mitte. Dort, in der venerologischen Station, wurden in der DDR Frauen und Mädchen zwangseingewiesen und misshandelt, um sie zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ umzuerziehen. Irene Schulz ist in Halle aufgewachsen. Sie war mit Mitte 20 als sie von dieser Poliklinik inmitten der Stadt erfuhr. Aber wie kann es sein, dass so ein geschichtsträchtiger Ort über die Jahre fast in Vergessenheit geriet? Dieses Feature erzählt die Geschichte der sogenannten „Tripperburg“ in der Kleine Klausstraße 16. Für ihre Recherche reiste Irene Schulz nach Norddeutschland, um eine ehemalige Patientin kennenzulernen. Sie sprach mit einem Wissenschaftler, der bis heute zu venerologischen Stationen in der DDR forscht - immer auf der Suche nach einer Antwort, was ist damals geschehen und was hat das heute noch immer mit uns zu tun. Mit zehn Jahren entdeckte Irene Schulz, ein altes Diktiergerät und erfreute sich an den Abspielmodi zwischen brummig-langsam und piepsig-schnell. 18 Jahre später erfolgte die Aufnahmen zu ihrem Audio-Projekt "Kleine Klausstraße 16".
Mitwirkende:
Irene Schulz
Philipp Reinheimer
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Ein Käfer, der Erinnerungen frisst

Sendetermine: DLR - Donnerstag, 15. Feb 2024 22:03 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 57:00)
Autor(en): Sofie Neu
Fabian Raith
Produktion: DLR 2022, 61 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Sofie Neu
Fabian Raith
Komponist(en): Martin Recker
Ton und Technik: Hermann Leppich
Ton und Technik: Sonja Maronde
Dramaturgie: Julia Gabel
Dramaturgie: Johann Mittmann
Inhaltsangabe: Mehrere Serverfarmen sind vom Annamox-Käfer befallen, die Daten aus der Terra-Cloud sind unwiederbringlich verloren - darunter alle Videos von Mikas verstorbener Mutter. „2035“
Neun SciFi-Hörspiele erzählen in dieser Anthologie-Serie neun Versionen der nahen Zukunft. Sie spielen im Jahr 2035, dem Jahr, in dem der Reverse-Klimawandel geschafft sein sollte. Was hat eine Abschlussklasse von 2022 bis dahin erlebt? Vor welchen Herausforderungen stehen sie im Jahr 2035? Naturkatastrophen, soziale Spaltung, künstliche Intelligenz? Die Handlung der einzelnen Folgen ist in sich abgeschlossen, manchmal finden sich Bezüge und Hinweise. Ein Hörspiel-Multiversum von ARD und Deutschlandfunk Kultur.
Wie lange kann man sich an den Klang einer Stimme erinnern, nachdem die Person verstorben ist? Die Erinnerung an Mikas Mutter verblasst langsam, seit alle Aufnahmen gelöscht wurden. In dieser Folge begibt sich Mika auf einen alten Augmented Reality Walk zum Thema „Erinnerung“. Es fühlt sich für Mika ziemlich „retro“ an mit einem Tablet durch die Stadt zu laufen anstelle der üblichen Glasses. Aber Schulfreundinnen haben anscheinend etwas Wichtiges in diesem alten Walk entdeckt und Mika genötigt loszugehen. Der Walk ist aus dem Jahr 2022, Mika läuft damit im Jahr 2035 durch die Stadt: die Zeitschichten überlagern sich. Mika lässt sich zunehmend darauf ein, der Stimme im Walk zu folgen. Sie stellt immer wieder diese eine Frage: Wenn du wüsstest, dass morgen die Welt untergeht - würdest du heute noch einen Apfelbaum pflanzen? Zwischen öffentlichen Erinnerungsorten, digitalen Denkmälern und Begegnungen mit Passanten zeigt sich, wie sich der Blick in die Zukunft und der Blick in die Vergangenheit gegenseitig beeinflussen.
Expertenkommentar: Die Begründung der Jury

Es ist das Jahr 2035: Mika, die zentrale Figur des Hörspiels „Ein Käfer, der Erinnerungen frisst“ von Sofie Neu und Fabian Raith, begibt sich mithilfe eines veralteten Elektronik-Tools – einem Tablet – auf einen dem Jahr 2022 zugeordneten Augmented-Reality-Walk mit dem Titel „Hinterlassen“ durch ihre Stadt. Darin heißt es unter anderem in Bezug auf Denkmäler im Stadtraum: „Öffentliche Erinnerungen blicken zurück und prägen unseren Blick in die Gegenwart durch das Schöpfen aus der Vergangenheit – wie eine künstliche Intelligenz, die aus vergangenen Mustern zukünftige entwirft.“

In diesem Hörspiel geht es um Erinnerungen, um verloren gegangene Erinnerungen, um sich überlagernde Erinnerungen, um absichtlich verwischte Spuren, um vermeintlich auf ewig konservierte Erinnerungen von Nahestehenden, seien es Fotos, seien es Sprachnachrichten, seien es Texte. Vermeintlich ewig konservierbare Erinnerungen und Datensätze deswegen, weil eine neue Spezies, ein Käfer, der es auf Edelmetalle und seltene Erden abgesehen hat, sich durch Serverfarmen durchfrisst und somit zuvor auf Clouds gespeicherte Datensätze unbrauchbar macht bzw. gänzlich vernichtet. Die Idee ist ein kluger Schachzug der beiden Autor- und Regisseur.innen Sofie Neu und Fabian Raith: Trotz aller Technikgläubigkeit unserer Gegenwart und Heilsversprechen der Digitalisierung ist die Natur letztlich stärker.

Mika, von den Autor:innen als queere Person angelegt, hat die digitalen Erinnerungen ihrer verstorbenen Mutter durch das gefräßige Insekt verloren und kämpft nun mit dem Wiedererinnern von Episoden, die sie mit ihrer Mutter durchlebte. Mika versucht Szenen aus der Vergangenheit zu rekonstruieren, etwa den genauen Tonfall in der erinnerten Stimme der Mutter in Gedanken wieder herzustellen, wobei wir diese imaginären Erinnerungsversuche sowie alle Gedanken Mikas mithilfe der klassischen Hörspieltechnik des inneren Monologs erzählt bekommen.

Dabei stellt Mika fest, wie wenig verlässlich Erinnerungen sein können. Am Ende des Tablet-Walk stößt Mika schließlich auf einen langen O-Ton der Mutter: eine letzte Spur, die der Vernichtung durch den Käfer – noch! – nicht anheimgefallen ist.

Das Hörspiel „Ein Käfer, der Erinnerungen frisst“ überzeugt auf unterschiedliche Weise. Zum einen durch den Einfallsreichtum der Autor:innen beim Blick aus der Zukunft zurück in die Jetztzeit. So imaginieren sie Elemente einer durchaus möglichen zukünftigen Realität: z.B. urbane Kühlzonen, die die städtischen Bewohner:innen vor zu großer Hitze schützen sollen. Mika trifft auf Plastikfetischist:innen, die im Pazifischen Ozean auf einer Insel ganz aus Plastik leben. Mika wird durch ein K.I.-Gadget, das ihre Wahrnehmung schärfen soll, vermeintlich personalisierte Werbung eingespielt, wodurch sie ihr tägliches Datenvolumen umsonst bekommt. Dies sind allesamt keine wirklich schönen Aussichten auf die nahe Zukunft, aber durchaus vorstellbare, so dass das Stück unserer Gegenwart im Jahr 2022 nicht gänzlich enthoben wirkt.

Klanglich überzeugt das Stück nicht nur durch den Einsatz der Kunstkopftechnik, sondern durch die detailreiche Gestaltung des wabernden Klangteppichs, der mal für die Gedankenbewegungen von Mika steht, mal die technisierten Fressgeräusche des Käfers eindringlich zu Gehör bringt. Der Einsatz des Kunstkopfes ist auch nicht zuletzt eine logische Konsequenz dessen, dass die Hauptperson sich mit dem AR-Walk durch die Stadt bewegt, womit einerseits die Ausprägung von Räumlichkeit ein Thema des Stückes ist und andererseits mit der klassischen Hörsituation der heutigen Podcast-Generation gespielt wird. Besonders hervorzuheben ist schließlich die überzeugende Weise, in der Bineta Hansen die queere Figur Mika spricht und ihr einen klaren Charakter gibt, der das Stück trägt.
Mitwirkende:
Bineta Hansen
Charlie Triebel
Markus Hoffmann
Yoshii Riesen
Tina Pfurr
Petra Hartung
Robert Frank
Milena Schedle
Julian Jäckel
Katharina Hoffmann
Konstantin Frank
Matti Krause
Yara Blümel
Christine Jensen
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 12 2022
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Das Klangatoll

Sendetermine: ORF Ö1 - Donnerstag, 15. Feb 2024 23:03
Autor(en): Martin Breindl
Andrea Sodomka
Produktion: ORF 2024, 28 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Regie: Andrea Sodomka
Martin Breindl
Komponist(en): Andrea Sodomka
Martin Breindl
Inhaltsangabe: Der für diesen Zweck 1996 angelegte Erdwall beherbergt eine ganz besondere akustische Welt in seinem Inneren: Von der Natur inspirierte, zum Teil "ausgestorbene" Alltags- und Naturgeräusche formieren einen sich stetig ändernden Klangteppich. Das Rauschen des Urmeers und Tierlaute aus lang vergangenen Zeiten verbinden sich mit der gegenwärtigen Klangwelt von Flora, Fauna und Mensch. So entstand ein akustisches Portrait dieses Landstrichs, wie es die Kuratorin Susanne Neuburger nannte, das Laute bewahrt, wenn sie im umgebenden Alltag - wie etwa das Tengeln einer Sense - längst verklungen sind.
Die Form des Atolls, das an einem natürlichen Erdabbruch angefügt und geformt worden war, hatte sich über die vielen Jahre verändert. Im Zuge der Restaurierungsarbeiten hat der Erdwall wieder seine ursprüngliche Form erhalten. Die Bepflanzung, deren Konzept wie 1998 von der Landschaftsarchitektin Elisabeth Wrbka stammt, wurde erneuert. In den vergangenen 25 Jahren, auch im Zuge des Klimawandels, sind neue Pflanzenarten in der Landschaft heimisch geworden, die in das Bepflanzungskonzept integriert wurden und nun mit der angestammten Fauna langsam in das Atoll einwachsen. Auch die für den Klang verwendete Solaranlage und Soundtechnik waren überholungsbedürftig. Eine moderne Photovoltaikanlage sorgt nun dafür, dass die Installation energieautark und -effizient funktioniert. Eine neue Beschallungsanlage erzeugt ein differenzierteres Klangbild als bisher und ermöglicht eine energiesparende und naturschonende Nachtabschaltung.
Aber auch das Klang-Material musste erneuert und sanft ins 21. Jahrhundert erweitert werden, um ein an der aktuellen Umwelt orientiertes, künstlerisches Klangerlebnis zu erzeugen. Das bedeutete, dass einige in den letzten beiden Jahrzehnten ausgestorbene Klänge dazu kamen und Töne, die es Ende der 1990er noch nicht gegeben hat, neu in den Klangteppich eingearbeitet wurden.
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Kinoorgel Babylon

Sendetermine: DLR - Freitag, 16. Feb 2024 00:05
Autor(en): Phoebe McIndoe
Marta Medvešek
Produktion: EIG 2023, 10 Min. (Stereo) - Feature
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Monstera extended

Sendetermine: DLR - Freitag, 16. Feb 2024 00:05
Autor(en): Doa Volland
Produktion: EIG 2022, 4 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Doa Volland
Komponist(en): Marie Davidson
Mitwirkende:
Doa Volland
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Druckausgabe (PDF)

Las/Forest

Sendetermine: DLR - Freitag, 16. Feb 2024 00:05
Autor(en): Piotr Pawlak
Produktion: EIG 2023, 20 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
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