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Neues Programmschema beim HR

Das Sonntagshörspiel wird jetzt am Abend um 22 Uhr gesendet. Das Kinderhörspiel ist von Samstagmittag auf Sonntagmorgen 8.04 Uhr gewandert.

Dann gibt's alle 14 Tage den Krimi-Mittwoch, wie gehabt 21 Uhr. Beim Hörspiel aus der Artist's Corner bleibt es beim alten Sendeplatz, Samstag, 23 Uhr.

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Alles zerfällt - der nigerianische Schriftsteller Chinua Achebe

Sendetermine: ORF Ö1 - Dienstag, 19. Dez 2023 16:05, (angekündigte Länge: 40:00)
Autor(en): Johannes Gelich
Produktion: ORF 2023, 39 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Johannes Gelich
Ton: Fridolin Stolz
Inhaltsangabe: Der Vater der afrikanischen Literatur
Sein erster, 1958 erschienener Roman 'Alles zerfällt' hat sich bis heute millionenfach verkauft und ist in rund 50 Sprachen übersetzt. In dem bahnbrechenden Roman schildert Chinua Achebe Lebenskultur, Traditionen, religiöse Praktiken und Geschlechterverhältnisse einer Igbo-Dorfgemeinschaft in Nigeria. Er kritisierte dabei auch das Rollenbild der nigerianischen Frau, die durch Polygamie, Gewalt und Zwangsheirat unterdrückt wurde.
Er gilt als einer der Wegbereiter der modernen afrikanischen Literatur: Chinua Achebe. In seinem wohl bekanntesten Werk 'Alles zerfällt' ('Things fall apart') schildert der 1930 in Nigeria geborene Schriftsteller den Einbruch englischer Missionare in die dörfliche Welt der Igbo. Der Autor spart dabei nicht mit Kritik an den religiösen Kult-Praktiken und patriarchalen Strukturen der autochthonen, vorkolonialen Igbo-Gemeinschaft, in der etwa Zwillinge als Babys im Dschungel ausgesetzt werden, weil deren Geburt Unglück bringe. Nicht minder gewalttätig werden die englischen Missionare beschrieben. Chinua Achebe gelingt es dabei, mit großem Detailreichtum und Gespür für die historische Entwicklung aufzuzeigen, wie geschickt englisches Militär und anglikanische Kirche miteinander zusammenwirkten, um funktionierende afrikanische Gesellschaften zu zerstören.
Der 1958 erschienene Roman 'Alles zerfällt' ist bis heute das meistgelesene Buch eines afrikanischen Autors. Er bildet mit den folgenden Romanen 'Heimkehr in ein fremdes Land' und 'Der Pfeil Gottes' die sogenannte afrikanische Trilogie des Autors. Nicht nur in seinen Romanen, auch in Essays und theoretischen Texten, versuchte sich Chinua Achebe von einem überkommenen, europäisch-kolonialistischen Blick auf Afrika zu emanzipieren. So kritisierte der Autor etwa in einer 1975, an der Universität von Massachusetts gehaltenen Rede das Afrika-Bild in der Erzählung 'Herz der Finsternis' von Joseph Conrad. Hier werde ein unberührtes, exotisches Afrika ausgemalt, wo nichts Gutes geschehe und das nur der Entdeckung und späteren Läuterung durch europäische Entdecker harre.
Das Feature folgt dem Werdegang des 2013 in Boston verstorbenen Autors mit Zitaten aus seinem theoretischen und praktischen Werk, seiner eigenen Arbeit als Radio-Journalist für die BBC, seiner Biografie und den Erinnerungen seiner Tochter Nwando Achebe, die heute an der Michigan State University als Historikerin unterrichtet. Die Forschung über die Rolle der Frau in der heutigen afrikanischen Gesellschaft gehört, ganz in der Tradition ihres Vaters, zu den Hauptinteressensgebieten der Tochter Chinua Achebes.
Mitwirkende:
Michael Dangl
Esther Holloschi
Katharina Knap
Michael Köppel
Peter Marton
Iman Tekle
Rafael Schuchter
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Einsamkeit inklusiv

Sendetermine: DLF - Dienstag, 19. Dez 2023 19:15, (angekündigte Länge: 45:00)
Autor(en): Charly Kowalczyk
Auch unter dem Titel: Eine Radiowerkstatt (Untertitel)
Produktion: DLF 2023, 44 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Friederike Wigger
Ton: Martin Eichberg
Inhaltsangabe: Ein Radioprojekt, sechs Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen. Gemeinsam mit dem Journalisten Charly Kowalczyk ziehen sie als Reporterteam los, um die Themen zu beackern, die sie am meisten beschäftigen: Einsamkeit und Selbstbestimmung. Thomas hat das Down Syndrom und wünscht sich eine Frau. Warum gibt es kein Dating-Portal für Menschen mit Behinderungen? Bundesfamilienministerin Lisa Paus muss im Interview einräumen, dass das wohl nicht wirtschaftlich wäre. Und sie gibt zu, dass auch sie sich manchmal allein fühlt. Nick kann nach einem Unfall kaum noch gehen und leidet an epileptischen Anfällen, Marianne ist einfach nur alt. Mit ihrem ganz eigenen Blick und ihren persönlichen Geschichten gehen die sechs einem Problem nach, das die ganze Gesellschaft betrifft – mit zunehmender Tendenz. Sie fahren nach Berlin, konfrontieren Politiker und Fachleute mit ihren unkonventionellen Fragen: Und bringen sie damit immer wieder aus dem Konzept. Dieses Radio-Projekt entstand auf Initiative des Martinsclubs Bremen, einer Organisation, die sich für Inklusion einsetzt. Drei Jahre lang wurde es von dem Rundfunkjournalisten Charly Kowalczyk begleitet. Herausgekommen ist ein ungewöhnliches Radiofeature, das von allen Autorinnen und Autoren gemeinschaftlich entwickelt wurde.
Mitwirkende:
Ellen Stolte
Andy Müller
Katharina Mickley
Thomas Hartmann
Frank-Daniel Nickolaus
Marianne Schnakenberg
Hedwig Thelen.
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Mein Strebergarten

Sendetermine: NDR Kultur - Dienstag, 19. Dez 2023 20:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Sabine Fringes
Auch unter dem Titel: Eine Radiogeschichte vom Geben und Nehmen (Untertitel)
Produktion: NDR 2023, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Eva Solloch
Technische Realisation: Markus Freund
Technische Realisation: Elke Steinort
Inhaltsangabe: Erst kam die Flut, dann folgten Hitze und Dürre. In dem kleinen Eifeldorf an der Erft, in das sich die Autorin nach vielen Jahren in der Großstadt niedergelassen hat, ist der Klimawandel dramatisch spürbar. Sie fragt sich: Wie kann man im Einklang mit der Natur leben, wenn diese sich in Extremen äußert? Was sagt uns die Natur über sich? Und was kann man ganz unmittelbar für sie tun? Zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie einen Garten. Sie entwickelt eine Menge ehrgeizige Pläne für Pflanzen und Tiere, die sich darin entfalten sollen… Zum Glück hat sie ein paar große und kleine Gartenexperten an ihrer Seite.
Mitwirkende:
Ulrike Krumbiegel
Hajo Tuschy
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Druckausgabe (PDF)

Manhattan Transfer

Sendetermine: DLF - Dienstag, 19. Dez 2023 20:10 Teil 3/4, (angekündigte Länge: 47:58)
Autor(en): John Roderigo Dos Passos
Auch unter dem Titel: 1896 - 1904 (1. Teil)
1913 - 1916 (2. Teil)
1918 - 1924 (3. Teil)
Produktion: SWR/DLF 2016, 342 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Leonhard Koppelmann
Bearbeitung: Leonhard Koppelmann
Hermann Kretzschmar
Komponist(en): Hermann Kretzschmar
Regieassistenz: Cordula Dickmeiß
Regieassistenz: Benjamin Christ
Ton und Technik: Martin Eichberg
Ton und Technik: Andreas Meinetsberger
Ton und Technik: Achim Fell
Ton und Technik: Philipp Adelmann
Ton und Technik: Andreas Völzing
Ton und Technik: Sonja Röder
Ton und Technik: John Krol
Dramaturgie: Manfred Hess
Übersetzung: Dirk van Gunsteren
Inhaltsangabe: Mit der Neuübersetzung von »Manhattan Transfer«, zeitgleich als Buch im Rowohlt Verlag und als Hörspielursendung von SWR/DLF sowie als CD bei Hörbuch Hamburg, wird ein moderner Klassiker der Weltliteratur wiederentdeckt. Dos Passos' Einfluss reicht von Döblins »Berlin Alexanderplatz« bis hin zu Wolfgang Koeppens »Tauben im Gras« und Paul Austers postmoderner New York-Trilogie. Dirk van Gunsteren hat den Roman in ein modernes, dem Original verpflichtetes Deutsch übertragen und von der Patina wie den Fehlern der Übersetzung von 1927 befreit. Veröffentlicht 1925, bewunderte als Erster Sinclair Lewis den Roman. Siegfried Lenz stimmte ins Loblied ein:»"Manhattan Transfer" ist ein epischer Krankheitsbericht, wo allen Schicksalen am Ende nur eines bewiesen wird: ihre Belanglosigkeit. So virtuos wie er hat wohl kein anderer Schriftsteller die Technik des Films auf die Epik übertragen. Das "Kameraauge", wie man ihn nannte, versuchte dem Wesen der Stadt mit Hilfe von Schwenks und Überblendungen, von Perspektivenwechsel und Schnitten beizukommen.« Im Titel auch die alte Passagierstation in New Jersey zitierend, ist es das New York vor dem Ersten Weltkrieg - bis zu den Anfängen der 1920er-Jahre. Den Roman zeichnet neben einer filmischen Erzählweise auch eine polyperspektivische Struktur aus, die keinen allwissenden Erzähler und keinen klassischen Protagonisten mehr kennt. Von über hundert, deutlich wie schemenhaft skizzierten Charakteren und Schicksalen im Roman folgt Dos Passos nur wenigen über die gut 20 Jahre erzählter Zeit. Die Hörspielfassung nutzt diese als Ariadnefaden, um in den Dos Passos-Kosmos moderner Stadterfahrung einzutauchen. Zugleich arbeitet sie mit klangmusikalischen Miniaturen, die den Moloch Großstadt in eine künstlerisch-akustische Wirklichkeit überführt.
Expertenkommentar: Begründung der Jury:

John Dos Passos - für die amerikanische literarische Moderne wegweisender Roman „Manhattan Transfer“ ist in diesem dreiteiligen Hörspiel (das zeitgleich als Hörbuch veröffentlicht worden ist) in Deutschland wieder auferstanden. Denn mit der Produktion verbunden war eine neue Übersetzung, die - da die erste aus dem Jahr 1927 stammt - mehr als überfällig war. Sie bildet die Grundlage für dieses vielstimmige Hörstück, das die Wandlung New Yorks von der Einwanderstadt zur Weltmetropole in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts thematisiert.

Der Regisseur Leonhard Koppelmann hat sich entschieden, die radikale Multiperspektivität des Romans zugunsten einer stärkeren Fokussierung auf Dos' Passos Hauptfiguren gelinde zurückzunehmen - ein, wie es scheint, für den akustischen Nachvollzug des Geschehens notwendiger Eingriff. Trotzdem bleibt diese Umsetzung des Romans in das Medium Hörspiel lebendig und unmittelbar genug, um die Vielstimmigkeit der Vorlage zu bewahren. Ein großartiges Ensemble von Sprechern - die Creme de la Creme deutscher Schauspieler(innen) - macht „Manhattan Transfer“ zum Ereignis. Auch bei der musikalischen Gestaltung wurde nicht gespart. Hermann Kretzschmars atmosphärisch dichte Komposition wirft den vom Jazz geprägten Sound der Neuen Welt in der Interpretation des Ensemble Modern und der HR-Bigband mit 100 kurzen Stücken als starke weitere Stimme hinein in diesen vibrierenden, zum Ende hin immer stärker von Desillusionen durchzogenen Melting Pot New York. Als syntaktisch-rhythmische Interpunktion webt sich die Musik wie ein Teil des Textes in das verbale Geschehen hinein und fügt ihm vor allem durch kleine Varianten einen spielerischen Fluss hinzu.
Mitwirkende:
Erzähler Stefan Konarske
Ellen Thatcher-Oglethorpe Maren Eggert
John Oglethorpe, Schauspieler und Ellens Ehemann Ulrich Noethen
Jimmy Herf, Jorunalist Max von Pufendorf
George Baldwin, Rechtsanwalt Ulrich Matthes
Stan Emery, Sohn eines reichen Rechtsanwaltes Andreas Pietschman
Congo Jake, schwarzer Matroser, alias »Marquis de Coulommiers« Marc Hosemann
Ruth Prynne, Freundin von Ellen, Tänzerin Effi Rabsilber
Cassandra »Cassie« Wilkins, Tänzerin Kathleen Morgeneyer
Nevada Jones, Tänzerin Kathrin Angerer
Tony Hunter, Schauspieler Johann von Bülow
Pearline, Stans spätere Frau Mandy Rudski
Grant Bullock, Journalist vom American Uwe Preuss
Milly, Ellens Garderobiere im Theater Margit Bendokat
Harry Goldweiser, Broadway-Impressario Christian Redl
Rachel Goldweiser, seine Schwester Franziska Arnold
Dick Snow, Goldweisers Kompagnon Ingo Hülsmann
Dr. Abrahms, Abtreibungsarzt Tonio Arango
Jan Bluthardt
Heikko Deutschmann
Arnd Klawitter
Valerie Koch
Udo Kroschwald
Dörte Lyssewski
Peter Moltzen
Axel Prahl
Friedhelm Ptok
Tommaso Ragno
Annette Strasser
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 05 2016
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Druckausgabe (PDF)

Toreras

Sendetermine: DLR - Dienstag, 19. Dez 2023 22:03, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Rilo Chmielorz
Auch unter dem Titel: Auf Augenhöhe mit dem Kampfstier (Untertitel)
Produktion: SWR/DLF 2023, 54 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Rilo Chmielorz
Ton und Technik: Manfred Seiler
Ton und Technik: Sonja Röder
Inhaltsangabe: Drei Frauen hatten einen Traum: sie wollten unbedingt Stierkämpferinnen werden. Die portugiesische „Rejoneadora“ Ana Rita kämpft seit 2003 zu Pferd. Olga Casado ist eine der wenigen Schülerinnen der Stierkampf-Schule in Madrid.
Die Mexikanerin Hilda Tenorio gilt als eine der wichtigsten Stierkämpferinnen in einer Welt geprägt von traditionellem Machismo. Nach einem Unfall und einer längeren Pause kam sie Anfang 2023 nach Madrid, um ihr Comeback in Spanien zu lancieren. Der Plan ging nicht auf. Die drei sind Kämpferinnen aus Leidenschaft. Der Kampf ist hart. Am Ende wird der Stier getötet.
Mitwirkende:
Eva Brunner
Robert Møller
Ana Isabel Mena
Lisa Franziska Schwarzer
Nora Solcher
Sarah Zastrau
Links: Externer Link Homepage von Rilo Chmielorz
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