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Neues Programmschema beim RBB Kultur

Das Freitagshörspiel wird jetzt nicht mehr im 22:04 Uhr gesendet sondern um 19:00 Uhr. Ebenfalls wurde das Feature von Mittwoch 22:04 Uhr auf 19:00 Uhr verlegt.

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Die Vermessung der inneren Welt

Sendetermine: DLR - Samstag, 21. Mai 2022 00:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 170:00)
DLF - Samstag, 21. Mai 2022 23:05, (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Sven Rücker
Auch unter dem Titel: Eine Lange Nacht vom Alleinsein (Untertitel)
Produktion: DLR/DLF 2022, 164 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Stefan Hilsbecher
Klaus-Michael Klingsporn
Technik: Hermann Leppich
Technik: Ralf Perz
Technik: Christoph Richter
Inhaltsangabe: Das Alleinsein ist uns allen wohlvertraut und dennoch ein schillerndes Phänomen. Einige leiden darunter, andere suchen es. Für einige ist klar, dass wir erst dann unser wahres Gesicht zeigen, wenn wir allein sind, andere dagegen glauben, dauerhaftes Alleinsein führe zum Zerfall der Persönlichkeit. Es erscheint wahlweise verdächtig und asozial oder aber als Möglichkeit der inneren Einkehr, als Bedingung von Selbstreflektion. Das Alleinsein kann als Zwangsmaßnahme oder Folter gebraucht werden, wie im Falle der Isolationshaft, es kann sich aber auch beinahe in ein Luxusphänomen verwandeln, das der Entspannung und dem Stressabbau dient. Lohn oder Strafe, Lob oder Tadel – bei wenigen Dingen gehen die Meinungen so weit auseinander wie beim Alleinsein. Woher stammen diese unterschiedlichen Auffassungen? Von den Eremiten in der Wüste zu den Singles in der modernen Großstadt, von der Askese zur Wellness erzählt die „Lange Nacht“ die Geschichte des Alleinseins. Sie lässt die großen Solo-Künstler ebenso zu Wort kommen wie sie sich auf die Spur der kleinen Fluchten begibt. Eines wird klar: Was das Alleinsein aus uns macht, hängt wesentlich davon ab, was wir aus dem Alleinsein machen.
Mitwirkende:
Burghart Klaußner
Berhard Schütz
Stefan Kaminski
Cornelia Schönwald
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Majakowski und Jewtuschenko

Sendetermine: DLR - Samstag, 21. Mai 2022 05:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Friedhelm Jeismann
Auch unter dem Titel: Literatur zweier Generationen (Untertitel)
Produktion: RIAS Berlin 1967, ca. 55 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Die beiden russischen Dichter, Wladimir Wladimirowitsch Majakowski und Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko, sind Dichter zweier Generationen. Beide am Anfang neuer Epochen. Aktiv und aggressiv. Überzeugt von der humanistischen Vision ihrer Idee. Und auch ihre Gegner sind oft die Gleichen. Doch während Majakowski, 1893 geboren, der Trommler der Revolution und der Schreihals der Arbeiterklasse war – so nannte man ihn, so nannte er sich selbst – 1930 Selbstmord beging, weil er an den Verhältnissen verzweifelte, ging Jewtuschenko andere Wege. 1932 in Sibirien geboren, will auch er Altes brechen und Neues wagen. Er ist der erste politische Lyriker, der sich nach Stalins Tod zu Wort meldet. Aber er präsentiert dem Westen auch die sympathischste Sowjetunion, die es je gab: tolerant, friedfertig, einsichtig gegenüber eigenen Fehlern, verständnisvoll gegenüber den Wünschen der anderen, liebenswürdig und fröhlich burschikos. Er demonstriert ideologische Koexistenz. Dem Autor Friedhelm Jeismann gelingt der Spagat zu erzählen, was die beiden russischen Dichter unterscheidet und was sie verbindet.
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Am Wendepunkt - Wenn das Leben die Richtung ändert

Sendetermine: ORF Ö1 - Samstag, 21. Mai 2022 09:05 Teil 6/12 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Isabelle Engels
Johanna Hirzberger
Ilse Huber
Natasa Konopitzky
Luna Ragheb
Eva Roither
Auch unter dem Titel: Ciwanna ergreift ihre Chance (1. Teil)
Ich habe die Entscheidung getroffen - und bin dabei geblieben (2. Teil)
Das war der Moment, an dem ich Panik bekam! (3. Teil)
Ich muss jetzt einen Paukenschlag machen, sonst hört das wieder niemand (4. Teil)
Ich kämpfe, damit ich weiterleben kann (5. Teil)
Ich wollte immer besser sein, als die anderen (6. Teil)
Warum tut da niemand was? (7. Teil)
Der Tag, an dem ich durch die Glaskuppel fiel (8. Teil)
Dann wurde mir bewusst, dass ich etwas ändern muss (9. Teil)
Was ich gar nicht mag, ist im Streit auseinander zu gehen (10. Teil)
Produktion: ORF 2021, 106 Min. (Stereo) - Feature
Komponist(en): Stefan Weber
Ton: Otmar Bergsmann
Ton: Ralph Gabriel
Ton: Fridolin Stolz
Ton: Milos Ikic
Inhaltsangabe: Teil 1.a Von Isabelle Engels: Sängerin Ivana Cibulova ist in der Slowakei aufgewachsen und gehört der ethnischen Minderheit der Roma an. Sie beschreibt, wie sie beim ORF-Wettbewerb 'Die große Chance' eine mutige Entscheidung trifft. Ivana Cibulova ist in der Slowakei aufgewachsen und gehört der ethnischen Minderheit der Roma an. Sie hat eine Ausbildung zur Diplomkrankenpflegerin absolviert und im Krankenhaus gearbeitet. Schon als Kind singt sie, als Teenager träumt sie von der Bühne und als junge Frau wir sie in einer populären Band als Sängerin engagiert. Später startet sie unter dem Künstlernamen 'Ciwanna' ihre Solokarriere. Ein Schicksalsschlag unterbricht diesen Erfolgsweg. Ivana Cibulova zieht nach Österreich, um in einem Pflegeheim zu arbeiten. Das Singen gibt sie jedoch nie auf. 2014 bewirbt sich die damals 31jährige bei der Talente-Show des ORF 'Die Großen Chance' und schafft es bis ins Finale. Kurz davor passiert etwas, das sie mitten ins Herz trifft. Und sie beschließt, sich zu wehren. Auf ihre Weise. --- Teil 1.b Von Ilse Huber: Vor 30 Jahren änderte sich für die Familie Fischer alles: Die Eltern zogen mit ihren vier Kindern aufs Land in einen Bauernhof und gründeten ein sozialtherapeutisches Projekt. Das taten sie wegen Arthur. Er war der jüngste der Familie, Autist, und liebte die Natur. 'Ich habe die Entscheidung getroffen - und bin dabei geblieben.' Der damals 19-jährige Arthur blühte auf, wenn er mit der Scheibtruhe fahren, das Gras mähen und sich mit den Tieren beschäftigten konnte. Also baute die Familie Fischer einen verfallenen Bauernhof zu einem biologisch-dynamischen Landwirtschaftsbetrieb um. Und zwar so, dass auch andere junge Menschen mit besonderen Bedürfnissen dort leben können. Mit dem Verein und über das Projekt Himmelschlüsselhof entstand eine sozialtherapeutische Arbeits- und Lebensgemeinschaft, in der heute zwölf Klienten samt Betreuerinnen und Therapeuten auf dem Anwesen leben und neben Land- und Forstwirtschaft auch eine Weberei, eine Tischlerei, eine Gärtnerei und eine Bäckerei betreiben. Abgerundet wird ihr Alltag durch Kunst und Bewegung in der Natur- mit und ohne Vierbeiner. In den vergangenen 30 Jahren ist mehr passiert als sich Mutter Margit Fischer je vorstellen konnte. Nach wie vor treibt sie ihr fester Wille an, das fortzusetzen, was sie einst begonnen hat. Die Kraft dieses Ortes prägt und trägt sie weiter. Hier ist sie zuhause- mitsamt den zu betreuenden Männern und Frauen, den Pferden, Kühen, Seidenhühnern, Zwergeseln und Alpakas. --- Teil 2.a Von Johanna Hirzberger: Sihaam Abdillahi ist Österreichs erste Schwarze kopftuchtragende Landeschüler/innenvertreterin und bereitet sich auf eine Zukunft in der Politik vor, bis Reaktionen auf Social Media sie tief verunsichern. 7. September 2020. Wien steht am Anfang der Gemeinderatswahlen und die 17-jährige Sihaam Abdillahi steht am Anfang ihrer politischen Karriere. Sie hat es geschafft, sie ist Österreichs erste Schwarze, kopftuchtragende Landesschüler:innenverterterin. Damit hat sie den Grundstein für ihre Zukunft gelegt. Ihr Ziel: Österreichs erste Bundeskanzlerin zu werden. Anlässlich des Schulstarts und der wenig zufrieden stellenden Corona-Maßnahmen demonstriert sie gemeinsam mit Mitschüler:innen vor dem österreichischen Bildungsministerium in ihrer Funktion als Landesschüler:innensprecherin. Durch ihren Auftritt wird Sihaam über Nacht zur Zielscheibe rechter Politiker:innen, erhält Hassnachrichten, wird auf Twitter diffamiert und lernt den gelebten Rassismus von einer neuen, institutionalisierten Perspektive kennen. --- Teil 2.b Von Natasa Konopitzky: Im Alter von 16 Jahren wird die Skirennläuferin Nicola Werdenigg von Team-Kollegen vergewaltigt. Über 40 Jahre später geht sie an die Öffentlichkeit. 'Ich muss jetzt einen Paukenschlag machen, sonst hört das wieder niemand.' Als die ehemalige Skirennläuferin Nicola Werdenigg 2017 von einem Volleyballtrainer liest, der jahrelang junge Mädchen missbraucht hat, wird sie wütend. Sie beschließt zu handeln. Die Öffentlichkeit muss aufgerüttelt, eine Debatte über Missstände im österreichischen Sport losgetreten werden. Nicola Werdenigg will über Sexismus, Leistungsdruck, Einschüchterung, verbale und physische Gewalt und sexuelle Übergriffe durch Trainer, Heimerzieher und Funktionäre sprechen. Ihre eigenen Erlebnisse als junge Sportlerin möchte sie nicht thematisieren. Es soll um das System gehen, um Machtmissbrauch, um strukturelle Gewalt. Als sie beim Interview dem Journalisten gegenübersitzt, beschließt sie spontan doch 'alles auf den Tisch zu legen' - wie sie sagt. Sie erzählt von ihrer Vergewaltigung. In dem Moment ist ihr klar: 'Jetzt beginnt etwas, das nicht mehr zu stoppen ist'. Als sie am Tag der Veröffentlichung des Gesprächs in der Tageszeitung 'Der Standard' ihr Handy einschaltet, hat sie mehr als 200 Nachrichten erhalten. Was folgt, sind unzählige Interviews und ein riesiger Medienwirbel. Der österreichische Skiverband droht mit Klage, Sportlerkolleginnen bezichtigen sie der Lüge, Sportfans beschimpfen sie auf offener Straße. Aber es kommt auch viel Zuspruch von anderen Betroffenen. Die Staatsanwaltschaft beginnt zu ermitteln, Untersuchungskommissionen werden eingesetzt, Täter suspendiert und angeklagt. Ein Wendepunkt sowohl für den Sport in Österreich als auch für Nicola Werdenigg persönlich. --- Teil 3.a Von Luna Ragheb: Serpil Temiz Unvar erzählt, wie sie seit dem Tod ihres Sohnes gegen Rassismus kämpft. Ferhat Unvar ist bei dem Anschlag in Haunau ums Leben gekommen. 'Ich kämpfe, damit ich weiterleben kann.' 'Tot sind wir erst, wenn man uns vergisst.' Diese Worte publizierte Ferhat Unvar 2015 auf seiner Facebookseite. Er starb am 19. Februar 2020 in Hanau bei einem rassistisch motivierten Anschlag mit acht weiteren Menschen. Seine Mutter Serpil Temiz Unvar hat sich die Parole zur Lebensaufgabe gemacht und in seinem Namen eine Bildungsinitiative gegründet, damit ihr Sohn stets in Erinnerung bleibt. Seither kämpfen an ihrer Seite viele junge Freund:innen von Ferhat. Gemeinsam junge Menschen stärken, gegen Rassismus sensibilisieren und Chancengleichheit im Bildungswesen fördern - das sind ihre Ziele für eine tolerante und demokratische Zukunft. Das Porträt einer Mutter, die in einer Nacht alles verloren hat. --- Teil 3.b Von Johanna Hirzberger: Christian E. Weißgerber steht 2010 am Höhepunkt seiner Karriere als Rechtsextremer. Im selben Jahr steigt er aus. 'Ich wollte immer besser sein, als die anderen.' Im Wendejahr der DDR geboren, wächst Christian E. Weißgerber in der ostdeutschen Mittelstadt Eisenach auf. Geprägt vom Verlust der Mutter, häuslicher Gewalt, dem ostdeutschen Arbeitermilieu und dem Bedürfnis 'besser zu sein als die anderen' findet er in der Nazi-Szenen neue Perspektiven. Er gehört bald zur Führungsriege der 'Autonomen Nationalisten' in Thüringen. Mit Anfang Zwanzig produziert Weißgerber Propaganda-Videos für YouTube, verfasst Kampfschriften und bereitet sich körperlich auf den Endkampf vor. Besessen davon, die Welt nach seinen Vorstellungen zu verändern, beginnt am Höhepunkt seiner rechtsextremen Karriere seine Ideologie zu bröckeln. Teil 4.a 'Warum tut da niemand was?' von Isabelle Engels: Der Historiker Florian Wenninger beobachtet die Flüchtlingskrise 2015 mit wachsender Sorge. Die Frage seines Kindes gibt den Anstoß für eine abenteuerliche Hilfsaktion. Im Jahr 2015 kommt es zu einer großen Fluchtbewegung aus Kriegsgebieten wie Afghanistan und Syrien nach Europa. Die Lage spitzt sich Ende August an der noch geschlossenen ungarisch-österreichischen Grenze dramatisch zu. Den Flüchtlingen droht die zwangsweise Unterbringung in Lagern. In Wien hören der 37-jährige Historiker Florian Wenninger und seine Familie diese Nachrichten beim Abendessen. Da stellt der 7-jährige Sohn eine Frage, die auf seinen Vater als entscheidender Anstoß wirkt. Noch in derselben Nacht setzt sich Florian Wenninger ins Auto und fährt nach Ungarn. Am Bahnhof in Györ trifft er auf eine erschöpfte und verzweifelte 16-köpfige Großfamilie aus Syrien. Eine Begegnung, die für ihn und das Leben der Schwestern Avjeen und Yengin von großer Bedeutung sein wird. Die Interviews mit Florian Wenninger und Avjeen wurden für das Projekts 'MenschenLeben' an der Österreichischen Mediathek geführt. Das Fluchtauto ist Sammlungsobjekt des Technischen Museum Wien.' --- Teil 4.b 'Der Tag, an dem ich durch die Glaskuppel fiel.' Von Eva Roither: Die 17-jährige Maria reist mit Schulkolleg/innen nach Frankreich. Ein Unfall verändert ihr Leben von Grund auf. Maria Anders(*) beschreibt sich als burschikoses, bewegungsfreudiges Kind. In den teils verwilderten Gärten an der Alten Donau in Wien klettert sie auf Bäume, mit ihren Eltern unternimmt sie Radtouren, sie übt mit ihrem Vater den Handstand und wie man ein Rad schlägt. Auf dem Bauernhof ihrer Tante verbringt sie die Zeit nicht etwa mit Lesen oder Fernsehen, sondern versucht, auf einem angeketteten Jungstier zu reiten. Es sei eine freie, schöne Kindheit gewesen, erzählt sie. Die Schule schränkt diese Freiheit ein. Ihre Noten sind mittelmäßig bis schlecht. Turnen ist der einzige Gegenstand, dem die Gymnasiastin etwas abgewinnen kann. 'Ich habe meine Eltern oft zur Verzweiflung gebracht.' Das bleibt so, bis sie 17 ist. Um ihr Französisch aufzubessern, unternimmt sie im Sommer 1995 mit Freund/innen eine Sprachreise nach Frankreich, nach Saint-Malo. Es ist ihr erster Urlaub ohne Eltern. In einer Unterrichtspause steht sie mit einer Gruppe auf dem Schulhof, 'blödelt herum', wie sie sagt, stolpert und fällt rücklings durch eine baufällige Glaskuppel mehrere Meter in den darunter liegenden Keller. Sie ist schwer verletzt, wird mehrmals operiert, doch die Folge dieses Sturzes ist eine Querschnittlähmung. Maria Anders erzählt, wie sie sich Schritt für Schritt neu orientieren muss. Erzählt von der liebevollen Hilfe ihrer Eltern, auch ihrer Freund/innen. 'Ich glaube, dass ich dadurch schneller erwachsen geworden bin. Ich habe studiert. Und ich habe Verantwortung für meine Situation übernommen.' Heute berät Maria Anders als klinische Psychologin Krebspatient/innen. (*) Name von der Redaktion verändert 5a Der Historiker Florian Wenninger beobachtet die Flüchtlingskrise 2015 mit wachsender Sorge. Die Frage seines Kindes gibt den Anstoß für eine abenteuerliche Hilfsaktion. Von Isabelle Engels 5b Die 17-jährige Maria reist mit Schulkolleg/innen nach Frankreich. Ein Unfall verändert ihr Leben von Grund auf. Von Eva Roither Teil 5.a: 'Dann wurde mir bewusst, dass ich etwas ändern muss' (Von Ernst Weber)
Guillermo von Breymann und die Vorarlbergerin Manuela Rümmele geben ihr Leben in Europa auf und werden Bauern im Dschungel von Costa Rica. Der aus Costa Rica stammende Guillermo von Breymann hat als Ingenieur gearbeitet. Er hatte etwas erreicht, von dem viele seiner Landsleute nur träumen: Nach einem Technikstudium in den USA bekommt er einen gut bezahlten Job als Testentwickler bei einer großen Autofirma in München. Doch nach 18 Jahren gibt er sein Stadtleben auf. Er zieht mit seiner österreichischen Lebensgefährtin Manuela Rümmele auf eine Finca in Costa Rica. In einem Dschungel auf einem Berghang betreiben die beiden Naturliebhaber eine Permakultur Landwirtschaft, bauen ein paar Gästezimmer und richten ein Tonstudio ein. Einfach ist das Leben in der Abgeschiedenheit nicht: Die Quereinsteiger müssen wochenlangem Regen und orkanartigem Wind trotzen und in mühsamer Arbeit die steilen Hänge bewirtschaften. Ihren Ausstieg bereuen sie nicht.
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Teil 5.b: 'Was ich gar nicht mag, ist im Streit auseinander zu gehen.' (Von Johannes Pucher)
Über drei Wochen lang liegt Elke Pöcksteiner im künstlichen Tiefschlaf. Ursache ist eine Covid-19 Infektion. Mit den Folgen ihrer Erkrankung hat sie monatelang zu kämpfen. Diese Zeit wird ihren Blick auf das Leben nachhaltig verändern. Am vierten Dezember 2020 steht Elke Pöcksteiner in ihrer Küche und ist dabei, Kekse zu backen, als ihr leicht fröstelt. Kaum eine Stunde später verlassen sie unter der Dusche ihre Kräfte. Sie hat 39 Grad Fieber. Am nächsten Morgen bestätigt das Testergebnis die nahe liegende Vermutung: Die 38-Jährige hat sich mit Covid-19 infiziert. Erst als eine engagierte Notärztin den niedrigen Sauerstoffgehalt in Pöcksteiners Blut feststellt, wird ihr der Ernst der Lage bewusst. Im Krankenhaus beginnt ein wochenlanger Kampf um ihr Leben. Elke Pöcksteiner ist eine von rund 75 Covid-19 Infizierten (Wert für den Zeitraum 2020), die auf der Intensivstation behandelt werden müssen. 23 Tage davon befindet sie sich im künstlichen Tiefschlaf. Der wahre Kampf beginnt aber erst nach dem Aufwachen. Aufgrund einer Beatmungssonde kann Pöcksteiner nicht sprechen und aufgrund des Muskelschwundes kann sie sich kaum selbstständig bewegen. Sie erzählt von ihren Erfahrungen im Krankenhaus, wie sie sich im Rehabilitationszentrum für Long-Covid Patient/innen in Weyer zurück ins Leben trainiert hat. Und sie erzählt davon, was sie für sich aus dem Erlebten gelernt hat. Langzeitfolgen blieben ihr erspart, doch es dauerte insgesamt neun Monate bis ihr schließlich der Arzt sagt: 'Eigentlich ist es ein Wunder, aber ihre Lunge sieht jetzt wieder aus wie von einem gesunden Menschen.'
Folge 6.a: 'Dann war es für mich plötzlich klar: Das ist es.' (Von Natasa Konopitzky)
Der Vorarlberger Anton Sutterlüty erzählt, wie er über einen Millionengewinn zu seiner Berufung fand.
In Anton Sutterlütys Leben gab es viele Wendepunkte. Der erste war im Alter von zehn Jahren: er griff auf dem Bauernhof seiner Eltern im Bregenzerwald zum Telefonhörer und meldete sich in einem katholischen Internat an, um Priester zu werden. Der zweite kam zehn Jahre später. Bei einem Spaziergang wurde dem Theologiestudenten klar, dass er seinen Glauben für immer verloren hatte. Er trat aus der Kirche aus, studierte Kunstgeschichte und wurde Kunstvermittler in Wien. Mit Mitte 30 saß er vor dem Fernseher und schaute die Millionenshow. Durch eine spontane Eingebung rief er bei der Millionenshow an und bewarb sich als Kandidat. Ein paar Wochen später saß er gemeinsam mit 30 anderen KandidatInnen im Bus nach Köln, wo die Aufzeichnung der Millionenshow stattfand. Seine Mitstreiter träumten von Schuldenfreiheit, großen Häusern, schnellen Autos und langen Reisen. Anton Sutterlüty hatte keine Pläne. Zehn Millionen Schilling waren eine unvorstellbare Summe für ihn. Mit einem Glücksstein in der Tasche, den er am Vortag gemeinsam mit seinem kleinen Sohn auf dem Spielplatz gefunden hatte, gewann er als Erster in der Geschichte der Millionenshow den Hauptgewinn. Er behielt zunächst seinen Job, versuchte sich als Performer und interessierte sich für eine therapeutische Ausbildung. Schließlich zog es ihn zum Käsemachen und zum Käsehandel. Da hatte er das Gefühl, angekommen zu sein. 'Der Käse hat mich mitgenommen und wir haben eine gemeinsame Reise gestartet, die bis heute anhält'.
Folge 6.b: 'Sie sagte zu mir: Ferdinand, ich begleite dich!' (Von Eva Roither)
Alkoholsucht und Obdachlosigkeit. Der pensionierte Unternehmer Ferdinand Planegger erzählt von seinem langen Weg aus der Abhängigkeit.
'Die Bilder sind alle da. Alle. Ich muss nur die Augen schließen, da beginnen sie, sich zu bewegen.' Bei dieser Bewegung dabei zu sein, ist ein Erlebnis. Ferdinand Planegger, Jahrgang 1946, ist ein Erzähler, der weit ausholt und die Zuhörer/innen mitnimmt zur entscheidenden Wende seines Lebens: Ende der 1970er Jahre ist ert Mitte dreißig, hat keine feste Unterkunft, ist schwerer Alkoholiker und suizidgefährdet. Durch einen Aufkleber wird er auf die Telefonseelsorge aufmerksam. Er beginnt, von der Telefonzelle aus, mit den Beraterinnen zu reden, manchmal dauern die Gespräche stundenlang. Immer wieder werden für ihn Termine beim sozialmedizinischen Dienst ausgemacht, um einen Entzug in die Wege zu leiten. Eineinhalb Jahre lang. Aber er schafft es nicht. 'Ich trau mich nicht, ich schäm mich so', sagt er zu einer der Beraterinnen, bis diese den für ihn entscheidenden Vorschlag macht, ihn zum Arzt zu begleiten. Planeggers zweites Leben beginnt mit dem Alkohol-Entzug und dem Nachholen von Abschlüssen: dem Schulabschluss, dem Facharbeiterbrief, der Meisterprüfung für Fliesenleger. Und mit der Gründung eines Fliesen-Fachbetriebes in Salzburg. Aber damit nicht genug: In der Pension beginnt er zu schreiben.
Mitwirkende:
Eva Mayer
Roman Eichinger
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Schwalbe, Simson und ein Star

Sendetermine: MDR Kultur - Samstag, 21. Mai 2022 09:05, (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Simone Unger
Auch unter dem Titel: Geschosse aus Suhl (Untertitel)
Produktion: MDR 2014, 29 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Matthias Seymer
Ton und Technik: Holger Kliemchen
Regieassistenz: Steffi Mannschatz
Inhaltsangabe: Ihre Markenzeichen: der unverwechselbare Sound eines luftgekühlten Zweitakters und die blaue, stinkende Abgasfahne. Die Kleinmotorräder aus dem Simson-Werk Suhl sind Kult. Ausgestattet mit dem Nötigsten beschleunigt der 50 Kubikzentimeter Motor auf maximal 65 km/h. Doch der Name »Simson« steht nicht nur für Mopeds. »Simson« war ursprünglich eines der erfolgreichsten Familienunternehmen für Jagdwaffen in Suhl. Heute ist das ehemalige Simson Werk in Suhl geschlossen. Für Sammler und Liebhaber steigt der Wert dieser raren Maschinen mit jedem Jahr.
Mitwirkende:
Janin Strahl-Österreich
Thomas Just
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Asta und Frede - Oder: Guten Morgen, Frau Nielsen

Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 21. Mai 2022 12:04, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Lisbeth Jessen
Produktion: DLR/NDR/SWR/WDR 2018, 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Lisbeth Jessen
Ton: Hermann Leppich
Regieassistenz: Beate Becker
Übersetzung: Peter Urban-Halle
Inhaltsangabe: Asta Nielsen, der frühere Star des deutschen Stummfilms, telefoniert stundenlang mit ihrem Verehrer Frede.
Kopenhagen in den 1950er-Jahren. Asta Nielsen, einstmals Star des deutschen Stummfilms, ist in ihre dänische Heimat zurückgekehrt. Allmählich wird es still um sie. Da taucht der vierzigjährige Inhaber eines Ladens für alte Filme und Bücher auf - Frede Schmidt. Frede weiß alles über Asta und ihre Filme und bringt sie in vielen Telefonaten zum Lachen und Erzählen. Aber was hat er im Sinn? Jedenfalls schneidet Frede alle ihre Telefongespräche mit. Mehr als 100 Stunden. Unter anderem erzählt Asta von ihrem Sommerhaus auf Hiddensee, dem angeblich einzigen Ort, an dem sie glücklich war.
Mitwirkende:
Judy Winter
Max Urlacher
Frauke Poolman
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Die Witwe und der Polizist

Sendetermine: BR 2 - Samstag, 21. Mai 2022 13:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Patrizia Schlosser
Auch unter dem Titel: Das Olympia-Attentat und die Frage nach der Schuld (Untertitel)
Produktion: BR 2022, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Alexandra Distler
Ton und Technik: Fabian Zweck
Sound-Design: Dagmar Petrus
Inhaltsangabe: Dies ist das Feature zum achtteiligen Podcast „Himmelfahrtskommando - Mein Vater und das Olympia-Attentat“, der ab 19. Mai in der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt, erscheint.
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Die Jagd - Vier Jahre AFD im Bundestag

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 21. Mai 2022 13:30 Teil 1/5 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 25:00)
Autor(en): Christian Basl
Sebastian Pittelkow
Katja Riedel
Auch unter dem Titel: Wir sind die Neuen (1. Teil)
Ein Schuss ins Knie (2. Teil)
Hetzen verboten! (3. Teil)
Straßenkampf (4. Teil)
Schwere Zeiten (5. Teil)
Produktion: WDR Investigativ/NDR Recherche 2022, 215 Min. (Stereo) - Feature
Schnitt: Sitara Schmitz
Regieassistenz: Felix Eichert
Technik: Olaf Dettinger
Technik: Henning Schmitz
Dramaturgie: Sven Preger
Inhaltsangabe: Im September 2017 schafft es die AFD zum ersten Mal in den Deutschen Bundestag. Noch am Wahlabend hallt Alexander Gauland's „Wir werden sie jagen!“ durch die Republik. Wie gefährlich ist eine Partei am äußersten rechten Rand im Parlament?
Mit seiner Drohung „Wir werden sie jagen!“ meint Alexander Gauland die bereits im Parlament vertretenen Parteien. Und tatsächlich wird der Ton im Hohen Haus rauer. Kann die AFD der Demokratie wirklich schaden? Welche Strategien wendet sie an? Immerhin muss Sie sich nun auch an die Regeln des Hauses halten. Der fünfteilige Podcast „Die Jagd“ begleitet die erste Legislaturperiode der AFD auf Bundesebene. Wie blicken Mitgliedern der AFD-Fraktion auf den parteiinternen Richtungsstreit mit dem „Flügel“, die Beobachtung durch den Verfassungsschutz und ihr eigenes Handeln? Welche Ziele verfolgen sie? Und was haben sie im Bundestag bewirkt?
Mitwirkende:
Andreas Leopold Schadt
Boris Jacoby
Sigrid Burkholder
Mark Oliver Bögel
Volker Lippmann
Torsten Peter Schnick
Ralf Drexler
Kerstin Thielemann
Axel Gottschick
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Sorbas unter Sternen

Sendetermine: ORF Ö1 - Samstag, 21. Mai 2022 14:00, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Wolf Reiser
Produktion: rbb 2018, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Nikolai von Koslowski
Ton: Kaspar Wollheim
Ton: Iris König
Regieassistenz: Felix Lehmann
Dramaturgie: Regine Ahrem
Inhaltsangabe: Jeder wird das Bild vor Augen haben: Anthony Quinns Sirtaki-Tanz am Strand des Mittelmeeres. Die Szene aus dem Film „Alexis Sorbas“ zur Musik des jungen Mikis Theodorakis ist ein Weltkulturerbe in Schwarz-Weiß. Gerade haben Sorbas und sein Schriftstellerfreund buchstäblich alles in den Sand gesetzt – ihre Mühen und Hoffnungen und ihr ganzes Kapital. Aber anstatt zu hadern, erheben sie sich wie zwei Phönixe aus der Asche. Alexis Sorbas` schlichte Aufforderung „Dance!“ steht für die Idee des freien Menschen und seinen Triumph über Scheitern und Resignation. Das Hörspiel erzählt von der wahren Begegnung zwischen dem Schriftsteller Nikos Kazantzakis und dem „echten“ Alexis Sorbas, wie sie sich vor hundert Jahren am Kalogria Stand von Stoupa abgespielt hat.
Mitwirkende:
Vassilis Koukalani
Sebastian Blomberg
Christin König
Nina Weniger
Samuel Weiss
Katharina Zapatka
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Bomben statt Premieren

Sendetermine: RBB Kultur - Samstag, 21. Mai 2022 14:00, (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Inga Lizengevic
Auch unter dem Titel: Wie ukrainische Theaterschaffende den Krieg erleben (Untertitel)
Produktion: rbb 2022, 31 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Inga Lizengevic
Ton: Martin Scholz
Ton: Julius Berger
Regieassistenz: Oliver Martin
Inhaltsangabe: Anastasia und Vadim arbeiten am örtlichen Theater in Mariupol am Azowschen Meer, sie im Ballett, er als Schauspieler. Olga und Dennis sind Schauspieler aus Kyjiw, sie wohnen im ruhigen, grünen Vorort Irpin. Maryna arbeitet als Puppentheater-Regisseurin in Rivne. Sie inszeniert gerade ein Stück für die Allerkleinsten. Mykola studiert Schauspiel in Kyjiw. Er steht kurz vor dem Abschluss und bereitet sich auf das Vorsprechen an Theaterhäusern vor.
Sie alle werden von Russlands Angriff auf ihre Heimat überrascht - so wie über 40 Millionen UkrainerInnen mit ihnen. Das Feature erzählt die Erlebnisse von sechs Theaterschaffenden aus der Ukraine, für die seit dem 24. Februar 2022 nichts mehr ist, wie zuvor.
Mitwirkende:
Robert Frank
Inka Löwendorf
Timo Weisschnur
Nina Weniger
Inga Lizengevic
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Tumor - Rumor - Humor

Sendetermine: BR-Klassik - Samstag, 21. Mai 2022 14:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Bettina Mittelstraß
Auch unter dem Titel: Ein musikalisch-medizinischer Eingriff gegen Krebs (Untertitel)
Produktion: BR 2022, 55 Min. (Stereo) - Feature
Technik: Fabian Zweck
Inhaltsangabe: Über 40 Jahre war Henry Schneider Bratschist im Gewandhausorchester Leipzig. Vor fast 30 Jahren erfand er die Stelzenfestspiele bei Reuth im thüringischen Vogtland und komponierte jedes Jahr mit einer Crew internationaler Topmusiker eine neue "Landmaschinensymphonie" - je ein musikalisch-schräges Intermezzo mit einem Instrumentarium aus Gülle-Orgel bis klingendem Melk-Karussell. Dann der Schock: Henry Schneider ereilte eine Krebsdiagnose. Was den Musiker zunächst schwer erschütterte, inspirierte Henry Schneider im zweiten Schritt. Am Dresdener Standort des Deutschen Krebsforschungszentrums versammelt er nun sein "Stelzen-Team" und gibt gemeinsam mit Profis der Uni-Klinik ein Konzert - Musik mit moderner, KI-gestützter OP-Technologie: Eine Medizinerin spielt mit Sensor-Handschuh ein virtuelles Klavier, ein Operationsroboter zupft die Geige und vieles mehr. Das Konzert ist eine humorvolle und ernste Botschaft zugleich: Es leistet emotionale Unterstützung - durch Menschen, die ihr Leben der Forschung widmen und anderen, die Betroffene durch schwere Zeiten im Krankenhaus lotsen. Was das mit Musik zu tun hat? "Krankenhaus ist wie Landwirtschaft - augenscheinlich ist hier nichts Musik", sagt Henry Schneider. "Aber Musik ist für mich keine Zirkusvorstellung, sondern Konzentration, Ruhe und Hinhören. Und dann ist alles Musik."
Mitwirkende:
Katja Schild
Friedrich Schloffer
Bettina Mittelstraß
Links: Externer Link Homepage von Bettina Mittelstraß
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Versetzung

Sendetermine: BR 2 - Samstag, 21. Mai 2022 15:05, (angekündigte Länge: 83:33)
Autor(en): Thomas Melle
Produktion: NDR 2018, 84 Min. (Stereo) - Bearbeitung Theater
Regie: Christiane Ohaus
Bearbeitung: Christiane Ohaus
Dramaturgie: Susanne Hoffmann
Technische Realisation: Udo Potratz
Technische Realisation: Birgit Gall
Regieassistenz: Lisa Krumme
Inhaltsangabe: Er ist begabt und jung. Klug und engagiert. Seine Schüler mögen ihn, und er mag sie. Seine Pädagogik gründet auf Empathie und Förderung. Der Direktor glaubt an ihn, deshalb soll er ihn beerben, sein direkter Nachfolger werden. Eine steile Karriereoption. Doch seine Freude wird getrübt von Zweifeln. Vor zehn Jahren war er wegen seiner bipolaren Erkrankung in der geschlossenen Psy-chiatrie. Bislang hat er darüber geschwiegen. Er ist erfolgreich eingestellt, die Medikamente bezwingen den Dämon, der in ihm lauert. Aber niemand kann ihm garantieren, dass das so bleiben wird. Als Neider und Konkurrenten ihn zunehmend anfeinden, wird seine Manie getriggert und sein Geheimnis kommt ans Licht. In logischer Folgerichtigkeit rast er in den Abgrund.
Mitwirkende:
Dr. Ronald Rupp Markus Meyer
Kathleen Rupp Marina Galic
Schütz Wolf-Dietrich Sprenger
Inga Römmelt Astrid Meyerfeldt
Falckenstein Michael Wittenborn
Sarah Josefine Israel
Leon Jonas Nay
Manu Cordsen Effi Rabsilber
Lars Mollenhauer Matthias Bundschuh
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Club Kalaschnikow

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 21. Mai 2022 17:04 Teil 1/2, (angekündigte Länge: 54:00)
Autor(en): Polina Daschkowa
Produktion: WDR 2003, 108 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Krimi
Regie: Peter Rothin
Bearbeitung: Peter Rothin
Komponist(en): Henrik Albrecht
Technische Realisation: Ilse Sieweke
Technische Realisation: Elke Tratnik
Regieassistenz: Daniela Wakonigg
Dramaturgie: Angela di Ciriaco-Sussdorff
Übersetzung: Margret Fieseler
Inhaltsangabe: Nach der Ballettpremiere seiner Frau Jekaterina Filippowna Orlowa, genannt Katja, wird der Moskauer Casino- und Nachtclubbesitzer Gleb Kalaschnikow vor seinem Haus erschossen. Wer ist der Mörder? Da Gleb trank, sich gerne mit seinen Mitmenschen anlegte, ein notorischer Schürzenjäger und in allerhand zwielichtige Geschäfte verwickelt war und sein Casino zudem noch von einem Mafiaring kontrolliert wurde, kommen mehrere Verdächtige in Betracht, die alle ein gutes Mordmotiv hatten. So vermutet man zunächst einen Auftragsmord aus dem Umfeld des organisierten Verbrechens. Verdächtig ist auch die sehr junge Stiefmutter Glebs, die Schauspielerin Margarita Krestowskaja, von der Gleb ein Video besaß, das sie in kompromittierender Lage zeigt. Dann jedoch nehmen der Chefermittler Jewgeni Tschernow und sein Kollege Major Kusmenko Olga Guskowa fest, die Geliebte Glebs. Sie konnte nicht ertragen, dass Gleb seine Frau nicht verlassen wollte, doch Katja ist fest von ihrer Unschuld überzeugt. Sie ermittelt nun auf eigene Faust. Von wem erhält sie die anonymen Anrufe, mit denen sie schon lange terrorisiert wird? Da geschieht ein zweiter Mord, und Katja wird brutal überfallen. Kann sie den wahren Mörder überführen?
Mitwirkende:
Katja / Jekaterina F. Orlowa Dörte Lyssewski
Margarita Krestowskaja Anna Thalbach
Olga N. Guskowa Effi Rabsilber
Konstantin I. Kalaschnikow Heinrich Giskes
Gleb Kalaschnikow Götz Argus
Tschernow Torsten Ranft
Kusmenko Bernhard Schütz
Valera Lunjok Sylvester Groth
Sweta Petrowa Jele Brückner
Shannotschka Frauke Poolman
Iwetta Guskowa Marlene Riphahn
Mülleimer-Boris Wolfgang Rüter
Nodar Dotoschwill Thomas Wenzel
Ljalia Rykowa Martina Mank
Taube Heinz Kloss
Mitja 1 Steffen Gräbner
Mitja 2/Junger Mann (Slawik) Mirko Böttcher
Litwinenko, Wassja Gereon Nußbaum
Igor Swanzew/Kellner 2 Vittorio Alfieri
Baschkire 1/Diakon/Kellner 1 Mark Zak
Baschkire 2/Jogger Bert Stevens
Durchruferin/Mascha Katharina Waldau
Switka Doris Plenert
Juri Barinow Josef Tratnik
Ella Antatoljewna Gisela Keiner
Putzfrau Sigrid Bode
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Du sollst nicht… - Wie die 10 Gebote unser Leben bestimmen

Sendetermine: RB 2 - Samstag, 21. Mai 2022 18:00 Teil 4/10, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Jens Becker
Auch unter dem Titel: 6. Gebot: Du sollst nicht ehebrechen (1. Teil)
3. Gebot: Du sollst den Feiertag heiligen (2. Teil)
5. Gebot: Du sollst nicht töten (3. Teil)
2. Gebot: Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen (4. Teil)
1. Gebot: Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir (5. Teil)
9. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus (6. Teil)
10. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat (7. Teil)
4. Gebot: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren (8. Teil)
7. Gebot: Du sollst nicht stehlen (9. Teil)
8. Gebot: Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten (10. Teil)
Produktion: RB 2022, 497 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Wolfgang Seesko
Inhaltsangabe: Die Idee hinter den 10 Geboten ist eigentlich simpel – solange die Menschen sich an diese Regeln halten, werden sie sich nicht die Köpfe einschlagen. Theoretisch. Praktisch verstoßen Menschen allerdings ständig gegen diese Gebote, obwohl sie in unserem Kulturraum allgemein akzeptiert sind. Warum ist das so?
Gemeinsam mit der Kriminalpsychologin Lydia Benecke und der Theologin Margot Käßmann hinterfragt Jens Becker in dieser Podcast-Serie, ob die Gebote noch aktuell sind und trifft Menschen, die zu weit gegangen sind: Mörder, Lügner, Bankräuber. Außerdem trifft er Leute, die bewusst die Gebote in Frage stellen. Zu Wort kommen unter anderem Influencerin Marie Nasemann, Skispringer Sven Hannawald und Sexarbeiterin Salomé Balthus. Als Extra gibt’s in jeder Folge ein kleines Hörspiel: ein berühmter Verstoß gegen die Gebote, der entweder historisch belegt oder durch einen Roman oder Film weltbekannt geworden ist.
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Zwiespalt und Zwiesprache

Sendetermine: DLR - Samstag, 21. Mai 2022 18:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Manuel Gogos
Auch unter dem Titel: Die komplizierte Freundschaft zwischen einer Linksdenkenden und einer Querdenkerin (Untertitel)
Produktion: DLR 2022, 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Giuseppe Maio
Ton und Technik: Oliver Dannert
Ton und Technik: Wolfgang Rixius
Inhaltsangabe: Anfang 2022: Bei seiner Regierungserklärung hat der neue Bundeskanzler Olaf Scholz gesagt, die Gesellschaft sei nicht gespalten. Gleichzeitig radikalisiert sich die Querdenker-Szene, der Verfassungsschutz beobachtet sie, sogenannte „Spaziergangs-Demonstrationen“ werden in ganz Deutschland zu einem Massenphänomen.
Both read the Bible day and night, but thou read black where I read white.“ William Blake.
Auch im privaten Bereich erfahren mittlerweile viele, wie sich die Gräben zwischen Impfgegnern und Befürwortern vertiefen. So auch der Autor: Seine beiden Freundinnen Christine L. und Melanie S. haben sich bei ihrem Sozialpädagogik-Studium kennengelernt, haben gemeinsam ihre Kinder großgezogen. Doch seit zwei Jahren entfremden sich die beiden voneinander: Während Christine zur Bewegung der Querdenker tendiert, alternative Medien liest und fürchtet, mit der Impfpflicht könnte in Deutschland eine Impf-Diktatur entstehen, ist Melanie grundsätzlich von der Sinnhaftigkeit des Impfens und der Funktionsfähigkeit der Demokratie überzeugt. Seither ringen die beiden miteinander, wer recht hat, wessen Weltbild stimmt. Sie munitionieren sich mit Zeitungsartikeln, bombardieren sich gegenseitig mit YouTube-Links und streiten: Leben wir in einer Diktatur oder in einer der besten Demokratien weltweit? Informieren die Medien oder lügen sie? Und welche von den beiden Seiten macht Propaganda? Gleichzeitig wollen sie ihre alte Freundschaft nicht aufgeben. Wo sie etwas gegeneinander aufbauen, reißen sie Mauern auch wieder ein. Sie treffen sich, um sich auszusprechen, gemeinsam zu feiern, wollen wieder neu zueinanderfinden, weiter eine gemeinsame Sprache sprechen. Das Feature zeichnet die Verwerfungen und die Konflikte zwischen den beiden Frauen nach − damit macht es „in a nutshell“ die Zerreißprobe unserer gesamten Gesellschaft hautnah spürbar. Gleichzeitig zeigt die Geschichte dieser komplizierten Freundschaft aber auch den Weg auf, mit dieser Entfremdung umzugehen, den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen. Und immer noch zusammen Karaoke singen zu gehen.
Mitwirkende:
Gerd Daaßen
Manuel Gogos
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Wumme auf Krebsfang

Sendetermine: BR 2 - Samstag, 21. Mai 2022 18:30, (angekündigte Länge: 20:00)
Autor(en): Ernestine Koch
Produktion: BR 1976, 20 Min. (Stereo) -
Regie: Werner Simon
Bearbeitung: Candida Franck
Mitwirkende:
Vater Herbert Bötticher
Wumme Julia Fischer
Erzählerin Christine Ostermayer
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Die Überfahrt

Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 21. Mai 2022 19:04 (entfällt) , (angekündigte Länge: 53:00)
Autor(en): Alice Munro
Produktion: MDR/NDR 2015, 53 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Irene Schuck
Bearbeitung: Irene Schuck
Ton: Holger König
Ton: Christian Grund
Dramaturgie: Susanne Hoffmann
Dramaturgie: Thomas Fritz
Übersetzung: Heidi Zerning
Inhaltsangabe: Die Erzählerin auf der Suche nach ihren Vorfahren: Am 4. Juni 1818 gehen im Hafen von Leith drei Generationen der Familie Laidlaw an Bord eines Schiffes, das sie aus Schottland in die Neue Welt bringen wird. Vor Jahren ist James junior, der dritte der Brüder, nach Nova Scotia ausgewandert, und jetzt folgen sie ihm nach an die kanadische Atlantikküste, um sich dort anzusiedeln. Und während sie noch ihr altes Leben verabschieden, hat, umgeben von Wasser, das neue bereits begonnen.
Mitwirkende:
Erzählerin Hedi Kriegeskotte
Nettie Anna Drexler
James, der Alte Christian Grashof
Mary Meike Droste
Walter Jonas Minthe
Andrew Felix Goeser
Agnes Judith Rosmair
Nettie Anna Drexler
Mr.Carbert Sylvester Groth
Mr. Suter Falk Rockstroh
Offizier Thomas Just
Matrose Martin Reik
Frau 1 Susanne Bard
Frau 2 Nicoline Schubert
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Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 21. Mai 2022 19:04 Teil 2/6, (angekündigte Länge: 40:00)
Autor(en): Michael Ende
Auch unter dem Titel: Ein folgenreicher Entschluss (1. Teil)
In der Hand der Bonzen (2. Teil)
Gefahr im Tal der Dämmerung (3. Teil)
Die Drachenstadt im Land der Tausend Vulkane (4. Teil)
Kummerland, Alte Straße 133 (5. Teil)
Die schwimmende Insel (6. Teil)
Produktion: WDR 2009, 247 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Kinderhörspiel
Regie: Petra Feldhoff
Bearbeitung: Ulla Illerhaus
Komponist(en): Mike Herting
Regieassistenz: Philine Velhagen
Technische Realisation: Günther Kaspar
Geräusche: Wilmont Schulze
Dramaturgie: Ulla Illerhaus
Inhaltsangabe: Jim Knopf kommt als Baby in einem geheimnisvollen Paket auf der winzig kleinen Insel Lummerland an. Als der Junge heranwächst, fasst König Alfons der Viertel vor Zwölfte schweren Herzens den Beschluss, dass Emma, die Insel-Eisenbahn, von Lukas, dem Lokomotivführer, abgeschafft werden muss. So sehr hängt Lukas an seiner alten Lok, dass er lieber die Insel verlässt, als sich von ihr zu trennen. Aber so sehr hängt Jim an seinem Freund Lukas und auch an Emma, dass er sich nicht davon abhalten lässt, mit den beiden auf die Reise ins Ungewisse zu gehen...

Zusammen mit Lukas und Emma hat Jim Knopf die kleine Insel Lummerland verlassen. Auf der Suche nach einer neuen Heimat stechen sie mit der zu einem Schiff umgebauten Emma in See, und segeln bis nach China. Dort gewinnen sie die Freundschaft des chinesischen Kaisers. Sie erfahren, dass die Prinzessin Lizzy entführt wurde, und beschließen sogleich, das kleine Mädchen zu befreien. Eine kleine Flaschenpost von ihr weist den beiden die richtige Richtung, und so machen sie sich auf den Weg bis ans Ende der Welt, und ohne zu wissen, ob sie von dort jemals wiederkehren werden...

Jim Knopf, Lukas der Lokomotivführer und die dicke Emma haben den Drachen Mahlzahn besiegt und die Kinder befreit. Zur Belohnung darf sich Jim Knopf mit der Prinzessin von China verloben, und Emma erhält einen Orden. Zum Glück haben Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer den Drachen Mahlzahn nicht getötet, sondern mit nach China genommen. Jetzt liegt der alte Drache im Elefantenhaus, und Seltsames geht mit ihm vor. Da die beiden Freunde mit Emma zurück nach Lummerland möchten, die Insel aber nicht groß genug ist, um alle drei wieder aufzunehmen, fragen sie den Drachen, um Rat. Und tatsächlich: Er schickt sie voller Hoffnung aufs Meer hinaus...
Mitwirkende:
Erzähler Ulrich Noethen
Lukas Jörg Schüttauf
Jim Knopf Dante Selke
Emma Frank Köllges
König Alfons Michael Brandner
Herr Ärmel Wilfried Hochholdinger
Frau Waas Manon Strache
Prinzessin Li Si Mariann Schneider
Herr Tur Tur Ernst-August Schepmann
Nepomuk Steffen Scheumann
Frau Mahlzahn Henriette Thimig
Kaiser Michael Habeck
Ping Pong Laura Maire
Kapitän Wolfgang Völz
Briefträger Matthias Haase
Oberbonze Peer Augustinski
Bonze Hans Holzbecher
Bonze Heinrich Giskes
Piratenhauptmann Oliver Stritzel
Pirat Thomas Balou Martin
Pirat Hanns Jörg Krumpholz
Pirat Fabian Gerhard
Pirat Karsten Dahlem
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Der Verbrecher aus verlorener Ehre

Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 21. Mai 2022 19:04, (angekündigte Länge: 56:00)
Autor(en): Friedrich Schiller
Produktion: NDR 2009, 50 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Harald Krewer
Bearbeitung: Harald Krewer
Komponist(en): Christian Mevs
Technische Realisation: Rudolf Grosser
Technische Realisation: Ole Halver
Technische Realisation: Christian Mevs
Regieassistenz: Ilka Bartels
Dramaturgie: Henning Rademacher
Inhaltsangabe: Der körperlich unansehnliche Gastwirtssohn Christian Wolf, ein Halbwaise, wird, um seiner Geliebten Geschenke machen zu können, zum Wilddieb. Er wird verurteilt, kann sich freikaufen. Er wildert erneut und wird zu drei Jahren Festungshaft verurteilt. Freigelassen, erschießt er auf der Jagd aus Eifersucht seinen verhassten Rivalen. Er bereut die Tat sofort. Auf den gesuchten Mörder wird ein Kopfgeld ausgesetzt. Wolf schließt sich einer Gruppe von Räubern an, von der er sich bald wieder abwendet. Als er die Grenze übertritt, um sich als gemeiner Soldat anwerben zu lassen, wird er aufgegriffen und nach einem Geständnis zum Tode verurteilt. Die in der ersten Fassung noch "Verbrecher aus Infamie" genannte Erzählung entstand 1785. Friedrich Schiller hatte darin eine wahre Begebenheit - das Leben des Sonnenwirtes aus Ebersbach in Württemberg und dessen Hinrichtung 1760 - aufgegriffen. Ihn beschäftigte die bis heute heiß umstritten diskutierte Frage: Wie wird aus einem einfachen Menschen ein Verbrecher und Mörder? Sind dessen Anlagen verantwortlich oder eine gnadenlose Justiz und eine unbarmherzige Gesellschaft?
Mitwirkende:
Sebastian Blomberg
Wolfram Koch
Ronald Kukulies
Ulrich Gebauer
Christoph Bantzer
Violoncello Sonja Lena Schmid
Percussion Roman Vehlken
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Die Phantome des Hutmachers

Sendetermine: SWR 2 - Samstag, 21. Mai 2022 19:05 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Georges Simenon
Auch unter dem Titel: les fantomes du chapelier (Originaltitel)
Produktion: NDR 2020, 59 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Janine Lüttmann
Bearbeitung: Janine Lüttmann
Komponist(en): Andreas Bick
Technische Realisation: Christian Alpen
Technische Realisation: Sabine Kaufmann
Regieassistenz: Simon Hastreiter
Dramaturgie: Susanne Hoffmann
Übersetzung: Eugen Helmlé
Inhaltsangabe: La Rochelle im Spätherbst. Es regnet schon seit drei Wochen. Die Stadt ist abends nahezu verwaist, denn ein Mörder geht um, der alte Frauen bestialisch erwürgt. Der Polizei fehlt bislang jeder Anhaltspunkt. Nur der Schneider Kachoudas, ein armer Migrant, kommt dem Mörder zufällig auf die Schliche. Wird er den vermögenden, angesehenen Mann verraten? Würde man ihm glauben? Zwischen dem Mörder und seinem unfreiwilligen Mitwisser entspinnt sich eine bemerkenswerte Beziehung. Derweil geht das Morden weiter. Ein beklemmendes, raffiniertes Psychogramm und DER Klassiker der Non-Maigrets von Georges Simenon.
Mitwirkende:
Erzähler Burghart Klaußner
Léon Labbé Wolfgang Pregler
Kachoudas Martin Seifert
Louise Chapus Effi Rabsilber
Jeantet Tino Mewes
Péjac Alexander Radszun
Mathilde Labbé Marion Breckwoldt
Julian Greis
Josefine Israel
Friedhelm Ptok
Theresa Berlage
Katja Brügger
Lientje Fischhold
Kai Hufnagel
Marie Löcker
Markus John
Maximilian Scheidt
Marion Gretchen Schmitz
Jürgen Uter
Tilo Werner
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Die Hand ist ein einsamer Jäger

Sendetermine: SRF 2 - Samstag, 21. Mai 2022 20:00, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Katja Brunner
Produktion: DLR 2021, 64 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Ivna Žic
Katja Brunner
Komponist(en): Matija Schellander
Ton und Technik: Martin Eichberg
Ton und Technik: Susanne Beyer
Dramaturgie: Johann Mittmann
Dramaturgie: Julia Gabel
Sound-Design: Martin Eichberg
Inhaltsangabe: Ein Hörstück über „Frauenkörper“ oder weiblich identifizierte Existenzen als Projektionsflächen und Kampfplätze. In enge Räume und Kleider gezwängt legen sie Zeugnis ab von Sprachlosigkeit und Rebellion. Ein feministisches Manifest für Solidarität.
Prinzessin Selda, pixelgewordene Phantasieoberfläche, rekelt sich willenlos auf dem Bildschirm. Das Hungermädchen wartet auf das Verschwinden und ein anderes auf seine Mutter, die entschieden hat, das Haus nie wieder zu verlassen. Eine selbsternannte Rebellin probiert die Masken der Weiblichkeit, während sich eine andere fragt, wem eigentlich diese Hand da gehört, die sich mit ihrem Bein befasst. Dabei dröhnt der Chor der Bulimiker:innen durch die Textflächen. Das Hörstück legt Zeugnis ab von Unzulänglichkeiten und Verletzungen, vom Aufgeben und dem Rückzug in die Sprachlosigkeit. Gleichzeitig ist der Text ein drängender poetischer Appell für Solidarität jenseits typisierender Vereinheitlichungen: eine vielstimmige Kampfansage an Deutungshoheiten und Weiblichkeitsideale. Die oft schmerzvolle Lebendigkeit weiblicher Verkörperungen ergreift das Wort.
Mitwirkende:
Carolin Conrad
Laura Naumann
Lisa-Katrina Mayer
Thiemo Strutzenberger
Katja Brunner
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Ocean World

Sendetermine: DLF - Samstag, 21. Mai 2022 20:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Wittmann
zeitblom
Produktion: DLF/NDR/Oceans21 2021, 53 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Wittmann
zeitblom
Komponist(en): zeitblom
Dramaturgie: Sabine Küchler
Ton und Technik: Boris Wilsdorf
Regieassistenz: Magdalena Schnitzler
Inhaltsangabe: Atmosphäre, Biosphäre, globale Vernetzung, ökologischer und ökonomischer Austausch. Die Welt von heute konnte nur durch und über die Ozeane entstehen. Die Reisen des Kolumbus bedeuteten nicht die Entdeckung, sondern die Schaffung einer neuen Welt. Seit nunmehr 500 Jahren sind Kollision und Chaos infolge ständiger Kontakte der weltweite Normalzustand. Von Francis Bacons New Atlantis bis zur Exobiologie, vom Abyss bis zu Thomas Cooks System, von Moby Dick bis zum Black Atlantic fokussieren wittmann/zeitblom das Spannungsverhältnis Ozean-Mensch und lassen es zwischen Naturgeräuschen und elektronischer Klangsynthese oszillieren.
Mitwirkende:
Leslie Malton
Trystan Pütter
Alice Dwyer
Christian Wittmann
Klavier/Orgel Maria Goja
Bass/Elektronik zeitblom
Gesang Maria Goja
Gesang Christian Wittmann
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Fünf Wörter aus dem Main

Sendetermine: HR 2 - Samstag, 21. Mai 2022 23:00 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Wingel Mendoza
Produktion: hr 2022, 41 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Inhaltsangabe: Das Hörstück "Fünf Wörter aus dem Main" des in Bischofsheim lebenden, mexikanischen Komponisten Wingel Mendoza (*1982) erzählt eine Reise entlang verschiedener Orte an den Ufern des Mains: von der Frankfurter Altstadt bis zur Mainspitze, wo der Fluss in den Rhein fließt.
Unterschiedlichste Geschichten rund um den Main weiß das Hörstück zu berichten: Da ertönt zum Beispiel ein Klavier, mit sehr langsamen Klängen, die aus dem Innenleben des Flusses hervorscheinen. Es handelt sich hierbei um eine extreme Augmentation von Fragmenten aus der 1. Klaviersonate von Paul Hindemith, zu der er sich durch das Gedicht "Der Main" von Friedrich Hölderlin hat inspirieren lassen. Das Poem entstand um 1800, die Klaviersonate, die im Zusatztitel "Der Main" heißt, 1936 begonnen in der noch jungen türkischen Hauptstadt Ankara, fertiggestellt in Berlin. In Mendozas Hörstück fließt Hindemiths Main gegen die natürliche Strömung des Flusses und vitalisiert die Ohren.
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Ulysses

Sendetermine: SWR 2 - Samstag, 21. Mai 2022 23:03 Teil 1/18
Autor(en): James Joyce
Auch unter dem Titel: Telemachos (1. Teil)
Nestor (2. Teil)
Proteus (3. Teil)
Kalypso (4. Teil)
Lotophagen (5. Teil)
Hades (6. Teil)
Aiolos (7. Teil)
Laistrygonen (8. Teil)
Skylla und Charybdis (9. Teil)
Irrfelsen (10. Teil)
Sirenen (11. Teil)
Kyklop (12. Teil)
Nausikaa (13. Teil)
Die Rinder des Sonnengottes (14. Teil)
Kirke (15. Teil)
Eumaios (16. Teil)
Ithaka (17. Teil)
Penelope (18. Teil)
Produktion: SWR/DLF 2012, 1380 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Komponist(en): Klaus Buhlert
Übersetzung: Hans Wollschläger
Inhaltsangabe: Mit dem ersten Kapitel, "Telemachos" genannt, beginnt die auf 18 Teile und 22 Stunden angelegte Hörspielfassung des Romans "Ulysses" von James Joyce. Zwei Folgen weisen vorab auf das Projekt. Der Roman, vor 90 Jahren 1922 in der Pariser Buchhandlung Shakespeare & Company von Sylvia Beach erschienen und mittlerweile als Ikone der literarischen Moderne verehrt, erzählt in 18 Abschnitten vom 16. Juni 1904. Von acht Uhr morgens bis weit nach Mitternacht ersteht das Porträt Dublins mit seinen Orten und Menschen. Protagonisten sind der jüdische Annoncenaquisiteur Leopold Bloom mit seiner untreuen Ehefrau Molly und der junge Schriftsteller Stephen Dedalus. Das erste Kapitel beginnt um acht Uhr: Der unter chronischem Geldmangel leidende Stephen frühstückt mit Mulligan, dem Medizinstudenten, und Haines, dem Engländer, auf dem Mortello-Tower an der Küste der Dublin Bay. Der Tag, der ihn mit seinem späteren Vater im Geiste, Leopold Bloom, zusammenführt, beginnt.
Expertenkommentar: Für den Bloomsday 2012 mussten einige Teile der insgesamt ca. 24-stündigen Produktion gekürzt werden. An den Abenden vom 27. bis 30.12.2012 und in den ersten beiden Januarwochen 2013 wiederholt SWR 2 dieses Großprojekt in Einzelfolgen im Director?s Cut, also immer in der originalen Länge.
Mitwirkende:
Erzähler Manfred Zapatka
Leopold Bloom, Bootsmann Dietmar Bär
Stephen Dedalus Jens Harzer
Marion »Molly« Bloom Birgit Minichmayr
Erzählerin, Mina Kennedy, Bella/Bello Cohen, Chorus, Jargon der Straße Corinna Harfouch
Erzähler, Garret Deasy, Alter Mann, J.J. O?Molloy Jürgen Holtz
Erzähler, Hundebesitzer, Moses Dlugacz, Viehtreiber, Gast, Erster Wachmann, Gemeiner Compton, Wache, Matrose Thomas Thieme
Joe Hynes Josef Bierbichler
Buck Mulligan, Erzähler, Elias, Philip Beaufoy, Gesang Werner Wölbern
Simon Dedalus Ernst Stötzner
Erzähler Englisch, Gesang Graham F. Valentine
Gerty MacDowell Anna Thalbach
Blazes Boylan, Tom Kernan, Mr. O?Madden Burke, John Wyse Nolan, Chorus, Jargon der Straße Wolfram Koch
Larry O?Rourke, Martin Cunningham, Lenehan, Kellner, Chorus, Jargon der Straße, Der Ausrufer, Kriminalrichter, John Corley Milan Peschel
Zoe Higgins, Mrs. Talboys Natali Seelig
Miss Lydia Douce, Cissy Caffrey, Stimme Jacqueline Macaulay
John Henry Menton, Professor MacHugh, John Eglinton, Richie Goulding Felix von Manteuffel
C. P. M?Coy, Mr. Sweny, Pater John Conmee, Pater, Bote, Monks, Pater Hugh C. Love, Pater Bob Cowley, Jimmy Henry, Blinder, Priester, Paddy Dignam, Alexander J. Dowie, Denis J. Maginni Stefan Wilkening
Josie Breen, Miss Dunne Bibiana Beglau
Kitty Ricketts, Mrs. Bellingham, Chor Eva Gosciejewicz
Milchfrau, Eisfrau, Marktfrau, Chorus, Jargon der Straße, Kupplerin, Mutter Margit Bendokat
Mr. Hornblower, Red Murray, Mr. Lyster, Diener, Nosey Flynn, Hausknecht Lars Rudolph
Haines, Bantam Lyons, Mr. Nannetti, George Russell, Vincent Lynch Hans Werner Meyer
Schaffner, Myles Crawford, Konstabler, Auktionator, Ben Dollard, Chorus Michael Lucke
Erzähler, Junger Mann Rufus Beck
Florry Talbot, Chor, Mrs. Barry Judith Hofmann
John O?Connell, Davy Byrne, Corny Kelleher, Seemann Peter Kurth
Jack Power, Tom Rochford Hendrik Arnst
Ned Lambert Maximilian von Pufendorf
Boody Dedalus, Mädchen Mira Partecke
Maggy Dedalus, Dilly Dedalus Mandy Rudski
Almidano Artifoni, Italienische Seemänner Alberto Fortuzzi
Cyril Sargent, Fiestrutte, Gesang, Zeitungsjunge Lyonel Holländer
Cochrane Anatol Aljinovic
Armstrong, Zeitungsjunge, Gesang Leonhard Burkhardt
Comyn Michel Stieblich
Talbot Franz Jährling
Arbeiter Klaus Buhlert
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Die Vermessung der inneren Welt

Sendetermine: DLR - Samstag, 21. Mai 2022 00:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 170:00)
DLF - Samstag, 21. Mai 2022 23:05, (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Sven Rücker
Auch unter dem Titel: Eine Lange Nacht vom Alleinsein (Untertitel)
Produktion: DLR/DLF 2022, 164 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Stefan Hilsbecher
Klaus-Michael Klingsporn
Technik: Hermann Leppich
Technik: Ralf Perz
Technik: Christoph Richter
Inhaltsangabe: Das Alleinsein ist uns allen wohlvertraut und dennoch ein schillerndes Phänomen. Einige leiden darunter, andere suchen es. Für einige ist klar, dass wir erst dann unser wahres Gesicht zeigen, wenn wir allein sind, andere dagegen glauben, dauerhaftes Alleinsein führe zum Zerfall der Persönlichkeit. Es erscheint wahlweise verdächtig und asozial oder aber als Möglichkeit der inneren Einkehr, als Bedingung von Selbstreflektion. Das Alleinsein kann als Zwangsmaßnahme oder Folter gebraucht werden, wie im Falle der Isolationshaft, es kann sich aber auch beinahe in ein Luxusphänomen verwandeln, das der Entspannung und dem Stressabbau dient. Lohn oder Strafe, Lob oder Tadel – bei wenigen Dingen gehen die Meinungen so weit auseinander wie beim Alleinsein. Woher stammen diese unterschiedlichen Auffassungen? Von den Eremiten in der Wüste zu den Singles in der modernen Großstadt, von der Askese zur Wellness erzählt die „Lange Nacht“ die Geschichte des Alleinseins. Sie lässt die großen Solo-Künstler ebenso zu Wort kommen wie sie sich auf die Spur der kleinen Fluchten begibt. Eines wird klar: Was das Alleinsein aus uns macht, hängt wesentlich davon ab, was wir aus dem Alleinsein machen.
Mitwirkende:
Burghart Klaußner
Berhard Schütz
Stefan Kaminski
Cornelia Schönwald
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