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Neues Programmschema beim RBB Kultur

Das Freitagshörspiel wird jetzt nicht mehr im 22:04 Uhr gesendet sondern um 19:00 Uhr. Ebenfalls wurde das Feature von Mittwoch 22:04 Uhr auf 19:00 Uhr verlegt.

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Nicht zu früh an die Kamera denken! - Eine Lange Nacht über Stanley Kubrick

Sendetermine: DLR - Samstag, 4. Dez 2021 00:05, (angekündigte Länge: 170:00)
DLF - Samstag, 4. Dez 2021 23:05, (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Rainer Praetorius
Produktion: DLF/DLR 2019, 166 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Fabian von Freier
Ton und Technik: Ralf Felder
Ton und Technik: Thomas Widdig
Ton und Technik: Gunther Rose
Inhaltsangabe: „Ich habe Angst, Dave!“, „Das hier bin ich, Alex, und meine drei Droogs.“ Zwei Sätze – und schon startet in vielen Köpfen das Kino des Regisseurs Stanley Kubrick. Der erste Satz stammt von einem Computer, der um sein Leben fürchtet. Die andere zitierte Filmfigur ist ein jugendlicher Schläger, der erst Täter und dann Opfer wird. Doch es ist nicht in erster Linie die menschliche Sprache, die Kubrick's Kinowelt ausmacht. Kaum einem anderen Regisseur ist es so gelungen, Bild und Musik zu einer vollständigen Einheit zu verschmelzen. Kubricks Perfektionismus ist berühmt-berüchtigt. Viele hielten dieses Streben nach Vollkommenheit für überzogen. Kubrick- Fans sind dem Regisseur von Filmen wie ‚2001 Odyssee im Weltraum‘, ‚Uhrwerk Orange‘ und ‚Shining‘ bis heute dankbar, dass er nicht davor zurückschreckte, ein Filmhandwerk zu praktizieren, das so konsequent gründlich war. In der griechischen Mythologie schwang sich Ikarus mit Hilfe einer Flügelkonstruktion aus Vogelfedern in den Himmel. Die Federn waren durch Wachs verbunden. Als er immer höher stieg und der Sonne zu nahe kam, schmolz das Wachs. Ikarus stürzte ab. "Versuche nicht, zu hoch zu fliegen!" lautet die gängige Moral dieser Geschichte. Zwei Jahre vor seinem Tod zog Stanley Kubrick eine ganz andere Erkenntnis aus dem alten Mythos. In einer letzten öffentlichen Video-Ansprache erklärte er: "Vergesst Wachs und Federn. Baut bessere Flügel! ".“
Mitwirkende:
Vokler Risch
Hüseyin Michael Cirpici
Robert Dölle
Walter Gontermann
Carlos Lobo
Henning Freiberg
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Karat - Zum zehnjährigen Bestehen

Sendetermine: DLR - Samstag, 4. Dez 2021 05:05 Teil 3/3, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Jürgen Balitzki
Lutz Bertram
Produktion: DT64 1985, ca. 170 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: DT64 war seit 1964 das Jugendprogramm des DDR-Rundfunks und von 1986 bis Mai 1993 ein eigenständiger Sender.
In der dritten Folge der Karat-Sendung zum zehnjährigen Bestehen geht es um ihren Erfolg im Ausland, denn die DDR-Band war international sehr erfolgreich, sowohl im Westen als auch im Osten. Drei Jahre zuvor hatte sie die dritte LP „Der blaue Planet“ veröffentlicht, die zeitgleich in beiden Teilen Deutschlands erschien und ihr vermutlich größter Erfolg war. Kurz nach der Sendung bei DT64 stand eine Tour nach Kuba an, für die Karat extra einen kubanischen Song komponiert hatte. Darüber sprechen die Band-Mitglieder mit den Musikredakteuren Jürgen Balitzki und Lutz Bertram Doch es geht nicht nur um Erfolge, sondern auch darum, inwieweit die Erlebnisse im Westen ihre Musik prägen und ob die negative Kritik auf ihr viertes Album sie mutlos macht. Letzteres verneinen sie, und sagten schon damals, sie würden gar nicht darüber nachdenken, ob sie irgendwann nicht mehr zusammenspielen wollen.
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Wir ziehen ins Kloster - Die christliche Lebensgemeinschaft im "Glockenhof" Weimar

Sendetermine: MDR Kultur - Samstag, 4. Dez 2021 09:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Sabine Frank
Produktion: MDR 2021, 30 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Ulf Köhler
Ton und Schnitt: Holger König
Regieassistenz: Dagmar Palowski
Inhaltsangabe: Im November 2020 sind Nicolaus und Ursula Huhn aus ihrem Haus in Schlöben ausgezogen, um im ehemaligen Karmelkloster Weimar-Schönberg eine christliche Lebensgemeinschaft zu gründen. Er ist Katholik aus Hessen, sie eine thüringische Protestantin. Sie ist Ärztin und er gelernter Tischler, Energieberater, Umwelt- und vor allem Friedensaktivist. Ihre vier Kinder sind aus dem Haus. Jetzt sind sie beide um die 60 und wollen noch einmal einen neuen Lebensabschnitt wagen. Und sie wollen als Christen sichtbar und für Andere da sein. Es ist ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Das erste durchaus turbulente Jahr im "Glockenhof" Weimar liegt hinter ihnen.
Mitwirkende:
Franke Anne Karl
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Babys für die Welt - Das Geschäft mit ukrainischen Leihmüttern

Sendetermine: ORF Ö1 - Samstag, 4. Dez 2021 09:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Inga Lizengevic
Produktion: DLF/SWR/ORF 2021, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Inga Lizengevic
Ton und Technik: Wolfgang Rixius
Ton und Technik: Thomas Widdig
Inhaltsangabe: Der Vater hat ein Mädchen bestellt. Als klar wird, dass das Kind ein Junge wird, drängt man sie zur Abtreibung. Es habe einen Gendefekt, sagt man ihr. Dabei waren die Tests unauffällig. Der Fötus entwickelt sich völlig normal. Babyglück zum Schnäppchenpreis – ab 39.900 Euro, mit Geld-zurück-Garantie. Die Ukraine hat sich zur Low-Budget-Babyfabrik entwickelt und lockt Paare mit unerfülltem Kinderwunsch aus aller Welt. „Erfolgsgarantie. Unbegrenzte Anzahl der Versuche. Bei negativem Ergebnis das ganze Geld zurück.“ – Ukrainische Babyfabriken werben für ihr Rundum-Sorglos-Paket aus menschlicher Eizelle, Befruchtung und Leihmutter. Doch hinter der fröhlichen rosa und blau gefärbten Werbung verbirgt sich ein gnadenloses Geschäft. Mit allen Mitteln der Reproduktionsmedizin und oft in einer rechtlichen Grauzone werden Kinder geliefert wie bestellt. Dass etwas schiefgeht, ist nicht vorgesehen. Zurück bleiben frühgeborene, behinderte Kinder und entmündigte Frauen, für die der Traum vom großen Geld zum Alptraum wird.
Mitwirkende:
Lisa Bihl
Sigrid Burkholder
Jochen Langner
Thomas Balou Martin
Claudia Mischke
Svenja Wasser
Inga Lizengevic
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Auf der Suche nach dem verlorenen Werk - Der Mythos Ludwig Hohl

Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 4. Dez 2021 12:04, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Janko Hanushevsky
Produktion: ORF/WDR 2021, 54 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Janko Hanushevsky
Komponist(en): Janko Hanushevsky
Technische Realisation: Barbara Göbel
Inhaltsangabe: Erst am Ende seines Lebens erhält Ludwig Hohl (1904-1980) literarische Anerkennung. Der Suhrkamp-Verlag bringt eine Neuauflage seines Werks heraus, u.a. sein knapp 1000-seitiges Magnum Opus 'Die Notizen': ein Konvolut mit einander korrespondierender Fragmente. Eine breite Wahrnehmung bleibt dem Werk des Schweizer Dichter-Philosophen aber bis heute verwehrt.
Dabei ist sein Denken in Fragmenten, entlang der Zwischenräume und Ränder des Bewusstseins, entwickelt in den Zwanziger- und Dreißigerjahren während einer Phase nomadischer Heimatlosigkeit, von erstaunlicher Modernität. Der junge Hohl flieht aus der Enge der Schweiz zunächst nach Paris, weiter in die Alpen, nach Marseille, Wien und schließlich nach Den Haag. Seine ganz eigene Denk- und Schreibform entspringt dieser Ruhelosigkeit, dieser Zerrissenheit. Als er aus finanzieller Not 1937 in die Schweiz zurückkehrt, trägt er im Gepäck sein fast vollendetes Werk: tausend Seiten 'Notizen'.
Zurück in der Schweiz hat Hohl sich selbst nach und nach zu einem Mythos stilisiert. Ein Vierteljahrhundert hat er in Genf in einem Kellerloch gelebt, zwischen Wäscheleinen, die kreuz und quer durch den Raum liefen, vollgehängt mit seinem literarisch-philosophischen Zettelwerk. Er hat sein armseliges Dasein zelebriert, inszeniert und das Seinige zur Legendenbildung um den wunderlichen Solitär beigetragen.
Mitwirkende:
Stefko Hanushevsky
Matthias Ponnier
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Beste Freunde? Oder warum Donald Trump keinen Hund hat

Sendetermine: BR 2 - Samstag, 4. Dez 2021 13:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Nora Bauer
Produktion: BR 2021, 51 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Nora Bauer
Ton und Technik: Eva Pöpplein
Inhaltsangabe: Ist ihr Hund für sie der beste Freund? Lassen sie uns die Fragen einmal umdrehen: Sieht ihr Hund auch in ihnen einen guten Freund? Hätte er sich freiwillig für sie als Frauchen oder Herrchen entschieden? Das radioFeature geht einer der ältesten Beziehungen der Menschheitsgeschichte auf den Grund.
Mitwirkende:
Anjorka Strechel
Jonas Baeck
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Blackout - Das Mädchen auf dem Foto

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 4. Dez 2021 13:30 Teil 2/5 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Anne Pilegaard Petersen
Sara Bjelke Refsbech
Auch unter dem Titel: Die Nacht (1. Teil)
Warum haben wir darüber Witze gemacht ? (2. Teil)
Der Prozess (3. Teil)
Die Rede (4. Teil)
Meine Erzählung (5. Teil)
Produktion: Danmarks Radio/WDR 2021, 140 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Martin Zylka
Technische Realisation: Olaf Dettinger
Regieassistenz: Eva Solloch
Übersetzung: Peter Urban-Halle
Inhaltsangabe: Eine Party mit zu viel Alkohol. Sex, an den sich die 16 jährige Sara nur noch bruchstückhaft erinnert, und am nächsten Morgen ein Foto im Netz. Wochen später wird Cybermobbing ihr Leben dramatisch verändern.
2014 feiert Sara eine große Silvesterparty bei der sie sich blindlings betrinkt . Später sind die Erinnerungen an den Abend nur noch schemenhaft. In dieser Nacht haben zwei junge Männer Sex mit Sara. Einer von ihnen machte ein Foto mit seinem Mobiltelefon und teilt es im Netz.
Zunächst versucht Sara, darüber zu lachen; und auch die ersten Reaktionen ihrer Mitschüler sind eher amüsiert. Doch dann, als das Foto immer weitere Kreise zieht, wird Sara plötzlich geächtet und als Hure beschimpft – und verschwindet mehr und mehr in einem schwarzen Loch aus Ekel und Selbsthass.
Sie schaltet ihre Eltern und die Polizei ein, was zu einem der ersten Prozesse über das Teilen von Bildern ohne Zustimmung in Dänemark führt. 2019, fünf Jahre später, spürt Sara noch immer die psychische Narben. Um sich selbst und das, was in dieser Nacht und in den Monaten danach geschah, besser zu verstehen, beschließt sie, ihre Geschichte in einer Podcast-Serie zu verarbeiten.
Blackout - Die Nacht (1/5)
Die erste Party in der Oberstufe – es sollte ein unvergessliches Fest werden. Jahre später versucht Sara die Puzzleteile dieser Nacht zusammen zu bekommen. Feiern, Trinken, Sex mit zwei Jungs - oder doch eher zwei Jungs, die mit ihr Sex haben? und eben : Das Foto
Blackout - Warum haben wir darüber Witze gemacht - (2/5)
Das Foto zieht immer weitere Kreise; nicht nur unter Mitschüler:innen. Sara fühlt sich gemoppt und beschämt . Und fällt in ein schwarzes Loch, weil sie mit Niemanden über ihre Empfindungen reden kann. Im Rückblick versucht sie mit ihren damaligen Freundinnen zu klären, warum alle- sie selbst eingeschlossen – lieber über „den flotten Dreier“ gewitzelt haben, als nachzuspüren, was da ok war, und was nicht.
Blackout - Der Prozess (3/5)
Sara wird auf der Straße als Hure beschimpft – und rastet aus. Schließlich berichtet sie ihrer Mutter von den Anfeindungen und Selbstzweifeln, die ihr das Leben über Monate zur Hölle gemacht haben. Mit Unterstützung ihrer Eltern strengt sie einen Prozess gegen den Jungen an, der das intime Bild gemacht und im Netzt geteilt hatte.
Blackout - Die Rede (4/5)
Nur weg von der Schule, raus aus einer Umgebung in der es ein vor – und ein nach dem Foto gab. Auf dem College trifft Sara auf neue Freundinnen, die ebenfalls übergriffige Erfahrungen gemacht haben. Andererseits begreift sie, dass es zu einfach wäre, sich als bloßes Opfer eines doppelten Missbrauchs zu verstehen . Sie beschließt eine öffentliche Rede zu halten.
Blackout - Meine Erzählung (5/5)
Auch als junge Frau merkt Sara , dass die Silvesternacht und das, was sie in Gang setzte, Spuren hinterlassen haben. Nicht nur in ihrer Sexualität. Mit Hilfe einer Psychologin erkennt sie, wie sehr das Urteil Anderer ihr Selbstbild geprägt hat und beschließt, sich ihre Geschichte zurückzuholen. Auch mit diesem Podcast.
Preise / Auszeichnungen: Prix Europa - Bestes Europäisches Radio Feature 2020
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Heroin

Sendetermine: ORF Ö1 - Samstag, 4. Dez 2021 14:00, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Sebastian Büttner
Oliver Hohengarten
Produktion: WDR 2013, 53 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Leonhard Koppelmann
Dramaturgie: Natalie Szallies
Technische Realisation: Dario Albiez
Technische Realisation: Oliver Salkic
Inhaltsangabe: "Heroin, be the death of me", singt Lou Reed. Er hat es - bis jetzt - überlebt. Aber die Liste der Konsumenten und Opfer der Droge ist lang. Und ob Superstar oder kleiner Junkie, sie alle sind abhängig von einem Stoff, der als Hustenmittel das Licht der Welt erblickte. Wuppertal-Elberfeld, Ende des 19. Jahrhunderts: Der 37-jährige Pharmakologe Heinrich Dreser soll den Elberfelder Bayerwerken - damals noch "Farbenfabriken" - zum Durchbruch im Pharmasektor verhelfen. Im August 1897 ist es so weit: "Heroin" wird geboren. Das neue Wundermittel gegen Husten erobert den Weltmarkt, doch es gerät bald außer Kontrolle. Was folgt, ist die Geschichte eines Stoffes, der zahlreiche Menschen in seinen Bann zieht und mindestens ebenso viele auf dem Gewissen hat, einschließlich seines Erfinders selbst. Ein rauschhaftes Hörspiel über allzu naiven Fortschrittsglauben und dessen Nebenwirkungen.
Mitwirkende:
Carl Duisberg Bodo Primus
Dr. Heinrich Dreser Andreas Beck
Felix Hoffmann Patrick Joswig
Arthur Eichengrün Sebastian Graf
Madeleine Eva Verena Müller
Friedrich Bayer jr. Matthias Haase
Paul Bremme Ludger Burmann
Minchen Tatjana Clasing
Emil Patrick Mölleken
Mariechen Nina Mölleken
Kaiser Wilhelm II Andreas Grothgar
Dr. Theobald Floret Oliver Krietsch-Matzura
Ernst von Harnack Wolfgang Rüter
Steve Hudson
Heinrich Baumgartner
Martin Bross
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Die Tschernobyl-Züge von Küstrin-Kietz

Sendetermine: RBB Kultur - Samstag, 4. Dez 2021 14:00, (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Robert Dobe
Produktion: SWR 2021, 54 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Felicitas Ott
Ton und Technik: Karl-Heinz Runde
Ton und Technik: Claudia Peyke
Ton und Technik: Sabine Klunzinger
Inhaltsangabe: Nach dem GAU im April 1986 kam radioaktive Strahlung nicht nur als Wolke nach Deutschland, sondern auch auf Rädern: auf Lastwagen, PKW und Zügen. Unter großer Geheimhaltung wurden die Fahrzeuge beim Grenzübertritt in die damalige DDR gewaschen. Zum Beispiel unweit von Küstrin-Kietz an der Grenze zu Polen. Heute ist nichts mehr davon zu sehen. Doch die Gerüchte bleiben: viele Einsatzkräfte der Waschaktion hätten nichts von der Gefahr gewusst und seien später an Krebs gestorben. Wieviel Wahrheit ist noch übrig, 35 Jahre und einen Systemwechsel später?
Mitwirkende:
Marit Beyer
Lina Syren
Robert Dobe
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Musik ohne Grenzen - Barrierefreies Musizieren

Sendetermine: BR-Klassik - Samstag, 4. Dez 2021 14:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Susann Krieger
Produktion: BR 2021, 51 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Musik gehört zur elementaren Kultur der Menschheit.Die UN-Behindertenrechtskonvention, die 2009 verabschiedet wurde, fordert, "Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, ihr kreatives, künstlerisches und intellektuelles Potenzial zu entfalten und zu nutzen, nicht nur für sich selbst, sondern auch zur Bereicherung der Gesellschaft". Das heißt unter anderem auch, dass alle Menschen einen barrierefreien Zugang zur Musikausübung in allen Formen bekommen sollen - vom Musikunterricht über das Spiel in Laienensembles bis hin zur professionellen Musikerkarriere.Doch wie sieht es in der Realität aus? Susann Krieger hinterfragt die aktuelle Situation und zeigt Beispiele, wie Inklusion im Bereich der Musik funktionieren kann.
Mitwirkende:
Susann Krieger
Tobias Föhrenbach
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Heimatlos

Sendetermine: HR 2 - Samstag, 4. Dez 2021 14:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Heinz Stuckmann
Produktion: HR 1959, 52 Min. (Mono) - Feature
Inhaltsangabe: Vertrieben, geflüchtet, heimatlos: 40 Millionen Menschen sind im Jahr 1959 weltweit auf der Flucht, 15 Millionen davon in Europa. Es waren die Folgen des Zweiten Weltkriegs, der Kolonialkriege in Nordafrika und vieler anderer Konfliktherde weltweit. Im Jahr 1959 ruft die Uno das „Weltflüchtlingsjahr“ aus, es sollte Öffentlichkeit für das Thema schaffen und Hilfsinitiativen in Gang bringen.
Der Journalist Heinz Stuckmann erforscht in seiner Reportage „Heimatlos“ die Ursachen der damaligen Migrationsbewegungen, analysiert die historischen und politischen Hintergründe. Er reist zu den damaligen „Hotspots“ und spricht mit Geflüchteten vor Ort. Er trifft Vertriebene in einem Berliner Notaufnahmelager für deutsche Flüchtlinge aus dem Osten, er besucht ein Hotel in der Hafenstadt Piräus in Griechenland, das zur Herberge für Migranten aus Bulgarien geworden ist. In Südfrankreich trifft er auf Flüchtlinge aus dem spanischen Bürgerkrieg. Er spricht mit Palästinensern, die nach der Staatsgründung aus Israel vertrieben wurden und reist an die algerische Grenze, an der Familien des französisch-algerischen Kolonialkriegs in obdachlos gestrandet sind und versuchen einen provisorischen Schulunterricht zu organisieren.
Der Journalist schildert viele besorgniserregende Szenen, aber er berichtet auch von Hilfsorganisationen, Spendenaktionen, Solidaritätskonzerten und von praktischer Nachbarschaftshilfe.
Mitwirkende:
Liselotte Benthin
Maria Kietz
Kurt Dommisch
Herbert Fleischmann
Heinz Schimmelpfennig
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Atlas

Sendetermine: BR 2 - Samstag, 4. Dez 2021 15:05, (angekündigte Länge: 69:36)
Autor(en): Thomas Köck
Produktion: MDR 2020, 70 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Heike Tauch
Komponist(en): Janko Hanushevsky
Schnitt: Christian Grund
Ton: Holger König
Regieassistenz: Anne Osterloh
Dramaturgie: Steffen Moratz
Inhaltsangabe: Thomas Köck erzählt von Arbeitsmigration in den 1980er-Jahren, vom Untergang der DDR und von einem Kind, das nach Vietnam reist, um den Weg seiner Vorfahren nachzuzeichnen. Über drei Generationen entfaltet sich eine komplexe Familiengeschichte: Die Großmutter floh kurz nach dem Ende des Vietnamkriegs 1975 mit ihrem Kind aus Saigon auf die Flüchtlingsinsel Pulau Bidong. Sie gehören zu den "Boatpeople", auf der Überfahrt kenterte das Schiff, Mutter und Tochter wurden getrennt. Die Großmutter wurde schließlich als Kontingentflüchtling von der Insel gerettet und nach Westdeutschland gebracht. Nach einigen Jahren kehrte sie aus der BRD zurück nach Vietnam. Die Tochter hingegen ertrank entgegen der Annahme ihrer Mutter nicht und wuchs als Adoptivkind auf. Als junge Erwachsene bewarb sie sich als Vertragsarbeiterin und wurde in die DDR entsandt, die ab 1980 vietnamesische GastarbeiterInnen aufnahm.
Köck, der virtuos Bilder von Bootsflüchtlingen oder Wirtschaftsfragen im Gestern und Heute verschränkt, die Geschichten der Vergangenheit mit der hochtechnisierten Gegenwart, entwickelt eine ungewöhnliche und mitreißende Perspektive auf die politische Wende 1989 und eine vietnamesische Familiengeschichte, die in der DDR wie in der Bundesrepublik ihre Spuren hinterließ.
Mitwirkende:
Tochter Mai Dương Kiều
Herr Le Ɖan Thy Nguyễn
DDR Funktionär Stephan Grossmann
Mutter Thúy Nonnemann
Chorstimme Claudia Jahn
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 11 2020
Hörspielpreis der Kriegsblinden 2021
ARD Hörspielpreis 2021
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Verdi, Würstchen und Verwirrung

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 4. Dez 2021 17:04, (angekündigte Länge: 57:00)
Autor(en): Maria Franziska Schüller
Cornelia Walter
Produktion: WDR 1994, 53 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Sprache: Dialekt
Regie: Uwe Schareck
Komponist(en): Ulrich Biermann
Dramaturgie: Ursula Schregel
Ton und Technik: Matthias Fischenich
Ton und Technik: Ilse Sieweke
Ton und Technik: Petra Kohn
Regieassistenz: Thomas Leutzbach
Inhaltsangabe: Polizei, Krankenwagen, Martinshörner auf der Straße: Frau Huppertz traut ihren Augen nicht. Kein Zweifel. Das ist eindeutig ihre Saunabekannte Helga Bloemke. Und der Mann auf der Trage ist Gatte Ralf-Günther. War das wirklich nur ein Autounfall?
Seit Monaten hat Frau Huppertz von Frau Bloemke nichts mehr gehört. Denn kurz vor Weihnachten mussten Bloemkes ihr Haus und die Arztpraxis wegen akuter Einsturzgefahr verlassen und vorübergehend zur Schwester nach Hamburg ziehen. Jetzt wollten Bloemkes in Bonn den Verkauf des Grundstückes abwickeln. Der zuständige Architekt hat sich persönlich bereit erklärt, die Abbrucharbeiten zu überwachen. Doch die Tochter der Bloemkes traut dem Architekten nicht. Kurzentschlossen schlägt Frau Huppertz vor, im Haus nach dem Rechten zu sehen - eine gefährliche Mission.
Mitwirkende:
Helga Bloemke Cornelia Walter
Käthe Huppertz Maria Franziska Schüller
Frau Sauer Samy Orfgen
Hannes Kupitzky Jochen Busse
Kurt Drescher Werner Kroj
Rudolf Kowalski Christian Krop
Beate Helga Bellinghausen
Frau Wolff Ursula Michelis
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Kind, komm raus, hier ist es schön!

Sendetermine: DLR - Samstag, 4. Dez 2021 18:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Karla Krause
Produktion: DLR/NDR 2005, 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Robert Moll
Robert Matejka
Ton: Alexander Brennecke
Inhaltsangabe: Wenn aus dem Geburtshaus in Soest das Indianerlied "Joni, joni jachu ene" erklingt, wissen die meisten Bescheid: Da singen sie wieder, die werdenden Mütter und Väter. Sie trainieren für den Ernstfall, für die Stunde des Gebärens. Sie singen: "Kind, komm raus, hier ist es schön!".
Ob ein Mensch diese Welt schön findet, meint Mena van Damme, Hebamme und Gründerin des Geburtshauses, das hängt auch davon ab, wie seine Ankunft gelingt: am besten ohne chemischhormonelle Beschleuniger, mit einer Hebamme, die bleibt, so lange es auch dauert. Eine Ankunft, die gemeinsam vor- und nachbereitet wird, weil die Geburtshelferin die Eltern nicht erst im Kreißsaal kennen lernt und auch danach nicht wieder aus den Augen verliert.
Mitwirkende:
Karla Krause
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Good Vibrations Movement

Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 4. Dez 2021 19:04 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 53:00)
Autor(en): Christoph Goldmann
Produktion: WDR 2021, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Matthias Kapohl
Komponist(en): Tobias Vethake
Dramaturgie: Thomas Leutzbach
Dramaturgie: Christina Hänsel
Technische Realisation: Henning Schmitz
Regieassistenz: Tim Müller
Inhaltsangabe: Eine Gruppe Test-User unternimmt mit der App 'Good Vibrations Movement' eine Reise durch die Geschichte des heilenden Sounds.
Bei dem Versuch, sich mit möglichst vielen Menschen zu verbinden und Teil einer Bewegung werden zu können, begegnen die Spieler allerdings nicht nur Brian Eno oder Jimi Hendrix, sondern auch unbekannten Klangforschern wie dem Arzt Arthur Perelman. Der führt 1938 ein Experiment durch, um seiner Tochter mittels eines Soundsystems unter einem Zeppelin 'Good Vibrations' zu schicken. Denn die Nazis verwehren ihm jeglichen Kontakt zu seiner Tochter, die aufgrund einer psychischen Krankheit in einem Heim für 'unwertes Leben' eingesperrt ist. Doch sind all diese Dokumente und wissenschaftlichen Forschungen, die die App über den Zusammenhang zwischen Sound und DNA hervorzaubert, real oder Fiktion?
Das Hörspiel wurde gefördert von der Filmstiftung NRW
Mitwirkende:
Brian Enno Hesse
Verkäufer Peter Harting
Rezeptionistin Aurélie Thepaut
Ärztin / Mutter von Brian Wilson Justine Hauer
Robert Moog John Doyle
Perelman Markus Scheumann
Berthold Guido Renner
Zoe Miranda Sophie Hattenberger
Rüdin Jörg Ratjen
Bruder Thomas Moritz Führmann
Sprecher / Radiosprecher Andreas Laurenz Maier
Brian Jones OV Mike McAlpine
Brian Wilson Steve Hudson
Sprecherin App Susanne Marie Kubelka
Sarahs Oma Ursula Michelis
Sarah Lena Geyer
Ben Daniel Rothaug
Jule Katrin Mattila
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Clevergirl

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 4. Dez 2021 19:04 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Hartmut El Kurdi
Produktion: WDR 2021, 52 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Kinderhörspiel
Regie: Claudia Johanna Leist
Komponist(en): Rainer Quade
Dramaturgie: Ulla Illerhaus
Technische Realisation: Brigitte Angerhausen
Technische Realisation: Mechthild Austermann
Technische Realisation: Günter Kasper
Regieassistenz: Josephine Güntner
Inhaltsangabe: Superus 4 ist nicht nur der Heimatplanet von Angstmän, dem größten Schisser des Universums, sondern auch seiner Schwester Clevergirl, die nur leider nichts davon weiß, denn sie lebt, im Gegensatz zu Angstmän, auf der Erde.
Clevergirl ist bei einer ganz normalen deutschen Familie aufgewachsen. Hier heißt sie Aylin, ist 10 Jahre alt, ziemlich taff und kann verflucht gut rechnen.
Auf Superus 4 sind miese Diktatoren an die Macht gekommen. Sie haben nicht nur die Schulen, Unis und Bibliotheken geschlossen, sondern sie setzen auch eine Verblödungskanone ein, um die Superrusser Bevölkerung gefügig und - klar - blöd zu halten. Deshalb klaut Angstmän ein Raumschiff und überzeugt seine Schwester, eine intergalaktische Rettungsaktion zu starten.
Mitwirkende:
Leni Kramer
Theo Burkholder
Sophie Hackenberger
Olivia Leiße
Moritz Führmann
Marina Galic
Constantin Hochkeppel
Carlos Lobo
Jean Paul Baeck
Links: Externer Link Homepage Hartmut El Kurdi
Externer Link Homepage Rainer Quade
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Der blonde Affe

Sendetermine: SWR 2 - Samstag, 4. Dez 2021 19:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Janwillem van de Wetering
Produktion: SWF/WDR 1984, 55 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Krimi
Regie: Peter Michel Ladiges
Bearbeitung: Peter Michel Ladiges
Komponist(en): Gerd Husemann
Hermann Mutschler
Ton: Roland Seiler
Schnitt: Regine Schneider
Aufnahme: Johannes Hertel
Dramaturgie: Dieter Hirschberg
Übersetzung: Hubert Deymann
Inhaltsangabe: Elaine Carnet, eine erfolgreiche Möbelfabrikantin, ist die Gartentreppe ihres hinuntergefallen - oder hinuntergestoßen worden. Tödlicher Unfall oder Mord? Auf den Gesichtszügen der Toten liegt ein auffallend bösartiger, höhnischer Gesichtsausdruck, als hätte sie unmittelbar vor ihrem Tod über jemanden triumphiert. Dieser gesichtsausdruck vor allem läßt den Commissaris und seine Mitarbeiter Grijpstra, de Gier und Cardozo von der Amsterdamer Mordkommission an ein Verbrechen denken, zumal es in der Umgebung der Toten an einem Motiv für eine solche Tat nicht fehlt. Da ist zunächst Elaines Geschäftsführer Bergen, ein nervöser Pedant, den Elaine vor kurzem noch ausbooten und durch ihren Geliebten ersetzen wollte. Dieser Geliebte ist ein Mann namens ,Vleuten, den alle nur "de Aap" oder den "blonden Affen" nennen.
Mitwirkende:
Erzähler Hans-Peter Hallwachs
Commissaris Wolfgang Büttner
Grijpstra Charles Wirths
de Gier Matthias Ponnier
Cardozo Andreas Mannkopff
Gabrielle Carnet Monica Bleibtreu
Bergen Hans Timerding
Alice Helene Elcka
Victoria Carola Erdin
Wertheym Paul Albert Krumm
Francesco Pullini Fausto Guarnieri
Giovanni Pullini Wolfgang Schwarz
de Aap Christian Brückner
Mevrouv de Bree Hanna Burgwitz
Fritz Bachschmidt
Andreas Szerda
Friedrich von Bülow
Bettina Roccor
Regina Faerber
Berth Wesselmann
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Das große Heft

Sendetermine: SRF 2 - Samstag, 4. Dez 2021 20:00 Teil 1/2, (angekündigte Länge: 56:00)
DLF - Samstag, 4. Dez 2021 20:05, (angekündigte Länge: 113:00)
Autor(en): Ágota Kristóf
Produktion: DLR/HR/SRF 2021, 114 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Erik Altorfer
Bearbeitung: Erik Altorfer
Komponist(en): Martin Schütz
Ton und Technik: Franz Baumann
Regieassistenz: Lia Schmieder
Dramaturgie: Sabine Küchler
Inhaltsangabe: Bei ihrer Großmutter auf dem Land sind die zwei Brüder der Grausamkeit des Kriegs ungeschützt ausgesetzt. Die Zwillinge erfahren, dass sie sich nur auf sich selbst verlassen können. Ihre Beobachtungen schreiben sie nieder im großen Heft.
Zu Kriegszeiten werden zwei zehnjährige Brüder von ihrer Mutter zur Großmutter aufs Land gebracht. Armut und Brutalität ausgesetzt sind sie nun auf sich selbst gestellt. Die Schulen sind geschlossen, und die Großmutter behandelt sie schlechter als ihre Tiere. Die Brüder trainieren physische und psychische Unempfindlichkeit und bringen sich allmählich das Alphabet des Überlebens bei. Sie folgen eigenen Moralvorstellungen: Sie helfen, wo die Not noch größer ist, sie rächen Ungerechtigkeit, leisten Sterbehilfe. Im großen Heft schreiben sie ihre Beobachtungen und Erkenntnisse in einfachen Sätzen auf und schützen sich mit der Kraft einer sachlichen Sprache vor dem Zynismus des Elends.
Expertenkommentar: Begründung der Jury der Akademie der Darstellenden Künste:
„Beunruhigend“, „Großartig“, „Stark“: So lauteten die ersten Kommentare der Jury zu dieser Hörspieladaption von Ágota Kristófs Romanbestseller „Das große Heft“. Natürlich bietet ein starker Ausgangstext eine gute Grundlage für eine gelungene akustische Umsetzung. Erik Altorfer hat es aber geschafft gemeinsam mit dem Komponisten Martin Schütz eine atmosphärische Dichte zu kreieren, die das Werk über den Text hinaus zu einem beeindruckenden Hörerlebnis macht.
Zwei Brüder werden zu Kriegsbeginn der Obhut der Großmutter übergeben. Es sind Zwillinge, deren Stimmen im Hörspiel von Libgart Schwarz und Kristof van Boven gesprochen werden. Sie erzählen in schonungsloser Genauigkeit und im sachlichen Ton von der Gefühlskälte, Verarmung und Gewalt, der sie von nun an ausgesetzt sind.
Die beiden Geschwister beginnen sich an diese Umgebung anzupassen. Sie versuchen sich mental und körperlich abzuhärten, unterrichten sich selbst und legen ein Heft mit allen Erlebnissen an. Für ihr Überleben werden sie zu Dieben, Bettlern, Rächern und Mördern. Lernen aber auch anderen zu helfen und nach eigenen Moralvorstellungen zu handeln.
Kristófs unverwechselbarer Schreibstil bleibt im Hörspiel erhalten. Kurze Sätze in einfacher Sprache und größter Direktheit entfalten gemeinsam mit einer klaren Musiksprache einen vielschichtigen Hörraum. Die ruhigen Melodien drängen sich nie vor die beklemmenden Zustandsbeschreibungen einer verrohten Gesellschaft, bleiben jedoch immer präsent und geben den Rhythmus des Stücks vor. Es sind aber vor allem die beiden Stimmen von Schwarz und van Boven, von denen man unweigerlich gefangen wird. Die eindringlichen Berichte in direkter und indirekter Rede, im Duett gesprochene Sätze und Satzwiederholungen wechseln sich mit kunstvoll gesetzten Pausen ab. Besonders diese Momente der Stille verleihen der Brutalität des Gesagten noch mehr Nachdruck. Auch die formale Strenge der Originalvorlage bleibt im Hörspiel erhalten, der dramaturgisch gut strukturierte Text greift kein Wort zu viel und kein Bild zu wenig aus Kristófs Roman heraus. Mit der Hörspielfassung von ‚Das große Heft‘ ist eine perfekte Komposition aus Sprache, Stimmen, Stille und Musik gelungen.“
Mitwirkende:
Libgart Schwarz
Kristof van Boven
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 09 2021
Links: Externer Link Homepage Martin Schütz
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Druckausgabe (PDF)

Das große Heft

Sendetermine: SRF 2 - Samstag, 4. Dez 2021 20:00 Teil 1/2, (angekündigte Länge: 56:00)
DLF - Samstag, 4. Dez 2021 20:05, (angekündigte Länge: 113:00)
Autor(en): Ágota Kristóf
Produktion: DLR/HR/SRF 2021, 114 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Erik Altorfer
Bearbeitung: Erik Altorfer
Komponist(en): Martin Schütz
Ton und Technik: Franz Baumann
Regieassistenz: Lia Schmieder
Dramaturgie: Sabine Küchler
Inhaltsangabe: Bei ihrer Großmutter auf dem Land sind die zwei Brüder der Grausamkeit des Kriegs ungeschützt ausgesetzt. Die Zwillinge erfahren, dass sie sich nur auf sich selbst verlassen können. Ihre Beobachtungen schreiben sie nieder im großen Heft.
Zu Kriegszeiten werden zwei zehnjährige Brüder von ihrer Mutter zur Großmutter aufs Land gebracht. Armut und Brutalität ausgesetzt sind sie nun auf sich selbst gestellt. Die Schulen sind geschlossen, und die Großmutter behandelt sie schlechter als ihre Tiere. Die Brüder trainieren physische und psychische Unempfindlichkeit und bringen sich allmählich das Alphabet des Überlebens bei. Sie folgen eigenen Moralvorstellungen: Sie helfen, wo die Not noch größer ist, sie rächen Ungerechtigkeit, leisten Sterbehilfe. Im großen Heft schreiben sie ihre Beobachtungen und Erkenntnisse in einfachen Sätzen auf und schützen sich mit der Kraft einer sachlichen Sprache vor dem Zynismus des Elends.
Expertenkommentar: Begründung der Jury der Akademie der Darstellenden Künste:
„Beunruhigend“, „Großartig“, „Stark“: So lauteten die ersten Kommentare der Jury zu dieser Hörspieladaption von Ágota Kristófs Romanbestseller „Das große Heft“. Natürlich bietet ein starker Ausgangstext eine gute Grundlage für eine gelungene akustische Umsetzung. Erik Altorfer hat es aber geschafft gemeinsam mit dem Komponisten Martin Schütz eine atmosphärische Dichte zu kreieren, die das Werk über den Text hinaus zu einem beeindruckenden Hörerlebnis macht.
Zwei Brüder werden zu Kriegsbeginn der Obhut der Großmutter übergeben. Es sind Zwillinge, deren Stimmen im Hörspiel von Libgart Schwarz und Kristof van Boven gesprochen werden. Sie erzählen in schonungsloser Genauigkeit und im sachlichen Ton von der Gefühlskälte, Verarmung und Gewalt, der sie von nun an ausgesetzt sind.
Die beiden Geschwister beginnen sich an diese Umgebung anzupassen. Sie versuchen sich mental und körperlich abzuhärten, unterrichten sich selbst und legen ein Heft mit allen Erlebnissen an. Für ihr Überleben werden sie zu Dieben, Bettlern, Rächern und Mördern. Lernen aber auch anderen zu helfen und nach eigenen Moralvorstellungen zu handeln.
Kristófs unverwechselbarer Schreibstil bleibt im Hörspiel erhalten. Kurze Sätze in einfacher Sprache und größter Direktheit entfalten gemeinsam mit einer klaren Musiksprache einen vielschichtigen Hörraum. Die ruhigen Melodien drängen sich nie vor die beklemmenden Zustandsbeschreibungen einer verrohten Gesellschaft, bleiben jedoch immer präsent und geben den Rhythmus des Stücks vor. Es sind aber vor allem die beiden Stimmen von Schwarz und van Boven, von denen man unweigerlich gefangen wird. Die eindringlichen Berichte in direkter und indirekter Rede, im Duett gesprochene Sätze und Satzwiederholungen wechseln sich mit kunstvoll gesetzten Pausen ab. Besonders diese Momente der Stille verleihen der Brutalität des Gesagten noch mehr Nachdruck. Auch die formale Strenge der Originalvorlage bleibt im Hörspiel erhalten, der dramaturgisch gut strukturierte Text greift kein Wort zu viel und kein Bild zu wenig aus Kristófs Roman heraus. Mit der Hörspielfassung von ‚Das große Heft‘ ist eine perfekte Komposition aus Sprache, Stimmen, Stille und Musik gelungen.“
Mitwirkende:
Libgart Schwarz
Kristof van Boven
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 09 2021
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Am Grabe (mit Schatten), Staffel 7

Sendetermine: HR 2 - Samstag, 4. Dez 2021 23:00 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Stefan Fricke
Alper Maral
Produktion: HR 2021, 59 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Regie: Alper Maral
Stefan Fricke
Inhaltsangabe: Grabesstille gibt es genauso wenig, wie es nirgends je still ist. Irgendetwas tönt immer. Auch an den Gräbern von Komponistinnen und Komponisten, wo auch immer sie beigesetzt sind, herrscht keine wirkliche Lautlosigkeit.
Das Projekt "Am Grabe" von Alper Maral (* 1969) und Stefan Fricke (* 1966) - nun in der 7. Staffel - versammelt Soundscapes von den Gräbern verschiedenster Komponist*innen aus unterschiedlichsten Epochen. Die atmosphärischen Vor-Ort-Aufnahmen sind in diesem Audio-Ritual verwoben mit Fragmenten aus dem klingenden Erbe der Verstorbenen. In Staffel 7 führt die Klangortreise durch Endlichkeit und Ewigkeit zu den letzten Ruhestätten von Luigi Cherubini, George Enescu, André-Ernest-Modeste Grétry, Joseph Haas, Michael Hirsch, Giselher Klebe, Édouard Lalo, Franz Nekes, Wilhelm Petersen, Oskar Sala, Camille Saint-Saëns, Christian Friedrich Daniel Schubart, Rudolf Wagner-Régeny und Heinz Winbeck.
Mitwirkende:
Birgitta Assheuer
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Damals im Garten

Sendetermine: SWR 2 - Samstag, 4. Dez 2021 23:03 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 57:00)
Autor(en): Jürgen Becker
Produktion: SWR 2021, 57 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Gaby Hartel
Komponist(en): zeitblom
Ton und Technik: Boris Wilsdorf
Dramaturgie: Ekkehard Skoruppa
Inhaltsangabe: Berta und Johanna erinnern sich: An die Familie, den Garten und die kalten, harten Tage nach dem Krieg. Berta sucht Hilfe bei Ihren Fotoalben, Johanna möchte die Bilder am liebsten gar nicht sehen. Im Erinnerungsdialog der Schwestern mischen sich individuelle Rückschau und kollektive Erfahrung. Autor Jürgen Becker greift Themen auf, die schon vielfach beschäftigten: Das Verhältnis von Bild und Sprache, die Konstruktion und Re-Konstruktion von Wirklichkeit, die Frage, was Erinnerung und Identitätsfindung ausmacht. Ein Spannungsverhältnis, das sich für Becker immer auch in der Sprache selbst und im Erzählen festmacht.
Mitwirkende:
Gudrun Ritter
Tatja Seibt
Links: Externer Link Homepage Georg Zeitblom
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Nicht zu früh an die Kamera denken! - Eine Lange Nacht über Stanley Kubrick

Sendetermine: DLR - Samstag, 4. Dez 2021 00:05, (angekündigte Länge: 170:00)
DLF - Samstag, 4. Dez 2021 23:05, (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Rainer Praetorius
Produktion: DLF/DLR 2019, 166 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Fabian von Freier
Ton und Technik: Ralf Felder
Ton und Technik: Thomas Widdig
Ton und Technik: Gunther Rose
Inhaltsangabe: „Ich habe Angst, Dave!“, „Das hier bin ich, Alex, und meine drei Droogs.“ Zwei Sätze – und schon startet in vielen Köpfen das Kino des Regisseurs Stanley Kubrick. Der erste Satz stammt von einem Computer, der um sein Leben fürchtet. Die andere zitierte Filmfigur ist ein jugendlicher Schläger, der erst Täter und dann Opfer wird. Doch es ist nicht in erster Linie die menschliche Sprache, die Kubrick's Kinowelt ausmacht. Kaum einem anderen Regisseur ist es so gelungen, Bild und Musik zu einer vollständigen Einheit zu verschmelzen. Kubricks Perfektionismus ist berühmt-berüchtigt. Viele hielten dieses Streben nach Vollkommenheit für überzogen. Kubrick- Fans sind dem Regisseur von Filmen wie ‚2001 Odyssee im Weltraum‘, ‚Uhrwerk Orange‘ und ‚Shining‘ bis heute dankbar, dass er nicht davor zurückschreckte, ein Filmhandwerk zu praktizieren, das so konsequent gründlich war. In der griechischen Mythologie schwang sich Ikarus mit Hilfe einer Flügelkonstruktion aus Vogelfedern in den Himmel. Die Federn waren durch Wachs verbunden. Als er immer höher stieg und der Sonne zu nahe kam, schmolz das Wachs. Ikarus stürzte ab. "Versuche nicht, zu hoch zu fliegen!" lautet die gängige Moral dieser Geschichte. Zwei Jahre vor seinem Tod zog Stanley Kubrick eine ganz andere Erkenntnis aus dem alten Mythos. In einer letzten öffentlichen Video-Ansprache erklärte er: "Vergesst Wachs und Federn. Baut bessere Flügel! ".“
Mitwirkende:
Vokler Risch
Hüseyin Michael Cirpici
Robert Dölle
Walter Gontermann
Carlos Lobo
Henning Freiberg
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