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HörDat will besser werden
Es ist kein Geheimnis, dass es einen Reformstau bei HörDat gibt. In den kommenden Wochen und Monaten wird sich am Erscheinungsbild und an den Funktionen einiges ändern. In einem ersten Schritt wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • Die bislang getrennten Sammlungen 'Hörspiel' und 'Feature' sind in einer Datenbank zusammengefasst. Zur einfachen Unterscheidung sind die Feature-Titel mit grün hinterlegt.
  • Bei den Hörstücken werden die erhaltenen Auszeichnungen angegeben
  • Als 'Gute Geister' werden, soweit bekannt, Tontechniker und andere bei der Produktion beteiligte Personen genannt.
Weiter Verbesserungen werden folgen.

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Eine Nacht mit Jolene

Sendetermine: BR 2 - Sonntag, 31. Mai 2020 07:05 Teil 1/2 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Kilian Leypold
Produktion: BR 2020, 82 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Kinderhörspiel
Regie: Kilian Leypold
Komponist(en): Dan Wall
Magdalena Kriss
Ton und Technik: Markus Huber
Regieassistenz: Frank Halbach
Inhaltsangabe: Die zwölfjährige Jolene überredet den etwas jüngeren Odysseus an diesem Abend nicht nach Hause zu gehen, sondern die Nacht zusammen an der Isar zu verbringen. Aus verschieden Gründen kommt das beiden sehr gelegen. Je tiefer die Nacht, umso näher kommen sie - und mit ihnen die Hörer - der Grenze zum Unerklärlichen und Unheimlichen. Sie haben Hunger, Angst, werden hundemüde, denken über Küsse und die Liebe nach, bevor sie dem Sprechenden Flusshund in die Finsternis folgen, aus der sie nur der kürzeste Witz der Welt retten kann.
Mitwirkende:
Jolene Sabine Bohlmann
Odysseus Xenia Tiling
Madleine Magdalena Kriss
zwei Poliziesten Stefan Murr
zwei Poliziesten Heinz-Josef Braun
Mondangler Gunther Eckes
Thomas Keßle
Kilian Leypold
Dan Wall
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Oury Jalloh und die Toten des Polizeireviers Dessau

Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 31. Mai 2020 08:04 Teil 3/5 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 30:00)
WDR 5 - Sonntag, 31. Mai 2020 22:30 Teil 3/5, (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Margot Overath
Auch unter dem Titel: Die Leiche ist schuld (1. Teil)
Auf den Bauch gelegt (2. Teil)
Der Bürger schlief tief und fest (3. Teil)
Opfer minderer Bedeutung (4. Teil)
Das höhere Gut (5. Teil)
Produktion: WDR 2020, 146 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Nikolai von Koslowski
Technische Realisation: Gertrudt Glosemeyer
Technische Realisation: Barbara Göbel
Technische Realisation: Jonas Bergler
Regieassistenz: Dirk Leyers
Inhaltsangabe: Ein Asylbewerber aus Afrika verbrennt 2005 im Polizeigewahrsam. Der an Händen und Füßen Gefesselte habe sich selbst angezündet, behaupten die Beamte. 15 Jahre lang scheitert die Justiz trotz mehrfacher Anläufe daran, den Fall aufzuklären - und macht ihn damit zum Politikum. Warum musste Oury Jalloh sterben? Welche Rolle spielten zwei weitere 'ungeklärte Todesfälle' in und um die gleiche Polizeiwache? Scheiterte die Aufklärung an dilettantischen Ermittlungen, an Richtern, die sich Polizeibeamte als Täter einfach nicht vorstellen können, oder war es Ergebnis systematischer Vertuschung? Über ein Jahrzehnt hat die Autorin den Fall verfolgt, Akten studiert, mit Zeugen, Polizisten, Staatsanwälten, Brandexperten, Rechtsmedizinern und Kriminologen gesprochen und dabei ein beklemmendes Bild gewonnen. Die Recherchen führen in eine Gemengelage, wie es sie zum Zeitpunkt der Tat nicht nur in Sachsen-Anhalt gab: Brutale Polizeitraditionen aus Vopo Zeiten gepaart mit offenem Alltagsrassismus und gewaltbereitem Rechtsradikalismus - verharmlost von Spitzen der Verwaltung und Politik. Manches davon wurde inzwischen zu einem bundesweiten Problem. Die fünfteilige Feature-Serie dokumentiert die mühsame Suche nach der Wahrheit - über den Tod von Oury Jalloh und zwei weiterer Dessauer Bürger. Er zeigt auch, warum Opfer von Polizeigewalt häufig wenig Chancen haben, und wie Korpsgeist und falsch verstandene Loyalitäten in Strafverfolgungsbehörden zur Gefahr für den Rechtsstaat werden können. Die Autorin erzählt, wie aus einem Polizei - ein Justizskandal wurde, der mittlerweile die politische Ebene erreicht hat. Noch gibt es hierzulande Hoffnung auf späte Aufklärung. Sonst könnte sich bald der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit der Frage befassen, ob es in Deutschland eine zivilisatorische Lücke gibt, wenn es um 'Opfer minderer Bedeutung' geht.
Mitwirkende:
Justus Maier
Stefko Hanushevsky
Svenja Wasser
Eva Meckbach
Links: Externer Link Homepage Margot Overath
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Das größte Abenteuer der Welt

Sendetermine: DLR - Sonntag, 31. Mai 2020 08:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Christian Ulmcke
Produktion: DLR 2012, 52 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Kinderhörspiel
Regie: Götz Naleppa
Komponist(en): Frieder Butzmann
Ton und Technik: Alexander Brennecke
Ton und Technik: Gunda Herke
Regieassistenz: Karena Lütge
Dramaturgie: Christina Schuhmann
Inhaltsangabe: Ein zehnjähriger Junge sitzt vor einem alten Radio und lauscht einem Hörspiel. Erzählt wird von einer wilden Seeschlacht zwischen zwei Piratenkapitänen und als gerade ein Schiffsjunge mit der Schatzkarte im Rettungsboot entkommen will, setzt das Radio aus. Der Junge sucht nach dem Sender. Als er ihn wiederfindet, wird eine ganz andere Geschichte erzählt. Auf dem Rücken eines Drachens fliegen ein Zauberer und sein Lehrling zu einer alten Elfenstadt und wollen dort auf dem Grund eines Brunnens eine alte Inschrift entziffern. Da tauchen gefräßige Schattenwölfe auf und umkreisen die beiden. Wieder bricht da die Sendung ab. Nun muss der Papa helfen, dieses Radio ist einfach zu alt! Als der Schaden behoben ist, hört der Junge eine Geschichte mit einem alten Butler, der um Mitternacht auf einem Friedhof ein geheimnisvolles Buch ausgräbt. Zwei Kinder wollen ihn daran hindern, aber als der Buttler sie gerade entdeckt, da ist Stromausfall und wieder wissen wir nicht, wie die Geschichte weitergeht.
Mitwirkende:
Junge Lyonel Holländer
Captain Booth / Dr. Tropflicht Martin Seifert
Captain Schwarzbart / William, der Butler Udo Kroschwald
Drache Griesemund / Nachrichtensprecher / CD-Verkäufer Andreas Fröhlich
Lisa Rosina Lampen
Vater Matthias Walter
Erzähler Stefan Kaminski
Links: Externer Link Homepage Frieder Butzmann
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Neue Häuser in leeren Dörfern - Albaniens Migrationsgesellschaft

Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 31. Mai 2020 11:04 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Daniel Huhn
Produktion: WDR 2020, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Claudia Kattanek
Ton und Technik: Gertrudt Glosemeyer
Ton und Technik: Gerd Nesgen
Ton und Technik: Barbara Göbel
Regieassistenz: Fabio Neis
Inhaltsangabe: Millionen Albaner kehrten ihrem Land seit 1991 den Rücken. Wirtschaftlich abgehängt sucht Albanien nach einer Antwort auf die extreme Auswanderung. Kann die Migration das Land aus der Krise holen oder führt sie Albanien immer weiter hinein?
Während seiner gut vierzigjährigen Herrschaft hat der albanische Diktator Enver Hoxha das Land von der Außenwelt fast vollkommen abgeschnitten. Nahezu niemand kam rein, nahezu niemand kam raus. So radikal die Isolation des Landes war, so extrem verlief die Auswanderungswelle nach der Öffnung 1991. Bis heute hat knapp die Hälfte der albanischen Bevölkerung das Land verlassen. Die Hoffnung auf wirtschaftlichen Aufschwung nach Jahrzehnten der Misswirtschaft war groß, umso größer ist die Enttäuschung über die Politik und die weit verbreitete Korruption. Albanien gehört bis heute zu den ärmsten Ländern auf dem europäischen Kontinent. Ohne das Geld der Exil-Albaner würde vieles nicht funktionieren. Sie bauen neue Häuser in Dörfern, in denen nur noch die Alten wohnen, ohne zurückkommen zu wollen. So steckt das Land knapp 30 Jahre nach der Öffnung noch immer im Transformationsprozess fest und hofft weiterhin auf einen Beitritt in die EU.
Mitwirkende:
Jonas Baeck
Name Alei
Tom Jacobs
Yvon Jansen
Michael Witte
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Das Gute Leben für alle! - Suche nach einer neuen Erzählung

Sendetermine: NDR Info - Sonntag, 31. Mai 2020 11:05, (angekündigte Länge: 55:00)
NDR Info - Sonntag, 31. Mai 2020 15:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Julia Fritzsche
Produktion: BR 2019, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Ron Schickler
Ton und Technik: Bernd Schreiner
Ton und Technik: Jens Olsson
Inhaltsangabe: Unsere Gegenwart ist bedrängend. Menschenjagden, Neonaziaufmärsche und Brandanschläge - geprägt durch die extrem rechte Erzählung eines guten Lebens für die Volksgemeinschaft. Daneben ist die Gegenwart aber auch von der anderen großen Erzählung geprägt: der neoliberalen. Sie lautet „Jeder kann es schaffen“ und predigt Deregulierung, Privatisierung und Sozialstaatsabbau. Ein gutes Leben bietet sie den meisten nicht: Die ärmere Hälfte der Menschen in der Bundesrepublik verfügt über drei Prozent des Vermögens. In jedem fünften Haushalt können sich die Menschen keinen einwöchigen Urlaub leisten. Jedes fünfte Kind ist von Armut bedroht. Ein Ausweg aus dieser bedrängenden Gegenwart ist längst nötig - spätestens aber jetzt, wo Rechte in Parlamenten und auf der Straße mehr als zuvor unsere Körper und Freiheiten bedrohen. Wo das Leben im Globalen Süden so bedrängend ist, dass so viele Menschen wie nie zuvor aus dieser Gegenwart fliehen. Wo europäische Regierungen die Rettung von Menschen in Seenot verhindern und Gewaltenteilung, Pressefreiheit und Freiheit vor staatlicher Willkür einschränken. Ein Abarbeiten an rechten Ideen hilft nicht. Vielmehr wird klar: aus der bedrängenden Gegenwart führt nur eine eigene Erzählung. Ein eigener Entwurf eines guten Lebens. Eine eigene Idee einer Zukunft, an die wir selbst glauben. Ansätze dafür sind da. Bei Streiks von Pflegekräften, in der Idee „Solidarischer Städte“ in Konzepten von Indigenen und in verstörenden Performances leicht bekleideter Diven.
Mitwirkende:
Julia Fritzsche
Werner Härtl
Jennifer Güzel
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Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney 164:

Der Mann im Hotel

Sendetermine: SRF 3 - Sonntag, 31. Mai 2020 11:10, (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Roger Graf
Produktion: DRS 1996, 22 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Roger Graf
Inhaltsangabe: Ein Mann, der sich an nichts mehr erinnern kann, bittet Maloney um Hilfe. Er lebt in einem Hotel, hat eine Tasche voll Geld bei sich und befürchtet, ein Verbrecher zu sein.
Mitwirkende:
Philip Maloney Michael Schacht
Wienerin Alice Brüngger
Herr Möbius Ueli Beck
Frau Lager Alice Brüngger
Frau Möbius Carol Blanc
Frau Hauser Isabel Schaerer
Erzähler Peter Schneider
Links: Externer Link Homepage Roger Graf
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Ball verkehrt oder Großer Schwof in Serners Tanzpalais

Sendetermine: HR 2 - Sonntag, 31. Mai 2020 14:04 Teil 1/2, (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Walter Serner
Auch unter dem Titel: Ein Hörspiel für die reife Jugend in diversen Modetänzen (Untertitel)
Großer Schwof in Serners Tanzpalais (Zusatz)
Produktion: BR 1987, 97 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Heinz von Cramer
Inhaltsangabe: "Herr Rudi hat blonde Damenbekanntschaften." "Emil, du sollst nicht triezen." So beginnt eine der vielen Episoden aus "Ball verkehrt".
Heinz von Cramer hat nach Serners literarischer Vorlage "Excentrique Fanoche" eine Art Tanz-Suite aus diversen Kriminalgeschichten von Walter Serner geschaffen.
Denn beim großen Schwof in Serners Tanzpalais treffen skurrile, groteske und abartige Gestalten aufeinander, verwickeln sich in wahnwitzige Dialoge und trennen sich dann wieder. Protagonisten sind Hochstapler, Dirnen, kleine Ganoven und ein paar verirrte Normalbürger, denn Walter Serner bevorzugte für seine Erzählungen das Milieu der Unterwelt der europäischen Metropolen.
Die Dialoge sind herrlich verquer geschrieben, oft in Horváth-Nähe, mit einer genauen Kenntnis des Ganovenjargons und voller Halbwelt-Eleganz, Lasterhaftigkeit, Dekadenz und Erotik.
Mitwirkende:
Kapellmeister Paul Bürks
Vorstadtgalan, Portier, Hundegast Karl Renar
Matrone, Pensionsinhaberin Ellen Mahlke
Nordeutscher Herr, Beisiegl, Stationsvorsteher Ernst August Schepmann
Süddeutsche Dame, Magdalena Veronika Fitz
Berliner Pflanze, Anny Maren Kroymann
Freier, Detektiv, Sasso Axel Milberg
Studienrat, Kuhle Otto Kurth
Schulmädchen, Marja Margrit Carls
Fifitt, Frau Prollius Marianne Lochert
Homingman, Schingut Charles Wirths
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Onkel Stan und Dan und das fast ganz ungeplante Abenteuer

Sendetermine: SWR 2 - Sonntag, 31. Mai 2020 14:05 Teil 1/2, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): A. L. Kennedy
Produktion: NDR/SWR 2020, 107 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Kinderhörspiel
Regie: Lisa Krumme
Bearbeitung: Jorgpeter Clarenau
Komponist(en): Tobias Leluschko
Kay Poppe
Ton und Technik: Corinna Gathmann
Regieassistenz: Christine Wegerle
Dramaturgie: Jörgpeter Clarenau
Dramaturgie: Uta-Maria Heim
Inhaltsangabe: Tiere in Not! Dan der Dachs, wird gefangen: Er soll zu Dachs-Pastete verarbeitet werden. Und drei Lamas stehen verzweifelt auf einer vom Regen durchweichten schottischen Wiese. Sie wurden mit einem Trick hierhergelockt. Hinter all diesen Gemeinheiten steckt Farmer McGloone. Kann Onkel Stan die Tiere im Alleingang da raushauen? Die schräge – mit schwarzem Humor gewürzte – Story entfaltet im Hörspiel ganz besonderen Reiz. Deshalb folgt auf das "fast ganz ungeplante Abenteuer" auch gleich noch das "ganz ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer": In zwei Teilen wird am Pfingstsonntag und -montag eine weitere Geschichte von Onkel Stan und Dan erzählt. Dieses Mal geht es um den bösen Dr. P’Krall. Der möchte sämtliche Ungewöhnlichkeit aus der Welt quetschen. Kein Wunder, dass ihm Onkel Stan sofort auffällt. Der ist ungeheuerlich ungewöhnlich und deshalb heißer Anwärter aufs Ausgequetscht-Werden. P’Krall fackelt nicht lange und kidnappt Onkel Stan. Jetzt kann nur noch sein Freund, Dan der Dachs, helfen. Doch leicht wird das nicht. Auf jeden Fall wird die Sache extrem schräg und außerordentlich schrill. Denn zu Dr. P’Kralls grausamen Waffen gehören schreckliche Geräusche. Gemeine Geräusche. Um sie zu bändigen, sollte man beim Hörspielhören für das Radio eine warme Wolldecke aus Lamawolle bereithalten.
Mitwirkende:
Max von Pufendorf
Björn Meyer
Lisa Hagmeister
Josefine Israel
Matti Krause
Markus John
Anne Moll
Gabriela Maria Schmeide
Victoria Trauttmansdorff
Julia Bareither
Felix Wolff
Peter Kaempfe
Anne Müller
Stephan Schad
Paul Schröder
u.a.
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Lieber Nicolas Berggruen

Sendetermine: RBB Kultur - Sonntag, 31. Mai 2020 14:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Ulrike Müller
Produktion: rbb 2016, 55 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Ulrike Müller
Ton: Kaspar Wollheim
Ton: Martin Scholz
Produktionsassistenz: Silvia Vormelker
Dramaturgie: Regine Ahrem
Sound-Design: Roman Strack
Inhaltsangabe: Gartenstraße 7, Berlin-Mitte - eine Adresse, die Begehrlichkeiten weckt. Denn das Altbaumietshaus steht mitten in einem der heißesten Gentrifizierungsgebiete der Hauptstadt. Die Mieter der Gartenstraße 7 haben einen Brief erhalten, in dem sich die Nicolas Berggruen Berlin Two Properties GmbH & Co. KG als ihr neuer Hausbesitzer vorstellt. Vier Mieter des Hauses und vier Schauspieler - als ihre geistigen Untermieter - begeben sich auf das Spielfeld eines imaginären Monopoly und spielen um ihr Weiterwohnen. Sieger ist, wer am Ende des Spiels immer noch in der Gartenstraße wohnen bleiben kann.
Mitwirkende:
Martina Hesse
Franziska Kleinert
Andreas Klumpf
Alexander Schröder
Gerd Wameling
Klavier Tomas Bechli
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Die Alsterdetektive 3:

Ekelige Fracht

Sendetermine: NDR Info - Sonntag, 31. Mai 2020 14:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Kai Schwind
Katrin Wiegand
Produktion: Hamburgische Bürgerschaft 2010, 44 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Oliver Rohrbeck
Komponist(en): Dirk Wilhelm
Inhaltsangabe: Beim dritten Fall "Ekelige Fracht" entdecken die Kinder in der Elbe verdächtige Fässer. Offenbar versuchen die Betreiber eines Chemiewerks, Giftstoffe kostenlos zu entsorgen. Der Inhalt der Fässer wurde fälschlicherweise als Schlamm deklariert. Die Kinder nutzen erneut ihre Verbindungen ins Rathaus, um den Fall zu lösen.
Mitwirkende:
Jochen Schroeder
Dietmar Wunder
Andreas Fröhlich
Jens Wawrczeck
Shirin Westenfelder
Jodie Blank
Sebastian Kluckert
Daniel Claus
u.a.
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Einhundert Jahre Melancholie - Mircea Cartarescu, Schriftsteller aus Bukarest

Sendetermine: WDR 3 - Sonntag, 31. Mai 2020 15:04, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Simone Hamm
Produktion: WDR/SWR 2016, 54 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Matthias Kapohl
Inhaltsangabe: Mircea Cartarescu, der am 1. Juni 64 Jahre alt wird, gilt als wichtigster zeitgenössischer Autor Rumäniens. In seinen großen Romanen der Orbitor-Trilogie wird Bukarest zu einem phantastischen Universum, in dem nicht nur die eigene Familiengeschichte spielt, sondern auch der Staatssozialismus in der Erinnerung seltsam schreckliche Blüten treibt.
Bukarest, das ist die Stadt, in der Mircea Cartarescu 1956 geboren wurde und in der er sein ganzes Leben verbracht hat. Hier hat er studiert, hier hat er an der Universität gearbeitet, hier hat er angefangen, Gedichte zu schreiben. In den drei Romanen der Orbitor Trilogie irrlichtern seine Protagonisten durch ein apokalyptisches, phantasmagorisches Bukarest. Mircea Cartarescu hebt in seinen Romanen die Grenzen zwischen Traum und trister Wirklichkeit, zwischen Innen- und Außenwelt, zwischen Raum und Zeit auf. Bei ihm muss man sich als Leser einlassen auf Wahn und Halluzinationen, morbide Erotik und psychedelische Träume, die fast immer zu Alpträumen werden. Aber auch auf bitterböse, urkomische Satire.
Mircea Cartarescu schreibt in seinen vielfach preisgekrönten Romanen über Adoleszenz, erwachende Sexualität, Geheimbünde, Insekten, manieristische Gemälde, die komplexe Struktur einer Familie, seine Mutter und sehr viel über sich selbst. Und immer wieder über Bukarest. So wie Flaubert sagt, er sei Madame Bovary, so sagt Cartarescu, er sei Bukarest.
Mitwirkende:
Konstantin Lindhorst
Hüseyin Michael Cirpici
Robert Oschatz
Ulrich Haß
Simone Hamm
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Das Gute Leben für alle! - Suche nach einer neuen Erzählung

Sendetermine: NDR Info - Sonntag, 31. Mai 2020 11:05, (angekündigte Länge: 55:00)
NDR Info - Sonntag, 31. Mai 2020 15:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Julia Fritzsche
Produktion: BR 2019, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Ron Schickler
Ton und Technik: Bernd Schreiner
Ton und Technik: Jens Olsson
Inhaltsangabe: Unsere Gegenwart ist bedrängend. Menschenjagden, Neonaziaufmärsche und Brandanschläge - geprägt durch die extrem rechte Erzählung eines guten Lebens für die Volksgemeinschaft. Daneben ist die Gegenwart aber auch von der anderen großen Erzählung geprägt: der neoliberalen. Sie lautet „Jeder kann es schaffen“ und predigt Deregulierung, Privatisierung und Sozialstaatsabbau. Ein gutes Leben bietet sie den meisten nicht: Die ärmere Hälfte der Menschen in der Bundesrepublik verfügt über drei Prozent des Vermögens. In jedem fünften Haushalt können sich die Menschen keinen einwöchigen Urlaub leisten. Jedes fünfte Kind ist von Armut bedroht. Ein Ausweg aus dieser bedrängenden Gegenwart ist längst nötig - spätestens aber jetzt, wo Rechte in Parlamenten und auf der Straße mehr als zuvor unsere Körper und Freiheiten bedrohen. Wo das Leben im Globalen Süden so bedrängend ist, dass so viele Menschen wie nie zuvor aus dieser Gegenwart fliehen. Wo europäische Regierungen die Rettung von Menschen in Seenot verhindern und Gewaltenteilung, Pressefreiheit und Freiheit vor staatlicher Willkür einschränken. Ein Abarbeiten an rechten Ideen hilft nicht. Vielmehr wird klar: aus der bedrängenden Gegenwart führt nur eine eigene Erzählung. Ein eigener Entwurf eines guten Lebens. Eine eigene Idee einer Zukunft, an die wir selbst glauben. Ansätze dafür sind da. Bei Streiks von Pflegekräften, in der Idee „Solidarischer Städte“ in Konzepten von Indigenen und in verstörenden Performances leicht bekleideter Diven.
Mitwirkende:
Julia Fritzsche
Werner Härtl
Jennifer Güzel
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KL - Gespräch über die Unsterblichkeit

Sendetermine: SR 2 - Sonntag, 31. Mai 2020 17:04, (angekündigte Länge: 74:58)
Autor(en): John von Düffel
Produktion: RB 2019, 75 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Christiane Ohaus
Bearbeitung: Christiane Ohaus
Komponist(en): Michael Schiefel
Regieassistenz: Felix Lehmann
Technische Realisation: Gerd-Ulrich Poggensee
Technische Realisation: Corinna Gathmann
Technische Realisation: Angelika Körber
Technische Realisation: Jan Merget
Inhaltsangabe: Karl Lagerfeld war einer der bekanntesten Menschen auf diesem Planeten, einer der nicht nur Mode machte, sondern Mode war und weiterhin verkörpert. Mehr als zwei Jahre war John von Düffel KL auf der Spur. Entstanden ist ein fiktives Gespräch über die Unsterblichkeit‘ – treffsicher und geistreich wie der Meister selbst, auch wenn der nie leibhaftig dabei war. Karl Lagerfelds Tod Anfang Mai 2019 in Paris ändert nichts an seiner Popularität. Für viele kaum vorstellbar, dass diese Ikone der Selbstinszenierung auch den Naturgesetzen unterworfen war. KL lebte in seiner Arbeit und war stets Teil seines Werkes, wenn nicht sogar sein Hauptwerk. Er galt als unnahbar und war einer der launischsten und eigensinnigsten Interviewpartner deutscher Sprache, auch wenn berühmte Sätze von ihm in die Ewigkeit eingegangen sind. Wie aber war KL wirklich jenseits seines Aussehens, seiner altmodischen Strenge, Disziplin und Selbstbeherrschung, seiner pointierten Art des Redens und Denkens? Kein leichtes Unterfangen, mit ihm entspannt zu philosophieren über Leben, Tod, Schwäche und Ermüdung.
Mitwirkende:
Karl Lagerfeld Michael Kessler
Philosoph / Interviewer Martin Engler
Links: Externer Link Homepage von
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Grenzfall

Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 31. Mai 2020 17:04 Teil 2/2, (angekündigte Länge: 54:00)
Autor(en): Merle Kröger
Produktion: WDR 2013, 107 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Krimi
Regie: Thomas Leutzbach
Bearbeitung: Margareth Obexer
Technische Realisation: Jürgen Glosemeyer
Technische Realisation: Werner Jäger
Technische Realisation: Steffen Jahn
Regieassistenz: Andreas Westphalen
Dramaturgie: Isabel Platthaus
Inhaltsangabe: Was geschah 1992 bei der kleinen Stadt Kollwitz im deutschpolnischen Grenzgebiet? Sicher ist: Es gab zwei Tote, rumänische Roma, die über die grüne Grenze nach Deutschland wollten. Ein Fall, der 20 Jahre in den Akten verstaubte. 2012 im Europa der "offenen Grenzen": Wie Zehntausende anderer Migranten schlägt sich Adriana als Wanderarbeiterin durch. Doch auch auf den Feldern Südeuropas wird die Arbeit knapp. Sie fasst den Entschluss, nach Deutschland zu reisen, um Gerechtigkeit und Entschädigung für den Tod ihres Vaters vor 20 Jahren einzufordern. Aber in Kollwitz will niemand an die Vergangenheit erinnert werden - schon gar nicht von einer verdächtigen Fremden. Mattie Junghans, selbst fremd und vertraut zugleich in Deutschland, kommt zufällig mit der Geschichte in Berührung. Sie folgt ihrer Spur quer durch Europa und in die Vergangenheit - um am Ende in den politischen und wirtschaftlichen Machenschaften der Gegenwart zu landen.
Mitwirkende:
Matti Anja Herden
Nadina Carmen Birk
Adriana Ariella Hirshfeld
Nick Florian Lukas
Jahn Rainer Homann
Matthiesen Andrea Wolf
Wedemeier Peer Augustinski
Jasmin Yvon Jansen
Liviu Nedjo Osman
Georgel Ahmet Tahir
Volker Kai Hufnagel
Silvia Eva Christian
Marius Mark Oliver Bögel
Mädchen Johanna Bergmann
Berghaus Andreas Grothgar
Hajo Maximilian Hilbrand
Schölling Wolf Aniol
Wärterin Ulrike Prager
NPD-Politiker Martin Zuhr
Frau Ilse Strambowski
Wachpolizist/Polizist Daniel Schüßler
Hausmeister Volker Niederfahrenhorst
Vivek Sabiullah Anwar
Sekretärin Franziska Arndt
Bankangestellte Justine Hauer
Angelika Ismeta Stojkovic
Sergiu Jonas Baeck
Mihal Jean Paul Baeck
Lili Paula Fritz
Florin Zejhun Demirov
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Ludwig van Beethoven - Symphonie Nr. 5

Sendetermine: BR-Klassik - Sonntag, 31. Mai 2020 17:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Katharina Neuschaefer
Produktion: BR / Igel Records 2011, 50 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Bernhard Jugel
Katharina Neuschaefer
Inhaltsangabe: Bald wird der Komponist Ludwig van Beethoven taub sein. Langsam versinken immer größere Teile seines Lebens in Stille. Wie lange kann er noch komponieren? Wie lange noch als Pianist auftreten? Als tauber Künstler ist Beethoven auch gesellschaftlich ruiniert. Und so versucht er zu verheimlichen, was sich bald nicht mehr verheimlichen lässt. Ein Nerven zerreißendes Versteckspiel beginnt, bis Beethoven sich entschließt, eine Wette mit dem Schicksal selbst einzugehen.
"Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5" ist eine weitere Folge der Hörspielreihe "Starke Stücke für Kinder", in denen Do Re Mikro Meisterwerke der klassischen Musik in aufwändig inszenierten Hörspielen vorstellt.
Mitwirkende:
Erzähler Martin Umbach
Ludwig van Beethoven Stefan Lehnen
Klotho Caroline Ebner
Lachesis Christiane Rossbach
Atropos Christiane Blumhoff
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Familie Meierdierks

Sendetermine: RB 2 - Sonntag, 31. Mai 2020 18:04, (angekündigte Länge: 56:00)
Autor(en): Wolfgang Seesko
Produktion: RB 2010, 113 Min. (Stereo) - Feature
Genre(s): Hörspieltheorie
Inhaltsangabe: Familie Meierdierks kam damals "durch'n Radio". Sie lief als Hörspielserie von 1952-54 bei Radio Bremen. Ihr Erfinder Hans Günther Oesterreich, der sich selbst als "Tante Gesine" in die Serie hinein schrieb, hatte in insgesamt 57 Folgen die Geschichten einer Nachkriegsfamilie in Bremen entworfen. Mit Wolfgang Seesko spazieren wir durch die wenigen, erhaltenen Folgen dieser Bremensie und horchen noch einmal in die Welt am Anfang der Fünfziger Jahre, in denen der Samstagabend noch konkurrenzlos dem Radio gehörte.
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Vom Veitstanz zur Echternacher Springprozession - Das Rätsel der Tanzwut im Spätmittelalter

Sendetermine: HR 2 - Sonntag, 31. Mai 2020 18:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Peter-Michael Schenkel
Produktion: hr 1989, 53 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Jedes Jahr, am Dienstag nach Pfingsten, kann man in Echternach in Luxemburg eine ganz besondere religiöse Veranstaltung erleben: Die Echternacher Springprozession. Dabei springen die Teilnehmer zu Polka-Rhythmen in Reihen durch die Straßen der Stadt bis zum Grab des Heiligen Willibrod. Nur ein Klischee ist allerdings, dass dabei immer zwei Schritte vor, einer zurück gesprungen wird. Die Springweise ist durchaus unterschiedlich.
2010 hat die UNESCO die Echternacher Prozession auf die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit gesetzt. Aber wie ist dieser merkwürdige Tanz entstanden? War eine Veitstanzepidemie im 8. Jahrhundert die Ursache, der Tanz also ein Ritual der Dämonenvertreibung? Oder geht der merkwürdige Sprungtanz auf die Pest zurück? Autor Peter-Michael Schenkel geht dieser Frage nach und beleuchtet dabei auch den historischen Stellenwert des Tanzes im Zusammenhang von Konflikten mit dem Klerus und der Kirche im 14. Jahrhundert.
Mitwirkende:
Hans Peter Boegel
Uwe Koschel
Helmut Wöstmann
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Sechs Koffer

Sendetermine: SWR 2 - Sonntag, 31. Mai 2020 18:20 Teil 1/2 (entfällt) , (angekündigte Länge: 100:00)
Autor(en): Maxim Biller
Produktion: SWR 2020, ca. 200 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Walter Adler
Inhaltsangabe: In jeder Familie gibt es Geheimnisse und Gerüchte, die von Generation zu Generation weiterleben. Manchmal geht es dabei um Leben und Tod. "Sechs Koffer" erzählt die Geschichte einer russisch-jüdischen Familie auf der Flucht von Ost nach West, von Moskau über Prag nach Hamburg und Zürich. Aus sechs Perspektiven erzählt der Roman von einem großen Verrat, einer Denunziation. Das Opfer: der Großvater des inzwischen in Berlin lebenden Erzählers, der 1960 in der Sowjetunion hingerichtet wurde. Unter Verdacht: die eigene Verwandtschaft. Eine Erzählung über sowjetische Geheimdienstakten, über das tschechische Kino der Nachkriegszeit, vergiftete Liebesbeziehungen und die Machenschaften sexsüchtiger Kultur-Apparatschiks. Zugleich ist es aber auch eine Geschichte über das Leben hier und heute, über unsere moderne, zerrissene Welt, in der fast niemand mehr dort zu Hause ist, wo er geboren wurde und aufwuchs.
"Dieser Roman ist ein kunstvoll geschliffener Edelstein. Immer wieder blitzt eine andere Facette auf, bricht ein anderer Schein hervor, eine neue geschliffene Seite. Eine Epoche ist darin eingeschlossen, die Härte einer Zeit, so rätselhaft klar. Großartig, nein, nicht artig, groß: Maxim Biller." Robert Menasse
"Wie hütet man ein Familiengeheimnis? Indem man es allen erzählt. Maxim Biller ist mit diesem Buch ein wahres Kunststück gelungen." Durs Grünbein
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In Zeiten des abnehmenden Lichts

Sendetermine: SWR 2 - Sonntag, 31. Mai 2020 18:20 Teil 1/2, (angekündigte Länge: 100:00)
Autor(en): Eugen Ruge
Auch unter dem Titel: Die Partei hat immer Recht (1. Teil)
Produktion: SWR 2012, 198 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Leonhard Koppelmann
Bearbeitung: Leonhard Koppelmann
Komponist(en): Henrik Albrecht
Ton und Technik: Wolfgang Rein
Ton und Technik: Daniel Senger
Ton und Technik: Judith Rübenach
Regieassistenz: Constanze Renner
Regieassistenz: Pia Frede
Dramaturgie: Andrea Oetzmann
Inhaltsangabe: Die Erfahrungen von vier Generationen über 50 Jahre hinweg in einer dramaturgisch raffinierten Komposition: Von den Jahren des Exils bis ins Wendejahr 89 und darüber hinaus reicht diese wechselvolle Geschichte einer deutschen Familie. Sie führt von Mexiko über Sibirien bis in die neu gegründete DDR, führt über die Gipfel und durch die Abgründe des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein weites Panorama, ein großer Deutschlandroman, der Geschichte als Familiengeschichte erlebbar macht.
Mitwirkende:
Erzähler Dieter Mann
Alexander Umnitzer Devid Striesow
Wilhelm Powileit Hans Teuscher
Charlotte Powileit Eva-Maria Hagen
Nadjeshda Iwanowna Ekaterina Choulman
Kurt Umnitzer Michael Schweighöfer
Iina Umnitzer Irina Platon
Markus Umnitzer Benjamin Berger
Melitta Umnitzer Stephanie Schönfeld
Links: Externer Link Homepage Henrik Albrecht
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Durch kalte Länder

Sendetermine: DLR - Sonntag, 31. Mai 2020 18:30 Teil 1/2, (angekündigte Länge: 90:00)
Autor(en): Jáchym Topol
Produktion: DLR 2009, 172 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Martin Engler
Komponist(en): Dieter Fischer
Martin Eichberg
Martin Engler
Jo Bauer
Originalton-Aufnahme: Maryjka Martysevich
Originalton-Aufnahme: Yahor Mayorchyk
Ton und Technik: Martin Eichberg
Ton und Technik: Eugenie Kleesattel
Regieassistenz: Marcel Regenberg
Inhaltsangabe: Jáchym Topols Reisegroteske beginnt in einer fiktiven Wirklichkeit im postsozialistischen Theresienstadt. Der Ich-Erzähler sammelt mit ein paar Aufrechten weltweit Spenden für die mit wirtschaftlichen Problemen kämpfende Heimatstadt.
Sie sollen helfen, das Andenken an das Getto zu bewahren und die Dokumentation der Greuel im Zweiten Weltkrieg zu ermöglichen. Aber es gibt Ärger mit den Behörden. Der Ich-Erzähler flieht über Prag nach Minsk. Ein chaotischer Trip. Bei angeblich Gleichgesinnten trifft er auf absurde Ideen, mit Holocaust-Tourismus Geschäfte zu machen. Mit viel Energie wühlt er sich durch den auch symbolisch gemeinten Untergrund der Stadt und ihrer Geschichte.
Von einer Agentin des weißrussischen Ministeriums für Fremdenverkehr begleitet, lernt der Ich-Erzähler (IE) den Ausgrabungsleiter Kagan kennen. Angeblich hätte der Staatspräsident mit Kagans Partisanentruppe einen Separatfrieden geschlossen und eingewilligt, ein Museum des Genozids aufbauen zu lassen.
Dazu sei der IE als internationaler Experte eingeladen. Jetzt benötige man alle Daten aus Theresienstadt. Der IE flieht und verschluckt seinen USB-Stick mit dem begehrten Namensregister. In Chatyn, einem von den Nazis niedergebrannten Dorf, trifft er Alex wieder, ein ehemaliges Comeniusmitglied. Alex' Stolz ist seine Werkstatt: mumifizierte, mechanisch bewegte Menschen, dazu Ihre Stimmen vom Tonband. Sie erzählen, wie sie die Vernichtung ihres Dorfes überlebt haben.
Auch Lebo, den man das Gedächtnis von Theresienstadt nannte, ist bereits präpariert.
Mitwirkende:
Erzähler Martin Engler
Lebo Dieter Fischer
Sarah Linda Olsansky
Alex Tony de Maeyer
Maruschka Margarita Breitkreiz
Kagan Bernd Stempel
Artur Max Hopp
Ulla Astrid Meyerfeldt
Josef Olsansky
Margot Gödrös
Victor Choulman
Katja Schulmann
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Das Dschungelbuch

Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 31. Mai 2020 19:04 Teil 2/3
Autor(en): Rudyard Kipling
Auch unter dem Titel: Das Menschenjunge (1. Teil)
Die vergessene Stadt (2. Teil)
Der Tanz der Elefanten (3. Teil)
Produktion: WDR 2007, 99 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Kinderhörspiel
Regie: Frank Erich Hübner
Bearbeitung: Karlheinz Koinegg
Komponist(en): Wim Wollner
Inhaltsangabe: "Denkt euch das heiße, dunkle Herz des Dschungels! Denkt euch die Moos bewachsenen Ruinen einer längst vergessenen Stadt! Denkt euch das Schwarz des Panthers, das Silbergrau der Wölfe und das Gelb des Tigers, der noch keine Streifen hat! Denkt euch den Jungen Mogli, der unter Wölfen aufgewachsen ist und an Balu, den Bären, der ihn lehrt, wie man von Bäumen Honig stiehlt und seinen Tag in ihrem Blätterdach verschläft. Hört ihr sie wachsen? Hört genau hin! Denn was da wispert, raschelt und im Unterholz rumort, sind die Geschichten, die euch nur das Dschungelbuch erzählt ..."
Mitwirkende:
Erzählerin Regina Lemnitz
Mowgli Luca Kemmer
Balu Traugott Buhre
Baghira Christian Redl
Vater Wolf Jens Wachholz
Mutter Wolf Tanja Haller
Shir Khan Wolfgang Hess
Kabaki Jens Wawrczeck
Attila Gerd Mayen
Ka Horst Mendroch
Affenführer Hanns Jörg Krumpholz
Hans Schulze
Vittorio Alfieri
Jürgen Schüller
Heinz Baumeister
Isis Krüger
Benny Hogenacker
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Die Überall-Musik - Von der Fahrstuhlmusik zum Streaming

Sendetermine: DLF - Sonntag, 31. Mai 2020 20:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Ina Plodroch
Produktion: DLF 2020, 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Susanne Krings
Ton und Technik: Wolfgang Rixius
Ton und Technik: Anton Blank
Inhaltsangabe: Funktionsmusik, die aus den Lautsprechern der Kaufhäuser dudelt, soll die Kunden zum Kauf anregen. Durch Streamingdienste scheinen sich Hörer aber freiwillig der permanenten Hintergrundbeschallung auszusetzen. Das verändert nicht nur die Hintergrundmusik, sondern auch Popmusik generell. 1936 ertönt das erste Mal Musik im Fahrstuhl, um die Menschen zu beruhigen. Die Firma Muzak hat diese Musik geprägt und der Name ist bis heute Synonym für diese Funktionsmusik. Muzak-Erfinder George Owen Squier wollte damals, dass die Menschen jederzeit mit Musik beschallt werden. Um ihre Stimmung zu beeinflussen: Effektivität im Büro, Kaufrausch im Geschäft, Beruhigung im Fahrstuhl. Der Wunsch nach allgegenwärtiger Musik ist heute fast wahr geworden, durch Streamingdienste und Smartphones. Menschen setzen sich freiwillig beinahe ständig der Musik aus. Sie hören ihre Lieblingsalben und immer häufiger, die von den Streamingdiensten vorgegebenen Playlists. Spotify, Deezer und Apple Music wollen ihre Hörer mit einem Chill-Klangteppich zum Dauerkonsum anregen. Das steigert die App „Endel“ aus Deutschland. Ein Algorithmus programmiert personalisierte Musik mithilfe des Pulses und des Hormonspiegels. Damit scheint die Hintergrundmusik endgültig in den Vordergrund zu rücken. Oder droht die Popmusik nicht eher dadurch zur reinen Funktionsmusik zu werden? Und: Wie viel Gedudel erträgt der Mensch überhaupt?
Mitwirkende:
Philipp Schepmann
Lisa-Marie Seidel
David Vormweg
Ina Plodroch
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40 Grad Unterschied - Thomas Bernhard und Portugal.

Sendetermine: ORF Ö1 - Sonntag, 31. Mai 2020 20:15
Autor(en): Julia Schlager
Produktion: ORF 2018, 34 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: 'Was haben sie hier noch für unbeschwerte Landstriche', schwärmte Bernhard von Portugal, das zu seinen Lieblingsländern zählte und für ihn ein Fluchtpunkt vor den mitteleuropäischen Realitäten darstellte. Vor allem das milde Klima an der Atlantikküste hatte es dem Schriftsteller angetan. 'Ich bin ja ein Meerfanatiker. Ich brauch' das Gefühl, dass das Meer in der Nähe ist, dann leb' ich schon auf'.
Ab 1974 reiste Thomas Bernhard regelmäßig nach Portugal. Häufig in Begleitung seines 'Lebensmenschen', Hede Stavianicek, aber auch mit dem Bruder oder der langjährigen Freundin Gerda Maleta, seinem 'Schiacherl'. Noble Hotels und Kartenspiele hätten es ihm möglich gemacht, 'quälende Gedanken wegzuwischen'. Zumindest kurzfristig, denn Eklat und Drama waren nie weit. Ebenso wenig Österreich. Erzählte Thomas Bernhard von Portugal, erzählte er im Vergleich.
'Dort in Portugal hat's zwanzig Grad über Null und da zwanzig Grad unter Null - vierzig Grad Unterschied'. Seine Liebe zu dem Land am äußersten Rand Europas währte bis zu seinem Tod. Es wäre aber nicht Thomas Bernhard, wenn er Portugal nicht auch kritisch gesehen hätte. 'Das ist halt so, wenn Sie ein gutes Gebiss näher anschauen, dann sehen Sie auch, mit dem ist es nicht weit her'.
Mitwirkende:
Joseph Lorenz
Nikolaus Kinsky
Sabine Muhar
Ursula Scheidle
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Ein ganzes Leben

Sendetermine: NDR Info - Sonntag, 31. Mai 2020 21:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Robert Seethaler
Produktion: SRF/ORF 2019, 52 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Elisabeth Weilenmann
Bearbeitung: Elisabeth Weilenmann
Komponist(en): Fatima Dunn
Tontechnik: Roland Fatzer
Tontechnik: Angelika Körber
Tontechnik: Martin Leitner
Inhaltsangabe: Es ist fast das ganze 20. Jahrhundert, das Robert Seethaler erzählt, wenn er von Andreas Egger erzählt. In einzelnen Lebensabschnitten beschreibt er den einfachen, schicksalsergebenen Mann so präzise, dass man ihn durch sein ganzes Leben zu begleiten meint.
Andreas Egger ist stark, aber langsam. Als vierjähriger Waise wird er 1902 auf den Hof des Grossbauern Hubert Kranzstocker gebracht. Er sieht zum ersten Mal die Berge und bekommt den Ochsenziemer des Bauern bei jeder Gelegenheit zu spüren – einmal knackt etwas im Bein, und Egger hinkt. Als 18 Jähriger verlässt er den Hof. Ohne zu murren, arbeitet er als Knecht, hilft beim Bau der ersten Seilbahn im Tal und lernt die Liebe seines Lebens kennen: Marie. Er wird sie verlieren und krank und starr vor Traurigkeit sein, wird ihr im 2. Weltkrieg aus Russland einen Brief schreiben und ihr schliesslich wieder begegnen.
Mitwirkende:
Erzähler Peter Mati?
Andreas Egger jung Christoph Luser
Andreas Egger alt Branko Samarovski
Kranzstocker Werner Lustig
Marie Gerti Drassl
Hörnerhannes Hans Kahlert
Alois Klammerer Klaus Huhle
Wirt Wolfram Berger
Prokurist Rainer Egger
Mattl Raimund Wallisch
Grollerer Franz Josef Danner
Wirtin Linde Prelog
Offizier Christian Erdt
Herr Roskovics Klaus Höring
Frau Roskovics Brigitte Janner
Anna Holler Gertrud Roll
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Erinnerungen einer Überflüssigen

Sendetermine: BR 2 - Sonntag, 31. Mai 2020 21:05 Teil 1/2 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 52:00)
Autor(en): Lena Christ
Produktion: BR 2020, 104 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Stefanie Ramb
Bearbeitung: Stefanie Ramb
Komponist(en): Evi Keglmaier
Greulix Schrank
Ton und Technik: Peter Preuß
Ton und Technik: Gerhard Wicho
Ton und Technik: Susanne Herzig
Ton und Technik: Daniela Röder
Regieassistenz: Pauline Seiberlich
Inhaltsangabe: Eine Emanzipation gelingt durch das Schreiben, das Lena Christ angeregt von ihrem zweiten Ehemann Peter Jerusalem beginnt. Mit eindringlicher und direkter Sprache, zeichnet sie in "Erinnerungen einer Überflüssigen" das Bild eines Mädchen- und Frauenlebens um die Wende des 19. zum 20. Jahrhunderts im katholischen Bayern auf dem Land und im kleinbürgerlichen München, schonungslos beschreibt sie die erlittene Gewalt, ihre inneren und äußeren Kämpfe und das zunächst zaghafte, später selbstbewusstere Eintreten für ihre Rechte. Gegen Ende des Ersten Weltkriegs gerät sie in wirtschaftliche Schwierigkeiten, versucht durch das Fälschen von Bildern zu Geld zu kommen. Am 30. Juni 1920 nimmt sie sich mit 38 Jahren das Leben. Heute gilt Lena Christ als eine der bedeutendsten bayerischen Schriftstellerinnen.
Mitwirkende:
Brigitte Hobmeier
Helena Schrei
Johanna Bittenbinder
Katja Bürkle
Sarah Camp
Martin Pfeifel
Winfried Frey
Beate Himmelstoß
Barbara Maria Messner
Klaus Stiglmeier
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Oury Jalloh und die Toten des Polizeireviers Dessau

Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 31. Mai 2020 08:04 Teil 3/5 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 30:00)
WDR 5 - Sonntag, 31. Mai 2020 22:30 Teil 3/5, (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Margot Overath
Auch unter dem Titel: Die Leiche ist schuld (1. Teil)
Auf den Bauch gelegt (2. Teil)
Der Bürger schlief tief und fest (3. Teil)
Opfer minderer Bedeutung (4. Teil)
Das höhere Gut (5. Teil)
Produktion: WDR 2020, 146 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Nikolai von Koslowski
Technische Realisation: Gertrudt Glosemeyer
Technische Realisation: Barbara Göbel
Technische Realisation: Jonas Bergler
Regieassistenz: Dirk Leyers
Inhaltsangabe: Ein Asylbewerber aus Afrika verbrennt 2005 im Polizeigewahrsam. Der an Händen und Füßen Gefesselte habe sich selbst angezündet, behaupten die Beamte. 15 Jahre lang scheitert die Justiz trotz mehrfacher Anläufe daran, den Fall aufzuklären - und macht ihn damit zum Politikum. Warum musste Oury Jalloh sterben? Welche Rolle spielten zwei weitere 'ungeklärte Todesfälle' in und um die gleiche Polizeiwache? Scheiterte die Aufklärung an dilettantischen Ermittlungen, an Richtern, die sich Polizeibeamte als Täter einfach nicht vorstellen können, oder war es Ergebnis systematischer Vertuschung? Über ein Jahrzehnt hat die Autorin den Fall verfolgt, Akten studiert, mit Zeugen, Polizisten, Staatsanwälten, Brandexperten, Rechtsmedizinern und Kriminologen gesprochen und dabei ein beklemmendes Bild gewonnen. Die Recherchen führen in eine Gemengelage, wie es sie zum Zeitpunkt der Tat nicht nur in Sachsen-Anhalt gab: Brutale Polizeitraditionen aus Vopo Zeiten gepaart mit offenem Alltagsrassismus und gewaltbereitem Rechtsradikalismus - verharmlost von Spitzen der Verwaltung und Politik. Manches davon wurde inzwischen zu einem bundesweiten Problem. Die fünfteilige Feature-Serie dokumentiert die mühsame Suche nach der Wahrheit - über den Tod von Oury Jalloh und zwei weiterer Dessauer Bürger. Er zeigt auch, warum Opfer von Polizeigewalt häufig wenig Chancen haben, und wie Korpsgeist und falsch verstandene Loyalitäten in Strafverfolgungsbehörden zur Gefahr für den Rechtsstaat werden können. Die Autorin erzählt, wie aus einem Polizei - ein Justizskandal wurde, der mittlerweile die politische Ebene erreicht hat. Noch gibt es hierzulande Hoffnung auf späte Aufklärung. Sonst könnte sich bald der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit der Frage befassen, ob es in Deutschland eine zivilisatorische Lücke gibt, wenn es um 'Opfer minderer Bedeutung' geht.
Mitwirkende:
Justus Maier
Stefko Hanushevsky
Svenja Wasser
Eva Meckbach
Links: Externer Link Homepage Margot Overath
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Primal Energies

Sendetermine: ORF Ö1 - Sonntag, 31. Mai 2020 23:00, (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Bill Fontana
Produktion: EIG 2020, ca. 60 Min. (Stereo) - Originalhörspiel int.
Inhaltsangabe: Im Rahmen von Graz Kulturjahr 2020 interreptiert der US amerikanische Soundkünstler Bill Fontana in seiner Solo-Ausstellung 'Primal Energies' (13.03.2020 - 07.06.2020) im Kunsthaus Graz seine berühmte Radio-Sound-Skulptur 'Sonic Projections from Schloßberg Graz' aus dem Jahr 1988 neu.
1988 fand das Projekt im Rahmen der Ausstellung 'Bezugspunkte 38/88' statt. An acht Bezugspunkten der Grazer Innenstadt, die zur Zeit der nationalsozialistischen Machtergreifung eine Rolle gespielt haben, installierte Fontana Mikrofone, die die Alltagsgeräusche der Stadt einfingen. Vom Schlossberg aus wurden die Klänge hinunter in die Stadt geschickt, und zwar gemischt mit Klängen, die Fontana an anderen Orten in der ganzen Welt aufgenommen hatte. In einem Interview von 2007 blickte der Künstler auf das Projekt zurück. Viele Menschen, so sein Eindruck, scheuten die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit. Jeden Winkel der Stadt wollte er mit angenehmen Sounds penetrieren, und so den Terror austreiben.
Das Projekt wurde von der Bevölkerung stark angefeindet - entgegen den Erwartungen von Bill Fontana, hatte er doch explizit positive, unschuldige Sounds ausgesucht, z.B. das zärtliche Rufen eines Gibbonpärchens im thailändischen Regenwald, das Singen eines australischen Leierschwanzes und ein Nebelhorn bei der Golden Gate Bridge in San Francisco und ein Nebelhorn bei der Golden Gate Bridge in San Francisco und so weiter.
Für die Ausstellung 'Primal Energies' entwickelt Fontana speziell für den Space01 des Kunsthauses Graz eine audiovisuelle Installation über die akustische und visuelle Ästhetik erneuerbarer Energien.
Seit den 1960er-Jahren verwendet Fontana Sound als skulpturales Medium. Über 50 Klangskulpturen weltweit und mehr als 20 interkontinentale Radioskulpturen haben ihn international zu einem äußerst gefragten Soundkünstler werden lassen, der sich darauf versteht, aus dem passiven Hören ein aktiv einsetzbares Verständnismedium zu machen. Besonders seine jüngeren Installationen in Paris, London und San Francisco (zum Teil auch permanent im städtischen Raum installiert) tragen dazu bei, den Eigenklang von Umgebungen und deren historische oder kulturelle Muster physisch zu erfahren und kognitiv zu erforschen.
Seit Beginn seiner künstlerischen Laufbahn hinterfragt der Künstler Umweltfragen durch die Möglichkeit einer ganzheitlichen Wahrnehmung des 'Übersehenen'. Mit seiner neuen Installation zu erneuerbaren Energien in Graz bewegt sich Fontana einmal mehr mit den Mitteln neuester Techniken auf dem Feld künstlerischer Forschung und taucht in die akustischen und visuellen Strukturen von Wasser, Wind und Geothermie ein, um sie dem Publikum sinnlich näherzubringen.
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