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Die ARD hat den Deutschen Hörspielpreis eingestellt.

Ein ARD-Sprecher sagte, die Initiative für diese Entscheidung sei von den Hörspielredaktionen der ARD-Sender gekommen. Innerhalb des Senderverbunds gebe es immer mehr Kooperationen, dazu gehöre auch eine virtuelle Gemeinschaftsredaktion für das Hörspiel.

Daher sei ein Wettbewerb als Binnenkonkurrenz zwischen den Landesrundfunkanstalten und Deutschlandradio, ORF und SRF wenig plausibel, unzeitgemäß und nach außen nicht vermittelbar. Nach Angaben des Sprechers erschien den Hörspielredaktionen ein Wettbewerb fragwürdig, bei dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen durch Rundfunkbeiträge finanzierten Preis an Produktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vergebe. Die Hörspieltage in Karlsruhe, an denen der Preis bisher vergeben wurde, sollen neu aufgesetzt werden.

Die letzten ARD-Hörspieltage in gewohnter Form finden im ZKM-Karlsruhe vom 7. bis 10. November 2024 statt.

Warum das Kind in der Polenta kocht

Autor(en): Aglaja Veteranyi
Produktion: DRS 2010, 70 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Simona Ryser
Bearbeitung: Simona Ryser
Komponist(en): Jonas Kocher
Inhaltsangabe: Das Kind einer rumänischen Artistenfamilie lebt in zwei Welten, der farbig verklärten Heimat von Zirkus und Wohnwagen und der harten Wirklichkeit des ständigen Fremd- und Unterwegsseins. Voller Illusionen ist die Familie den Verheissungen des Westens gefolgt: Ein grosses Haus soll gekauft, die Tochter ein Filmstar werden. Doch es kommt anders. Und die Geschichten vom Kind, das in der Polenta kocht, die die Geschwister sich als Gegengift gegen die bitteren Erfahrungen erzählen, werden immer grausiger.
«Warum das Kind in der Polenta kocht» ist Aglaja Veteranyis eigene Geschichte. Nachdem ihre Eltern in den 70er Jahren auf ein besseres Leben im Westen setzen, muss sie, noch fast ein Kind, als Artistin und Tänzerin arbeiten, bis sich die Familie in der Schweiz niederlässt. Dort bringt sie sich mit siebzehn selber Lesen und Schreiben bei, wird Schauspielerin und Schriftstellerin. Und wird doch nie darüber hinwegkommen, dass sie für fremde Träume missbraucht wurde, die erst noch nichts als Selbstbetrug waren.
Mitwirkende:
Bettina Hoppe
Rebecca Klingenberg
Julia Schmidt
Thomas Douglas
Lislot Frei
Noëmi Gradwohl
Links: Externer Link Homepage Jonas Kocher
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