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Die ARD hat den Deutschen Hörspielpreis eingestellt.

Ein ARD-Sprecher sagte, die Initiative für diese Entscheidung sei von den Hörspielredaktionen der ARD-Sender gekommen. Innerhalb des Senderverbunds gebe es immer mehr Kooperationen, dazu gehöre auch eine virtuelle Gemeinschaftsredaktion für das Hörspiel.

Daher sei ein Wettbewerb als Binnenkonkurrenz zwischen den Landesrundfunkanstalten und Deutschlandradio, ORF und SRF wenig plausibel, unzeitgemäß und nach außen nicht vermittelbar. Nach Angaben des Sprechers erschien den Hörspielredaktionen ein Wettbewerb fragwürdig, bei dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen durch Rundfunkbeiträge finanzierten Preis an Produktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vergebe. Die Hörspieltage in Karlsruhe, an denen der Preis bisher vergeben wurde, sollen neu aufgesetzt werden.

Die letzten ARD-Hörspieltage in gewohnter Form finden im ZKM-Karlsruhe vom 7. bis 10. November 2024 statt.

Entretien sonore avec Fernand Deligny

Autor(en): Achim Lengerer
Produktion: WDR 2014, Min. (Stereo) -
Regie: Achim Lengerer
Benedikt Bitzenhofer
Peter C. Simon
Inhaltsangabe: Die Auseinandersetzung mit dem französischen Pädagogen, Schriftsteller und Filmemacher Fernand Deligny (1913-1996) ist Ausgangspunkt des Projekts von Achim Lengerer.
Deligny beginnt in den 1940er Jahren, als Sozialarbeiter mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Später gründet er mit jungen Erwachsenen in Südfrankreich eine Siedlung, um mit von der Psychiatrie als "autistisch" bezeichneten Kindern zusammenzuleben. In seiner pädagogischen Arbeit ist es nicht Ziel, diese Kinder zu erziehen oder zu heilen, vielmehr wird versucht, den Kindern innerhalb (und außerhalb) der Lebensstruktur der Erwachsenen abweichende Wege zu ermöglichen, ihnen ein Um- und Handlungsfeld für ihre wesenseigene Nutzung von Raum und Zeit zu schaffen.
Durch die Jahrzehnte entstehen mehrere dokumentarische Filmprojekte mit begleitenden Texten sowie Schriften zum kinematografischen Bild. Delignys Nachdenken über Film zeigt sich in der Behandlung der Tonspur, unter anderem in: "Ce gamin, là" von 1975. Deligny nutzt das filmische Voice-over als (s)eine literarische Erzählstimme, die dem filmischen Bild vorsichtig parallel gesetzt wird; eine Tonspur, die der Bildspur "angelegt" wird und die sich in fragiler Balance zum Nichtsprechen der Kinder artikuliert. Die Stimmen der Kinder und die Sprache Delignys bilden die beiden Pole des "Entretien sonore", des akustischen Gesprächs.
Mitwirkende:
Martin Bross
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Druckausgabe (PDF)

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