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Die ARD hat den Deutschen Hörspielpreis eingestellt.

Ein ARD-Sprecher sagte, die Initiative für diese Entscheidung sei von den Hörspielredaktionen der ARD-Sender gekommen. Innerhalb des Senderverbunds gebe es immer mehr Kooperationen, dazu gehöre auch eine virtuelle Gemeinschaftsredaktion für das Hörspiel.

Daher sei ein Wettbewerb als Binnenkonkurrenz zwischen den Landesrundfunkanstalten und Deutschlandradio, ORF und SRF wenig plausibel, unzeitgemäß und nach außen nicht vermittelbar. Nach Angaben des Sprechers erschien den Hörspielredaktionen ein Wettbewerb fragwürdig, bei dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen durch Rundfunkbeiträge finanzierten Preis an Produktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vergebe. Die Hörspieltage in Karlsruhe, an denen der Preis bisher vergeben wurde, sollen neu aufgesetzt werden.

Die letzten ARD-Hörspieltage in gewohnter Form finden im ZKM-Karlsruhe vom 7. bis 10. November 2024 statt.

Die Nordlandfahrer

Autor(en): Philip Stegers
Produktion: WDR 2014, 54 Min. (Stereo) -
Regie: Claudia Johanna Leist
Komponist(en): Lee Buddah
Technische Realisation: Gertrudt Melcher
Technische Realisation: Sebastian Nohl
Regieassistenz: Oliver Metz
Dramaturgie: Isabel Platthaus
Inhaltsangabe: Am 5. Juli 1914 übermittelt Wilhelm II. eine Blankovollmacht an Österreich-Ungarn, in der er im Kriegsfall "die volle Unterstützung Deutschlands" verspricht. Am Tag darauf fährt der Kaiser in Urlaub. Es ist seine jährliche "Nordlandfahrt", die er auf der Staatsyacht Hohenzollern in den norwegischen Fjorden verbringt. An Bord eine reine Männergesellschaft aus Höflingen und zwei militärischen Beratern. Es herrschen Uniform- und Humorzwang: morgendliche Turnübungen, infantile Streiche, feucht-fröhliche Abende im Rauchersalon. Die Launen des Kaisers sind oberstes Gebot. Währenddessen versuchen die militärischen Berater verzweifelt, in dem abgelegenen Fjord mit den politischen Entwicklungen Schritt zu halten. Aus Briefen, Tagebuchaufzeichnungen, Memoiren rekonstruiert das Hörspiel diese groteske Fußnote der Weltgeschichte, die im Kleinen von Versagen und Selbstüberschätzung größter Tragweite erzählt.
Mitwirkende:
Kaiser Wilhelm II Thomas Thieme
Admiral Georg Alexander von Müller Felix von Manteuffel
Hans Bohrdt Matthias Haase
Frau Sorge Irm Hermann
Professor Paul Güssfeld Jürgen Thormann
Wedel Gregor Höppner
Axel von Schwering Reiner Schöne
Carl von der Osten-Fabeck Arndt Schwering-Sohnrey
General Moritz von Lyncker Udo Schenk
Admiral Friedrich von Ingenohl Hans Peter Hallwachs
Illustrierte Zeitung Anna Böttcher
Görtz Rene Heinersdorff
Links: Externer Link Homepage von Philip Stegers
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