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Die ARD hat den Deutschen Hörspielpreis eingestellt.

Ein ARD-Sprecher sagte, die Initiative für diese Entscheidung sei von den Hörspielredaktionen der ARD-Sender gekommen. Innerhalb des Senderverbunds gebe es immer mehr Kooperationen, dazu gehöre auch eine virtuelle Gemeinschaftsredaktion für das Hörspiel.

Daher sei ein Wettbewerb als Binnenkonkurrenz zwischen den Landesrundfunkanstalten und Deutschlandradio, ORF und SRF wenig plausibel, unzeitgemäß und nach außen nicht vermittelbar. Nach Angaben des Sprechers erschien den Hörspielredaktionen ein Wettbewerb fragwürdig, bei dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen durch Rundfunkbeiträge finanzierten Preis an Produktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vergebe. Die Hörspieltage in Karlsruhe, an denen der Preis bisher vergeben wurde, sollen neu aufgesetzt werden.

Die letzten ARD-Hörspieltage in gewohnter Form finden im ZKM-Karlsruhe vom 7. bis 10. November 2024 statt.

Der trojanische Krieg findet nicht statt

Autor(en): Jean Giraudoux
Produktion: SWF 1955, 68 Min. (Mono) - Bearbeitung Theater
Genre(s): Komödie
Regie: Gert Westphal
Komponist(en): Peter Zwetkoff
Übersetzung: Boris von Borresholm
Inhaltsangabe: In dem 1935 in Paris uraufgeführten und nach 1945 auch auf deutschen Bühnen viel gespielten Theaterstück wird mit überlegener Ironie, aber auch mit herzlichem Ernst die Unsinnigkeit des Krieges gekennzeichnet. die Gestalten aus Homers "Ilias" sprechen infolge der ironischen Geschichtsauffassung von Giraudoux unsere Sprache und antworten mit unseren Gefühlen. Die Erkenntnisse sind Erkenntnisse des zwanzigsten Jahrhunderts. Aber sie führen nicht zur Vernunft. Genau so wenig wie gleiche Erkenntnisse dreitausend Jahre vorher in Troja zur Vernunft geführt haben. Die Trojaner wollen den Krieg, und die Griechen wollen den Krieg, Krieg um was eigentlich? Um der geraubten Helena willen? Wegen einer Buhlerin? Das kann Hektor nicht einsehen. Er ist der Krieger, der Feldherr, der Soldat, der den Krieg und seine verheerenden Folgen kennt. Darum versucht er alles, um den Ausbruch des Krieges zu verhindern, der dann als trojanischer Krieg in Sage und Geschichte eingegangen ist. In Odysseus findet er einen Geistesverwandten. So scheint alles gut zu gehen, denn die wahren Köpfe feindlicher Parteien sind sich einig: der trojanische Krieg findet nicht statt. Da wird, wie so oft in der Politik, der Zwischenfall heraufbeschworen. Erfolg: der trojanische Krieg findet doch statt.
Mitwirkende:
Andromache Otti Schütz
Kassandra Henni Schneider-Wenzel
Hektor Will Quadflieg
Paris Rolf Henniger
Priamos Kurt Ebbinghaus
Hekuba Trudik Daniel
Demokos Paul Henckels
Helena Dagmar Altrichter
Ajax Walter Richter
Odysseus Paul Hoffmann
Busiris Max Mairich
Mariner Paul Dättel
Olpides Herbert Fleischmann
Gert Westphal
Friedrich von Bülow
Hanns Bernhardt
Gert Keller
Ullrich Goetsch
Peter Neubauer
Gert Wiedenhofen
Klaus Friedrich
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

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