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Die ARD hat den Deutschen Hörspielpreis eingestellt.

Ein ARD-Sprecher sagte, die Initiative für diese Entscheidung sei von den Hörspielredaktionen der ARD-Sender gekommen. Innerhalb des Senderverbunds gebe es immer mehr Kooperationen, dazu gehöre auch eine virtuelle Gemeinschaftsredaktion für das Hörspiel.

Daher sei ein Wettbewerb als Binnenkonkurrenz zwischen den Landesrundfunkanstalten und Deutschlandradio, ORF und SRF wenig plausibel, unzeitgemäß und nach außen nicht vermittelbar. Nach Angaben des Sprechers erschien den Hörspielredaktionen ein Wettbewerb fragwürdig, bei dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen durch Rundfunkbeiträge finanzierten Preis an Produktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vergebe. Die Hörspieltage in Karlsruhe, an denen der Preis bisher vergeben wurde, sollen neu aufgesetzt werden.

Die letzten ARD-Hörspieltage in gewohnter Form finden im ZKM-Karlsruhe vom 7. bis 10. November 2024 statt.

Das Radio der Zukunft

Autor(en): Velimir Chlebnikov
Produktion: BR 1995, 21 Min. (Stereo) - Feature
Genre(s): Hörspieltheorie
Sprache: Deutsch/Russisch
Regie: Martin Zeyn
Bernhard Jugel
Komponist(en): Ernst Horn
Inhaltsangabe: 1921 entwirft Chlebnikov - Futurist, Utopist, Schwarmgeist, Wortzertrümmerer und Wortschöpfer - die Zukunft des Radios. Alles konnte noch vom Radio gewollt, erwünscht, erträumt werden. Noch ist selbst die technische Apparatur ein Traumbild. Alle Naturgewalten werden von Chlebnikov herangezogen, um den Eindruck des Mediums zu schildern. Unermeßlich, gewaltig, ungeheuer kostbar erscheint das Radio. Da ist die Nützlichkeit des Radios für die Volksaufklärung, die Chlebnikov zu einem Pfingstereignis verklärt. Fernheilung und unerhörte Arbeitssteigerungen erwartet Chlebnikov vom Radio. Es wird überall zur selben Zeit hörbar sein. Noch wird kein Wasser zu Wein, aber immerhin ein einfaches Essen zu einem Festmahl. Das Radio ist das Ende der babylonischen Sprachverwirrung. Wo es spricht, riechen die Menschen den winterlichen Geruch von Linden mit Schnee gemischt. Chlebnikov erträumte sich im Radio einen Verbündeten für die Entwicklung einer über alle Grenzen hinweg verständlichen Sprache, der "Zaum-" oder "Sternensprache", jetzt da man endlich alle Menschen überall zur selben Zeit erreichen kann.
Die Musik des Komponisten Ernst Horn basiert auf einer 15minütigen Aufnahme, die beim Drehen an der Kurzwellenskala entstand und mit Computer und Sampler digital bearbeitet wurde.
Mitwirkende:
Holger Czukay
Valeri Scherstjanoi
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