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Neues Programmschema beim HR

Das Sonntagshörspiel wird jetzt am Abend um 22 Uhr gesendet. Das Kinderhörspiel ist von Samstagmittag auf Sonntagmorgen 8.04 Uhr gewandert.

Dann gibt's alle 14 Tage den Krimi-Mittwoch, wie gehabt 21 Uhr. Beim Hörspiel aus der Artist's Corner bleibt es beim alten Sendeplatz, Samstag, 23 Uhr.

32 Hörspiele mit Autor = »brod«

Amerika

Autor(en): Max Brod
Franz Kafka
Auch unter dem Titel: Der Verschollene (alternativer Hörspieltitel)
Produktion: SWF 1957 88 Min. (Mono) - Bearbeitung Literatur
Regisseur(e): Ludwig Cremer
Bearbeiter: Ludwig Cremer
Komponist(en): Peter Zwetkoff
Toningenieur: Friedrich Basan
Regieassistenz: Werner Schlechte
Inhaltsangabe: Der 16jährige Karl Roßmann wird von seiner Familie wegen eines Verhältnisses mit einem Dienstmädchen verstoßen. Er geht nach Amerika, um dort sein Glück zu machen. Doch seine Versuche, sich in die rationalisierte Welt der Arbeit einzuordnen, scheitern immer wieder: Ein reicher Onkel nimmt sich seiner an und verstößt ihn rasch wieder. In einem Hotel wird er als Liftboy angestellt. Auch hier zu Unrecht entlassen, findet er als Diener Unterkunft bei der Sängerin Brunelda. Im unvollendeten Schlusskapitel des unter dem Titel "Der Verschollene" 1912/14 entstandenen Romanfragments deutet sich ein positiver Ausgang an: Das "Naturtheater von Oklahoma" bietet allen Menschen Beschäftigung, die als "Künstler" ihre eigene Individualität entwickeln wollen.
"Als der Sechzehnjährige Karl Roßmann, der von seinen armen Eltern nach Amerika geschickt worden war, weil ihn ein Dienstmädchen verführt und ein Kind von ihm bekommen hatte, in dem schon langsam gewordenen Schiff in den Hafen von New York einfuhr, erblickte er die schon längst beobachtete Freiheitsgöttin wie in einem plötzlich stärker gewordenen Sonnenlicht. Ihr Arm mit dem Schwert ragte wie neuerdings empor, und um ihre Gestalt wehten die freien Lüfte." (Franz Kafka "Amerika")
Mitwirkende:
Karl Roßmann Joachim Teege
Robinson, Ire Alfred Balthoff
Delemarche, der Franzose Rudolf Rhomberg
Kapitän Gert Tellkampf
Green Gert Keller
Pollunder Kurt Hoffmann
Klara, dessen Tochter Edith Teichmann
Die Oberköchin Martina Otto
Therese, ihre Assistentin Gustl Halenke
Oberkellner Isbary Wolfgang Hofmann
Heizer Mahlmann Wolfgang Golisch
Senator Jacob Hannes Tannert
Der Oberportier Benno Sterzenbach
Renell, Liftjunge Stefan Wigger
Student Josef Mendel Herbert Fleischmann
Diener Ernst Ehlert
Brunelda Asta Stargardt
Alter Herr Ernst Sladeck
Kellner Alf Reigl
Walter Starz
Hanns Bernhardt
Musiker .
Violine Herbert Rohrer
Viola Paul Baal
Violoncello Albrecht Kuen
Klarinette Hermann Nobs
Saxophon Hans Lemser
Trompete Hubert Staar
Schlagzeug Erich Seiler
Schlagzeug Fritz Zimmermann
Harfe Hilde Heckel
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Der Beginn der großen Irritation

Autor(en): Oliver Brod
Claudia Lohmann
Auch unter dem Titel: Akustisches Begleitmaterial für eine neue Epoche (Untertitel)
Produktion: EIG (i.A. SWR) 2010 25 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regisseur(e): Claudia Lohmann
Oliver Brod
Inhaltsangabe: »Wenn wir uns in ein paar Jahren zu erinnern versuchen, wie die Große Irritation begann, so werden wir an die Vögel denken: Im Nachthimmel schwärmten sie um die Spitzen des Doms. In ihrer Verwirrung so selbstverständlich, wir als Betrachter selbstverständlich verwirrt. Ich werde froh sein, eine Kamera bei mir gehabt zu haben. Auch wenn ich noch nicht begriff, worauf das alles hinauslaufen würde.«
Mitwirkende:
Katharina Schmalenberg
Martin Becker
Bernhard Schütz
Kim Pfeiffer
Jacqueline Bartholomae
Claudia Lohmann
Sigrid Brod
Stefanie Ehlers
Oliver Brod
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Externer Link Autorengemeinschaft Claudia Lohmann und Oliver Brod
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Die Weltbedienungsanleitung

Autor(en): Oliver Brod
Claudia Lohmann
Auch unter dem Titel: Bei sich sein (6. Teil)
Geld vergessen (1. Teil)
Gott verstehen (4. Teil)
Heimisch werden (9. Teil)
Liebe machen (3. Teil)
Nichts tun (10. Teil)
Normal werden (5. Teil)
Payback nutzen (2. Teil)
Probleme machen (11. Teil)
Richtig wählen (8. Teil)
Schöner wohnen (7. Teil)
Produktion: SWR 2008 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Inhaltsangabe: Wohin verduften die Socken beim Waschen? Und warum verschwinden sie nicht in Paaren? Woher bekomme ich ein funktionierendes Weltbild? Und wie wird es installiert? Die korrekte Bedienung der Welt ist nicht immer einfach. Gut, dass es einen richtungsweisenden Telefonservice gibt, der endlich brauchbare Antworten auf die wichtigsten Grund- und Anwendungsfragen unserer Existenz liefert. - Benutzerfreundlich, lebenspraktisch, überkonfessionell, und mit sekundengenauer Abrechnung. Registrierte Weltbenutzer erhalten hier die einzig richtige Antwort auf ihr persönliches Weltbedienungsproblem.
Wenn Sie selbst eine Frage zur Weltbedienung haben, dann wenden Sie sich an unsere Spezialisten. Schicken Sie eine E-mail an: auskunft@weltbedienung.de. Denn in der letzten Folge unserer Kurzhörspielserie am 11. Dezember 2008 sind Sie es, die die Fragen stellen und Brod und Lohmann werden Ihnen die ultimative Antwort auf Ihr Weltbedienungsproblem geben.
Mitwirkende:
Oliver Brod
Martin Becker
Sascha Bluhm
Naema Faika
Carsten Lohmann
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Cut-Up Café

Autor(en): Oliver Brod
Claudia Lohmann
Auch unter dem Titel: Intoleranz (2. Teil)
Mac oder PC (5. Teil)
Nicht das richtige (1. Teil)
Was Normales (3. Teil)
Zahlen bitte! (4. Teil)
Produktion: SWR 2010 20 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regisseur(e): Oliver Brod
Claudia Lohmann
Inhaltsangabe: Zwei Frauen, Ende 20, sitzen im Café. Zwei andere hört man im Hintergrund. Außerdem kommen noch ein Kellner zu Wort und zwei weitere Gäste. Hinter dem akustischen Paravent aus Stimmengewirr und Geschirrklappern ist der Ton vertraulich. Gedanken springen von einem Tisch zum anderen, Dialoge vermischen sich auf unvorhersehbare sinnhafte Weise.
In der zweiten Folge der Hörspielserie geht es um Laktose- und andere Unverträglichkeiten, den Sinn und Unsinn von Beziehungen und einen misslungenen Versuch, die Verhältnisse zu automatisieren, denn irgendwo hakt's eben immer.
Folge 3 sucht nach den feinen Unterschieden zwischen echtem und alltäglichem Wahnsinn am Beispiel von Videoüberwachung und Selbstkontrolle. Als Ausweg wird eine günstige, umweltverträgliche Urlaubsvariante empfohlen.
In Folge 4 ist kein Auskommen mit dem Einkommen und deshalb wird hier über rote und schwarze Zahlen diskutiert - und ihre Verwechselbarkeit. Außerdem geht es um die Frage, was viel ist und was wenig (und für wen) und ob Geld überhaupt etwas bedeutet.
"Wenn alle gut sind, wer macht dann die Welt noch schlecht? Und wie gut kann ich trotz bester Absichten eigentlich sein?" Ihre Antwort lautet: "Nicht so gut wie man sein müsste, um weniger zu trinken..."
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Terrorkind

Autor(en): Oliver Brod
Karsten Laske
Produktion: EIG 2019 53 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regisseur(e): Karsten Laske
Komponist(en): Bert Wrede
Technische Realisation: Oliver Brod
Inhaltsangabe: Wenn der Sohn im Kopf der Mutter zum Attentäter wird.
Ihr Alltag ist streng getaktet, nichts darf schiefgehen. Schnell den Sohn am Kindergarten abliefern, keine Minute verlieren, um pünktlich zur Arbeit zu kommen und der Gesellschaft zur Verfügung zu stehen. Im täglichen Überlebenskampf wird einer Mutter das Kind zum Gegner.
Alleinerziehend sein heißt, den Stress alleine zu tragen - auch die Marotten und den Trotz des Kindes. Es bedeutet Chaos- und Stressmanagement. Und frisst auf, was doch jede Mutter im Überfluss zu haben hat: Liebe für das eigene Kind und Vertrauen in das Gute darin. „Terrorkind“ macht uns mit einer Mutter bekannt, der der liebende Blick auf ihr Kind abhanden kommt und deren Welt aus dem Takt gerät.
Die Produktion des Hörspiels wurde von der Film- und Medienstiftung NRW gefördert.
Mitwirkende:
Die Frau Meike Droste
Ihr Sohn Oskar Brod
Stefan Richard Barenberg
Ärztin. Nachbarin Katrin Schwingel
Amokläufer Liam Mockridge
Polizist Oliver Nitsche
TV-Moderatorin Verena Unbehaun
Psychologe Michael Schroth
Kollegin im OP Ruth Macke
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Weltsprache Fußball

Autor(en): Oliver Brod
Produktion: SWR 2010 4 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Inhaltsangabe: Fußball, so heißt es, ebnet Klassenunterschiede und fördert die Völkerverständigung. Das mag zutreffen, wenn Fußballbegeisterte unter sich sind. Doch was ist mit den Laien aller Länder, die bisher keinen Zugang zum Welt verbindenden Spiel finden konnten? Bleiben sie notwendigerweise ignorant, ignoriert und isoliert? Oder ist die Sprache des Fußball erlernbar? Aus aktuellem Anlass möchten wir als kulturvermittelnder Rundfunksender unseren Beitrag zur Randgruppenintegration leisten: Das Audio-Kolleg "Weltsprache Fußball" ist ein Trainingsprogramm für Betroffene, die in WM-Zeiten uneingeschränkt mit ihrem Nächsten kommunizieren möchten.
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Traumgefieder

Autor(en): Alois Bröder
Produktion: EIG Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Regisseur(e): Alois Bröder
Komponist(en): Alois Bröder
Inhaltsangabe: Der Darmstädter Komponist und Musiker Alois Bröder versuchte in TRAUMGEFIEDER für den Prozeß des "Auseinanderlebens" von Mensch und Natur eine akustische Entsprechung zu finden; als Textfolie für diese Geräuschkomposition benutzt er ein Gedicht von Friedrich Rückert.
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Hey boys and girls, let's have a good time together

Autor(en): Henryk M. Broder
Produktion: NDR 1975 89 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regisseur(e): Frank Grützbach
Inhaltsangabe: In diesem fiktiven, aber genau recherchierten und unterhaltsamen Spiel moderiert ein Disc-Jockey sozusagen seine eigene Geschichte. Von seinen Erfahrungen beim Geldverdienen, von seinem Umgang mit Halsabschneidern und Kaufleuten, mit schnellen Mädchen und fetten Eltern, mit Bauern und Bullen (Polizisten, nicht Ochsen) handelt das Hörspiel.
Mitwirkende:
Gustav Burmester
Franz Josef Degenhardt
Elfie Eschke
Helga Feddersen
Gert Haucke
Karl Heinz Hess
Fritz Hollenbeck
Heinz Hostnig
Marianne Kehlau
Tebbe Harms Kleen
Peter Lehmbrock
Elfi Marten-Brockmann
Karl-Ulrich Meves
Horst Michael Neutze
Dieter Prochnow
Petra Soltau
Erika Schulz
Manfred Steffen
Henning Venske
Stefan Wald
Waltraud Wallawitz
Fabian Wander
Susanne Werth
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Die Initiative

Autor(en): Henryk M. Broder
Friedhelm Melder
Produktion: WDR 1979 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regisseur(e): Heinz-Dieter Köhler
Inhaltsangabe: Hans-Helmut Weidemann, freier Architekt in Köln, hat eines Tages eine Idee. Im Beruf nicht besonders erfolgreich, aber doch entschlossen "es zu etwas zu bringen", gründet er die "Initiative für humane Verkehrsplanung" mit dem Ziel, den individuellen Autoverkehr wenn schon nicht ganz zu verbieten, so doch sehr stark einzuschränken. Weidemann findet einige Mitstreiter und inszeniert etliche Aktionen, die ihn und "Die Initiative" schnell in die Medien bringen. Aber mit zunehmendem Bekanntheitsgrad nehmen auch die Differenzen innerhalb der Initiative zu. Es geht um Weidemanns Art, die Initiative in der Öffentlichkeit zu vertreten und auch darum, was unternommen werden soll, um für die Idee der "humanen Verkehrsplanung" eine breite Anhängerschaft zu gewinnen. Weidemanns kontinuierlicher Aufstieg ist bald vom jähen Sturz bedroht.
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Autor(en): Hans Brodesser
Produktion: WDR 1992 52 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Sprache: Dialekt
Regisseur(e): Angeli Backhausen
Inhaltsangabe: Eine Gruppe von arbeitslosen Jugendlichen schlägt die Zeit mit Biertrinken und Motorradfahren tot. Das Benzin für ihre tagtäglichen Spritztouren klauen sie ganz einfach, es wird abgezapft. Doch eines Tages wird dem "Boss" der Truppe der Boden unter den Füßen zu heiß. Er hat Angst, daß ihre Zapfereien auffliegen und daß sie sich somit ein für allemal ihre Zukunft verbauen. Doch wie sollen sie an das Geld für Benzin kommen? Da hat Ramona einen verhängnisvollen Einfall. Auf dem Deutzer Schützenfest hat sie Freddy kennengelernt, und er ist verrückt nach ihr. Freddy arbeitet bei einer Wach- und Schließgesellschaft. Ramona setzt ein Riesending in Gang. Der große Coup gelingt, doch Freddy bleibt auf der Strecke.
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Butz widder Butz

Autor(en): Hans Brodesser
Auch unter dem Titel: Der Widerspenstigen Zähmung (Literarische Vorlage)
Produktion: WDR 1975 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Sprache: Dialekt
Regisseur(e): Manfred Brückner
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Fridag, 20. Dezember

Autor(en): Hans Brodesser
Produktion: WDR 1986 44 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Sprache: Dialekt
Regisseur(e): Heribert Malchers
Ton: Günther Casper
Schnitt: Christiane Künz
Mitwirkende:
Willhelm Konreli Manfred Berben
Marche Helga op gen Orth
Anna Renate Vesen
Marion Barbara Kratz
Doktor Richard Griesbach
Doktor Walter Michael Thomas
Schwester Sabine Postel
1. Verkäuferin Alice Herwegen
2. Verkäuferin Tina Mewes
2. Verkäuferin Marga Maria Werny
1. Mann Frank Barufski
2. Mann Peter Ulrich
Tün Ralf Fahnenschmidt
Piter Jacki von Goretzky
Jübchen Valeska Gräser
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Himmel un Äd

Autor(en): Hans Brodesser
Produktion: WDR 1978 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Sprache: Dialekt
Regisseur(e): Leopold Reinecke
Inhaltsangabe: Ungewöhnliche "Zutaten" hat Hans Brodesser seinem Kölschen Krimi gegeben: Da ist zunächst das bekannte rheinische Lieblingsessen.: Himmel un Äd - über seine übliche Bestimmung hinaus ist es zur Parole avanciert für Kriminalinspektor Klötsch und den Pastor von Sankt Jakob.
Der geistliche Herr vermutet in seiner Nähe einen stillen Teilhaber, einen, der auch vor Geweihtem nicht zurückschreckt. Der Autor hat den Fall "janz op Kölsche Aat" jelös, wie mer esu säht - met Köppche.
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Ikebana

Autor(en): Hans Brodesser
Produktion: WDR 1982 96 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regisseur(e): Ulf Becker
Inhaltsangabe: Ausgerechnet in ihrem Ikebanakurs erfährt Kriminalassistentin Silvia von der Umstellung der Alarmanlage bei der Firma Knipp, Knipp & Söhne. Da vorher noch Lohngelder wohlverpackt in Geldplomben und Kisten das Haus verlassen sollen, weiß eine zweifelhafte Dame zu berichten, die sich ebenfalls in der Kunst des Blumensteckens übt. Sie gibt ihr Wissen nicht ohne Absicht von sich. Für Ganovenbraut Milli heißt es, die hohe Botschaft vernehmen und so schnell wie möglich den Ihren kundzutun. Silvia wittert Unrat. Sie unterrichtet ihren Chef, Kommissar Klötsch, der zunächst nicht viel von der Sache hält, sich dann aber unversehens in die Fallstricke mehrerer falscher Verdachtsmomente verwickelt sieht.
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Minus Minus jitt Plus

Autor(en): Hans Brodesser
Produktion: WDR 1984 85 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Sprache: Dialekt
Regisseur(e): Heribert Malchers
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Muuzemändelche

Autor(en): Hans Brodesser
Produktion: WDR 1980 Min. (Mono) - Originalhörspiel dt.
Sprache: Dialekt
Regisseur(e): Leopold Reinecke
Inhaltsangabe: Was soll Weiberfastnacht in Köln schon passieren? - So jedenfalls dachte Kommissar Klötsch und nahm sich einen freien Tag. Auch ein Kommissar will einmal wie die anderen Weiberfastnacht feiern und singend und tanzend die Querelen des Alltags vergessen.
Mitwirkende:
Lotti Krekel
Jack Finey
Max Mauel
Ernst H. Hilbich
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Nor ne Probealarm

Autor(en): Hans Brodesser
Produktion: WDR 1976 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Sprache: Dialekt
Regisseur(e): Leopold Reinecke
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Dä Perfekte Enbroch

Autor(en): Hans Brodesser
Produktion: WDR 1975 Min. (Mono) - Originalhörspiel dt.
Sprache: Dialekt
Regisseur(e): Leopold Reinecke
Inhaltsangabe: Der Traum von einem großen Laden auf der Hohe Straße bringt einen Kölner Geschäftsmann in eine finanzielle Notlage. Um der drohenden Schande zu entgehen, läßt er sich zu einem "perfekten Einbruch" verleiten. Seine Frau - zunächst entsetzt über diesen Plan - hilft ihm dabei, als auch sie keinen Ausweg mehr sieht.
Und so macht die Not aus ehrbaren Bürgern ein merkwürdiges Ganovenpaar.
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Schapoklak

Autor(en): Hans Brodesser
Produktion: WDR 1985 ca. 45 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Sprache: Dialekt
Regisseur(e): Manfred Brückner
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Scheffbroch

Autor(en): Hans Brodesser
Produktion: WDR 1991 33 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Sprache: Dialekt
Regisseur(e): Ulf Becker
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Sekend Händ Butik

Autor(en): Hans Brodesser
Produktion: WDR 1986 ca. 80 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Sprache: Dialekt
Regisseur(e): Heribert Malchers
Inhaltsangabe: Kriminalkommissar Klötsch, bekannt aus den vorhergegangenen acht kölschen Krimiparodien des Autors, steht vor neuen Aufgaben: Diesmal geht es um eine Geiselnahme. Die Tochter eines Multimillionärs soll entführt werden und dann gegen Zahlung von zwei Millionen DM unbeschädigt in den Schoß der Familie zurückkehren. Soweit der Plan von Manes und Tünn. Manes hat entsprechende Fälle in den Medien studiert und aus der Fülle dümmlicher Pannen die Konsequenz gezogen. Auf Tünns Befürchtungen, der Plan könnte schief gehen, hat er überzeugende Gegenargumente: "Wat soll uns ald passeere? - Uns kann üvverhaup nix passeere!" Von einer "Sekend Händ Butik" nimmt das Drama seinen Lauf. Das Opfer steigt sogar freiwillig und frohen Mutes in das Auto der Entführer. Und dann geht es in die Unwägbarkeiten, die sich für alle Beteiligten auftun, nicht zuletzt für Kommissar Klötsch und sein bewährtes Team. Sekend Händ - nomen est omen! Allerdings wäree Sekend Händs zutreffender gewesen; denn es kommt manches aus zweiter Hand auf uns zu. Und was aus zweiter Hand ist... Man braucht ja nur in die Geschichte zu gehen. Da gab es z.B. die Ehe zur linken (zweiten) Hand, die sogenannte morganatische Ehe. Morgana heißt auch die Fee aus einer französischen Sage. Nach ihr ist die Luftspiegelung in der Wüste, die Fata Morgana, benannt. Wie wir erfahren, war Manes Realschüler und des Englischen und Französischen zumindest in Teilen mächtig. Er hätte bei Sekend Händ, respektive Fata Morgana, stutzig werden müssen.
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Dat Wiesse Päd

Autor(en): Hans Brodesser
Produktion: WDR 1979 Min. (Mono) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Sprache: Dialekt
Regisseur(e): Leopold Reinecke
Inhaltsangabe: In Hans Brodessers kölschen Krimi steht Kommissar Klötsch vor einem besonders schwierigen Fall. Eine Serie von Tresoreinbrüchen in Banken und Sparkassen macht ihm sehr zu schaffen. Ein ganz bestimmtes Indiz gibt ihm allerdings Gewißheit, daß hinter allen Einbrüchen ein einziger Kopf steckt. Und dieser Kopf muß ein fanatischer Schachspieler sein. Bevor Klötsch an die praktische Arbeit gehen kann, hat er ein generalstabsmäßiges Planspiel zu bewältigen, das ihm letzten Endes seine Theorie bestätigen und den Erfolg bescheren soll.
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Zinter Klos

Autor(en): Hans Brodesser
Produktion: WDR 1985 65 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Sprache: Dialekt
Regisseur(e): Ulf Becker
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Zwanzig Mille Jrazie

Autor(en): Hans Brodesser
Produktion: WDR 1983 61 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Komödie
Mundarthörspiel (südniederfränkisch)
Sprache: Dialekt
Regisseur(e): Heribert Malchers
Komponist(en): Haralt Winkler
Inhaltsangabe: Gerichtsakten gehören nicht auf die Müllkippe, auch wenn sie längst veraltet und die darin behandelten Fälle längst abgeschlossen sind. Jedenfalls hat Hannes sie dort gefunden und findet die Fälle von Wechselfälschung, Unterschlagung, Betrug usw. hochinteressant. Zusammen mit seinem Ganovenliebchen Nies klügelt er ein raffiniertes Systen aus, die Täter, die längst ihre Strafe verbüßt und ins bürgerliche Leben zurückgefunden haben, zur Kasse zu bitten. Eines seiner Opfer wendet sich an die Kripo. Kommissar Klötsch und sein bewährtes Team Silvia, Knoll und Latz stehen einem fast perfekten Verbrechen gegenüber.
Mitwirkende:
Günther Ungeheuer
Lotti Krekel
Hans Künster
Josef Meinertzhagen
Ernst H. Hilbich
Hildegard Krekel
Peter Bongartz
Frank Barufski
u.a.
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Zwei links, zwei räächs

Autor(en): Hans Brodesser
Produktion: WDR 1990 ca. 60 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Sprache: Dialekt
Regisseur(e): Heribert Malchers
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Ne janz andere Minsch

Autor(en): Hans Brodesser
Produktion: WDR 1988 70 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Sprache: Dialekt
Regisseur(e): Heribert Malchers
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Ich bin ein Kind. Ich kann seltsame Arten von Wahrheiten vertragen

Autor(en): Harold Brodkey
Auch unter dem Titel: Ich kann seltsame Arten von Wahrheiten vertragen (Untertitel)
Produktion: DRS 2000 55 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regisseur(e): Barbara Liebster
Bearbeiter: Barbara Liebster
Komponist(en): Christoph Baumann
Inhaltsangabe: Ein Mann sucht nach den Wahrheiten seiner Kindheit. Seine Mutter starb, als er 23 Monate alt war. Der alkohol- wie spielsüchtige Vater 'verkaufte' seinen Sohn kuze danach für 350 Dollar an die Kusine und deren Mann in St. Louis /Missouri. Mit 14 Jahren verliert der Junge seinen Adoptivvater S.L. nach einer Reihe von Schlaganfällen, und zur gleichen Zeit setzte bei der Mutter Lila die tödliche Krebserkrankung ein. Als 'stories in an almost classical mode' zeichnet er ihre Portraits, versucht, sich ihrem Leben, ihrer Ehe, ihrem Sterben anzunähern im Spiegel seiner früheren Wahrnehmung.
Das Hörspiel ist eine Komposition aus Texten von Harold Brodkey, die in der familiären Welt seiner Kindheit wurzeln. Viele seiner Stories sind Porträts seiner Adoptiveltern; sie sind Versuche, sich ihrem Leben, ihrer Ehe, ihrem Sterben anzunähern und ihr Bewusstsein zu durchdringen. Dafür versetzt er sich zurück in die Nähe der Erwachsenen von damals und rekonstruiert scheinbar seine kindliche Perspektive, im Wissen, dass diese längst die Perspektive des Schriftstellers geworden ist, und dass jeder Anspruch, einen vergangenen Augenblick in seiner ganzen Komplexität zu erzählen, zum Scheitern verurteilt ist. Sein Forschungsgebiet ist die Erinnerung, die zwar immer zugleich auch Interpretation, Imagination und Erfindung ist, sich aber gerade deshalb aus den radikal persönlichen Erfahrungen zusammensetzt, die das Universum jedes Menschen bilden.
"Wenn ich die Wirklichkeit als Geschichte darbiete statt eine Geschichte als Wirklichkeit, könnte dies Sie zumindest daran erinnern, welch eine vorrangige Sache die Erfahrung ist. Und dass wir sie in Geschichten verstecken." (Harold Brodkey)
Mitwirkende:
Ich (Harold Brodkey) André Jung
Lila (Doris Brodkey) Herlinde Latzko
S.L. (Joseph Brodkey) Till Kretzschmar
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Endstation Wüste

Autor(en): Paul Brodowsky
Produktion: WDR 2008 52 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Live-Hörspiel
Regisseur(e): Jörg Schlüter
Komponist(en): Thom Kubli
Regieassistenz: Philine Velhagen
Inhaltsangabe: Mit dem Auto durch die australische Wüste, das hat sich Georg immer gewünscht. Nach langem Flug mit Freundin Carla und einem Schnäppchen beim Autokauf steht dem gemeinsamen Abenteuer nichts mehr im Weg. Doch die anfänglich gute Stimmung gerät ins Wanken. Es gab da wohl so eine Geschichte mit Adrian. Für Carla ist sie erledigt, für Georg aber nicht. Vielleicht hätte er die Mails nicht lesen sollen, die es laut Carla eigentlich gar nicht gibt. Die Untertöne werden schärfer, jede Silbe auf ihren Subtext geprüft. Die beiden teilen heftig aus. Ihre gegenseitige Eifersucht gerät außer Kontrolle und macht aus dem Traumurlaub einen veritablen Albtraum. "Endstation Wüste" ist ein temporeicher Rosenkrieg als Roadmovie, ein Versteckspiel zweier Liebender, die einem Phantom hinterher jagen.
Mitwirkende:
Georg Stipe Erceg
Carla Tanja Schleiff
Links: Externer Link Homepage Thom Kubli
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Stadt, Land, Fisch

Autor(en): Paul Brodowsky
Produktion: WDR 2007 53 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regisseur(e): Judith Lorentz
Komponist(en): Jean Szymczak
Inhaltsangabe: Ein Waschsalon, ein Wohncontainer, die U-Bahn - Stationen moderner Nomaden, die in Erwartung ihrer Ankunft durch die öffentlichen Räume anonymer Städte ziehen. Ullrichs Eltern haben dem Land den Rücken gekehrt, seit die Fischernetze von Jahr zu Jahr leerer bleiben. Bald zieht ihnen die Familie Arde nach, und deren Tochter Lydia macht schnell ihre Jugendliebe ausfindig: den ehemaligen Nachbarssohn Ullrich. Als Lydia schwanger wird, reagiert ihre Mutter rustikal. Die Kinder verlassen ihre Eltern, passen sich schnell den neuen Verhältnissen an. Ullrich züchtet empfindliche Zierkarpfen, Lydia findet andere Wege, ihr Auskommen in der Stadt zu bestreiten. Doch die Gegenwart, die zumal von den Eltern fast verzweifelt und monologisch aufrecht erhaltene Gesellschaftsfassade, wird unterminiert von den Sehnsüchten der Figuren, den dunklen Erinnerungen an die Zeit auf dem Land. "Stadt, Land, Fisch" ist ein lakonisches Hörspiel über das heutige Nomadendasein in Land und Stadt, das mit seiner reduzierten Sprache die soziale und emotionale Entwurzelung seiner Figuren spiegelt.
Mitwirkende:
Lydia Effi Rabsilber
Hanns-Peter Brasser Axel Prahl
Charlotte Brasser Irm Hermann
Ullrich Alexander Khuon
Ingrid Arde Hedi Kriegeskotte
Herrmann Arde Michael Evers
Links: Externer Link Tonstudio P4
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Demokratie

Autor(en): Joseph Brodsky
Produktion: NDR 1991 61 Min. (Stereo) - Bearbeitung Theater
Regisseur(e): Ulrich Heising
Inhaltsangabe: Joseph Brodskys Stück, 1989/90 entstanden, ist ein früher satirischer Reflex auf die politische Entwicklung in Osteuropa. Wir befinden uns im Machtzentrum eines kleinen sozialistischen Staates. Im Büro des Parteivorsitzenden, einer "Apotheose der Langeweile", sind - mit Ausnahme des Außenministers, der sich gerade auf einer Auslandsreise befindet - die vier wichtigsten Regierungschargen am Konferenztisch versammelt, um sich die Köstlichkeiten Eurasiens oder Asiopas schmecken zu lassen und die Vorteile amerikanischer Handschellen eingehend zu erörtern. Das Klingeln des Telefons zerstört die realsozialistische Herrscheridylle. Die Nummer eins aus Moskau läßt die sofortige Einführung der Demokratie befehlen. Ganze 30 Minuten bleiben den Ministern bis zur Verkündung der neuen Staatsform. Das kleine Kollektiv, das niemand ermächtigt hat, übt sich zunächst einmal im demokratischen Ermächtigen. d. h. Abstimmen...
Mitwirkende:
Basil Modestowitsch, Staatsoberhaupt Traugott Buhre
Petrowitsch, Finanzminister Peter Franke
Cecilia Markowno, Kulturministerin Christa Berndl
Matilda, Sekretärin Halina Laska
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Marmor

Autor(en): Joseph Brodsky
Produktion: NDR 1988 105 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regisseur(e): Hanns Zischler
Bearbeiter: Hanns Zischler
Übersetzung: Peter Urban
Inhaltsangabe: Hoch über der Erde, in einem luxuriös ausgestatteten, hermetisch abgeriegelten Gefängnisturm sitzen zwei zu lebenslänglicher Haft verurteilte Männer mittleren Alters. Sie heißen Tullius und Publius und sind "römische" Bürger in einem universellen, antikisch drapierten Imperium der Zukunft.

Tullius und Publius reden über die ersten und letzten Dinge (und selbstverständlich über alles, was dazwischen liegt), sie streiten und versöhnen sich, schweifen ab, werden vulgär und beleidigend und, scheinbar unvermittelt, gedankenvoll und poetisch. Sie reden (und fechten) miteinander im Bewußtsein, bis zu ihrem jeweiligen Lebensende aufeinander angewiesen zu sein, - denn Flucht ist nicht möglich, und Selbstmord ist kein Ausweg.

Tullius gelingt die Flucht und, noch unglaublicher, er kehrt freiwillig in die Zelle zu Publius zurück. Er kehrt zurück, weil für ihn - unter Verabsolutierung einer "römischen" Doktrin - der "Raum", die Welt, keine Alternative zum Binnenraum des Gefängnisses darstellt. Publius, der etwas weniger streng denkt, ist das unbegreiflich. Allein die "Zeit" bietet, so Tullius, einen Ausweg. Die Zeit ist Brodskys große, vielgestaltige Metapher für die Poesie.

Wer dichtet, entzieht sich dem räumlichen Zugriff, er kann, wie die Dichter vor ihm, in die Zeit entkommen. Die Erfahrungen des Exils in alter und neuer Zeit sind in diesem Begriff von Dichtung weitergesponnen. Ovids Exil am Schwarzen Meer ist von dieser Warte aus betrachtet nicht ferner als der Archipel Gulag.

"Funny and morbid" ist die Charakterisierung, die Brodsky diesem Text, seinem bislang einzigen Dialogstück, beigegeben hat. (Hanns Zischler)
Mitwirkende:
Jürgen Holtz
Fritz Lichtenhahn
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Singing Stories

Autor(en): Paul Brody
Produktion: EIG 2017 15 Min. (Stereo) -
Genre(s): Audio Art
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