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Neues Programmschema beim BR

Ab Ostern ändert sich das Programmschema des BR. Der Mittwochskimi wird jetzt am Samstag gesendet. Freitags wird hör!spiel!art.mix eine Stunde vorgezogen.

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Für Frieden, Recht und Freiheit

Sendetermine: DLR - Samstag, 29. Jun 2024 00:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 170:00)
DLF - Samstag, 29. Jun 2024 23:05, (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Jochen Rack
Auch unter dem Titel: Eine Lange Nacht über die Bundeswehr (Untertitel)
Produktion: DLF/DLR 2024, 164 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Philippe Brühl
Ton und Technik: Hendrik Manook
Ton und Technik: Lukas Fehling
Inhaltsangabe: Deutschland muss kriegstüchtig werden, sagt Verteidigungsminister Boris Pistorius. Doch sind 100 Milliarden Euro Sondervermögen für die Aufrüstung der Bundeswehr angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine genug? Ist Deutschlands Armee, die nach dem Ende des Kalten Krieges immer weiter schrumpfte, ausreichend für die Landes- und Bündnisverteidigung gerüstet oder doch nur „bedingt abwehrbereit“, wie eine Diagnose schon in den 1960er-Jahren lautete? In den Jahrzehnten seit der Wiederbewaffnung 1955 ist die Bundeswehr aus den Schlagzeilen nicht herausgekommen. In ihrer inzwischen fast 70jährigen Geschichte als demokratischer Parlamentsarmee hatte sie mit mangelhaften militärischen Fähigkeiten ebenso zu kämpfen wie mit einer Reihe von Skandalen. Zwar wurde der „Bürger in Uniform“ auf eine demokratische Kultur verpflichtet, dennoch gab es in der Truppe eine „falsche Glorie“ (Jakob Knab) und unaufgearbeitete Traditionen aus der NS-Zeit. Die Friedensbewegung der 1980er-Jahre richtete sich gegen die atomare „Nachrüstung“, öffentliche Gelöbnisse und Wehrschauen erzeugten Protest gegen die „Militarisierung der Gesellschaft“. Trotzdem stand die Mehrheit der Deutschen der Bundeswehr positiv gegenüber. Bis zu ihrer Aussetzung 2011 haben Generationen von jungen Männern ihre Wehrpflicht in der Bundeswehr abgeleistet. Die deutsche Einheit führte zur Verschmelzung der Bundeswehr mit der NVA, dem Abbau von Standorten und einem „freundlichen Desinteresse“ (Horst Köhler) an den deutschen Streitkräften. Erst die Auslandseinsätze der Bundeswehr auf dem Balkan und in Afghanistan, bei denen deutsche Soldaten ihr Leben ließen, haben die deutsche Gesellschaft aufgerüttelt und auch zu einer neuen Gedenkkultur für die Opfer geführt. Heute steht die Bundeswehr vor der Aufgabe, neue militärische Fähigkeiten aufzubauen und Personal für die Truppe zu finden, diskutiert wird die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Die Geschichte der Bundeswehr spiegelt die Gesellschaftsgeschichte der Bundesrepublik zwischen Friedenssehnsucht und Verteidigungsbereitschaft.
Mitwirkende:
Lisa Bihl
Daniel Berger
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Ein letzter Griff auf die Frau – Der Konflikt um den § 218

Sendetermine: DLR - Samstag, 29. Jun 2024 05:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Sabine Saphörster
Auch unter dem Titel: Aus der Reihe: Themen der Zeit (Untertitel)
Produktion: RIAS Berlin 1990, 55 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Im März 2023 beauftragt die Bundesregierung eine Expertenkommission bestehend aus Fachleuten aus Medizin, Recht und Ethik mit der Aufgabe, Möglichkeiten zur Neuregelung der Abtreibung abseits des Strafrechts zu suchen. Die Empfehlung der Kommission: Abtreibungen innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen sollten grundsätzlich legalisiert werden. Das Ringen um den Paragrafen 218 des Strafgesetzbuches, der Abtreibungen grundsätzlich unter Strafe stellt, hat eine lange Geschichte. Im Jahr 1990 kommt es in Deutschland zu einer besonderen Situation: Durch die Wiedervereinigung steht dem bundesdeutschen Strafrechtsparagrafen 218 ein liberales DDR-Abtreibungsrecht gegenüber. Die gesamtdeutsche Regelung des Schwangerschaftsabbruchs wird zu einer offenen Frage im Einigungsprozess. In der im Jahr 1990 im RIAS gesendeten Dokumentation „Ein letzter Griff auf die Frau – Der Konflikt um den § 218“ sprechen Menschen aus Ost und West über Abtreibung.
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Anna und der Architekt

Sendetermine: ORF Ö1 - Samstag, 29. Jun 2024 09:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Andreas Kebelmann
Robert Schmidt
Auch unter dem Titel: Eine fantastische Villa am Semmering, erbaut nach den Träumen der Urenkelin von Alma Mahler (Untertitel)
Produktion: ORF/SWR 2016, 52 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Andreas Kebelmann
Robert Schmidt
Inhaltsangabe: Anfang der 1970er Jahre wird der Wiener Architekt Udo Schrittwieser mit einem besonderen Projekt beauftragt. Er soll mit einem 11-jährigen Mädchen ein Haus planen. Auf dem Semmering, in Breitenstein. Das Mädchen ist Anna Zsolnay, die etwas kränkelnde Urenkelin von Alma Mahler. Beeinflusst von den Geschichten Enid Blytons und Lewis Carrolls wünscht sie sich einen Rückzugsort mit Geheimgängen, Zauberspiegeln, versteckten Bibliotheken. Der Architekt macht die Wünsche des Mädchens wahr. 1974 ist das außergewöhnliche Objekt fertiggestellt. Von außen sieht es aus wie eine Festung, innen ist es voll fantastischer Spielereien. Die beiden Feature-Autoren erzählen nicht nur die faszinierende Geschichte dieser Villa auf dem Semmering, sondern auch die ungewöhnlichen Geschichten seiner Bewohnerinnen und Bewohner: Sie treffen Anna Zsolnay, ihre Schwester Irene, den Künstler Michele van Hogen, ein enger Freund ihrer Mutter und den Architekten Udo Schrittwieser.
Mitwirkende:
Jörg Stelling
Volker Hanisch
Sabine Muhar
Pippa Galli
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Die Tochter der Terroristin

Sendetermine: MDR Kultur - Samstag, 29. Jun 2024 09:05 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Rosvita Krausz
Produktion: MDR 2018, 60 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Wolfgang Bauernfeind
Schnitt: Christian Grund
Ton: Holger Kliemchen
Regieassistenz: Annett Krake
Inhaltsangabe: Wenn Claudia M. versucht, sich an die Zeit zu erinnern, nachdem ihre Mutter verschwunden war, fallen ihr vor allem Fahndungsfotos ein. „Gefährliche Terroristin Jutta M. gesucht. 100.000 DM für den, der einen Hinweis geben kann." - das galt ihrer Mutter. Claudia schämte sich für ihre Mutter und hatte gleichzeitig Sehnsucht nach ihr. Der Vater Ernst P. sorgte für Claudia. Die Mutter kam selten vorbei. Nach dem Attentat auf Jürgen Ponto 1977 war sie ganz verschwunden. 1991 wurde Jutta im Osten verhaftet. In der „DDR“ hatte sie als RAF-Aussteigerin Asyl gefunden und unter falscher Identität eine zweite Familie gegründet. Autorin Rosvita Krausz hat Mutter, Tochter und Vater getroffen. Unter der Bedingung, ihre Namen nicht zu nennen, waren sie bereit, ihre Geschichten zu erzählen.
Mitwirkende:
Tina Engel
Joachim Schönfeld
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Black Heroes - Zwischen Hollywood-Traum und Wirklichkeit

Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 29. Jun 2024 12:04, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Markus Metz
Georg Seeßlen
Produktion: WDR 2021, 50 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Thomas Wolfertz
Technische Realisation: Olaf Dettinger
Regieassistenz: Hanna Steger
Inhaltsangabe: Der Kampf gegen den Rassismus in den USA spiegelt sich auch in der Popkultur. 2018 gewinnt der erste schwarze Superhelden-Blockbuster 'Black Panther' sogar drei Oscars. Sind die fiktiven Figuren Vorkämpfer für wirkliche Gleichberechtigung? In der Popkultur gibt es schwarze Stars und Held*innen nicht erst seit den Blaxploitation-Filmen der 1970er Jahre und der Neuen Welle des Black Cinema der 1980er Jahre. Auf den Erfolg von 'Black Panther' an den Kinokassen 2018 folgte eine regelrechte Welle schwarzer Heldinnen und Helden in Comics, Filmen und TV-Serien. Diese neuen Hauptfiguren sind nicht mehr allein für ein spezielles Nischen-Publikum gedacht, sondern erobern den Markt im Zeichen von Emanzipation und Diversität. Wie hängen die fiktiven Held*innen der Popkultur mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit zusammen? Geben sie jungen People of Color ein neues Selbstbewusstsein, das sich dann auch in der sozialen Wirklichkeit abzeichnet? Entsteht in Literatur, Comic und Film eine neue schwarze Erzählung? Schaffen also schwarze Vorbilder, selbst wenn sie nicht real sind, wirkliche Veränderungen in den Köpfen - oder sind sie nur ein tröstender Traum in einer Realität, in der auf einen Schritt vorwärts so oft einer zurück folgt?
Mitwirkende:
Anne Müller
Michael Kamp
Justine Hauer
Kilian Land
Steven Scharf
Glen Golz
Martin Bross
David Vormweg
Malu Tirsch
Links: Externer Link Das Georg-Seeßlen-Blog
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Cairo, mon amour

Sendetermine: BR 2 - Samstag, 29. Jun 2024 13:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Sammy Khamis
Auch unter dem Titel: Beobachtungen während Tagen des Umbruchs (Untertitel)
Produktion: BR 2013, 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Ulrike Ebenbeck
Ton und Technik: Adele Kurdziel
Inhaltsangabe: Seit dem 30. Juni hat sich in Ägypten - wieder einmal - alles verändert. Millionen von Bürgern gingen auf die Straßen, um gegen den gewählten Präsidenten Mohamed Mursi zu demonstrieren. Das Militär schritt ein, und stürzte den mittlerweile unbeliebten Präsidenten, der aus den Reihen der Muslimbruderschaft stammt. Es folgten Wochen mit Demonstrationen, Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen.
Ursprünglich sollte der Autor dieser Sendung über vorherrschende Stereotypen des Westens über "den Orient" recherchieren. Stattdessen fand er sich im Kreuzfeuer des Militärs und der Muslimbruderschaft wieder. Darüber hinaus erlebte er hautnah mit, wie Brüche durch ägyptische Freundeskreise und Familien verlaufen.Und so erzählt er von seiner Begegnung mit den Lebenden und den Toten, von langen Fernsehabenden mit Propagandabildern und köstlichem Mangosaft, Kaffeehausbesuchen, nach denen er zum Rasierapparat greift, und vom Scheitern am Versuch, alles so wahrheitsgetreu nachzustellen, wie es war. In seinen Tagebucheinträgen ergibt sich ein vielfältiges, teils widersprüchliches Bild der aktuellen Lage. Er hat alles gesehen. Und er hat nichts gesehen.Das ist Ägypten 2013.Nicht in äußeren Vorgängen verläuft das Feature, sondern in gleichsam meditativen Beschreibungen der Detailbeobachtungen und Gesprächen mit Freunden und Familie. Die Empathie des Autors zu den Menschen und zum Land sowie die Analyse der politischen Situation werden durch Montage verschmolzen.
Mitwirkende:
Hemma Sophia Michel
Katja Schild
Andreas Neumann
Peter Weiß
Gabriele Raab
Sammy Khamis
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Die Anschlags - Russlands Spione unter uns

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 29. Jun 2024 13:30 Teil 3/6 (Ursendung gekürzt) , (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Manuel Bewarder
Florian Flade
Palina Milling
Auch unter dem Titel: Mein Nachbar, der Spion (1. Teil)
Die unsichtbare Front (2. Teil)
Schläfer schlafen nie (3. Teil)
Der Verräter (4. Teil)
Jagdsaison (5. Teil)
Das Comeback der Illegalen (6. Teil)
Produktion: WDR/NDR 2024, 198 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Nikolai von Koslowski
Technische Realisation: Michael Kube
Regieassistenz: Assunta Alegiani
Dramaturgie: Klaus Uhrig
Dramaturgie: Stefanie Delfs
Inhaltsangabe: Sie scheinen gewöhnliche Nachbarn zu sein. Was niemand weiß: Es sind russische Spione, sogenannte Illegale – sie leben unter falschem Namen. Ihr Doppelleben geht jahrelang gut – doch dann fliegen sie auf. Wer hat sie verraten? Wer sind diese Menschen wirklich? Wie groß war der Schaden für Deutschland? Und sind die Anschlags vielleicht gar nicht die einzigen – platziert Russland also noch immer Spione mit falscher Identität im Westen?
'Die Anschlags – Russlands Spione unter uns' ist ein sechsteiliger serieller Storytelling-Podcast. Unsere Autoren Manuel, Palina und Florian haben mehr als ein Jahr lang recherchiert. Sie gehen dem Doppelleben eines Spionageehepaars mit dem Namen „Anschlag“ nach. Sie fahren quer durch Deutschland, besuchen Nachbarn der Spione, sprechen mit Ex-Illegalen und reisen nach Österreich und in die Niederlande. Sie reden mit Verfassungsschützern und Geheimdienst- Experten über die Anschlags und den Einsatz anderer russischer Spione im heutigen Europa, das vom Krieg in der Ukraine geprägt ist.
Der Podcast 'Die Anschlags – Russlands Spione unter uns' ist eine Kooperation der WDR Featureredaktion und der Recherchekooperation von WDR und NDR.
Mitwirkende:
Justus Carrière
Robert Frank
Eva Meckbach
Florian Flade
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Geisterstunde

Sendetermine: ORF Ö1 - Samstag, 29. Jun 2024 14:00, (angekündigte Länge: 44:00)
Autor(en): Italo Svevo
Produktion: ORF 1992, 44 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Klaus Gmeiner
Übersetzung: Jürgen Schröder
Inhaltsangabe: Der von James Joyce als Schriftsteller entdeckte Triestiner Italo Svevo ermöglicht es in diesem Hörspiel einem trauernden Gatten, noch einmal mit seiner verstorbenen Frau zu sprechen. Für ihn wäre das ein großes Glück gewesen, wenn nicht sein Freund Bruno unfreiwilliger Zeuge dieses Rendezvous wäre - denn nun stellt sich heraus, daß dieser für seine Frau mehr als nur "der Freund des Hauses" war ...
Mitwirkende:
Adriano, Kaffeeimporteur Joachim Bißmeier
Clelia, seine verstorbene Frau Rosel Zech
Bruno, deren Geliebter Helmut Lohner
Giovanna, die alte Köchin Julia Gschnitzer
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Stimmen über dem Fluß

Sendetermine: RBB Radio3 - Samstag, 29. Jun 2024 14:05 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Wolfdietrich Schnurre
Produktion: SFB/BR 1968, 70 Min. (Mono) - Originalhörspiel dt.
Regie: Hans Bernd Müller
Inhaltsangabe: Die Stimmen über dem Fluß, die Stimmen der Toten, die sich und dem jungen Mann an Bord des Schleppers "Leben" ihre Vergangenheit erzählen, sind alles andere als deprimierend. Dieser junge Mann, der gerade ins Wasser gesprungen war, um zu sterben, was weiß er schon vom Leben? Nur gut, dass ihn der Schlepperkapitän wieder herausgezogen hat aus den Wellen und ihn auch jetzt noch beschützt vor den scharfen, suchenden Blicken der Wasserpolizei, die den Frieden aller stört. Wie kann man ein Leben wegwerfen, mit dem man nur ein bisschen herumgespielt hat und das man gar nicht kennt? Der junge Mann lauscht den Stimmen über dem Fluss, hört sie wispern und rufen und singen, und er versteht plötzlich nicht mehr, weshalb er noch vor ein paar Stunden den Wellen folgte, die ihn zu sich riefen.
Mitwirkende:
Andrea Barckhausen
Christa Oenicke
Dorothea Thiess
Georg Baum
Gudrun Genest
Hans Mahnke
Horst Bollmann
Klaus Herm
Kurt Jaggberg
Lilli Schönborn
Reinhold Bernt
Renate Danz
Walter Jokisch
Werner Stock
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Ein Tag auf Chios - Griechischer Inselalltag 1959

Sendetermine: HR 2 - Samstag, 29. Jun 2024 14:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Elisabeth Dryander
Produktion: hr 1959, 47 Min. (Mono) - Feature
Inhaltsangabe: Endlich wieder Reisen? Die Reiseschriftstellerin, Journalistin und Übersetzerin Elisabeth Dryander hat bereits in den 50er Jahren mit neugierigem Blick die griechische Ägäis erkundet. In ihren Reiseerzählungen berichtet sie vom Alltag der Inselbewohner, schildert Begegnungen und taucht in die wechselvolle Geschichte und die griechische Mythologie ein.
In unserer Reihe Archivschätze wiederholen wir heute ein literarisches Reisefeature von Elisabeth von Dryander. Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang schildert sie in bildhaften Szenen einen Tag auf der Insel Chios. Das "Hörbild" wurde am 18.06.1959 zum ersten Mal im Hessischen Rundfunk gesendet.
Mitwirkende:
Alwy Becker
Allan Daub
Armas Sten Fühler
Marianne Kehlau
Rudolf Krieg
Gerhard Ritter
Max Walter Sieg
Herta Zietemann
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Die Nacht des Luchses

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 29. Jun 2024 17:04, (angekündigte Länge: 54:00)
Autor(en): Kai Hensel
Produktion: WDR 2016, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Martin Zylka
Technische Realisation: Rike Wiebelitz
Technische Realisation: Jeanette Wirtz-Fabian
Regieassistenz: Roman Podeszwa
Dramaturgie: Georg Bühren
Inhaltsangabe: Der Bundestagsabgeordnete Warberg will den Einsatz deutscher Bundeswehrsoldaten stoppen - ein taktischer Schachzug, der sich in nur einer Nacht zur Tragödie entwickelt.
Auf dem Rückweg von einer Parteiveranstaltung überfährt sein Assistent Steffens einen Luchs. Er stammt, wie sich später herausstellt, aus einem nahen Wildgehege. Als sie den Schaden begutachten wollen, bemerken sie ein Blitzlicht, und nachdem sie das schwer verletzte Tier in den Kofferraum gepackt haben, folgt ihnen ein Wagen. Kurze Zeit später hat Warberg ein kompromittierendes Foto auf seinem Handy, er wird erpresst. Noch in der Nacht spannt sich ein Netz aus Intrigen, Halbherzigkeiten, Verrat und Lüge um den Politiker, seine Familie und seine vermeintlichen Helfer.
Mitwirkende:
Warberg Arnd Klawitter
Steffens Daniel Wiemer
Taschi Pingting Zhan
Leonie Leonie Renée Klein
Warbergs Frau Johanna Gastdorf
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Es stand ein Haus in Ostberlin

Sendetermine: DLR - Samstag, 29. Jun 2024 18:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Frieder Butzmann
Auch unter dem Titel: Aus dem Koffer der jungen Talente (Untertitel)
Produktion: EIG (i.A. DLR) 2005, 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Frieder Butzmann
Komponist(en): Frieder Butzmann
Christoph Hahn
Inhaltsangabe: Bis 1992 befand sich im Podewilschen Palais in Berlins Mitte das "Haus der jungen Talente". Ein Haus mit vielen Freizeitangeboten, um junge Menschen im Sinne einer sozialistischen Kulturpolitik zu bilden.
Im Frühjahr 2002 wurden im Keller des "Podewil" zwei Koffer mit Tonbändern entdeckt: Ein wildes Sammelsurium aus dokumentierten Diskussionen, Aufzeichnungen politischer Veranstaltungen mit oder ohne musikalischem Rahmenprogramm, einer Weihnachtsfeier, dem Besuch eines russischen Chores, vorgetragenen Gedichten im Stile des sozialistischen Realismus und weiteren Glorifikationen der Gegenwart und Vorahnungen eines kommenden kommunistischen Fabellandes. Frieder Butzmann hat das Material gesichtet.
Mitwirkende:
Christoph Hahn
Thomas Kapielski
Frieder Butzmann
Links: Externer Link Homepage Frieder Butzmann
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Qualitätskontrolle

Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 29. Jun 2024 19:04, (angekündigte Länge: 54:00)
Autor(en): Helgard Haug
Daniel Wetzel
Auch unter dem Titel: Warum ich die Räusper-Taste nicht drücken werde (Zusatz)
Produktion: WDR 2014, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Daniel Wetzel
Helgard Haug
Komponist(en): Barbara Morgenstern
Technische Realisation: Helgard Haug
Technische Realisation: Daniel Wetzel
Ton: Michael Kube
Dramaturgie: Martina Müller-Wallraf
Inhaltsangabe: Ein junges Mädchen springt im Urlaub mit dem Kopf voran in den Pool - auf der Nichtschwimmerseite. 20 Jahre später erzählt die Erwachsene - von einem Leben in Körperlosigkeit, von Hilfsbedürftigkeit und Selbstbehauptung.
"Ich habe nie gefragt, warum mir das passiert ist. Warum ich vor 20 Jahren zur Feier meines Abiturs mit meinen Eltern aus Stuttgart nach Kreta flog. Warum ich in den Pool der Ferienanlage sprang. Das war die letzte Bewegung, zu der ich meinen Körper antreiben konnte. Seitdem herrscht Funkstille zwischen uns, von den Schultern abwärts. Ich wurde von meinem Vater am Rand des Pools beatmet. Ich wurde gefragt, ob ich überhaupt leben wollte. Ich wollte unbedingt. Ich wollte weitermachen. Ich lebe fröhlichen Hauptes." Zusammen mit dem Kollektiv Rimini Protokoll hat die Heldin dieser wahren Geschichte ein Stück entwickelt, das sich so unaufdringlich wie unausweichlich mit Schicksal, Lebenswert und persönlicher Haltung beschäftigt.
Expertenkommentar: Hörspiel des Monats März 2014, Begründung der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste:
"Ein großartiges Hörspiel von Helgard Haug und Daniel Wetzel, zwei führenden Mitgliedern der Autorengruppe Rimini Protokoll. Die Jury war sich sofort einig: Eine erschütternde Geschichte, die nicht nur erschüttert, sondern auch wachrüttelt, aufrüttelt und am Ende hoffnungsfroh stimmt. Das Bekenntnis zum Leben einer Frau, einer schwerstbehinderten jungen Frau, die ihr Leben mit dem einer Topfpflanze vergleicht, denn „wenn sie nicht gegossen wird, verkümmert sie“. Maria-Christina Hallwachs ist eine der von den Rimini Protokoll- Autoren immer wieder so ernst genommenen und hier im wahrsten Sinn des Wortes großartigen „Alltagsexpertinnen“. Sie redet mit uns, sie spricht uns direkt an, sie scherzt mit uns, sie fordert uns zu Bewegungen auf, die sie nicht mehr machen kann, seit dem Tag, an dem sie kurz nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Abiturs auf Kreta in ein Schwimmbecken sprang, das an dieser Seite gerade einmal fünfzig Zentimeter tief war. Seitdem ist Maria-Christina Hallwachs ein sogenannter Kopfmensch. Sie ist vom obersten Halswirbel abwärts gelähmt und wird 24/7 gepflegt. Im Hörspiel „Qualitätskontrolle oder Warum ich die Räuspertaste nicht drücken werde“ erfahren wir die Geschichte ihrer Familie, die Geschichte ihrer Behinderung und wir erfahren vor allem, mit welcher Leidenschaft sie immer noch lebt und leben möchte. Das Hörspiel hat aber mit einer Dokumentation nichts zu tun. Die Sprache enthält zwar dokumentarisches Material, aber durch die Bearbeitung und die Suche nach einer sprachlichen Form wird daraus ein sehr persönlicher, sehr poetischer Monolog. Die Hintergrundmusik, die Geräusche, der Rhythmus der Sprecher, all das fügt sich zu einem Gesamtkunstwerk zusammen. Wir mussten alle drei beim Zuhören lachen und weinen, wir sind dankbar für dieses Hörerlebnis."
Mitwirkende:
Maria-Cristina Hallwachs
Timea Mihályi
Admir Dzinić
Eike Hallwachs
Claudine Hallwachs
Detlef Glätzer
u.a.
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 03 2014
ARD Hörspielpreis 2014
Links: Externer Link Homepage Helgard Haug
Externer Link Homepage Daniel Wetzel
Externer Link Homepage Barbara Morgenstern
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Die Nacht von San Juan

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 29. Jun 2024 19:04, (angekündigte Länge: 43:00)
Autor(en): Georg Wieghaus
Produktion: WDR 2009, 43 Min. (Stereo) -
Genre(s): Kinderhörspiel
Kinderhörspiel ab 10 Jahre
Regie: Claudia Johanna Leist
Regieassistenz: Sven Töniges
Technik: Günther Kaspar
Dramaturgie: Ulla Illerhaus
Inhaltsangabe: Laura ist mit ihren Eltern und ihrem Bruder Frederik in San Juan. Hier feiert man zu Ehren des Schutzpatrons in der Nacht vor dem 24. Juni ein Riesenfest. Das kleine Städtchen liegt an der spanischen Nordküste. Am Vorabend des großen Festes, bei Einbruch der Dunkelheit, verschwindet Frederik. Laura erinnert sich daran, dass er im Flugzeug ein Buch über Höhlen las. Es fiel zu Boden, und ein paar Zettel rutschten heraus. Auf den Zetteln waren Zeichnungen von einer geflügelten Schlange. Als sie Frederik fragte, ob die Zeichnungen von ihm sind, warnte er seine Schwester: "Halt dich da raus!" Laura macht sich auf die Suche und gelangt schließlich in die fast vergessene "Zauberhöhle" von San Juan.
Mitwirkende:
Erzähler Dominik Freiberger
Laura Josefa Ramirez
Frederik Patrick Mölleken
Mutter Claudia Mischke
Vater Wolfram Koch
Bilar Hazel Luena Sülin-Giovio
Tia Sophia Ruth Mejias
Jorge Alexis Schvartzmann
Tonio Tristan Pena Hoffmann
Assafata Marylu-Saskia Poolman
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Korridore – Staffel 2

Sendetermine: SWR Kultur - Samstag, 29. Jun 2024 19:05 Teil 4/12 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Lars Henriks
Auch unter dem Titel: Königin der Korridore (1. Teil)
Der verfluchte Spiegel (2. Teil)
Göttin des Schwarzwalds (3. Teil)
Der geheimnisvolle Tee (4. Teil)
Tochter der Rache (5. Teil)
Der Wunsch-Raum (6. Teil)
In der Tiefe (7. Teil)
Heimkehr (8. Teil)
Der Kult des Pythagoras (9. Teil)
Der Gehörnte (10. Teil)
Die letzten Tage des IPP (11. Teil)
Der Gott ohne Gesicht (12. Teil)
Oder Jiovannys Kampf um seine Vision (Untertitel)
Produktion: SWR 2024, 426 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Krimi
Regie: Lars Henriks
Aufnahme: Christian Grundei
Sound-Design: Thomas Güthaus
Dramaturgie: Roman Ruthardt
Inhaltsangabe: In der zweiten Staffel der Serie verstecken sich die beiden Hauptpersonen, die Ermittlerin Zoe Reinhardt und der Filmstudent Patrick Scheuermann, in den Geheim-Archiven im Keller des ehemaligen IPP-Gebäudes vor finsteren Mächten und Geheimbünden, die alle Jagd auf sie machen.
Sie hören sich die wichtigsten Aufzeichnungen aus der Zeugenaussagen-Sammlung von Patricks Mutter an, um hinter die Geheimnisse zu kommen, die ihre Abenteuer umgeben. Sie stoßen dabei auf die Samos-Gruppe, einem mysteriösen Geheimbund und auf Nyarlathotep, einem uralten Gott des Chaos, mit dessen Hilfe Patricks Mutter die Wände zwischen den Realitäten öffnen wollte.
Zoe und Patrick versuchen fieberhaft herauszufinden, was tatsächlich vor sich geht. Schließlich müssen sie Partei ergreifen in einem Konflikt, der weit über ihren Horizont hinaus geht. Eventuell geht es um nicht weniger als die Rettung der Welt - Doch nichts ist sicher in der Welt von “Korridore” …
Mitwirkende:
Maximilian Schimmelpfennig
Nisan Arikan
Ulrich Bähnk
Moritz Mutzmann
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From Nutmeg to Dodo

Sendetermine: SRF 2 - Samstag, 29. Jun 2024 20:00 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 54:00)
Autor(en): Michèle Rusconi
Produktion: SRF 2024, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Michèle Rusconi
Komponist(en): Michèle Rusconi
Tontechnik: Björn Müller
Inhaltsangabe: Ein poetisch-musikalisches Roadaudio. Eine Geschichte über den betörenden Duft einer Nuss und die Unschuld eines flugunfähigen Vogels, über Gier und Macht, die Zerstörung von Fauna und Flora und die Erinnerung an ein verlorenes Paradies.
Die Schweizer Klangkünstlerin Michèle Rusconi lebt in Basel, bereist jedoch für ihre Projekte die ganze Welt. In ihrem neuesten Klangstück reist sie sogar durch die Zeit: zurück ins 17. Jahrhundert.
Damals beherrschte die Niederländische Ostindien-Kompagnie, VOC, den globalen Gewürzhandel und brachte aus dem indonesischen Archipel unermesslichen Reichtum nach Europa. Die Muskatnuss, die nur auf den Banda-Inseln wuchs, war damals kostbarer als Gold. Als fünf holländische Schiffe auf dem Weg von Holland nach dem indonesischen Bantam durch einen Sturm versehentlich an die Küste von Mauritius geschleudert wurden, besiedelten sie diese bereits 1598. Und keine hundert Jahre später war der ausschliesslich dort heimische Dodo ausgestorben.
In ihrem mehrsprachigen Hör- und Klangstück zollt Michèle Rusconi dem Dodo Tribut, feiert die enigmatische Schönheit der Muskatnuss, vertont die Landkarte der Gewürzrouten, den kolonialen Eroberungsdrang und das an den Bandanesen begangene Massaker von 1621. Ihre Collage aus Musik, Geschichte, Wissenschaft und poetischen Texten, Interviews und Feldaufnahmen von den Banda-Inseln und Mauritius, lässt Gerüche zu Klang werden und Klänge zu Stichwaffen. "This is extinction".
Research Trip und Produktion wurden gefördert durch Pro Helvetia, srks – Stiftung für Radio und Kultur Schweiz, Stiftung Isabelle Zogheb und Kulturpauschale Basel-Stadt.
Mitwirkende:
Graham F. Valentine
Nikola Weisse
Anna Clementi
Tehila Nini Goldstein
Franziska Seeberg
Peter von Strombeck
Tanya von Barnau Sythoff
Leïla Férault
Lise und Georges Bréguet
Harfe Estelle Costanzo
Schlagwerk Miguel García Martín
Ondes Martenot Ludovic von Hellemont
Klavier Nicolò Muzii
Kontrabass Nikolai Olshansky
Schlagzeug Mehmet Ali Simayli
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Das Beryll-Diadem

Sendetermine: BR 2 - Samstag, 29. Jun 2024 20:05, (angekündigte Länge: 33:00)
Autor(en): Arthur Conan Doyle
Auch unter dem Titel: The Adventure of the Beryl Coronet (Erzählung (engl. Originaltitel))
Produktion: BR 1963, 33 Min. (Mono) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Krimi
Regie: Heinz-Günter Stamm
Bearbeitung: Wilm Ten Haaf
Komponist(en): Peter Zwetkoff
Übersetzung: Ruth von Marcard
John Lackland
Inhaltsangabe: Ein Londoner Bankier nimmt als Sicherheit für einen Kredit ein sehr wertvolles Beryll-Diadem in Verwahrung. Da er dem Banktresor zu wenig traut, nimmt er das Schmückstück mit nach Hause und schliesst es in seinem Schreibtisch ein. In der Nacht wacht er auf und findet seinen Sohn im Arbeitszimmer, wie er gerade gewaltsam das Diadem verbiegt. Eine Spitze mit drei Steinen ist bereits abgebrochen. Die sofort hinzugezogene Polizei durchsucht gründlich Haus und Garten, aber die fehlenden Steine tauchen nicht auf. Aber Arthur, der ertappte Sohn, schweigt beharrlich. In seiner Verzweiflung wendet sich der Bankier an Sherlock Holms, den die Spuren im verschneiten Garten schnell auf die richtige Fährte führen... (MDK)
Mitwirkende:
Sherlock Homes Peter Pasetti
Dr. Watson Klaus Behrendt
Holder Hanns Ernst Jäger
Marry Helga Zeckra
Arthur Horst Sachtleben
Seine Durchlaucht Rolf Wanka
Ms. Parker Claudia Bethge
Roberts Alexander Malachovsky
Lucy Monika Groll
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Fernempfangsstelle

Sendetermine: SWR Kultur - Samstag, 29. Jun 2024 23:03, (angekündigte Länge: 40:00)
Autor(en): Niki Matita
Produktion: Tschechischer Rundfunk 2023, 39 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Regie: Niki Matita
Komponist(en): Niki Matita
Inhaltsangabe: Das Projekt „Fernempfangsstelle“ ist von der Fernempfangsstation Solitude inspiriert. Es war eine Sendeanlage in einem Barockschloss, dem "Schloss Solitude" bei Stuttgart, die über Kurzwellenfunk die Kontinente verband. Die Geschichte dieser frühen Rundfunkanstalt ist heute lokal ebenso vergessen wie die Lebensgeschichte ihres Erbauers. Die Komposition beschäftigt sich mit dem tragischen Schicksal des Radiopioniers und Technikers Rolf Formis.
Der gebürtige Stuttgarter Rudolf (Rolf) Formis hatte im Ersten Weltkrieg als Funksoldat gedient und gehörte zu den ersten Rundfunkteilnehmern im Nachkriegsdeutschland. Er war bereits als freier Techniker für die SÜRAG, die Süddeutsche Rundfunk AG, tätig, als der Sender gegründet wurde und am 10. Mai 1924 ein regelmäßiges Programm aufnahm. 1928 beauftragte der erste Direktor der SÜRAG, Dr. Alfred Bofinger, Formis mit der Errichtung einer Fernempfangsstation auf Schloss Solitude auf einer Anhöhe bei Stuttgart, um Live-Berichte aus Übersee übertragen zu können.
Nach der Machtergreifung der NSDAP brachte die Gleichschaltung aller Rundfunkanstalten in Deutschland diese auf Linie. Rolf Formis hatte sich wiederholt den Unmut der Neuen Herren zugezogen und war mit dem Stuttgarter Kabelattentat in Verbindung gebracht worden, bei dem eine Live-Radioübertragung einer Rede Adolf Hitlers mit einem Axthieb unterbrochen wurde. Am 24. April 1934 überquert Rolf Formis die tschechoslowakische Grenze und flieht über Pilsen nach Prag. Der mittellose und festsitzende Formis nimmt schließlich eine Stelle bei der Schwarzen Front als Leiter des Zeitschriftenvertriebs an. Der Anführer Otto Strasser erkannte schnell den Nutzen der brillanten technischen Fähigkeiten des Schwaben für seine Organisation und beauftragte Formis mit dem Bau eines geheimen Senders, um Anti-Hitler-Propaganda ins Reich zu senden. Sie richteten sich in einem Landgasthof, dem Hotel Záhoří, an der Moldau ein, das heute im Wasser eines Stausees liegt.
Der Chef des Sicherheitsdienstes Reinhard Heydrich beauftragte den SS-Scharführer Alfred Naujocks und Werner Göttsch mit der besonderen Aufgabe, Rudolf Formis zu entführen und damit den unliebsamen Radiosender zu beseitigen. In der Nacht des 23. Januar 1935 wird Formis im Hotel Záhoří ermordet. Die Täter Alfred Naujocks, Werner Göttsch und ihre Begleiterin Edith Kersbach können zurück nach Deutschland fliehen. Die tschechoslowakische Polizei ermittelt wegen Mordes.
Rolf Formis wurde auf dem kirchlichen Friedhof in Slapy beigesetzt; lokale Hobbyhistoriker pflegen sein Grab bis heute.
Expertenkommentar: Die Jury des Palma Ars Acustica lobende Erwähnung:

„Niki Matita, die sich an den beiden Standorten Stuttgart und Prag aufgehalten hat, erforscht dieses wenig bekannte Kapitel der Radiogeschichte anhand von wunderbarem, seltenem historischem Material und dokumentarischen Aufnahmen vor Ort und schlägt dabei eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart, in der Massenmedien und ihre Überwachung im Lichte von Meinungsfreiheit und politischer Unterdrückung in totalitär regierten Ländern diskutiert werden. Darüber hinaus ist die ästhetische Qualität des Stücks sehr anspruchsvoll, mit einem feinen Sinn für akustische Details und dramaturgische Passagen.“
Mitwirkende:
Adam Železný
Albert Einstein
Anita Carey-Yard
Arnold Schönberg
Barborka
Christiane Lörch-König
Eduard Svoboda
Eugen Hadamowski
Filiz
Friederike Maier
Hana Železná
Hans Bredow
Heinrich George
J. Strnad
Jacek
Karl Napf
Dr. Křižík
Mary C
Rudolf Formis
u.a.
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Global Breath

Sendetermine: SWR Kultur - Samstag, 29. Jun 2024 23:03, (angekündigte Länge: 96:00)
Autor(en): Marco Blaauw
Auch unter dem Titel: Trumpet sounds around the world (Untertitel)
Produktion: SWR/ZKM Hertz-Lab 2023, 96 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Marco Blaauw
Komponist(en): Marco Blaauw
Mastering: Sebastian Schottke
Mastering: Marco Blaauw
Dramaturgie: Frank Halbig
Inhaltsangabe: Marco Blaauw komponiert in diesem Hörstück aus einer enormen Vielfalt von trompetenartigen Klängen aus vielen Kulturen einen weltumspannenden Trompetenton.
Der niederländische Trompeter machte Aufnahmen mit gleichgesinnten Pionieren auf der ganzen Welt bei Konzerten, Zeremonien und Ritualen, entdeckte aber auch Klänge in Tonarchiven und produzierte selbst speziell für dieses Projekt neue Aufnahmen.
Gespielt wird auf Muscheln verschiedenster Herkunft, auf Hörnern von Rindern, Wasserbüffeln, Ziegenböcken, Ibex und Kudu, oder auf dem aus Menschenknochen gemachte Kang Ling, und auf Holztrompeten wie dem Didgeridoo und der norwegischen Lure. Und nicht zuletzt konnten auch Kopien von Instrumenten aus der Antike, wie die keltische Carnyx, die nordische bronzene Lure, die etruskischen Lituus und Cornu, die römische Tuba und die griechische Salpinx bespielt und untersucht werden.
Was all diese Instrumente miteinander verbindet, ist die Tatsache, dass der Klang durch den Atem erzeugt wird, der durch die Lippen geblasen wird. Die Vibration der Lippen, die dabei entsteht, verwandelt den Atem in einen Ton, der in den vielen verschiedenen Kulturen ähnliche Funktionen erfüllt.
Preise / Auszeichnungen: Palma Ars Acustica (Euroradio EBU-UER) 2024
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Cut Off

Sendetermine: SWR Kultur - Samstag, 29. Jun 2024 23:03
Autor(en): S. Kivi
Produktion: Finnisches Radio 2023, 26 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: S. Kivi
Komponist(en): S. Kivi
Inhaltsangabe: Mit Internet-Blackouts und zusammengebrochenen Mobilfunknetzen tappen Millionen von Menschen im Dunkeln, und das tägliche Leben wird von allgemeiner Unruhe und Angst beherrscht. „Cut Off“ lädt seine Zuhörer ein, einen anderen Zustand zu erleben, den absurden Raum zwischen den Welten. Und doch spiegelt dieser Zustand ein sehr menschliches Gefühl wider: die Zuwendung zu und Fürsorge für unsere Lieben - Gefühle, die jeder kennt, überall auf der Welt.
Expertenkommentar: Die Jury des Palma Ars Acustica äußerte sich zur besonderen Erwähnung wie folgt:

„Ein brillanter Plot, der von den ersten Minuten an mit großer Nüchternheit Spannung aufbaut und uns schließlich die Gerüchte der Straße bis hin zur Intimität durch diesen Dialog erleben lässt - diesen zerbrechlichen und unverzichtbaren Faden der Kommunikation, bis er reißt. Die Welt der Klänge, durch die uns das Stück führt, ist manchmal die Hauptquelle des Plots, manchmal eine Quelle der Flucht, manchmal ein Leitmotiv für einen dramatischen Ausgang.“
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German Tapes

Sendetermine: SWR Kultur - Samstag, 29. Jun 2024 23:03
Autor(en): Rúnar Magnússon
Auch unter dem Titel: Ich weiß von nichts (1. Teil)
Vielleicht lebe ich hier (2. Teil)
Euer lustiges haus (3. Teil)
Produktion: EIG/ORF 2023, 53 Min. (Stereo) - Originalhörspiel int.
Regie: Rúnar Magnússon
Komponist(en): Rúnar Magnússon
Inhaltsangabe: Buchla Hörspiele
Der aus Island stammende Künstler und Komponist Runar Magnussen bekam vor vielen Jahren eine Tasche voller Kassetten mit Hörspielaufnahmen deutscher Rundfunkanstalten geschenkt. Diese Aufnahmen stammen aus dem Zeitraum von Anfang bis Mitte der 1990er Jahre. Im Sommer 2023 verbrachte Magnussen drei Wochen im Elektronischen Musik Studio (EMS) in Stockholm, wo er die Bänder digitalisiert hat.
Er ließ die digitalisierten Kassetten durch verschiedene Prozesse laufen, hauptsächlich durch die modularen Buchla Synthesizer, und nahm die Ergebnisse Stunden lang auf. Diese Aufnahmen wurden zur Klangquelle für das Stück 'German Tapes', bestehend aus Sounds aus deutschen Hörspielen, bearbeitet mit den Buchla 100 & Buchla 200 Modularsystemen.
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Rituals in transfigured time

Sendetermine: SWR Kultur - Samstag, 29. Jun 2024 23:03
Autor(en): Marko Paunović
Manja Ristic
Produktion: Serbischer Rundfunk 2024, 20 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Regie: Manja Ristic
Marko Paunović
Komponist(en): Manja Ristic
Marko Paunović
Inhaltsangabe: Ebenfalls unter die Finalisten des EBU Palma Ars Acustica kam eine Produktion des Serbischen Rundfunks. "Rituals in transfigured time" von Manja Ristić und Marko Paunović setzt sich aus persönlichen Archiven von field recordings zusammen, die im Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens gesammelt wurden - unberührte Natur, Denkmäler, verlassene Militärgebiete, gefundene Klänge und Radiomitschnitte - all dies kombiniert mit den elektronischen Klängen analoger Synthesizer. Eine Reise in die dunkle sozialistische Zeit der Kindheit und des Aufwachsens des Autors.
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Station Zero - Part 4: Žižkov

Sendetermine: SWR Kultur - Samstag, 29. Jun 2024 23:03
Autor(en): Topos Kolektiv
Produktion: Tschechischer Rundfunk 2023, 13 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Regie: Topos Kolektiv
Komponist(en): Topos Kolektiv
Inhaltsangabe: Die zweite beim Wettbewerb eingereichte Produktion des Tschechischen Rundfunks „Station Zero“ ist eine Serie von fünf Kompositionen, die vom TOPOS KOLEKTIV geschaffen und aufgeführt wurden und sich auf Orte konzentrieren, die mit der Übertragung von Radiosignalen verbunden sind: Orte, an denen technische Monumente emporragen und an denen Energie verwendet wird, um elektromagnetische Wellen zur Übertragung des Signals zu erzeugen. In Bezug auf den Rundfunk sind sie eine Art „Nullpunkt“ - Stationen, an denen die Energie verstärkt wird, um ihren Weg durch die Luft zu den Ohren der Zuhörer zu finden.
Die einzelnen Kompositionen entstanden direkt an den Sendern, wobei das Ensemble stets die Aspekte des jeweiligen Ortes suchte und mit Klang erforschte und zusammen mit den Musikinstrumenten hörbar machte. Die Aufnahmen dieser Aktivitäten wurden zu Bausteinen für die kompositorische Arbeit im Studio. So finden sich in den Kompositionen sowohl traditionelle als auch extensive Spiel- und Gesangstechniken, wobei der Ort und der Sender selbst als Instrument eingesetzt werden.
Sie hören den vierten Teil auf dem Sender Žižkov, dem markantesten Wahrzeichen Prags, und die akustische Perspektive seiner 134 Meter langen Seitenröhre mit Nottreppe. Die Stadt aus 130 Metern Höhe zu hören, ist wirklich einzigartig, ebenso wie die Erfahrung, das elektromagnetische Feld zu hören, das von einem speziellen Mikrofon im Inneren des Senders aufgezeichnet wird. Die Signale der Glocken von Prag, der „Stadt der hundert Türme“, verschmelzen mit den elektromagnetischen Signalen zu einem Ganzen.
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Für Frieden, Recht und Freiheit

Sendetermine: DLR - Samstag, 29. Jun 2024 00:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 170:00)
DLF - Samstag, 29. Jun 2024 23:05, (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Jochen Rack
Auch unter dem Titel: Eine Lange Nacht über die Bundeswehr (Untertitel)
Produktion: DLF/DLR 2024, 164 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Philippe Brühl
Ton und Technik: Hendrik Manook
Ton und Technik: Lukas Fehling
Inhaltsangabe: Deutschland muss kriegstüchtig werden, sagt Verteidigungsminister Boris Pistorius. Doch sind 100 Milliarden Euro Sondervermögen für die Aufrüstung der Bundeswehr angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine genug? Ist Deutschlands Armee, die nach dem Ende des Kalten Krieges immer weiter schrumpfte, ausreichend für die Landes- und Bündnisverteidigung gerüstet oder doch nur „bedingt abwehrbereit“, wie eine Diagnose schon in den 1960er-Jahren lautete? In den Jahrzehnten seit der Wiederbewaffnung 1955 ist die Bundeswehr aus den Schlagzeilen nicht herausgekommen. In ihrer inzwischen fast 70jährigen Geschichte als demokratischer Parlamentsarmee hatte sie mit mangelhaften militärischen Fähigkeiten ebenso zu kämpfen wie mit einer Reihe von Skandalen. Zwar wurde der „Bürger in Uniform“ auf eine demokratische Kultur verpflichtet, dennoch gab es in der Truppe eine „falsche Glorie“ (Jakob Knab) und unaufgearbeitete Traditionen aus der NS-Zeit. Die Friedensbewegung der 1980er-Jahre richtete sich gegen die atomare „Nachrüstung“, öffentliche Gelöbnisse und Wehrschauen erzeugten Protest gegen die „Militarisierung der Gesellschaft“. Trotzdem stand die Mehrheit der Deutschen der Bundeswehr positiv gegenüber. Bis zu ihrer Aussetzung 2011 haben Generationen von jungen Männern ihre Wehrpflicht in der Bundeswehr abgeleistet. Die deutsche Einheit führte zur Verschmelzung der Bundeswehr mit der NVA, dem Abbau von Standorten und einem „freundlichen Desinteresse“ (Horst Köhler) an den deutschen Streitkräften. Erst die Auslandseinsätze der Bundeswehr auf dem Balkan und in Afghanistan, bei denen deutsche Soldaten ihr Leben ließen, haben die deutsche Gesellschaft aufgerüttelt und auch zu einer neuen Gedenkkultur für die Opfer geführt. Heute steht die Bundeswehr vor der Aufgabe, neue militärische Fähigkeiten aufzubauen und Personal für die Truppe zu finden, diskutiert wird die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Die Geschichte der Bundeswehr spiegelt die Gesellschaftsgeschichte der Bundesrepublik zwischen Friedenssehnsucht und Verteidigungsbereitschaft.
Mitwirkende:
Lisa Bihl
Daniel Berger
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