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Neues Programmschema beim BR

Ab Ostern ändert sich das Programmschema des BR. Der Mittwochskimi wird jetzt am Samstag gesendet. Freitags wird hör!spiel!art.mix eine Stunde vorgezogen.

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Global Breath

Sendetermine: DLR - Freitag, 28. Jun 2024 00:05 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 40:00)
Autor(en): Marco Blaauw
Auch unter dem Titel: Trumpet sounds around the world (Untertitel)
Produktion: SWR/ZKM Hertz-Lab 2023, 96 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Marco Blaauw
Komponist(en): Marco Blaauw
Mastering: Sebastian Schottke
Mastering: Marco Blaauw
Dramaturgie: Frank Halbig
Inhaltsangabe: Marco Blaauw komponiert in diesem Hörstück aus einer enormen Vielfalt von trompetenartigen Klängen aus vielen Kulturen einen weltumspannenden Trompetenton.
Der niederländische Trompeter machte Aufnahmen mit gleichgesinnten Pionieren auf der ganzen Welt bei Konzerten, Zeremonien und Ritualen, entdeckte aber auch Klänge in Tonarchiven und produzierte selbst speziell für dieses Projekt neue Aufnahmen.
Gespielt wird auf Muscheln verschiedenster Herkunft, auf Hörnern von Rindern, Wasserbüffeln, Ziegenböcken, Ibex und Kudu, oder auf dem aus Menschenknochen gemachte Kang Ling, und auf Holztrompeten wie dem Didgeridoo und der norwegischen Lure. Und nicht zuletzt konnten auch Kopien von Instrumenten aus der Antike, wie die keltische Carnyx, die nordische bronzene Lure, die etruskischen Lituus und Cornu, die römische Tuba und die griechische Salpinx bespielt und untersucht werden.
Was all diese Instrumente miteinander verbindet, ist die Tatsache, dass der Klang durch den Atem erzeugt wird, der durch die Lippen geblasen wird. Die Vibration der Lippen, die dabei entsteht, verwandelt den Atem in einen Ton, der in den vielen verschiedenen Kulturen ähnliche Funktionen erfüllt.
Preise / Auszeichnungen: Palma Ars Acustica (Euroradio EBU-UER) 2024
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Station Zero - Part 4: Žižkov

Sendetermine: DLR - Freitag, 28. Jun 2024 00:05
Autor(en): Topos Kolektiv
Produktion: Tschechischer Rundfunk 2023, 13 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Regie: Topos Kolektiv
Komponist(en): Topos Kolektiv
Inhaltsangabe: Die zweite beim Wettbewerb eingereichte Produktion des Tschechischen Rundfunks „Station Zero“ ist eine Serie von fünf Kompositionen, die vom TOPOS KOLEKTIV geschaffen und aufgeführt wurden und sich auf Orte konzentrieren, die mit der Übertragung von Radiosignalen verbunden sind: Orte, an denen technische Monumente emporragen und an denen Energie verwendet wird, um elektromagnetische Wellen zur Übertragung des Signals zu erzeugen. In Bezug auf den Rundfunk sind sie eine Art „Nullpunkt“ - Stationen, an denen die Energie verstärkt wird, um ihren Weg durch die Luft zu den Ohren der Zuhörer zu finden.
Die einzelnen Kompositionen entstanden direkt an den Sendern, wobei das Ensemble stets die Aspekte des jeweiligen Ortes suchte und mit Klang erforschte und zusammen mit den Musikinstrumenten hörbar machte. Die Aufnahmen dieser Aktivitäten wurden zu Bausteinen für die kompositorische Arbeit im Studio. So finden sich in den Kompositionen sowohl traditionelle als auch extensive Spiel- und Gesangstechniken, wobei der Ort und der Sender selbst als Instrument eingesetzt werden.
Sie hören den vierten Teil auf dem Sender Žižkov, dem markantesten Wahrzeichen Prags, und die akustische Perspektive seiner 134 Meter langen Seitenröhre mit Nottreppe. Die Stadt aus 130 Metern Höhe zu hören, ist wirklich einzigartig, ebenso wie die Erfahrung, das elektromagnetische Feld zu hören, das von einem speziellen Mikrofon im Inneren des Senders aufgezeichnet wird. Die Signale der Glocken von Prag, der „Stadt der hundert Türme“, verschmelzen mit den elektromagnetischen Signalen zu einem Ganzen.
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Niemals aufgeben. Shirin Ebadi - Porträt der iranischen Friedensnobelpreisträgerin

Sendetermine: SWR Kultur - Freitag, 28. Jun 2024 15:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Renate Maurer
Produktion: ORF 2022, 54 Min. (Stereo) - Feature
Ton: Fridolin Stolz
Inhaltsangabe: Sie ist eine der ersten iranischen Richterinnen. Zwei Jahrzehnte lang hat sie als Anwältin Kinder, Frauen und Regimegegner:innen verteidigt. 2003 erhielt sie als erste muslimische Frau den Friedensnobelpreis. Ihre Erfahrungen sowie die der Iranerin Parastou Forouhar, die Ebadi als Anwältin verteidigt hat, geben Aufschluss über die aktuelle Situation der Frauen im Iran. Renate Maurer hat Shirin Ebadi im Londoner Exil besucht.
Mit 23 Jahren war sie eine der ersten Richterinnen im Iran, mit 28 wurde sie als erste Frau Gerichtspräsidentin am Teheraner Stadtgericht. Das war 1975. Begeistert nahm sie an den Studentenprotesten gegen den Schah teil, unterstützte voller Optimismus Ayatollah Khomeini und die islamische Revolution. Hatte dieser nicht eine moderne Republik mit demokratischen Prinzipien und 'allen Freiheiten für die Frauen' versprochen? Doch nach dem Sieg der Revolution 1979 warf sie das neue Regime aus dem Richteramt und degradierte sie zur Bürokraft. Entsetzt erlebte sie die Einführung des islamischen Rechts auf der Basis der Scharia, 'grauenhafte Gesetze, die die Uhr um 1400 Jahre zurückdrehten'. Dagegen anzukämpfen wurde Shirin Ebadis Lebensaufgabe. 1992 übernahm sie unbezahlte 'pro bono'-Fälle, vertrat getötete Kinder, Student:innen und Regimegegner:innen, Frauenrechtlerinnen, politische Gefangene. Sie verteidigt auch Parastou Forouhar, deren Eltern vom Regime ermordet wurden. Zwar konnte sie keine gerechten Prozesse und Urteile herbeiführen, aber sie verschaffte dem Unrecht Öffentlichkeit - im eigenen Land wie im Ausland. Sie widersprach Richtern, schrieb Artikel, Berichte für die UNO und Bücher, hielt Vorlesungen, gründete in Teheran einen Kinderschutzbund und das 'Zentrum für Menschenrechte'. Der islamische Staat antwortete mit Überwachung, Schikanen, Morddrohungen, drei Wochen Einzelhaft. Sie ließ sich davon nicht in die Knie zwingen. Nach der Verleihung des Friedensnobelpreises 2003 und nachdem sie 2009 nach London ins Exil gegangen war, verstärkte das Regime seine Bedrohungen. Sie machte trotzdem weiter, ist inzwischen in zahlreiche NGO´s vertreten und setzt sich nach wie vor für die Menschenrechte in ihrer Heimat ein. Der Frieden in dieser Welt, so hat sie einmal in einem Interview gesagt, sei nur über einen Weg zu erreichen: über die Achtung der Menschenrechte.
Mitwirkende:
Irina Wanka
Marie-Therese Futterknecht
Michael Köppel
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Die Nacht des Luchses

Sendetermine: WDR 3 - Freitag, 28. Jun 2024 19:04, (angekündigte Länge: 54:00)
Autor(en): Kai Hensel
Produktion: WDR 2016, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Martin Zylka
Technische Realisation: Rike Wiebelitz
Technische Realisation: Jeanette Wirtz-Fabian
Regieassistenz: Roman Podeszwa
Dramaturgie: Georg Bühren
Inhaltsangabe: Der Bundestagsabgeordnete Warberg will den Einsatz deutscher Bundeswehrsoldaten stoppen - ein taktischer Schachzug, der sich in nur einer Nacht zur Tragödie entwickelt.
Auf dem Rückweg von einer Parteiveranstaltung überfährt sein Assistent Steffens einen Luchs. Er stammt, wie sich später herausstellt, aus einem nahen Wildgehege. Als sie den Schaden begutachten wollen, bemerken sie ein Blitzlicht, und nachdem sie das schwer verletzte Tier in den Kofferraum gepackt haben, folgt ihnen ein Wagen. Kurze Zeit später hat Warberg ein kompromittierendes Foto auf seinem Handy, er wird erpresst. Noch in der Nacht spannt sich ein Netz aus Intrigen, Halbherzigkeiten, Verrat und Lüge um den Politiker, seine Familie und seine vermeintlichen Helfer.
Mitwirkende:
Warberg Arnd Klawitter
Steffens Daniel Wiemer
Taschi Pingting Zhan
Leonie Leonie Renée Klein
Warbergs Frau Johanna Gastdorf
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Stimmen über dem Fluß

Sendetermine: RBB Radio3 - Freitag, 28. Jun 2024 19:05 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Wolfdietrich Schnurre
Produktion: SFB/BR 1968, 70 Min. (Mono) - Originalhörspiel dt.
Regie: Hans Bernd Müller
Inhaltsangabe: Die Stimmen über dem Fluß, die Stimmen der Toten, die sich und dem jungen Mann an Bord des Schleppers "Leben" ihre Vergangenheit erzählen, sind alles andere als deprimierend. Dieser junge Mann, der gerade ins Wasser gesprungen war, um zu sterben, was weiß er schon vom Leben? Nur gut, dass ihn der Schlepperkapitän wieder herausgezogen hat aus den Wellen und ihn auch jetzt noch beschützt vor den scharfen, suchenden Blicken der Wasserpolizei, die den Frieden aller stört. Wie kann man ein Leben wegwerfen, mit dem man nur ein bisschen herumgespielt hat und das man gar nicht kennt? Der junge Mann lauscht den Stimmen über dem Fluss, hört sie wispern und rufen und singen, und er versteht plötzlich nicht mehr, weshalb er noch vor ein paar Stunden den Wellen folgte, die ihn zu sich riefen.
Mitwirkende:
Andrea Barckhausen
Christa Oenicke
Dorothea Thiess
Georg Baum
Gudrun Genest
Hans Mahnke
Horst Bollmann
Klaus Herm
Kurt Jaggberg
Lilli Schönborn
Reinhold Bernt
Renate Danz
Walter Jokisch
Werner Stock
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Die sieben Brüder

Sendetermine: SRF 1 - Freitag, 28. Jun 2024 20:00 Teil 1/2, (angekündigte Länge: 45:00)
Autor(en): Heinz Stalder
Produktion: SRF 2017, 90 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Päivi Stalder
Komponist(en): Elia Rediger
Tontechnik: Basil Kneubühler
Übersetzung: Edzard Schaper
Inhaltsangabe: Finnland ist ein junges Land, erst vor 100 Jahren wurde es unabhängig. Und auch das Finnische musste sich den Weg zur Literatursprache erst erkämpfen. «Die sieben Brüder» ist der erste Roman in finnischer Sprache: die Geschichte von sieben Brüdern, die nach dem Tod der Eltern in den Wäldern hausen.
Fernab von Kirche und Staat leben sie ein freies, aber auch ein gewalttätiges, zügelloses Leben. Dieses Spannungsfeld bestimmt «Die sieben Brüder»: zwischen Natur und Gesellschaft, zwischen Fährtenlesen und Bücherlesen. Und es ist wohl kein Zufall, dass man sich dabei an Spyris «Heidi» erinnert fühlt, das 1880 fast zeitgleich erschien. Und so ist es auch nur passend, dass mit Heinz Stalder ein Schweizer Autor die «Sieben Brüder» für das Hörspiel neu geschrieben hat.
Mitwirkende:
Aleksis Kivi/Erzähler Hanspeter Müller-Drossaart
Juhani Dani Mangisch
Aapo Michael von Burg
Tuomas Jonas Röegg
Simeoni Aaron Hitz
Timo Joachim Aeschlimann
Lauri Reto Stalder
Eero Flurin Giger
Musik .
Komposition, Gitarre, Elektronik Elia Rediger
Violine Tobis Preisig
Synthesizer, Gitarre, Trommel Daniel Freitag
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Kafka unchained

Sendetermine: DLF - Freitag, 28. Jun 2024 20:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): David Zane Mairowitz
Małgorzata Żerwe
Auch unter dem Titel: Der entfesselte Kafka (Untertitel)
Produktion: DLF/ORF 2014, 49 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Małgorzata Żerwe
David Zane Mairowitz
Ton: Lutz Pahl
Inhaltsangabe: Kafka? Ist Kafka komisch, oder ist das Komische daran kafkaesk? Wird Kafka gerecht, wer seine Romane als comickurz präsentiert? Kommt Kafka näher, wer dessen Texte vertont, gar als Rap darbietet? Und was sagen die Schulmeister dazu? Drei namhafte Comic-Zeichner - der US- Amerikaner Robert Crumb, die Französin Chantal Montellier und der Tscheche Jaromír ?vejdík - haben Kafka erfolgreich illustriert. Eine Band aus Prag singt den Kafka, und der junge Schwabe Tobias Stoll erfreut seinen Deutschlehrer als »Kafka Rapper«. Vor 100 Jahren, im August 1914, begann Franz Kafka, den Roman "Der Prozess" zu schreiben. Anlass für den längst überfälligen Hörcomic! Für den entfesselten Kafka, befreit vom Vorurteil des Kafkaesken! Den Autoren zur Seite stehen weiterhin: ein Kafkaologe aus dem Senegal, der Leiter des Stuttgarter Literaturhauses, ein Kafka-Biograf - und am Rande: ein gewisser Franz Kafka - aus Salzburg!
Mitwirkende:
Leslie Malton
Felix von Manteuffel
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I will survive - der Kampf gegen die Aids-Krise

Sendetermine: BR 2 - Freitag, 28. Jun 2024 20:05 Teil 6/7 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 40:00)
Autor(en): Niklas Eckert
Sarah Fischbacher
Meret Reh
Judith Rubatscher
Phillip Syvarth
Auch unter dem Titel: Disco Fieber (1. Teil)
München Under Pressure (2. Teil)
Der Law and Order Mann (3. Teil)
Gib AIDS keine Chance (4. Teil)
Eine bittere Pille (5. Teil)
The Show Must Go On (6. Teil)
Das Interview mit Peter Gauweiler (7. Teil)
Produktion: BR 2024, 262 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Martin Heindel
Ton und Technik: Susanne Harasim
Ton und Technik: Ruth-Maria Ostermann
Inhaltsangabe: Anfang der Achtziger, in den Radios läuft Disco- und Beatmusik, die Nächte sind verheißungsvoll: Willkommen in München, Deutschlands Disco-Metropole! Hier ist die queere Szene gerade richtig am Durchstarten - Travestie, Saunaclubs, Highlife bis zur Sperrstunde. Aber die Partylaune wird getrübt, als sich merkwürdige Berichte häufen. Es soll da jetzt in den USA eine neue Krankheit geben - die Schwule befällt. Aber die USA sind weit weg. Oder?
Mitwirkende:
Phillip Syvarth
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Während der Stromsperre

Sendetermine: BR 2 - Freitag, 28. Jun 2024 20:05, (angekündigte Länge: 68:00)
Autor(en): Berta Waterstradt
Produktion: DDR 1948, 68 Min. (Mono) - Originalhörspiel dt.
Regie: Hanns Fahrenburg
Komponist(en): Ferry Muhr
Oskar Wilhelm Jerochnik
Regieassistenz: Susanne Godow
Ton: Alexander Ullrich
Aufnahme: Hans-Bodo von Dincklage
Inhaltsangabe: Und ist dein Leben köstlich gewesen, so ist es Mühe und Arbeit gewesen" - als Berta Waterstradt diesen Bibelspruch kurz nach dem Krieg auf einer Beerdigung hört, empört sie sich und beschließt, "den Lebensweg einer Arbeiterin zu gestalten. Zu Hause angekommen, machte ich mir gleich Notizen. Da ging plötzlich das Licht aus. Wir hatten damals mehr Stromsperren als Brotzuteilungen." So entsteht das Hörspiel "Während der Stromsperre". Eine Großmutter erzählt ihrer Enkelin - im Dunkeln sitzend - aus ihrem Leben: ein (akustischer) Bilderbogen aus dem Alltag einfacher Leute.
In Gespräch und Rückblenden wird das Schicksal einer Berliner Arbeiterfamilie beleuchtet - in Kaiserzeit, Weimarer Republik und Faschismus. Drei Generationen zwischen 1884 und 1945 werden lebendig; es sind drei Kapitel deutscher Geschichte aus der Sicht einer Arbeiterfrau.
Das "Berliner Volksstück" - so der Untertitel des Hörspiels - wird schließlich die Vorlage für einen der publikumswirksamsten Filme der DEFA-Geschichte: 1949 dreht Kurt Maetzig "Die Buntkarierten", ein Film, dem man "Schauwert, Frische und Sinnlichkeit" bescheinigt.
Mitwirkende:
Roma Bahn
Ann Hölling
Else Brückner
Charlotte Kolle
Gerhard Bienert
Ernst Dernburg
Bruno Fritz
Franz Nicklisch
Ewald Wenck
Herbert Weißbach
Heinz Welzel
Franz Zimmermann
Käthe Jöken-König
Hedi Köppner
Gerda Blisse
Friedel Fredi
Inge Grallner
Edith Hancke
Ingeborg Olbricht
Ursula Prasch
Gina Presgott
Senta Saalwächter
Berti Spanjé
Ilse Wolf
Jean Drin
Walter Killmann
Walter Schramm
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Für Frieden, Recht und Freiheit

Sendetermine: DLR - Samstag, 29. Jun 2024 00:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Jochen Rack
Auch unter dem Titel: Eine Lange Nacht über die Bundeswehr (Untertitel)
Produktion: DLF/DLR 2024, 164 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Philippe Brühl
Ton und Technik: Hendrik Manook
Ton und Technik: Lukas Fehling
Inhaltsangabe: Deutschland muss kriegstüchtig werden, sagt Verteidigungsminister Boris Pistorius. Doch sind 100 Milliarden Euro Sondervermögen für die Aufrüstung der Bundeswehr angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine genug? Ist Deutschlands Armee, die nach dem Ende des Kalten Krieges immer weiter schrumpfte, ausreichend für die Landes- und Bündnisverteidigung gerüstet oder doch nur „bedingt abwehrbereit“, wie eine Diagnose schon in den 1960er-Jahren lautete? In den Jahrzehnten seit der Wiederbewaffnung 1955 ist die Bundeswehr aus den Schlagzeilen nicht herausgekommen. In ihrer inzwischen fast 70jährigen Geschichte als demokratischer Parlamentsarmee hatte sie mit mangelhaften militärischen Fähigkeiten ebenso zu kämpfen wie mit einer Reihe von Skandalen. Zwar wurde der „Bürger in Uniform“ auf eine demokratische Kultur verpflichtet, dennoch gab es in der Truppe eine „falsche Glorie“ (Jakob Knab) und unaufgearbeitete Traditionen aus der NS-Zeit. Die Friedensbewegung der 1980er-Jahre richtete sich gegen die atomare „Nachrüstung“, öffentliche Gelöbnisse und Wehrschauen erzeugten Protest gegen die „Militarisierung der Gesellschaft“. Trotzdem stand die Mehrheit der Deutschen der Bundeswehr positiv gegenüber. Bis zu ihrer Aussetzung 2011 haben Generationen von jungen Männern ihre Wehrpflicht in der Bundeswehr abgeleistet. Die deutsche Einheit führte zur Verschmelzung der Bundeswehr mit der NVA, dem Abbau von Standorten und einem „freundlichen Desinteresse“ (Horst Köhler) an den deutschen Streitkräften. Erst die Auslandseinsätze der Bundeswehr auf dem Balkan und in Afghanistan, bei denen deutsche Soldaten ihr Leben ließen, haben die deutsche Gesellschaft aufgerüttelt und auch zu einer neuen Gedenkkultur für die Opfer geführt. Heute steht die Bundeswehr vor der Aufgabe, neue militärische Fähigkeiten aufzubauen und Personal für die Truppe zu finden, diskutiert wird die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Die Geschichte der Bundeswehr spiegelt die Gesellschaftsgeschichte der Bundesrepublik zwischen Friedenssehnsucht und Verteidigungsbereitschaft.
Mitwirkende:
Lisa Bihl
Daniel Berger
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