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Die ARD hat den Deutschen Hörspielpreis eingestellt.

Ein ARD-Sprecher sagte, die Initiative für diese Entscheidung sei von den Hörspielredaktionen der ARD-Sender gekommen. Innerhalb des Senderverbunds gebe es immer mehr Kooperationen, dazu gehöre auch eine virtuelle Gemeinschaftsredaktion für das Hörspiel.

Daher sei ein Wettbewerb als Binnenkonkurrenz zwischen den Landesrundfunkanstalten und Deutschlandradio, ORF und SRF wenig plausibel, unzeitgemäß und nach außen nicht vermittelbar. Nach Angaben des Sprechers erschien den Hörspielredaktionen ein Wettbewerb fragwürdig, bei dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen durch Rundfunkbeiträge finanzierten Preis an Produktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vergebe. Die Hörspieltage in Karlsruhe, an denen der Preis bisher vergeben wurde, sollen neu aufgesetzt werden.

Die letzten ARD-Hörspieltage in gewohnter Form finden im ZKM-Karlsruhe vom 7. bis 10. November 2024 statt.

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Die Pariser Bouquinisten

Sendetermine: ORF Ö1 - Dienstag, 25. Jun 2024 16:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 40:00)
Autor(en): Alexander Musik
Produktion: ORF 2024, 39 Min. (Stereo) - Feature
Ton: Robert Pawlecka
Inhaltsangabe: Ein Ruhepol aus Büchern mitten im Getriebe der Stadt: Die Pariser 'Bouquinisten' entlang der Seine gibt es schon seit Jahrhunderten, sie überlebten Zensur, die Französische Revolution - und sogar die Corona-Pandemie.
Wie zwei nicht enden wollende dunkelgrüne Würmer ziehen sich zu beiden Seiten der Seine die einheitlich gestalteten Verkaufsstände der Pariser Buch-Antiquare. Die so genannten Bouquinisten gibt es schon seit Jahrhunderten. Um die 200 Bouquinisten führen noch heute in etwa 900 verschließbaren Boxen Tausende und Abertausende gebrauchte Bücher, Drucke, Stiche und historische Postkarten. Und weil die Zeiten für den Buchhandel selbst in Paris nicht die besten sind, führen sie immer mehr Paris-Souvenirs und Nippes. 'Boucquain', das war im Niederländischen ein 'kleines Buch', als Bouquinistes tauchten die Buch-Antiquare bereits 1762 in französischen Wörterbüchern auf. Die offiziellen Buchhändler waren auf die Konkurrenz nicht gut zu sprechen, ebenso wenig wie die Regierung, denn die Verkaufskästen ähnelten anfangs tragbaren Bauchläden. Ihr Inhalt entging der Zensur allzu leicht.
Im Lauf der Jahrhunderte gewannen die Bouquinisten auch rechtlich an Ansehen, wurden achtbare Kaufleute, die zudem dazu beitrugen, das Image von Paris als literarischem Zentrum zu stärken. Morgens öffneten sie ihre hölzernen Boxen, präsentierten sorgsam ihre Bestände und verschlossen sie abends ebenso zeremoniell wieder - falls das Wetter mitspielte. Es ist bis heute ein Freiluftgeschäft geblieben, für das man sich bei der Stadtverwaltung um einen - kostenlosen - Standplatz bewerben muss, bevor man auf einer Länge von maximal 8,60 Meter seine 'boîtes', die dunkelgrün lackierten Verkaufsstände, aufschlagen darf. Mittlerweile gehören die Bouquinisten zum immateriellen Welterbe Frankreichs. Entsprechend groß waren Wut und Unverständnis, als die französische Regierung forderte, dass die Freiluft-Antiquare zur Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele am 26. Juli ihre Boxen aus dem Blickfeld des Fernsehpublikums räumen sollten - aus Sicherheitsgründen, wie es hieß. Nach heftigen Protesten bei großer medialer Aufmerksamkeit durften sie schließlich doch bleiben. Sie bilden weiterhin einen Ruhepol aus Büchern mitten im hektischen Getriebe der Stadt.
Mitwirkende:
Pippa Galli
Raphael Muff
Robert Reinagl
Alexander Czernik
Ursula Scheidle
Michael Köppel
Roman Eichinger
Raphael Sas
Alexander Musik
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Besser-Wessi oder Visionär?

Sendetermine: RBB Radio3 - Dienstag, 25. Jun 2024 19:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Fabian Grieger
Paul Welch Guerra
Auch unter dem Titel: Ein Berliner will Bürgermeister in Brandenburg werden (Untertitel)
Produktion: rbb 2024, 35 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Oliver Martin
Regieassistenz: Charlotte Lehmpfuhl
Inhaltsangabe: Abwanderung, Ladensterben, wenig Kultur: Die Stadt Oderberg in Brandenburg hat viele Probleme.
Artur Albrecht ist Puppenspieler aus Berlin-Neukölln und lernt den Ort bei einem seiner Auftritte kennen. Schnell entscheidet er: Hier möchte er etwas verändern und bewirbt sich für das Amt des Bürgermeisters. Artur hat viele Pläne, wie er der Stadt zu neuem Glanz verhelfen kann. Auch weil er mit seinem Theater in Rixdorf einen ähnlichen Wandel durchgemacht hat.
Aber kann ein Berliner Künstler wirklich für die Interessen der Brandenburger Menschen einstehen? Was treibt Artur an? Und was brauchen die Oderberger mehr – Kultur oder einen Bäcker?
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Die grüne Mauer

Sendetermine: DLF - Dienstag, 25. Jun 2024 19:15 Teil 4/5 (Ursendung gekürzt) , (angekündigte Länge: 45:00)
Autor(en): Bettina Rühl
Auch unter dem Titel: Senegal: Waldarbeit ist Sozialarbeit (1. Teil)
Burkina Faso: Vom Mut, nicht aufzugeben (2. Teil)
Nigeria: Klimakrise, Konflikte und Wege zum Frieden (3. Teil)
Tschad: Die Träume der Förster (4. Teil)
Äthiopien: Von Wasserlöchern und Hochhäusern (5. Teil)
Produktion: DLF 2024, 240 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Anna Panknin
Ton und Technik: Christoph Rieseberg
Ton und Technik: Thomas Widdig
Inhaltsangabe: Die Grüne Mauer – Wie der Sahel gegen die Klimakrise kämpft Die Staaten am Rande der Sahara leiden besonders unter den Folgen der Klimakrise. Eine Grüne Mauer aus Bäumen quer durch den Kontinent soll die Sanddünen aufhalten. Kann das gelingen? Wetterextreme, politische Krisen und Kriege werfen die Menschen immer wieder zurück. Eine Reise durch fünf Länder zu Menschen, die an die Zukunft glauben.
Senegal: Waldarbeit ist Sozialarbeit (1/5): Kann Omar Ba den Kampf gegen die Wüste noch gewinnen? Ein Band aus Bäumen quer durch elf Länder Afrikas soll die Sahara aufhalten. Ba ist für den Abschnitt im Senegal verantwortlich. Eine große Verantwortung: Es geht ums Überleben, um Bleiben oder Auswandern. Als Kind hat Omar Ba erlebt, wie schwer es seiner Mutter fiel, von ihrem ausgedörrten Feld das Überlebensnotwendige für ihre Familie zu ernten. Dank eines Stipendiums konnte er in den USA studieren. Nun ist er dafür verantwortlich, die Lebensbedingungen in der Region zu verbessern. Die Regierung des Senegal hat ihn zum Leiter der „Agentur für die Große Grüne Mauer“ ernannt. Omar Ba ist in der Trockenzone aufgewachsen, die zu neuem Leben erweckt werden soll. Er glaubt fest daran, dass es möglich ist, der Wüste Flächen abzuringen und sie wieder fruchtbar zu machen, nutzbar als Weide- und Ackerland. Im Senegal sind erste Erfolge zu sehen. Auch die Soziologin Fatou Ndoye stellt sich der Resignation entgegen: Im Delta des Saloum-Flusses forstet sie mit Bewohnern zerstörte Mangrovenwälder wieder auf und schafft neue Einkommensquellen für jene, deren Lebensgrundlage durch den Klimawandel bedroht ist. Die Zeit drängt: An den Küsten steigt der Meeresspiegel, Felder versalzen. Wo das Überleben unmöglich ist, lockt der Gedanke an die Migration nach Europa.
Burkina Faso: Vom Mut, nicht aufzugeben (2/5) Als Blandine Sankara vor zehn Jahren zwei Hektar Land kaufte, waren sie eine Art Wüste. Jetzt wachsen Mangobäume, Papaya-Stauden, Karotten und Spinat. Für Sankara ist ihr Garten auch ein politisches Projekt: Sie will zeigen, dass Burkina Faso sich selbst ernähren könnte. Die Folgen des Klimawandels sind auch in Burkina Faso allgegenwärtig. Infolge von Dürren und Überschwemmungen fällt immer öfter die ganze Ernte aus, noch mehr Menschen hungern. Trotzdem ist für Blandine Sankara „Wandel“ noch immer ein positiv besetzter Begriff. Sankara hat ihr Projekt „Yelemani“ genannt, „Wandel“. Sie will eine Veränderung, weg von Verödung und Verwüstung, hin zu Ernährungssicherung. In einem Vorort von Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos, hat sie ihren landwirtschaftlichen Betrieb. Und sie ist nicht die einzige Optimistin in dem Land, in dem bewaffnete Islamisten viele Regionen kontrollieren und Hauptmann Ibrahim Traoré nach zwei Militärputschen seit 2022 an der Spitze des Staates steht. Roch Pananditigri treibt das Projekt der „Großen Grünen Mauer“ weiter voran, obwohl Konflikte und Kämpfe in vielen Landesteilen den Fortgang des Projekts bedrohen. Das Ringen um fruchtbares Ackerland ist ein Wettlauf gegen die Folgen der Klimakrise und den hohen Bevölkerungsdruck.
Nigeria: Klimakrise, Konflikte und Wege zum Frieden (3/5) Abdalla Ali Gambo war ein erfolgreicher Bauer. Doch dann wechselten Dürreperioden und Überschwemmungen einander ab, Gambo konnte kaum noch etwas ernten. Er schloss sich der Terrorgruppe Boko Haram an: Sie versprachen ihm Sold und ein auskömmliches Leben. In Nigeria treiben Armut und die Enttäuschung über den Staat etliche Bauern und Viehhalter in die Arme von Boko Haram. Die Miliz begann vor 15 Jahren, die Bevölkerung in Nordost-Nigeria angeblich im Namen des Islam zu terrorisieren und gegen die nigerianische Armee zu kämpfen. Auch Konflikte zwischen Bauern und Viehhaltern um die knappen Ressourcen werden infolge der Klimakrise häufiger. Ein Teufelskreis, denn die desolate Sicherheitslage macht es zugleich immer schwieriger, Bäume zu pflanzen und verödete Flächen wieder fruchtbar zu machen. Maalim Bana, einst selbst ein führendes Mitglied von Boko Haram, wirbt seit zwei Jahren für Frieden. Er fordert Mitglieder der Terrorgruppe auf, ihre Waffen abzugeben. Frieden würde dem Kampf gegen die Klimakrise eine neue Chance eröffnen. Auch der Priester Joseph Bature will die Chancen auf Frieden erhöhen: Er hat ein Programm zur psychischen und sozialen Unterstützung für die Opfer der Klimakrise und der Gewalt aufgebaut. Bature möchte vermeiden, dass die vielen traumatischen Erlebnisse von Verlust noch mehr Gewalt in der Gesellschaft schüren.
Tschad: Die Träume der Förster (4/5) Ali Mboudou wacht unerschütterlich über die verbliebenen Setzlinge in seiner Baumschule. Der Gärtner arbeitet als einer der letzten Angestellten für das ehrgeizige Projekt der „Großen Grünen Mauer“ im Tschad: Es fehlt an Geld für das Pflanzen von Bäumen. Die Militärregierung investiert stattdessen in die Armee, um Aufstände im Norden des Landes zu bekämpfen. Aber Mboudou sorgt dafür, dass am Baumwall gegen die Wüste jederzeit weiter gepflanzt werden könnte, sollte die Regierung das Projekt zu neuem Leben erwecken. In der Hauptstadt N’Djamena werben hunderte Schüler dafür, dass die Regierung mehr gegen die Folgen der Klimakrise unternimmt, und auch die Bevölkerung den Klimawandel endlich ernst nimmt. Die 15-jährige Aicha Mahamat Ahmat ist Präsidentin eines solchen „Schulclubs“ für die Umwelt. Sie klärt die Kinder und Erwachsene über die Ursachen des Klimawandels und seine Folgen auf, fordert mehr politische Initiativen und mehr Handeln auch von der internationalen Gemeinschaft, die für den Großteil der Treibhausgase verantwortlich ist. In den Unterrichtspausen pflanzt sie Bäume auf dem Grundstück ihrer Schule, weil es bei den weiter steigenden Temperaturen im ohnehin heißen Tschad ohne Schatten längst unerträglich ist.
Äthiopien: Von Wasserlöchern und Hochhäusern (5/5) Für Valerie Browning sind die Veränderungen durch den Klimawandel so spürbar wie der eigne Atem. Die Hebamme zog vor 35 Jahren aus Australien nach Afar, in den kargen Norden Äthiopiens. Viele Nomaden hier können kaum noch mit ihren Tieren überleben. Infolge vieler Dürren und Überschwemmungen sind die meisten Herden mittlerweile für das Überleben der Menschen zu klein. Browning hat mit ihrem Mann, einem Afar, eine Hilfsorganisation gegründet und sucht mit den Nomaden nach Überlebensstrategien. Eine davon: dass Viehhalter dort zu Bauern zu werden, wo Tiefbrunnen oder Flüsse die Bewässerung von Feldern ermöglichen. Der Klimawandel hat die Probleme Äthiopiens in fast dramatischer Weise verschärft – 80 Prozent der Bevölkerung ernährten sich von der Landwirtschaft, die Klimakrise bedroht ihr Überleben. Hinzu kommen Kriege in mehreren Regionen, die bisherige Erfolge bei der Anpassung an den Klimawandel gefährden oder zerstören. Währenddessen wächst die Hauptstadt Addis Abeba in rasantem Tempo, weil immer mehr Menschen hier eine Zukunft suchen. Die Regierung unter Ministerpräsident Abiy Ahmed ist dabei, die Hauptstadt in eine Kopie Dubais zu verwandeln – was Stadtplaner Dawit Benit bedauert. Der Architekt Ahadu Abayneh sucht nach klima- und traditionsbewussten Alternativen: er baut Häuser aus dem Material der Gebäude, die der Gentrifizierung zum Opfer fielen.
Mitwirkende:
Jean Paul Baeck
Hüseyin Michael Cirpici
Justine Hauer
Jochen Langner
Claudia Mischke
Heiko Obermüller
Bettina Rühl
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Über das Unheimliche

Sendetermine: NDR Kultur - Dienstag, 25. Jun 2024 20:05 Teil 1/5, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Pascal Richmann
Auch unter dem Titel: Man vermisst diesen Planeten (1. Teil)
Es gibt kein Land mehr (2. Teil)
A Noble Craft (3. Teil)
One Night in Paris (4. Teil)
Darsteller und Touristen (5. Teil)
Produktion: SWR 2020, 275 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Alexander Schuhmacher
Ton und Technik: Norbert Vossen
Ton und Technik: Bettina Krol
Sound-Design: Alexander Schuhmacher
Inhaltsangabe: Zwischen Gegenwart und mehreren Schichten der Vergangenheit, zwischen den eigenen Erinnerungen und dem Internet, zwischen der Mondlandung, Moby Dick, Johannes Kepler, den Kennedys, dem ersten Radiohörspiel, dem letzten Kastraten und der brennenden Kathedrale von Notre Dame: was das miteinander zu tun hat? Schwer zu sehen, besser zu hören. Pascal Richmann hat zweihundert Stimmen miteinander verwoben, von Christa McAuliffe bis Tsunemi Kubodera. Entstanden ist eine Erzählung ohne Zentrum, unhierarchisch und impulsiv, eine akustische Erkundung des Unheimlichen.
Mitwirkende:
Sebastian Rudolph
Berthold Toetzke
Lisa Wildmann
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Rauschunterdrückung. Ein Aufnahmezustand

Sendetermine: DLF - Dienstag, 25. Jun 2024 20:10 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 49:37)
Autor(en): Ulrich Bassenge
Produktion: WDR/SRF 2019, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Mockumentary/Pseudo-Dokumentation
Regie: Ulrich Bassenge
Komponist(en): Ulrich Bassenge
Tontechnik: Sebastian Nohl
Tontechnik: Daniel Dittmann
Mischung: Benno Müller vom Hofe
Tontechnik: Ulrich Bassenge
Dramaturgie: Hannah Georgi
Inhaltsangabe: Vier Musiker kämpfen mit sich und den Gesetzen des Marktes. Jahre nach ihrem ersten Auftritt in "Bier auf dem Teppich" wagt die Band ohne Namen ein Comeback: gegen die Fliehkräfte des Alters, die prekären Arbeitsbedingungen und die Ästhetik des Mainstreams.
Nach verflixten sieben Jahren trommelt Gitarrist Hannes seine ehemalige Band erneut zusammen. In einem abrissreifen Hörspielstudio hat er eine Aufnahmesession gebucht und nun will er mit Unterstützung seines Freundes und Produzenten Ludwig aus den alten Songs marktfähige Hits basteln. Sänger JJ, Bassist Georg und Schlagzeuger Yogo haben die Jahre in unterschiedlichen Musikprojekten gearbeitet und setzen alles auf eine Karte.
Doch schon in den ersten Proben kristallisieren sich die Konflikte heraus. Zu tief sind die Gräben zwischen Kunstanspruch und Kommerz. Der Zahn der Zeit nagt: nicht nur am Selbstwertgefühl und den materiellen Existenzen, sondern auch an der psychischen Belastbarkeit der Bandmitglieder. Obendrein torpediert der merkwürdige Studiobesitzer Stauffer eine konstruktive Arbeitsatmosphäre. Dann betritt noch Influencerin Mona als Agentin der Plattenfirma das Parkett und die Ereignisse überstürzen sich.
"Rauschunterdrückung. Ein Aufnahmezustand" ist das Sequel zur Hörspielproduktion "Bier auf dem Teppich", die Ulrich Bassenge 2012 für den WDR realisiert hat. Auch dieses "verschärfte Menschenexperiment" entstand auf der Basis sprachlicher und musikalischer Improvisationen im Aufnahmestudio.
Mitwirkende:
Drummer Yogo Pausch
Bassist Georg Karger
Gitarrist Johannes Mayr
Sänger JJ Jones
Produzent Ulrich Bassenge
Influencer Mona Petri
Studiobesitzer Michael Stauffer
Produktionsassistentin Jasmin Schäffler
Toningenieur Daniel Dietmann
Tontechniker Sebastian Nohl
Plattenboss Bernhard Jugel
Fotografin Lea Gottschalk
Preise / Auszeichnungen: Grand Prix Nova 2019
BBC-Best European Drama 2020
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Deutsche Reinheit, deutscher Durst - Ein Bierblues-Feature

Sendetermine: DLR - Dienstag, 25. Jun 2024 22:03, (angekündigte Länge: 57:00)
Autor(en): Peter Schanz
Produktion: NDR/DLR/BR 2016, 51 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Thomas Wolfertz
Technische Realisation: Tobias Falke
Technische Realisation: Nicole Graul
Technische Realisation: Sebastian Ohm
Inhaltsangabe: Unser Volksrauschmittel Nummer eins hat 2016 etwas zu feiern: das Bayerische Reinheitsgebot, Urmutter aller lebensmittelrechtlichen Verordnungen, wird 500 Jahre alt. Eine gute Gelegenheit, den ehernen Hopfen & Malz-Fundamentalismus näher zu betrachten und dieses scheinbar heilige Gebot zu hinterfragen: was kommt rein ins Bier, und wer braut reiner? Verhindern deutsche Sauberkeitsapologeten eine kreative Weiterentwicklung der Braukünste? Verliert das Deutsche Brauwesen aus Gründen von Sturheit und Phlegma seine weltweite Anerkennung? Auf einer Reise von Flensburg über Berlin, Franken und die Münchner "Wies`n" bis auf die Schwäbische Alb und weiter, werden alte und neue Sudstätten heimgesucht, Brauer, Trinker und weitere Spezialisten zu Wort gebeten - in ländlichen Traditionsbrauereien, in urbanen Eventlocations, Bierkellern, auf Volksfesten und bei den jungen Handwerkern der Craft-Beer-Szene.
Mitwirkende:
Anne Müller
Markus John
Sebastian Rudolph
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