HörDat-Logo
 
 
Sortierung: 
Sendezeitraum:  
Sendung beim:
 
 
 

AKTUELLE INFORMATION

HörDat will besser werden
Es ist kein Geheimnis, dass es einen Reformstau bei HörDat gibt. In den kommenden Wochen und Monaten wird sich am Erscheinungsbild und an den Funktionen einiges ändern. In einem ersten Schritt wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • Die bislang getrennten Sammlungen 'Hörspiel' und 'Feature' sind in einer Datenbank zusammengefasst. Zur einfachen Unterscheidung sind die Feature-Titel mit grün hinterlegt.
  • Bei den Hörstücken werden die erhaltenen Auszeichnungen angegeben
  • Als 'Gute Geister' werden, soweit bekannt, Tontechniker und andere bei der Produktion beteiligte Personen genannt.
Weiter Verbesserungen werden folgen.

gestern | heute | morgen | 6. Jul | 7. Jul | 8. Jul | 9. Jul | 10. Jul | 11. Jul |

Verfluchte Hitze

Sendetermine: DLF - Samstag, 6. Jun 2020 00:05 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 54:00)
Autor(en): Lukas Holliger
Produktion: SRF 2018, 57 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Mark Ginzler
Komponist(en): Andreas Bernhard
Tontechnik: Tom Willen
Dramaturgie: Mark Ginzler
Regieassistenz: Johanna-Maria Raimund
Inhaltsangabe: Das Hitzejahr 1983 - mitten im Kalten Krieg. Heiner Glut beginnt als Kriminalkommissär bei der Basler Polizei. Es ist kein guter Start. Schon am ersten Tag entfacht er einen Waldbrand und den Zorn des übervorteilten Detektivwachtmeisters Tom Wüst.
Sommer 1983. Im Radio laufen in Dauerschlaufe Nenas "99 Luftballons", Europa streitet über den Nato-Doppelbeschluss und Pershing-II-Raketen. Heiner Glut und sein Kollege, der Kommunistenhasser Tom Wüst, untersuchen den Mord am Hellseher Danilo Gromow. Nach und nach wird klar: Der dubiose, russische Prophet schrieb nicht nur ein ominöses drittes Testament, unterstützte nicht nur die Berner Filiale der sowjetischen Nachrichtenagentur Nowosti, die angeblich die westliche Friedensbewegung instrumentalisiert, sondern dieser Gromow stand auch in engem Kontakt zu einer Basler Spionin im Apartheitsregime Südafrika. Bald ist sich Glut nicht mehr sicher, was ihn mehr ins Schwitzen bringt: die Schweizerische Kooperation mit dem südafrikanischen Geheimdienst, die sowjetische Einmischung in helvetische Politik, die explosive Nebenfährte zu Basler Fussball-Hooligans oder die schöne Kollegin Jasmina Matter, die ausgerechnet Heiner Gluts Chef heiratet.
Mitwirkende:
Heiner Glut Martin Engler
Albert Hess Holger Kunkel
Jasmina Matter Tanja Schleiff
Tom Wüst Thomas Sarbacher
Urs Zeller Robert Dölle
Simon Isler Elias Eilinghoff
Jana Grether Isabelle Menke
Anele Webster Annette Strasser
Jörg Unternährer Max Rothbart
Barkeeper/Gromov Michael Wächter
Detektivkorporal Mario Fuchs
Demonstrantin/Nachrichtensprecherin Anette Herbst
Unteroffizier/Mann Vincent Glander
Sturmtrupp/Fahrgast Nicola Mastroberardino
Maria Anne Müller
Mutter Victoria Trauttmansdorff
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Der Charakter in einer Welt jenseits von Zeit - Eine Lange Nacht über Charles Dickens

Sendetermine: DLR - Samstag, 6. Jun 2020 00:05, (angekündigte Länge: 170:00)
DLF - Samstag, 6. Jun 2020 23:05, (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Christian Blees
Produktion: DLF/DLR 2020, 165 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Claudia Mützelfeldt
Ton: Gunther Rose
Ton: Roman Weingardt
Inhaltsangabe: Charles Dickens (1812-1870) war eine Art Popstar des viktorianischen Zeitalters: Der überwältigende Erfolg seiner Romane wie „Oliver Twist“ oder „David Copperfield“ führte dazu, dass der Schriftsteller bereits als 30-Jähriger von Kritikern wie Lesern gleichermaßen gefeiert und bei öffentlichen Auftritten von Menschenmengen bedrängt wurde. Dies scheint umso erstaunlicher, als Dickens bereits als Kind zeitweise arbeiten gehen musste, um die eigene Familie finanziell zu unterstützen. Nach ersten Tätigkeiten als Parlaments-Stenograph und Reporter startete das Schreibtalent seine literarische Karriere zunächst mit humorvollen Alltags-Skizzen. Die „Pickwick Papers“ läuteten ab 1836 dann Dickens‘ rasanten Aufstieg zu Weltruhm ein. Die „Lange Nacht“ nimmt den 150. Todestag des Autors zum Anlass, sich auch in seiner Heimatstadt London auf Spurensuche zu begeben. In der „Langen Nacht“ fragen wir danach, wieviel Autobiografisches in seinen Werken steckt und was die Faszination seiner Bücher ausmacht, bis heute.
Mitwirkende:
Josef Tratnik
Volker Risch
Jonas Baeck
Hendrik Stickan
Nicole Engeln
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Einstürzende Altbauten - Wohnen in Marseille

Sendetermine: RBB Kultur - Samstag, 6. Jun 2020 09:04, (angekündigte Länge: 30:00)
MDR Kultur - Samstag, 6. Jun 2020 09:04, (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Annika Erichsen
Produktion: SWR 2019, 25 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Annika Erichsen
Ton: Martin Vögele
Ton: Tanja Hiesch
Inhaltsangabe: Am 5. November 2018 stürzten in Marseille drei Wohnhäuser ein. Acht Menschen kamen dabei ums Leben. Wie konnte es dazu kommen? Die in Marseille lebende Autorin Annika Erichsen trifft eine Überlebende, den Leiter des eine Woche lang andauernden Feuerwehreinsatzes sowie ein junges Paar, das nach der Katastrophe wegen Einsturzgefahr aus seiner Wohnung evakuiert wurde. Ein Schicksal, das sie mit über 2500 anderen Marseillern teilen. Wie gehen Stadt und Bewohner mit dem Drama und der weiterhin bedrohlichen Lage durch marode Altbauten um?
Mitwirkende:
Sarah-Ann Kempin
Johanna Zehendner
Benjamin Hille
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Der lange Weg zur Gleichberechtigung - Hochzeitsgeschichten aus meiner südtunesischen Familie

Sendetermine: ORF Ö1 - Samstag, 6. Jun 2020 09:05
Autor(en): Mahmoud Lamine
Produktion: ORF 2020, 54 Min. (Stereo) - Feature
Tontechnik: Martin Leitner
Inhaltsangabe: Drei Frauen - drei Generationen: Die Mutter des Feature-Autors Mahmoud Lamine, seine älteste Schwester und seine Nichte erzählen von ihren sehr unterschiedlichen Erfahrungen mit der patriarchalisch geprägten Gesellschaft Tunesiens. Mahmoud Lamines Mutter Hadscha Meriam wird in den 1920er Jahren im Alter von 12 Jahren verheiratet. Sie wird dem Ehemann ihrer verstorbenen Schwester zur Frau gegeben und Ersatzmutter für fünf Kinder - für ihre Nichten und Neffen.
'Ich habe damals nicht lange gebraucht, um mein Schicksal zu akzeptieren', erzählt sie ihrem Sohn. 'Obwohl ich erst 12 war, ist es mir gelungen, meine familiären Aufgaben zu erfüllen'. Sie sagt aber auch: 'Die Frau fiel kaum ins Gewicht. Alles ging nur nach dem Willen des Mannes'. Zwei Jahrzehnte später wird ihre eigene Tochter ebenfalls früh verheiratet, gegen deren Willen, mit nur 13 Jahren. 'Die Frau war wie ein Einrichtungsgegenstand. Sie war so viel wert wie ein Möbelstück', erzählt Sohra ihrem Bruder. Doch sie kann sich aus der bedrückenden Situation befreien, legt gegen den Widerstand ihrer Umgebung den Schleier ab, holt Schulbildung nach, eröffnet in den 1960er Jahren ein eigenes Geschäft und kann auch ihren Ehemann überzeugen, den Wunsch nach Selbständigkeit zu respektieren.
Ihre persönliche Revolution und ihr Erfolg werden zum Vorbild für andere weibliche Familienmitglieder. - Für Mahmoud Lamines Nichte Chaula zum Beispiel. Sie wird Mitte der 1970er Jahre geboren, erzählt von einer unbeschwerten Jugend, von einem Universitätsstudium, um das sie nicht mehr kämpfen musste, von ihrem Lehrberuf, der sie erfüllt - und von einer Heirat aus Liebe mit 27 Jahren. Die sehr persönlichen Erzählungen der drei Frauen aus Südtunesien zeigen, wie sich die tunesische Gesellschaft in den letzten 100 Jahren verändert hat.
Mitwirkende:
Elisabeth Findeis
Mercedes Echerer
Eva Mayer
Hüseyin Michael Cirpici
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Beethoven - Aus der Entfernung nur bum bum

Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 6. Jun 2020 12:04 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Stefan Zednik
Produktion: WDR 2020, 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Claudia Johanna Leist
Technische Realisation: Peter Harsch
Regieassistenz: Freya Hattenberger
Inhaltsangabe: Als Beethoven im März 1827 starb, war er vor allem in Wien bereits eine Berühmtheit. Bei seiner Beerdigung kursierten Huldigungsgedichte und seine schrullige Persönlichkeit, sein Leben als Gehörloser, seine Musik als Ausdruck des Genialen wurden verklärt. Doch bei aller Bewunderung - schon zu Lebzeiten gab es auch Kritiker, Neider, 'Unverständige', die in mitunter drastischen Worten vor allem sein kompositorisches Schaffen ablehnten. 'Ich gestehe frei, daß ich den letzten Arbeiten Beethovens nie habe Geschmack abgewinnen können.' So formuliert Beethovens komponierender Zeitgenosse und Organisator von Musikfesten, Louis Spohr seine mangelnde Wertschätzung. Fast 100 Jahre später sieht das sein Kollege Maurice Ravel ähnlich: '…das Finale der 9. Symphonie, könnte ebenso gut in einer liebenswürdigen Sammlung der Königin Hortense figurieren, wäre nicht die gute Absicht des Textes da.'
Der Dichter Bertold Brecht konnte, wie Hanns Eisler berichtet, 'überhaupt nichts anfangen mit Beethoven“. Unverständnis und gefühlsmäßige Abneigung entstehen mitunter auch aus Überdruss an allzu viel abgöttischer Beethoven-Verehrung. Vor diesem Hintergrund hat der Komponist und Dirigent Mauricio Kagel vorgeschlagen, Beethoven eine Zeitlang gar nicht zu spielen, damit die Gehörnerven Gelegenheit hätten sich wieder zu erholen.
Eine besondere Rolle in dieser Phalanx der Kritiker spielt einer der wichtigsten Musikinterpreten des 20. Jahrhunderts, der Pianist Glenn Gould. Sein Beethoven-Bild war ambivalent, und bei aller Bewunderung hatte er keine Scheu, seine gelegentliche Geringschätzung bestimmter Werke klar zu artikulieren. In der 'Appassionata', einer der populärsten Klavierkompositionen Beethovens, sieht er 'eine egoistische Aufgeblasenheit“. Dennoch hat Gould die Werke Beethovens eingespielt, nicht selten, um gerade diese Geringschätzung auch musikalisch zum Ausdruck zu bringen.
Mitwirkende:
Sascha Icks
Wolf Aniol
Jean Paul Baeck
Felix Förtler
Andreas Laurenz-Maier
Frank Musekamp
Steffen Reuber
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Kind im Knast - Wie die Eltern von Inhaftierten mitbestraft werden

Sendetermine: BR 2 - Samstag, 6. Jun 2020 13:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Ralf Bücheler
Frank Wierke
Produktion: BR/HR 2020, 50 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Ron Schickler
Ton und Technik: Susanne Harasim
Inhaltsangabe: Ihr Kind fährt hunderte Male Schwarz. Es betrügt und erpresst. Es dealt oder stellt selber Drogen her. Es missbraucht oder schlägt zu. Die Eltern haben sich nichts zuschulden kommen lassen. Aber wenn das Kind ins Gefängnis kommt, werden sie trotzdem mitbestraft - oft ein Leben lang. Es gibt keine Gebrauchsanweisung dafür, was man tun soll, wenn das eigene Kind in Haft kommt. Wie fühlt es sich an, wenn die Polizei mit Maschinenpistolen das Eigenheim stürmt, um den Sohn zu verhaften? Wenn das halbe Dorf am Gartenzaun steht und zuschaut. Wie kommt man damit klar, dass das normale Leben in einen Strudel aus Gerichtsterminen und Knastbesuchen gerät? Wie findet man eine Antwort auf die Frage: Was habe ich falsch gemacht? Wie geht man mit den Schuldgefühlen um - und wie mit den Schulden? Denn oft geben Eltern von Inhaftierten viel Geld für Anwalts- und Prozesskosten aus.
Einmal im Monat kommen beim „Treffpunkt e.V.“ in Nürnberg Menschen zusammen, die sich diese Fragen stellen - und die auch Antworten finden. Es ist die einzige Gesprächsgruppe für Eltern von Inhaftierten in ganz Deutschland. Hier können sie frei reden, ihre Ängste mit Anderen teilen und auch Scherze machen, die nur sie verstehen. Für ihr radioFeature durften Ralf Bücheler und Frank Wierke bei einigen dieser Sitzungen dabei sein. Sie berichten über ein Thema, das für viele immer noch ein Tabu ist, das aber mehr Menschen betrifft, als man denkt: Denn in Deutschland sind ungefähr 65.000 Menschen in Haft. Fast alle haben Eltern.
Mitwirkende:
Heiko Ruprecht
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

The Who and the What

Sendetermine: ORF Ö1 - Samstag, 6. Jun 2020 14:00, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Ayad Akhtar
Produktion: ORF 2018, 55 Min. (Stereo) - Bearbeitung Theater
Regie: Andreas Jungwirth
Bearbeitung: Andreas Jungwirth
Komponist(en): Gilbert Handler
Ton: Elmar Peinelt
Ton: Manuel Radinger
Regieassistenz: Julia Herzog
Übersetzung: Barbara Christ
Inhaltsangabe: Wer entscheidet über unsere individuelle Art zu denken, zu handeln, zu leben, zu lieben? Die Familie? Die Religion? Die Tradition? Oder doch man selbst? Der amerikanisch-pakistanische Dramatiker Ayad Akhtar stellt diese Fragen in dem Familiendrama "The Who and the What". Alle haben darauf andere Antworten: Der Vater, ein liberal-konservativer Moslem. Mahwish, die in der säkularisierten Welt einer westlichen Großstadt immer wieder mit ihrer Religion in Konflikt gerät. Ihre ältere Schwester Zarina, die mit einem Konvertiten verheiratet ist und einen Roman schreibt, in dem sie dem Koran provokante Thesen entgegensetzt.
Am Ringen um Verständnis, an der Unvereinbarkeit mancher Vorstellungen und der Mehrdeutigkeit der Argumente entzünden sich Tragik und Humor. Der Theatertext, der aktuell höchst erfolgreich in einer Inszenierung mit gleicher Besetzung am Wiener Akademietheater gezeigt wird, wurde für das Hörspiel nochmals verdichtet, die Reibungen der einzelnen Positionen wurden verschärft. Trotz Versöhnung bleibt am Schluss zwischen den Figuren eine Kluft. Manche Dinge lassen sich einfach nicht lösen - nicht im Mikrokosmos einer Familie, aber auch nicht in einer diversen Gesellschaft. Das müssen wir aushalten ...
Mitwirkende:
Peter Simonischek
Aenne Schwarz
Irina Sulaver
Philipp Hauß
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Take Five forever - Die Story eines Welterfolgs

Sendetermine: BR-Klassik - Samstag, 6. Jun 2020 14:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Elgin Heuerding
Produktion: BR 2009, 55 Min. (Stereo) - Feature
Ton und Technik: Roland Böhm
Inhaltsangabe: Von Ilse Werner bis Al Jarreau, von Quadro Nuevo bis zu den Klazz Brothers - sie alle spielen Take Five, den Hit von Paul Desmond. Seit das Dave Brubeck Quartett "Take Five" 1959 erstmals auf der Platte "Time Out" herausbrachte, ist der Titel berühmt beworden und für jeden Jazzer fast ein Fluch. Kein Konzert, in dem nicht Take Five gefordert wird! Jetzt, nach über 50 Jahren, erklingt Take Five in den unterschiedlichsten Einspielungen. Elgin Heuerding spricht mit Bob Ross vom Ensemble Blechschaden und mit dem Saxophonisten Mulo Francel über die Faszination dieses Evergreens.
Mitwirkende:
Katja Schild
Gudrun Skupin
Gerhard Späth
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Die Rumplhanni

Sendetermine: BR 2 - Samstag, 6. Jun 2020 15:05, (angekündigte Länge: 90:00)
Autor(en): Lena Christ
Produktion: BR 1981, 88 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Unterhaltung
Regie: Michael Peter
Bearbeitung: Traudl Bogenhauser
Komponist(en): Rolf Wilhelm
Inhaltsangabe: Trotz ihrer Tüchtigkeit gilt die Rumplhanni, die Magd vom Hauserbauern, bei den Alteingesessenen als 'Hergelaufene'. Sie hat nichts und ist nichts, aber sie möchte endlich etwas werden am besten die Frau des Hoferben. Als der Sohn des Hauserbauern 1914 eingezogen wird, behauptet die Rumplhanni, von ihm schwanger zu sein. Er glaubt ihr und verspricht, sie zu heiraten. Die ehrgeizige Magd versucht nun, seinem Vater die schriftliche Einverständniserklärung zur Ehe abzuschmeicheln. Aber der Alte durchschaut ihr Ansinnen und jagt sie vom Hof. Die Rumplhanni geht nun in die Großstadt, nach München, und landet dort als Küchenhilfe im Martlbräu. Auch hier wirft sie ein Auge auf den Sohn des Hauses, doch der fällt im Krieg. Dann stirbt der alte Bräuwirt, und der Metzger Hans wird sein Nachfolger. Und endlich erfüllen sich die Träume der Rumplhanni.
Mitwirkende:
Lisa Fitz
Annemarie Wendl
Richard Haller
Enzi Fuchs
Michael Schreiner
Katharina Aigner
Marianne Brandt
Marianne Lindner
Saskia Vester
Hans Stadtmüller
Christian Tramitz
u.a.
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Geraubte Haut

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 6. Jun 2020 17:04 (entfällt) , (angekündigte Länge: 54:00)
Autor(en): Pati Blasco
Produktion: WDR 2013, 54 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Krimi
Regie: Claudia Johanna Leist
Bearbeitung: Felipe Pozo
Regieassistenz: Oliver Metz
Technische Realisation: Gertrudt Melcher
Technische Realisation: Mechthild Austermann
Übersetzung: Sabine Giersberg
Inhaltsangabe: Auf dem Nachhauseweg fährt der Schriftsteller Angel im angetrunkenen Zustand in der Nähe seiner Wohnung eine junge Frau an und begeht Fahrerflucht.
Von Gewissensbissen gequält kehrt er noch einmal zu Fuß an den Tatort zurück. Als der verständigte Krankenwagen eintrifft, befindet sich Sofia bereits im Koma und wird in die nächstgelegene Intensivstation eingeliefert. Angel wird von ihrem Familienclan mehr und mehr vereinnahmt und als ihr Lebensretter gefeiert. Die Familie geht davon aus, dass der Unfall kein wirklicher Unfall war, sondern Sofia Opfer eines Anschlags geworden ist. Denn mit ihrer engagierten Arbeit für eine spanische Menschenrechtsorganisation war sie in das Visier spanisch-marokkanischer Schlepperbanden geraten. Angel gerät in eine fatale Situation, als er von einem Unbekannten mit der Tatsache konfrontiert wird, bei der Fahrerflucht beobachtet worden zu sein, und man versucht, wichtige Unterlagen aus Sofias Umfeld von ihm zu erpressen.
Mitwirkende:
Ángel Hans Kremer
Tomás Jens Harzer
Ana Tanja Schleiff
Milagros Susanne Barth
Lua Karla Laubach
Arzt Hans Holzbecher
Sanitäter Gregor Höppner
Pastora Martos Mechthild Großmann
Aurora Laura Maire
Irene Caroline Schreiber
Jaime Reiner Schöne
Sofia Nora von Waldstätten
Abel Matthias Redlhammer
Taxifahrer Mohammad-Ali Behboudi
Passantin Biggi Wanninger
Der Rothaarige Albert Kitzl
Kellner Stefan Cordes
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Wahnsinn Familie!

Sendetermine: DLR - Samstag, 6. Jun 2020 18:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Stella Luncke
Josef Maria Schäfers
Produktion: DLR 2017, 54 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Josef Maria Schäfers
Stella Luncke
Inhaltsangabe: Familien zwischen Kinderchaos und Selbstverwirklichung. Die Großen zur Schule, die Kleinen in den Kindergarten, am Nachmittag Musikschule und Sportverein; hinbringen, abholen und zwischendurch noch etwas arbeiten. Dann einkaufen, Essen kochen, Kinder ins Bett bringen, den nächsten Tag organisieren. Bei diesem täglichen Wahnsinn quält berufstätige Eltern oft noch das schlechte Gewissen, zu wenig Zeit für die Kinder zu haben. Die Autoren begleiten Eltern bei der Alltags-Organisation - und fragen, was aus ihren Träumen geworden ist.
"Ich bin kack-stolz, dass ich sagen kann: Das sind unsere Kinder. Also, nichts in meinem Leben, was ich gemacht habe, macht mich so stolz wie dieses: Wir haben diese Familie gegründet. Da hat niemand was dazu getan. "
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Generation Kassette - Die Stimmen unserer Kindheit

Sendetermine: RB 2 - Samstag, 6. Jun 2020 18:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Florian Bänsch
Produktion: RB 2020, 51 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Florian Bänsch
Technische Realisation: Adrian Eichmann
Inhaltsangabe: Die Hörkassette, das rauschende kleine Magnetband, ist eigentlich längst abgelöst worden - durch CDs, MP3 und Streaming. Die Generation Kassette hat mittlerweile selbst Kinder, hört aber immer noch. Sie saßen damals in Schlafanzügen auf Böden von Kinderzimmern und hörten Hans Paetsch zu, der Märchen erzählt. Sie hörten Benjamin Blümchen, TKKG, Hanni und Nanni oder die Drei Fragezeichen.
Es scheint ein deutsches Phänomen zu sein: Nirgends sonst werden die Sprecher von Kinderhörspielen - und ihre Stimmen - so gefeiert, nirgends so verehrt, und nirgends verkaufen sich Hörspiele in so gewaltigen Zahlen wie hier. Wenn die drei Fragezeichen auf Live - Tour gehen, füllen sie Konzerthallen. Mit Fans zwischen fünf und 50 Jahren.
Florian Bänsch hat sich auf die Suche gemacht. Auf die Suche nach den Stimmen unserer Kindheit, auf die Suche nach dem Nostalgiemotor, der diese Kultur des Hörspielhörens antreibt. Dabei hat er sich unter die Fans gemischt, hat mit Podcastern, Kommunikationswissenschaftlern und den Stimmen selbst gesprochen. Einige davon hat er im Herz der deutschen Kinderhörspielproduktion getroffen: im Europa - Tonstudio in Hamburg. Und dabei trieb es ihn unweigerlich zurück - in die eigene Kindheit.
Mitwirkende:
Florian Bänsch
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Ein Fall für Perry Clifton: Der silberne Buddha

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 6. Jun 2020 19:04 Teil 1/2 (entfällt) , (angekündigte Länge: 54:00)
Autor(en): Wolfgang Ecke
Auch unter dem Titel: Der silberne Buddha ()
Produktion: WDR 1967, 99 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Kinderhörspiel ab 8 Jahre
Regie: Heinz-Dieter Köhler
Komponist(en): Haralt Winkler
Dramaturgie: Ulla Illerhaus
Ton und Technik: Ludwig Kolarik
Ton und Technik: Dieter Stratmann
Regieassistenz: Klaus Wirbitzky
Inhaltsangabe: Privatdetektiv Perry Clifton stellt für eine Ostasienausstellung einen silbernen Buddha zur Verfügung. Diese kleine Statue sieht dem kostbarsten Ausstellungstück zum Verwechseln ähnlich. Allerdings ist dieser Buddha aus Gold. Wenige Tage nach der Eröffnung wird im Museum eingebrochen und dabei gerät ausgerechnet Perry Cliftons Silberbuddha in die Hände der Diebe. Seltsamerweise wird auch eine chinesische Turteltaube vermisst. Perry Clifton übernimmt den Fall natürlich und findet bald interessante Spuren.
Mitwirkende:
Erzähler Heinz Schimmelpfennig
Perry Clifton Herbert Fleischmann
Dicky Miller Dieter Brücher
Scott Sciffer Karl-Heinz Bender
Sir Caven Alois Garg
Fu-Li Song Hermann Pfeiffer
Wang Ying Günther Heising
Barney Case Gerhard Becker
Beamter Gustav Bockx
Kapitän Wolf Harnisch
Shoe Harald Meister
Mack Franz-Josef Steffens
Gordon Hans-Peter Thielen
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Lou Reed in Offenbach

Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 6. Jun 2020 19:04, (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Oliver Augst
Françoise Cactus
Brezel Göring
Produktion: HR/WDR 2020, 55 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Oliver Augst
Komponist(en): Oliver Augst
Brezel Göring
Ton und Technik: Thomas Rombach
Ton und Technik: Melanie Inden
Inhaltsangabe: Ausgangsszenario: Ein 17-jähriger wird von seiner Freundin auf sein erstes Rock-Konzert in die Stadthalle Offenbach geschleppt – auf ein Konzert, das aber nie stattfindet, denn Mr. Reed bricht nach endloser Warterei und wenigen Minuten on Stage ab, verlässt nach kurzen Provokationen und Gewaltausbruch die Bühne. Tumult im Saal, Licht an, Stühle fliegen, Instrumente werden hastig weggeräumt, jemand klettert unter Johlen der Masse auf einen der PA-Türme und beginnt, die Boxen auf die Bühne krachen zu lassen "Der erste gute Sound des Abends!" kommentiert ein Konzertbesucher. Ein Star, der mit seinem "Auftritt" die deutsche Provinzcrowd um DAS Konzert ihres Lebens bringt. Um diese Skandal-Performance Reeds spinnt Oliver Augst mit den Pop-Eklektizisten Françoise Cactus und Brezel Göring von Stereo Total ein musikalisches Hörspiel. 12 Songs und die "Aussagen" von Zeitzeugen, die zum einen den Star aus Sicht seiner Wegbegleiter und anderer Zeitzeugen porträtieren und kommentieren, zum anderen eine subjektive Sicht aus der nachkriegsdeutschen Provinz auf die vermeintlich große weite Welt darstellt.
Mitwirkende:
Françoise Cactus
Brezel Göring
Oliver Augst
Links: Externer Link The official website of TEXTxtnd, Oliver Augst, Marcel Daemgen, Michaela Ehinger
Externer Link Blank-Homepage (Augst, Carl, Korn)
Externer Link Françoise Cactus @ Stereototal
Externer Link Brezel Göring @ Stereototal
Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Das Leben des Vernon Subutex

Sendetermine: SRF 2 - Samstag, 6. Jun 2020 20:00 Teil 1/2 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 50:00)
Autor(en): Virginie Despentes
Auch unter dem Titel: Vernon Subutex (Roman (frz. Originaltitel))
Produktion: SRF 2020, ca. 100 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Kirstin Petri
Bearbeitung: Katrin Zipse
Komponist(en): zeitblom
Dramaturgie: Johannes Mayr
Tontechnik: Norbert Vossen
Tontechnik: Angela Raymond
Tontechnik: John Krol
Regieassistenz: Constanze Renner
Dramaturgie: Johannes Mayr
Übersetzung: Claudia Steinitz
Inhaltsangabe: Als sein Plattenladen Pleite geht, ist Vernon Ende vierzig und steht vor dem Nichts. Ganz allmählich nimmt sein sozialer Abstieg Fahrt auf, bis er nicht mehr zu bremsen ist. Scharfzüngig und schonungslos begleitet ihn die Autorin bei seiner Reise in die Abgründe unserer neoliberalen Gesellschaft.
Zunächst ist sich Vernon noch sicher, dass er sich durchschlagen wird. Doch mit der Lethargie, die ihn schon bald befällt, hat er nicht gerechnet, und auch nicht damit, dass ihm die staatliche Unterstützung so kaltschnäuzig gestrichen wird. Als dann noch der Musiker Alex Bleach stirbt, der ihn finanziell unterstützt hat, reicht das Geld endgültig nicht mehr. Drei unbezahlte Monatsmieten später findet sich Vernon auf der Strasse wieder. Über Facebook treibt er alte Bekannte auf, denen er Abenteuerliches von seinem neuen Leben in Kanada vorgaukelt, um gleich danach zu fragen, ob er auf ihrem Gästesofa pennen kann. Die deprimierende Wahrheit mag er weder sich noch ihnen zumuten. Hartnäckig hält er an seinem Image des ungebundenen Verführers fest, sodass ihn die im bürgerlichen Lebensfrust gefangenen Freunde bald ebenso glühend um seine Freiheit beneiden wie er sie um ihren vollen Kühlschrank. Staunend und wehrlos gegenüber dem eigenen Untergang, streift Vernon durch das Paris der Verbitterten, Abgebrühten und Durchgeknallten.
Die Hörspielbearbeitung basiert auf dem ersten Band der Vernon-Subutex-Trilogie.
Mitwirkende:
Erzählerin Constanze Becker
Vernon Subutex Stefan Konarske
Sylvie Tanja Schleiff
Lydia Silke Bodenbender
Hyäne Katja Bürkle
Alexandre Bleach Isaak Dentler
Pamela Jana Schulz
Xavier Tim Seyfi
Marcia Valery Tscheplanowa
Laurent Dupolet Werner Wölbern
Emilie Patrycia Ziolkowska
Links: Externer Link Homepage Georg Zeitblom
Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein

Sendetermine: DLF - Samstag, 6. Jun 2020 20:05, (angekündigte Länge: 90:00)
Autor(en): Benjamin Maack
Produktion: NDR 2020, 90 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Iris Drögekamp
Komponist(en): Nikolai von Sallwitz
Ton und Technik: Andreas Völzing
Ton und Technik: Bettina Krol
Ton und Technik: John Krol
Regieassistenz: Martin Bunz
Dramaturgie: Michael Becker
Inhaltsangabe: „Als es richtig schlimm wurde, habe ich angefangen zu schreiben. Mit einem Kugelschreiber saß ich auf meinem Krankenhausbett und spie in die Kladde, was in meinem Kopf war, was da tobte, die ganzen Splitter, den ganzen Schrecken. In den schlimmsten Momenten waren mein Stift und meine Hand kaum noch ein Teil von mir, sie waren Dokumentare meiner ungeheuren Wut auf mich selbst, meiner wilden Verachtung für alles, was ich war. Nun, sind diese Satzfetzen, diese Spuren eines Kampfes ein Hörspiel. Es ist ein Text über meine Zeit in der Klinik und die hilflose Zeit danach, die Innenansicht meiner Depression. In den guten Momenten bin ich froh, dieses Dokument aus den Tiefen meiner Verzweiflung mitgebracht zu haben.“ Benjamin Maacks Text wird in Buchform im Frühjahr 2020 bei Suhrkamp publiziert und auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt.
Expertenkommentar: 08.04.2020 •

Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste hat das Stück „Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein“ zum Hörspiel des Monats März benannt. Das 94-minütige Stück von Benjamin Maack wurde vom Norddeutschen Rundfunk produziert und am 4. März um 20.05 Uhr in dessen Programm NDR Kultur urgesendet. Die Regie bei dem Stück führte Iris Drögekamp (Komposition: Nikolai von Sallwitz, Redaktion NDR/Dramaturgie: Michael Becker). Da es in dem Hörspiel um Depressionen und auch Selbstmordgedanken geht, wurde dem Stück ein suizidpräventives Nachwort vorangestellt (Länge: zweieinhalb Minuten), das der Autor selbst spricht. Am 9. März ist Benjamin Maacks Text „Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein“ auch als Buch erschienen (333 Seiten, Suhrkamp Nova). Zur Begründung ihrer Entscheidung, das Hörspiel zum besten Stück des Monats März zu wählen, schreibt die Jury der Deutschen Akademie der Darstellende Künste:

«Als er die Psychiatrie betritt, schämt er sich am meisten für seinen großen schwarzen Rollkoffer. „Sollte man nicht in aller Eile, mit einer nachlässig vollgestopften Tasche und wochenlang nicht gewaschenen Kleidern, ungeduscht und tränenverschmiert in die Klinik kommen?“, fragt sich Benjamin Maack, der Autor und Protagonist des Hörspiels „Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein“. Er leidet an Depressionen, vor vier Jahren hat er sich schon einmal in dieselbe Klinik einweisen lassen.

Maacks Angst davor, den äußeren Erwartungen an einen „richtigen Kranken“ nicht gerecht zu werden, ist so nachvollziehbar wie absurd. In ihr offenbart sich ein großes Tabu unserer leistungsorientierten Gesellschaft, in der es vor allem darum geht, zu funktionieren. Psychische Probleme werden oft nicht als Krankheiten anerkannt. Symptome, wie keinen Antrieb zu haben, sind verpönt. Seinen Mitmenschen aufgrund der eigenen Verfassung zur Last zu fallen, ebenso. Selbst die Diagnose Depression schützt den Ich-Erzähler des Hörspiels nicht vor diesem verinnerlichten Leistungsdruck: „Ich bewerbe mich um einen Job als Kranker, obwohl ich weiß, dass ich ihn nicht verdient habe“, heißt es im Hörspiel. Oder: „Ich wünsche mir, ich hätte ein richtiges Problem, aber irgendwie habe ich ein falsches.“ Einprägsame, treffsichere Sätze wie diese weisen auf diesen gesellschaftlichen Missstand hin und machen die eineinhalb Stunden zu einer intensiven, fast schmerzhaften Hörerfahrung.

„Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein“ schildert schonungslos ehrlich die qualvolle Innensicht einer Depression. Der Protagonist berichtet von seinem ihm aussichtslos erscheinenden Leben, dem Aufenthalt in der „Geschlossenen“, den Nebenwirkungen von Psychopharmaka, vom Schreiben als Instrument des Überlebens. Das von Iris Drögekamp inszenierte Hörspiel schwankt zwischen Momenten tiefster Verzweiflung, Hoffnung und Panik, enthält aber auch viele tragikomische Szenen, wie etwa die, in der Maack in der Klinik darauf bedacht ist, nicht zu lächeln und keinen Witz zu machen, weil er Angst hat, rauszufliegen. Obwohl fast ausschließlich der Ich-Erzähler spricht, schöpft das Hörspiel seine klanglichen Möglichkeiten umfassend aus und macht die Depression fühl- und hörbar. […]

Maacks dichter, poetischer Text ist kein leicht zu konsumierender Stoff. Die Gedanken seines Hörspiel-Ichs kreisen um Selbsthass, Selbstbestrafung und Schuldgefühle, auch Selbstmordgedanken werden unmissverständlich formuliert: „Das Leben wird zu einer Liste von Erledigungen und der letzte Punkt ist der Tod“, sagt der Protagonist an einer Stelle. Sich mit einem so persönlichen Krankheitsbild vor einer breiten Öffentlichkeit zu outen, ist nicht nur mutig, sondern hat auch eine enorme gesellschaftliche Relevanz: Indem das Hörspiel den Umgang mit Depression thematisiert, wirkt es deren gesellschaftlicher Tabuisierung entgegen.

Maack knüpft dabei an die literarische Tradition des Schreibens als Therapie und Selbstermächtigung an, indem er seiner Krankheit seinen Text entgegenstellt: „Als es richtig schlimm wurde, habe ich angefangen zu schreiben. Mit einem Kugelschreiber saß ich auf meinem Krankenhausbett und spie in die Kladde, was in meinem Kopf war, was da tobte, die ganzen Splitter, den ganzen Schrecken.“ Dessen hohe poetische Qualität, die intensive (Klang-)Dramaturgie der Inszenierung, die herausragende Sprecherleistung von Stefan Konarske in der Hauptrolle und das hochbrisante Thema machen „Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein“ zum Hörspiel des Monats März 2020.

Triggerwarnung: Wir möchten darauf hinweisen, dass das Hörspiel suizidale Gedanken thematisiert. Menschen, die an Depressionen leiden oder depressive Episoden haben, können sich dadurch in der Ansicht bestärkt sehen, dass das Leben wenig Sinn habe. Sollte es Ihnen so ergehen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge oder bitten Sie Ihre Familienmitglieder oder Freunde um Hilfe. Wie auch der Autor selbst zu Beginn des Hörspiels sagt: Niemand muss und kann alleine mit Depressionen fertig werden!»
Mitwirkende:
Ich Stefan Konarske
Arzt Stefan Hunstein
Therapeut Matthias Leja
Therapeutin Patricia Ziolkowksa
Hanna Tanja Schleiff
Britney Bibiana Beglau
Friederike Sonja Dengler
Theo, Benjamins Sohn Valentin Herre
Zimmernachbar, Freund, Pfleger Oscar Musinowski
Freund, Pfleger Jannek Petri
Mitpatient, Zimmernachbar Heiko Raulin
Zimmernachbar, Fernando Pessoa, Schriftsteller Bernhard Schütz
Zimmernachbar, Pfleger Tim Seyfi
Nachwort Benjamin Maack
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 3 2020
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

V-Komplex

Sendetermine: NDR Info - Samstag, 6. Jun 2020 21:05 Teil 3/4 (entfällt) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Dorian Steinhoff
Tilman Strasser
Produktion: NDR 2020, ca. 220 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Matthias Kapohl
Komponist(en): Sommerplatte
Inhaltsangabe: Sie tragen schicke Frisuren, hören Elektro, trinken Frappuccino statt Dosenbier – und trotzdem sind „Die Befreiten“ eine rechts-extreme Organisation. Glaubt zumindest Katja: Die junge Verfassungsschutz-Mitarbeiterin will die Gruppe infiltrieren und so die „Neuen Rechte“ in ihrer verstaubten Behörde endlich zur Priorität machen. Verkabelt trickst sich die Agentin bis in die Führungsetage der Nachwuchs-Nazis und findet in Lukas, dem Anführer der Sektion Hannover, einen Für-sprecher, der an ihr nicht nur als politische Freundin interessiert ist. Bald muss sich Katja entscheiden, welche Opfer sie für ihre Überzeugung bringt. Dies sind ihre Aufnahmen ...
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Gestatten, mein Name ist Cox - Mord ist strafbar (Ein Spaßvogel im Kampf mit der Unterwelt)

Sendetermine: NDR Info - Samstag, 6. Jun 2020 21:05 Teil 3/4, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Rolf Becker
Auch unter dem Titel: Mrs Chataway hat eine Überraschung (1. Teil)
Die abenteuerlichen Irrfahrten eines Taschenmessers (2. Teil)
Morgenstund hat Gold im Mund (3. Teil)
Nachts ging das Telefon (4. Teil)
Das strenge Helenchen (5. Teil)
Applaus für den Mann mit der Aktentasche (6. Teil)
Puzzlespiel (7. Teil)
Mord ist strafbar (8. Teil)
Mord ist strafbar (Ein Spaßvogel im Kampf mit der Unterwelt) (Untertitel)
Produktion: NWDR 1952, 205 Min. (Mono) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Krimi
Regie: Hans Gertberg
Komponist(en): Siegfried Franz
Inhaltsangabe: Achtteilige Fassung:
1. Mrs Chataway hat eine Überraschung (27'36")
2. Die ebenteuerlichen Irrfahrten eines Taschenmessers (28'41")
3. Morgenstund hat Gold im Mund (25'04")
4. Nachts ging das Telefon (28'52")
5. Das strenge Helenchen (26'09")
6. Applaus für den Mann mit der Aktentasche (30'20")
7. Puzzlespiel (27'13")
8. Mord ist strafbar (29'23")

Vierteilige Fassung:
1. Die ebenteuerlichen Irrfahrten eines Taschenmessers (53'05")
2. Morgenstund hat Gold im Mund (52'56")
3. Das strenge Helenchen (53'25")
4. Mord ist strafbar (51'16")

Paul Cox, passionierter Glücksspieler, der sich nur zu gerne in illegalen Spielhöllen und auf Pferderennbahnen aufhält, verführerischer Charmeur und Bonvivant, führt mit seiner Freundin Margit Simmons ein geruhsames Leben. Diese Ruhe wird jedoch aufs Empfindlichste gestört, als sein eigener Rechtsanwalt ihn zu erpressen beginnt. Als Cox in dessen Wohnung einbricht, um einige für ihn entlarvende Dokumente zu entwenden, ist Wallings bereits ermordet worden - und zwar mit dem Taschenmesser von Cox...

»Es gab eine Zeit, in der jeder halbwegs vernünftige Mensch geglaubt hätte, aufgrund von einwandfreien Indizien, wie man so schön sagt, ich sei der Mörder von Rechtsanwalt Wallings, ich Paul Cox. Und glauben Sie mir, die Indizien waren so einwandfrei, dass ich mich selber beinahe schon für den Mörder hielt. Ich saß über beide Ohren in der Tinte... «.
Paul Cox, von Scotland Yard gejagt, sucht auf eigene Faust den Mörder des Mannes, der ihn in einem Prozess um illegale Spielgewinne verteidigt und ihm zu seinem Geld verholfen hat. Auf überaus geistreiche und humorvolle Art und Weise hält er seine Verfolger ein ums andere Mal zum Narren und muss dabei feststellen, dass selbst engsten Vertrauten in dieser Angelegenheit nicht zu trauen ist. Die Lage spitzt sich dramatisch zu, als ein vermeintlicher Entlastungszeuge, Peter Fitzgerald, der Sohn seines Nachbarn, entführt wird.

Gestern dachten wir, der Fall Wallings sei schon so gut wie geklärt, und heute beginnt das Rätselraten... «
Die Ermittlungen Inspektor Carters und seines Assistenten Collins von Scotland Yard geraten zunehmend ins Stocken. Grund genug für den Hauptverdächtigen Cox, seine eigenen Recherchen zu forcieren. In der Wohnung seiner bei einem Autounfall tödlich verunglückten Braut Margit Simmons findet Cox den entführten Paul Fitzgerald, der ihn im Mordfall Wallings wesentlich entlasten könnte. Immer klarer werden Cox die wahren Hintergründe des Mordfalls. Als er der Lösung denkbar nahe ist, sich der Polizei stellen und Inspektor Carter die Ergebnisse seiner Recherchen mitteilen möchte, wird er jedoch selbst Opfer einer Entführung...
Auch in der dritten Folge von »Gestatten, mein Name ist Cox« nimmt die Aufklärung des Falls Wallings überaus überraschende Wendungen. So ist auch erklärlich, dass Rolf Beckers Kriminalhörspiel aus den fünfziger Jahren bei seiner Erstausstrahlung zum »Straßenfeger« wurde.

»Inspektor, ich muss Ihnen ein Geständnis machen: Ich bin ein Idiot. Seit zwei Tagen laufe ich vor der Polizei davon, um Beweise für meine Unschuld im Mordfall Wallings zu finden, Beweise und Zeugen. Und von Anfang an habe ich einen stichfesten Beweis gehabt, dass ich nicht der Mörder gewesen sein kann. Der Witz ist nur, das ist mir gerade eben erst eingefallen...«
Was ist das für ein Beweis? Glaubt Inspektor Carter von Scotland Yard an die Unschuld Cox'? Und was kann jener ominöse Herr mit der Aktentasche, der Wallings noch kurz vor seiner Ermordung aufgesucht hat, zur Klärung des Falles beitragen? Welchen Part übernimmt in diesem dubiosen Spiel jener geheimnisvolle Mister Richardson, der immer dann auf der Bildfläche erscheint, wenn Cox am dringendsten Hilfe benötigt? Und welche Aufschlüsse schließlich bringt die Aussage eines gewissen Mister Montague?

Es ist über 50 Jahre her, daß der Slogan "Gestatten, mein Name ist Cox" zum ersten Mal erklang. Karl-Heinz Schroth sprach ihn im Nordwestdeutschen Rundfunk in der ersten deutschen Radio-Kriminalserie, die ein regelrechter Straßenfeger wurde. Geschrieben hatte sie der junge Rundfunkregisseur Rolf Becker während eines Gastvertrages bei der BBC in London. Um dem in deutschen Rundfunkanstalten üblichen Vorurteil gegen deutsche Kriminalautoren vorzubeugen, veröffentlichte er die Arbeit unter dem Namen seines englischen Onkels Malcolm F. Browne. Ein Hintergrund, der heute vergessen ist, ganz im Gegensatz zum "Cox", der in Höreranfragen immer wieder genannt wird.
Mitwirkende:
Stimme Wolfgang Borchert
Paul Cox Carl-Heinz Schroth
Mrs. Chataway Gustl Busch
Assistent Collins Manfred Steffen
Margit Simmons Karin Jacobsen
Inspektor Carter Heinz Klingenberg
Nat Herbert Steinmetz
Sergeant Reinhard Lenz
Mr. Fitzgerald Walter Grüters
Pit Fitzgerald Tonio von der Meden
Richardson Wolfgang Wahl
Wäscherin Tilla Hohmann
Kraftfahrer Rudolf Fenner
Wallings Carl Kuhlmann
Wachtmeister Werner Schumacher
Helen Bernhardt Freca-Renate Bortfeld
Henry Montague Richard Münch
Mr. Peacock Hans Zesch-Ballot
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Hessen hören 41:

Biblis, ich lass für dich das Licht an

Sendetermine: HR 2 - Samstag, 6. Jun 2020 23:00 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Felix Leuschner
Produktion: hr 2020, 46 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Regie: Felix Leuschner
Komponist(en): Felix Leuschner
Inhaltsangabe: "Als Kind", so der in Frankfurt lebende Komponist und Schlagzeuger Felix Leuschner (*1978), "wurde ich von meinen Hippie-Eltern immer zu den Anti-Atomkraft-Demos mitgeschleppt. 1986 kam dann die ukrainische Tschernobyl-Katastrophe und die Ängste der Erwachsenen wurden plötzlich greifbar.
Als Heranwachsender kettete ich mich dann selbst vor die Castor-Transporte - und, nach der nuklearen Unfallserie im japanischen Fukushima, inmitten des Atomausstiegs in der Bundesrepublik merke ich, dass ich in meiner elektrifizierten Welt und mit meiner Liebe zu allem Elektronischen und dem Strom als mein wichtigstes künstlerisches Ausdrucksmittel durch und durch ein Kind der Atomkraft bin. So ist dieses Hörstück über das 1974 in Betrieb genommene, nun sterbende Atomkraftwerk Biblis im südhessischen Kreis Bergstraße einerseits getränkt mit Stolz über errungene Siege und andererseits mit Wehmut über den Verlust eines alten Freundes. Es ist also ein elektrisches Abschiedslied voll von ambivalenten Gedanken: Biblis, ich lass für dich das Licht an."
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Der Charakter in einer Welt jenseits von Zeit - Eine Lange Nacht über Charles Dickens

Sendetermine: DLR - Samstag, 6. Jun 2020 00:05, (angekündigte Länge: 170:00)
DLF - Samstag, 6. Jun 2020 23:05, (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Christian Blees
Produktion: DLF/DLR 2020, 165 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Claudia Mützelfeldt
Ton: Gunther Rose
Ton: Roman Weingardt
Inhaltsangabe: Charles Dickens (1812-1870) war eine Art Popstar des viktorianischen Zeitalters: Der überwältigende Erfolg seiner Romane wie „Oliver Twist“ oder „David Copperfield“ führte dazu, dass der Schriftsteller bereits als 30-Jähriger von Kritikern wie Lesern gleichermaßen gefeiert und bei öffentlichen Auftritten von Menschenmengen bedrängt wurde. Dies scheint umso erstaunlicher, als Dickens bereits als Kind zeitweise arbeiten gehen musste, um die eigene Familie finanziell zu unterstützen. Nach ersten Tätigkeiten als Parlaments-Stenograph und Reporter startete das Schreibtalent seine literarische Karriere zunächst mit humorvollen Alltags-Skizzen. Die „Pickwick Papers“ läuteten ab 1836 dann Dickens‘ rasanten Aufstieg zu Weltruhm ein. Die „Lange Nacht“ nimmt den 150. Todestag des Autors zum Anlass, sich auch in seiner Heimatstadt London auf Spurensuche zu begeben. In der „Langen Nacht“ fragen wir danach, wieviel Autobiografisches in seinen Werken steckt und was die Faszination seiner Bücher ausmacht, bis heute.
Mitwirkende:
Josef Tratnik
Volker Risch
Jonas Baeck
Hendrik Stickan
Nicole Engeln
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

20 Datensätze gefunden in 0.012468814849854 Sekunden



gestern | heute | morgen | 6. Jul | 7. Jul | 8. Jul | 9. Jul | 10. Jul | 11. Jul |