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Veränderungen beim WDR 3 Hörspieltermin 2018

Mit einer Pressmitteilung hat der WDR über Veränderungen beim 19-Uhr-Termin informiert.

Im neuen Jahr wird es auch am Samstag und am Sonntag um 19,04 Uhr Platz für ein bis zu 56 Minuten langes Hörspiel geben. Der gleichlange Termin am Freitag bleibt erhalten.

Da der WDR keinen Sendeplatz für lange Hörspiele hat werden diese nun zerstückelt von Montag bis Donnerstag auf dem 19-Uhr-Termin untergebracht. Beginnend um 19,04 Uhr wird dann dafür etwa 30 Minuten Zeit sein. Hier zeigt sich der WDR generös und schreibt die 30 Minuten nicht fest. Geschnitten wird, wenn es dramaturgisch halbwegs passt. So kann ein Schnipsel auch länger oder kürzer als 30 Minuten sein.

Gleich in der ersten Woche trifft das Los die eigentlich rund 102 Minuten lange Neuproduktion ‚Eingeschlossene Gesellschaft’. Sie wird gedreiteilt.

Die Restzeit bis zu den 20-Uhr-Nachrichten füllt dann ‚WDR Foyer’, ein Appetizer für die um 20,04 Uhr beginnende Konzert-Sendung.





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31 Hörspiele im Zeitraum Sonntag, 17. Februar 2019

Neues aus Miesdripülz 0:

Baldrian Ai und die Schlange

Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 17. Feb 2019 07:05 Teil 1/2, (angekündigte Länge: 7:00)
Autor(en): Wilhelm Nünnerich
Produktion: WDR 1997, 13 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Kinderhörspiel
Regie: Wilhelm Nünnerich
Inhaltsangabe: In Miesdripülz ist das Leben geruhsam und friedlich. Baldrian Ai liebt es, in Ruhe gelassen zu werden. Außerdem schläft er gerne und wenn er nicht schläft, kaut er an den Blättern seines Cecropiabaumes. Als Wahrsager des berühmten Baumfürstentums Miesdripülz ist er bei allen anderen Faultieren hoch angesehen ... wenn sie mal wach sind. Leider wird die Ruhe dieses himmlischen Ortes immer wieder empfindlich gestört, zum Beispiel durch Hein Wupp, Froschkaiser, Papst und Weltrekordhalter im Weltrekordhalten. Oder Schlemihl Schlabbersack, ein Schneckerich, der Baldrian in schöner Regelmäßigkeit den Schlaf raubt. Dagegen sind Zak und Kalinchen noch harmlos.
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Gegen Gewalt

Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 17. Feb 2019 08:04 Teil 1/3, (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Beate Hinrichs
Auch unter dem Titel: Einmal Opfer, immer Opfer? (1. Teil)
Resilienz - Mehr als ein Modewort? (2. Teil)
Therapie für Täter? (3. Teil)
Produktion: WDR 2017, 88 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Matthias Kapohl
Technische Realisation: Rike Wiebelitz
Technische Realisation: Jeanette Wirtz-Fabian
Inhaltsangabe: "Opfer" sind bemitleidenswert, durch Gewalt zerstört, können nie wieder lachen - so das Klischee. "Opfer" sind Loser, die man treten darf - so das Schimpfwort. Viele wollen raus aus der Opferrolle. Gewalt zu erleben, vor allem sexualisierte Gewalt, ist erniedrigend, beschämend und oft traumatisierend. Zu seelischen und körperlichen Verletzungen kommt die Ausgrenzung: Betroffene werden stigmatisiert, damit sie "uns" nicht daran erinnern, dass Gewalt jedem passieren kann. Solange sie ins Stereotyp des wehrlosen, "unschuldigen" Opfers passen, werden sie bedauert und oft bevormundet. Treten sie zu selbstbewusst auf oder sind "undankbar", wird ihnen das Mitgefühl entzogen. Unter Jugendlichen ist das Wort "Opfer" zur Beleidigung verkommen, zum Vehikel für Hohn und Gewalt. Was hilft Betroffenen, die nicht mehr Opfer sein wollen?
Das "Stehaufmännchen" gilt als Symbol für eine kostbare Eigenschaft, die seit einiger Zeit einen Beratungsboom entfacht hat: die Resilienz. Sie hilft, auch schmerzhafte Erfahrungen gut zu verarbeiten. Manche Menschen haben sie einfach, aber man kann sie auch erlernen. Pädagogen sollen Kinder resilient machen, vor allem solche, die in schwierigen Verhältnissen aufwachsen. Trainings wollen Beschäftigte resilient machen, damit sie stressige Arbeitsbedingungen besser aushalten. Bauern in Bangladesch sollen sich gegen die Folgen des Klimawandels wappnen. Die Gefahr dabei: Gewalt, Ausbeutung und Krisen werden gar nicht mehr bekämpft. Dabei kann Resilienz - richtig verstanden und gefördert - eine wichtige Ressource im Leben sein. Und dabei helfen, Gewalterfahrungen und andere Traumata zu verarbeiten.
Die meisten sind normale Jugendliche oder Männer und kommen aus allen Schichten: Sexualstraftäter. Wenige begeben sich freiwillig in Therapie - dabei kann die helfen, Gewaltkreisläufe zu durchbrechen. Mangelndes Mitgefühl mit dem Opfer, verzerrte Wahrnehmung, Rechtfertigungen - das sind die Mechanismen, die Tätern ermöglichen, ihre Übergriffe wieder und wieder zu begehen. Seien es Vergewaltigung, Kindesmissbrauch oder die Prügeleien gewalttätiger Partner und Väter. Nach wie vor sind die Täter überwiegend Männer und die Opfer überwiegend Frauen und Kinder. Beiden Gruppen könnte eine angemessene Therapie für Täter helfen. Sie ist auch Opferschutz. Vor allem bei übergriffigen Jugendlichen sind die Erfolgsaussichten groß. Sie professionell zu behandeln, ist eine Investition in eine Gesellschaft mit weniger Gewalt.
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Die Sache mit dem Schutzengel

Sendetermine: DLR - Sonntag, 17. Feb 2019 08:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 42:00)
Autor(en): Anna Böhm
Produktion: DLR 2018, 46 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Kinderhörspiel ab 8 Jahre
Regie: Cordula Dickmeiß
Komponist(en): Tilman Ehrhorn
Ton und Technik: Alexander Brennecke
Ton und Technik: Robert Stokowy
Regieassistenz: Vivien Schütz
Dramaturgie: Christina Schuhmann
Inhaltsangabe: Merlins Schutzengel erledigt Hausaufgaben und schleppt die schwere Schulmappe, aber er passt auch auf, dass Merlin weder nascht noch Horrorfilme guckt.
Merlins Schutzengel ist sehr fleißig, er erledigt die Hausaufgaben und schleppt ihm die Schulmappe hinterher. Allerdings passt er auch auf, dass man weder nascht noch Horrorfilme guckt. Als der unsichtbare Beschützer sogar Merlins Liebesbriefe verbessert, reicht es gewaltig. Zusammen mit seinen Freunden Hektor und Mia versucht Merlin, den wohlmeinenden Engel loszuwerden – und erlebt eine mächtige Überraschung. Ausgerechnet da werden die Kinder von Räuber Rubbs überfallen. Jetzt wäre ein Schutzengel ganz schön praktisch. Oder schaffen sie das allein?
Mitwirkende:
Merlin Anton Ehrhorn
Hektor Valentin Karow
Mia Tilda Jenkins
Mama Tanja Wedhorn
Räuber Rubbs Hansa Czypionka
Lehrer Willi Alexander Ebeert
Erzähler Nico Holonics
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Brandschutz Made in Germany - Aufrüsten für den Ausnahmefall

Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 17. Feb 2019 11:04 (Ursendung)
Autor(en): Melahat Simsek
Produktion: WDR 2019, ca. 55 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Seit Januar 2019 gilt in NRW eine neue Landesbauordnung. Sie regelt die Abwehr von Gefahren beim Bauen und stärkt besonders den vorbeugenden Brandschutz. Doch wie viel mehr an Brandschutz macht tatsächlich Sinn? Holz, Kunststoffe, Leder und Textilien - unsere Wohnungen sind voll mit brennbaren Materialien. Vor allem Elektrogeräte bergen ein hohes Brandrisiko. Doch was nützen Rauchwarnmelder, Fluchtwege und technische Brandschutzmaßnahmen, wenn man in letzter Konsequenz nicht weiß, wie man sich in einem Notfall richtig verhält, fragt der Kölner Feuerwehrmeister Thomas Donner in einer Brandschutzunterweisung seine Teilnehmer. Wie geht man beispielsweise bei einem Hochhausbrand vor? Aufgeschreckt nach dem Grenfalltower Brand in London im Juni 2017 bei dem 71 Menschen ums Leben kamen, werden nun auch hierzulande verstärkt Hochhäuser auf Brandschutzmängel kontrolliert. Infolgedessen wurden bundesweit zahlreiche Hochhäuser zwangsgeräumt. Allein in Dortmund wurden 753 Mieter über Nacht durch die Schließung des Hannibal II Wohnkomplexes obdachlos. Dabei ist die Gefahr, in Deutschland durch Rauch und Feuer zu sterben im Vergleich zu anderen Risiken relativ gering. Aktuell kommen 280 Menschen im Jahr bei Bränden zu Tode.
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Die Donnerschacht und Frösche in Schnapsgläsern - Kunst des Geräuschemachens

Sendetermine: NDR Info - Sonntag, 17. Feb 2019 11:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Max Bauer
Bernhard Jugel
Andrea Kilian
Produktion: BR 2017, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Max Bauer
Bernhard Jugel
Andrea Kilian
Ton und Technik: Fabian Zweck
Ton und Technik: Gerhard Wicho
Inhaltsangabe: Das Handwerk des Geräuschemachens wird ausschließlich durch Überlieferung gelehrt und weiter gegeben, bis heute. Kleine Geheimnisse der Klangerzeugung werden gehütet wie Zaubertricks. Wer einmal einen Geräuschemacher bei seiner Arbeit im Studio oder live auf der Bühne gesehen und gehört hat, wird verzaubert als wäre es die Show eines Magiers. Das Handwerk lebt vom Spagat zwischen Konkretem (Material) und Abstraktem (Klang). Im englischen Sprachgebrauch ist der Film-Geräuschemacher ein „foley artist“. Aber wurde diese Kunst tatsächlich erst 1929 von dem Amerikaner Jack Donovan Foley erfunden, dessen Nachname in der Folge eben zum englischen Synonym für "Geräuschemacher" wurde? Auch in Deutschland zeugt wenig später der berühmte Schlager "Mein Bruder macht im Tonfilm die Geräusche" von einer faszinierenden Handwerkskunst. Der Geräuschemacher Max Bauer erkundet die Wurzeln seiner Zunft und gibt Einblicke in die Entstehung, Entwicklung und in die Geheimnisse eines Berufes, der normalerweise nur im Verborgenen ausgeführt wird. Das Feature spannt historisch den Bogen von der Antike bis zum Barock, über die Kunst-Philosophie des 18. Jahrhunderts und erzählt von den ersten "Sound-effects-men", die hinter der Kinoleinwand ihre wunderbare Kunst entfalten und dem professionalisierten Handwerk der Tonfilmzeit in den 30er Jahren. Die heutige Praxis dieses Berufs steht bei Besuchen in Tonstudios und in Gesprächen mit Geräuschemachern und anderen Sound-Spezialisten im Mittelpunkt. Ausgangspunkt der Geräuscherkundungen ist ein Besuch des noch heute betriebenen Donnerschachts im Münchner Residenztheater.
Mitwirkende:
Susanne Schroeder
Andrea Kilian
Petra Mörk
Katja Schild
Jerzy May
Frank Manhold
Kai Frohner
Heinz Peter
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Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney 190:

Das zweite Ich

Sendetermine: SRF 3 - Sonntag, 17. Feb 2019 11:10, (angekündigte Länge: 22:00)
Autor(en): Roger Graf
Produktion: DRS 1998, 26 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Roger Graf
Inhaltsangabe: Frau Lascha macht sich Sorgen um ihren Vater, der von einer Reise nach Mailand nicht zurückgekehrt ist. Da ihr Vater psychische Probleme hat, befürchtet sie das Schlimmste.
Mitwirkende:
Philip Maloney Michael Schacht
Polizist Jodoc Seidel
Frau Lascha Carol Blanc
Frau Muggli Monica Amrein
Herr Lascha Ueli Beck
Frau Strehler Gina Durler
Herr Strehler Peter Schneider
Friedrich Ueli Beck
Erzähler Peter Schneider
Links: Externer Link Homepage Roger Graf
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Moin Vaddr läbt

Sendetermine: HR 2 - Sonntag, 17. Feb 2019 14:04, (angekündigte Länge: 35:00)
Autor(en): Walter Kempowski
Auch unter dem Titel: A Ballahd inne Munnohrd kinstlich mit Mosseg unde Jesann von Wullar Kinnpussku (Untertitel)
Produktion: HR 1980, 33 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Sprache: Dialekt
Regie: Horst H. Vollmer
Komponist(en): Peter Zwetkoff
Inhaltsangabe: Auf der Suche nach dem im Krieg verlorenen Vater, der einer schuldig gewordenen Generation angehört, setzt sich ein Sohn - nach langer Zeit - auch mit dem verlorenen väterlichen Vorbild auseinander. In seiner Fantasie lebt der als Ideal abhanden gekommene Vater als kriegsversehrte Restexistenz in einem Kellerloch an unbekanntem Ort. "Moin Vaddr läbt" ist eine Totenklage in einer künstlich-kunstvollen Sprache und es ist eine Auseinandersetzung mit der Vätergeneration und mit dem Thema Krieg.
Expertenkommentar: "Kempowski kleidet seine Klage in traumartige Bilder, er träumt den toten Vater lebendig, aber er gedenkt trauernd zugleich der Opfer und all derer, die im Krieg gelitten haben. Das gelingt ihm durch die Verwendung einer erfundenen, aus Elementen des Jiddischen, des Schlesischen und Niederdeutschen zusammengesetzten Sprache. Kempowski, der sich hier Wullar Kinnpussku nennt, erscheint also nicht - wie in seinen Romanen - in der Distanz des Erzählers, sondern als ein seinen Vater liebender, an seinen Vater gebundener Mensch, wenngleich er ihn zu den schuldlosen Tätern rechnen muß." (Entschließung der Jury Hörspielpreis der Kriegsblinden)
Mitwirkende:
Erzähler Ernst Jacobi
im Vurspiel Käthe Haack
im Vurspiel Friedrich Maurer
im Zwischenspiel Dieter Borsche
im Zwischenspiel Bruni Löbel
im Nachspiel Eva Garg
Kinderche Anette Conrad
Kinderche Bettina Döser
Kinderche Matthias Ebert
Kinderche Elisabeth Miserre
Kinderche Lars Rösner
Kinderche Daniel Sailer
Kinderchor Tel Aviv unter der Leitung von Lazlo Roth
Preise / Auszeichnungen: Hörspielpreis der Kriegsblinden 1981
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Oleg Transport - Der Fall Sentsov und die Annexion der Krim

Sendetermine: RBB Kultur - Sonntag, 17. Feb 2019 14:04, (angekündigte Länge: 56:00)
Autor(en): Inga Lizengevic
Produktion: DLF/rbb 2019, ca. 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Inga Lizengevic
Ton und Technik: Ernst Hartmann
Ton und Technik: Roman Weingardt
Inhaltsangabe: Als Russland im Februar 2014 die Krim besetzt, sitzen tausende ukrainische Soldaten fest. Der Regisseur Oleg Sentsov hilft, sie zu versorgen und organisiert ihre Ausreise. Im Mai 2014 wird er nach Russland verschleppt, zum russischen Staatsbürger erklärt und zu 20 Jahren Lagerhaft verurteilt. Die russische Annexion der Krim Wird in nicht einmal vier Wochen vollzogen. Quasi über Nacht werden rund zwei Millionen ukrainische Krim-Bewohner zu Russen. Nicht alle sind damit einverstanden. Der in Simferopol geborene, ukrainische Filmregisseur Oleg Sentsov ist der wohl bekannteste Gegner der Annexion. Im Mai 2018 tritt er in einen Hungerstreik. Er Will vor den Augen der Weltöffentlichkeit für die Freilassung der ukrainischen politischen Gefangenen aus russischen Gefängnissen demonstrieren.
Mitwirkende:
Justine Hauer
Tanja Schleiff
Katharina Schmalenberg
Martin Bross
Hüseyin Michael Cirpici
Robert Dölle
Inga Lizengevic
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Pizzicato Wundergeige

Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 17. Feb 2019 14:04, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Rusalka Reh
Produktion: rbb 2018, 51 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Kinderhörspiel
Regie: Robert Schoen
Komponist(en): b. deutung
Ton: Kaspar Wollheim
Ton: Bodo Pasternak
Ton: Iris König
Regieassistenz: Susann Schütz
Dramaturgie: Sonja Kessen
Inhaltsangabe: Als Heimkind Dariusch seine Projektwochen bei Geigenbaumeister Archinola verbringt, kommt ihm zugute, dass er langsamer als andere Kinder ist. Aber schon bald fragt er sich, was es mit der Geige in der Vitrine auf sich hat, die immer wieder blau schimmert, ohne dass es jemand zu bemerken scheint. Heimlich untersucht er das Instrument. Kann das sein? Verfügt die Geige über eine wundersame Kraft? Und was führen der seltsame Dr. Neidhardt und seine Mutter in ihrer Villa im Schilde? Die zwei Wochen werden die spannendsten, die Dariusch je erlebt hat - und bringen ihm Glück für sein ganzes Leben.
Mitwirkende:
Jeremy Kindel
Tim Daxelhofer
Nora Treptow
Lou Tillmanns
Christian Grashof
Annette Strasser
Joachim Kaps
Eva-Maria Kurz
Andreas Fröhlich
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Die Grassianer - Eine Völkerkunde

Sendetermine: SWR 2 - Sonntag, 17. Feb 2019 14:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 54:00)
Autor(en): Christoph Goldmann
Produktion: SWR 2018, ca. 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Alexander Schuhmacher
Inhaltsangabe: Sie waren die einzigen ihrer Art. Sie sind die letzten ihrer Art. Ethnologen aus der DDR. Nie durften sie das Land für Feldforschungen verlassen. Und es gab nur einen einzigen Arbeitsplatz für sie: das Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Teil des im 19. Jahrhundert nach seinem Geldgeber benannten Grassi-Museums. Ein paar "Grassianer " aus Vorwendezeiten arbeiten dort noch immer. Und müssen feststellen, dass sie selbst die seltensten Stücke im Haus geworden sind. Ein Stamm von Ethnologen alter Schule kann sich mit dem neuen Selbstverständnis ihres Fachs schwer abfinden. Und mit der neuen Museumsleitung und ihren Zielen schon gar nicht. Antikolonialismus ist das aktuelle Schlagwort. Und das Lebenswerk der Grassianer soll nichts als postkoloniale Vereinnahmung gewesen sein. Dabei fühlen sie sich mehr und mehr selbst vereinnahmt.
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Ab nach Paris!

Sendetermine: NDR Info - Sonntag, 17. Feb 2019 14:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Bernd Gieseking
Produktion: HR/BR 2018, 47 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Hans Helge Ott
Komponist(en): Serge Weber
Ton und Technik: Thomas Rombach
Ton und Technik: André Bouchareb
Dramaturgie: Gudrun Hartmann
Aufnahme: Herta Steinmetz
Inhaltsangabe: Oh je! Oma ist weg und zwar über Nacht! Nele und ihr kleiner Bruder Felix vermuten, dass ihr Verschwinden etwas mit den Bildern des französischen Malers zu tun hat, der in Paris gerade eine Ausstellung eröffnet hat und den Oma noch aus Zeiten kennt, in denen sie noch nicht den Haushalt für alle geschmissen hat, sondern als junge Frau inmitten der studentischen Unruhen 1968 in Paris lebte. Und tatsächlich: Ein Blick in Omas Zimmer gibt ihnen Recht. Es fehlt das eine Bild, das sie immer über ihrem Bett hängen hatte. Die beiden Kinder zögern nicht lange, sie müssen Oma nach – ab nach Paris! Und Elvis, ihren Hund, nehmen sie natürlich auch mit, schließlich hat der die feinste Spürnase von allen. Doch auch mit Elvis ist die Reise mehr als ein großes Abenteuer.
Mitwirkende:
Nele Lou Tillmanns
Felix Jakob Roden
Franzi Edda Fischer
Max Enno Kalisch
Roswi Judith von Radetzky
Gilbert Hubert Schlemmer
Cornelia Niemann
Andrea Dewell
Jef Bayonne
Matthias Redlhammer
Stéphane Bittoun
Philippe Jacq
Philippe Ledun
Andreas Wellano
Hund "Elvis"
Preise / Auszeichnungen: Kinderhörspielpreis der Stadt Karlsruhe 2018
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Alles umsonst

Sendetermine: HR 2 - Sonntag, 17. Feb 2019 14:35, (angekündigte Länge: 52:00)
Autor(en): Walter Kempowski
Produktion: HR/WDR 1984, 50 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Horst H. Vollmer
Komponist(en): Peter Zwetkoff
Inhaltsangabe: Walter Kempowski, detailversessener Protokollant seiner Familiengeschichte (die zugleich eine so typisch deutsche Geschichte ist), hat für seine Hörspiele eine eigene Sprache gefunden. Der objektivierende, distanziert ironische Ton seiner Prosa ist abgelöst durch persönlichere, manchmal fast ungeschützt private Töne. Das 1980 vom Hessischen Rundfunk urgesendete Hörspiel "Moin Vaddr läbt", für das der Autor den Hörspielpreis der Kriegsblinden erhielt, war eine Auseinandersetzung der heute 50jährigen mit der Vätergeneration. Nicht nur die Schuld von 12 Jahren Nazidiktatur haben sie auf sich geladen, die Väter - sie haben auch ihre Söhne um die väterliche Bezugsfigur betrogen. Noch heute, das war Thema des Hörspiels, suchen die Söhne vergeblich nach einem Vater, der statt Ablehnung ihre Liebe verdient.

Walter Kempowskis Hörspiel "Alles umsonst" ist als Pendant zu "Moin Vaddr läbt" zu sehen. Diesmal geht es um die Klärung des Mutterbildes. "Jede Mutter ist Schuld daran, daß ihr Kind auf der Welt ist, also auch die Schmerzen, die das Kind in der Welt erleidet, gehen auf das Konto der Mutter. Irgendwann, ob bewußt oder unbewußt, wird das Kind sich dafür rächen, es fügt seinerseits der Mutter Schmerzen zu. Um ihre alte Schuld zu tilgen, wird die Mutter vorschnell verzeihen - nicht ahnend, daß sie das Kind, das an der verdienten Strafe ablesen will, der Schmerz ist angekommen, dadurch endgültig in den Haß treiben kann." (Walter Kempowski).
Mitwirkende:
Maria Wimmer
Ernst Jacobi
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Nazif und der silberne Bär - Vom kurzen Ruhm eines armen Roma

Sendetermine: WDR 3 - Sonntag, 17. Feb 2019 15:05 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Zoran Solomun
Produktion: SWR 2018, 124 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Zoran Solomun
Toningenieur: Wolfgang Rein
Ton und Technik: Bettina Krol
Ton und Technik: Robert Müller
Inhaltsangabe: 1. Besuch beim Schrotthändler
Noch immer flüchten Roma vom Balkan nach Deutschland, noch immer werden sie in ihrer Heimat diskriminiert. Sie leben am Rand der Gesellschaft in Armut und ohne Zukunftsperspektive. Nazif Mujić ist einer von ihnen, lebt in Ostbosnien, schlachtet Autos, Waschmaschinen und Herde aus, sammelt den Schrott auf der Straße und verkauft ihn. Davon muss er Frau und zwei Kinder ernähren. Sein Leben nimmt im Winter 2011 eine dramatische Wendung, als Nazif und seine Frau Senada ihr drittes Kind erwarten, das im Mutterleib stirbt. Den nun notwendigen lebensrettenden Eingriff können sie nicht bezahlen. Im letzten Moment gelingt es ihnen, das Leben Senadas zu retten. Der berühmte bosnische Filmregisseur und Oscar-Gewinner Danis Tanović erfährt von dieser Geschichte und will sie verfilmen.
Das Leben von Nazif Mujić und Senada Alimanović ist mühsam, der Schrotthandel bringt wenig ein und als Roma werden sie in Bosnien diskriminiert. Im Krankenhaus werden sie zwei Mal abgewiesen, weil sie nicht das Geld für die Operation aufbringen können. Doch der Besuch eines Filmregisseurs weckt Hoffnungen auf ein anderes Leben.
2. Nazif dreht einen Film
Der berühmte Regisseur Danis Tanović beschließt, einen Film zu drehen, in dem Nazif und Senada sich selbst darstellen. Für ihn eine Low-Budget-Produktion, für die beiden Roma ein gewaltiges Einkommen.
3. Berühmt für kurze Zeit
"Aus dem Leben eines Schrotthändlers" läuft 2013 im Wettbewerb der Berlinale und wird ein großer Erfolg: Nazif erhält den Silbernen Bären als bester Darsteller, Regisseur Tanović den Großen Preis der Jury.
4. Zurück in Berlin
Der Ruhm ist schnell verflogen, das Honorar bald ausgegeben. Nazif beschließt mit seiner Familie nach Berlin zu gehen, an den Ort, an dem er gefeiert wurde. Er will Asyl beantragen.
5. Abschied vom Bär
Nazif begreift, dass er keine Chance in Deutschland hat, kehrt mit seiner Familie nach Bosnien zurück und nimmt seine alte Arbeit als Schrottsammler wieder auf. Den silbernen Bären versteigert er und träumt von einem neuen Film.
Mitwirkende:
Erzähler Stefan Wancura
Nazif Axel Gottschick
Senada Kerstin Fischer
Semsa Sonja Dengler
Sandra Lilli Lorenz
Wahrsagerin Nadine Kettler
Kasim Robert Besta
Suljo Sebastian Mirow
Fahrer Oliver Jacobs
Nachrichtensprecherin Isabelle Demey
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Meister und Margarita

Sendetermine: BR 2 - Sonntag, 17. Feb 2019 15:05 Teil 6/12, (angekündigte Länge: 53:27)
Autor(en): Michail Bulgakow
Produktion: BR 2014, 620 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Komponist(en): Klaus Buhlert
Übersetzung: Alexander Nitzberg
Inhaltsangabe: Eine fantastische Abenteuergeschichte, eine Liebesgeschichte, eine philosophische Parabel über Gut und Böse sowie über die Macht und Ohnmacht der Kunst, eine Groteske über die russische Bürokratie - ein russischer Faust. "Meister und Margarita ist eines der rätselhaftesten Werke der Weltliteratur", schreibt der Übersetzer Alexander Nitzberg. Viele lasen den Roman nach seinem Erscheinen 1966/67 in der Sowjetunion und lernten ihn auswendig. Die verhexte Wohnung Nr. 50 in der Sadowaja 302b, in der Bulgakow selbst von 1921 bis 1924 lebte, wurde zur Pilgerstätte. Diese Wohnung ist auch ein zentraler Handlungsort des Romans, von dem aus der schwarze Magier Woland die Stadt Moskau auf den Kopf stellt. Er lässt Frauen plötzlich in Unterwäsche auf der Straße stehen oder nackt auf Besen herumfliegen, zaubert Geld herbei, das sich kurz darauf in Konfetti verwandelt und befördert lästige Personen binnen Sekunden in die Ferne - oder in die Psychiatrie. Auch seine Begleiter, allen voran ein großer, auf den Hinterbeinen gehender und sprechender Kater, stehen ihm, was ihre Scherze angeht, in nichts nach. In dieser phantastischen und grotesken Moskauer Teufelsgeschichte liegen Wahn und Wirklichkeit nah beieinander. Bulgakow zeichnet eine Gesellschaft, die haltlos und ohne Orientierung ist: Die Menschen stehen stundenlang in allgegenwärtigen Warteschlangen, leben in verdreckten Gemeinschaftswohnungen und sprechen eine Sprache des Misstrauens. Sie verlieren Körperteile, lösen sich auf, verschwinden, fallen ins Bodenlose. Tote werden zum Leben erweckt. Der Moskauer Handlungsstrang wird durch einen zweiten Strang unterbrochen, in dem es um die Verurteilung des Jeschua Ha-Nozri durch den römischen Prokurator Pontius Pilatus geht. Pilatus leidet an Migräne, misstraut den Menschen, liebt nur seinen Hund, hasst das schwül-heiße Jerschalajim und denkt daran, sich das Leben zu nehmen. Dass er diesen gutmütigen, aber auch unterhaltsamen jungen Mann zum Tod am Kreuz verurteilen soll, missfällt ihm.
Er ist jedoch dazu verpflichtet - und so wird Jeschua auf den "Kahlen Berg" gebracht - in der russischen Literatur der Ort für Hexensabbat und Teufelstanz. Zu diesem antiken Handlungsstrang zählen noch Judas aus Kirjath, den der römische Geheimdienst wegen seiner fragwürdigen Rolle beim Justizmord an Jeschua später umbringt, und Jeschuas Schüler Levi Matthäus, der die Worte seines Herrn aufschreibt - jedoch oft falsch. Diese Erzählstränge unterscheiden sich sprachlich sehr deutlich. Nach etwa zweihundert Seiten tritt ein Ende dreißigjähriger, ehemaliger Schriftsteller auf: der Meister. Einst hatte er als hochgebildeter Historiker in einem Moskauer Museum gearbeitet, jetzt aber sitzt er in der Irrenanstalt. Sein Auftreten verknüpft die beiden Erzählstränge. Denn er gibt sich als Autor eines großen Romans über die Leiden des Pontius Pilatus zu erkennen. Die Veröffentlichung einiger Kapitel seines Meisterwerks erregte jedoch so viel öffentliches Ärgernis, dass er in Wahnsinn verfiel. Dieser Roman im Roman ist kein in sich geschlossener Komplex, sondern verteilt sich auf vier eigenständige Kapitel. Seine Geliebte, die verheiratete wohlhabende Margarita, hat er seitdem nicht wiedergesehen. Sie vermissen einander - und so lässt sich die an Abenteuern interessierte Margarita auf einen faustischen Vertrag mit einem Assistenten Wolands ein. Der Teufel will in der Sadojawa 302b, Wohnung 50, einen Ball geben und lässt dafür Margarita als Ballkönigin anwerben. Verjüngungscremes und eine Flugsalbe verwandeln Margarita in eine fliegende Hexe, die ihre heikle Aufgabe beim Ball so souverän meistert, dass ihr Woland das Wiedersehen mit ihrem geliebten Meister ermöglicht. Auf Anweisung Jeschuas lassen er und seine Assistenten Meister und Margarita dann sterben - sie hätten "Ruhe verdient". Auf ihrem postmortalen Weg führen Woland und die Assistenten die nun im Tode Vereinten durch die Wüste und an Jerusalem vorbei, wo sie dem depressiven Pilatus begegnen. Der Meister schickt Pilatus mit der ihm von Woland übermittelten Frohbotschaft, dass Jeschua auf ihn warte, nun ebenfalls in den Himmel. Meister und Margarita zeigt das Diabolische im Alltag der Diktatur, wobei sich Bulgakows Kritik weniger gegen den Diktator Stalin richtete als gegen das bürokratische System der Sowjetunion, in dem er als Schriftsteller durch die Zensur erniedrigt wurde. Bulgakow beschreibt diesen Kampf des Individuums als einen Hexentanz, der sich ausdrückt durch verfemte Literatur und menschliche Liebe, die den Tod zu überwinden vermag.
"Bulgakows Roman Meister und Margarita kam 1968 in deutscher Übersetzung heraus. Was für ein Roman! Eine poetische Flaschenpost direkt aus der Moskauer Vorhölle. I'll send you S.O.S... I'll send you S.O.S... message in a bottle 1967 hatten wir gerade unsere erste Beatband in Halle (an der Saale) gegründet: Team 67. Und auch wir wollten abrechnen mit den 'Gottlosen' um uns herum - wenn's sein musste, auch mit Hilfe des Teufels. Margaritas Flug über Moskau hatte für uns nichts Exotisches. Das zu lesen war wunderbar tröstlich, stand für Ausbruch, Freiheit und Grenzenlosigkeit. Was will man mehr von einem Buch, als mit ihm fliegen zu lernen ... Der 'neue Mensch' war irgendwie und irgendwo zum Teufel. Da schien es logisch, dass Bulgakow den Magier Woland in die Moskauer Gartenstraße - Wohnung Nr. 50 - zitiert, um dort Hausrecht auszuüben. Außerdem war Woland gar kein richtiger Teufel. Er war Bulgakows Erfindung eines Teufels - weit davon entfernt böse zu sein: 'Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft...' (Goethe, Faust). Freuen wir uns also auf Wolands neue Show. Wo man auch uns irgendwo hinbefördert. Es muss ja nicht gleich die Hölle sein... I'll send you S.O.S... I'll send you S.O.S... message in a bottle." (Klaus Buhlert) "Meister und Margarita - dieses Hörspiel wollte ich nicht aufnehmen - ich wollte es hören! Unbedingt! Am besten auf Russisch... Aber Russisch ist mir irgendwie abhanden gekommen - in meinem zweiten Leben in Westberlin. Ich hatte es vierzig Jahre nicht mehr sprechen wollen... Nix sprechen russisch... behauptet Woland im Roman - nachdem er am Patriarchenteich akzentfrei über Pilatus, Gott und die Welt geplaudert hat. Was also ist der Unterschied zwischen einer Fremdsprache und einer fremden Sprache?
Sprache schafft Hindernisse. Worte werden mißverstanden. Wenn aber Worte nichts mehr sagen, dann sollte man etwas mit ihnen tun - ich zum Beispiel muss sie immer wieder hören (am besten geht's mit dem inneren Ohr!). Einen Ton für sie finden; einen akustischen Ort. Das belebt kalte Wortleichen manchmal. Bulgakow hat sich mit Meister und Margarita durch einen Riss in der Moskauer Alltagssprache gezwängt, zwischen einerseits Anbrüllen und andererseits Beten. Und er liebt alle seine Figuren, obwohl es - objektiv betrachtet - im Roman wenig Grund dafür gibt. Kann man das hörbar machen im Radio? Kann Bulgakows Roman (weit weg von russischer Alltags- und Kremlsprache) zur akustischen Arche 'Poesija Russland' zusammen geschraubt werden? Nix sprechen russisch... Das Boot besteigen. Sich selbst retten. Und alle mitnehmen, die es möchten. Auch den Hörer." (Klaus Buhlert)
Mitwirkende:
Michael Rotschopf
Manfred Zapatka
Karl Markovics
Valery Tscheplanowa
Wolfram Berger
Felix von Manteuffel
Milan Peschel
Dietmar Bär
Werner Wölbern
Jeanette Spassova
Samuel Finzi
Stefan Wilkening
Thomas Thieme
Wolfram Koch
Jens Harzer
Gottfried Breitfuß
Margit Bendokat
Caroline Ebner
Steffen Scheumann
Stephan Bissmeier
Götz Schulte
Johannes Silberschneider
Hans Kremer
Hendrik Arnst
Christiane Roßbach
Natali Seelig
Lars Rudolph
Jaqueline Macauly
Stephan Zinner
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Erlösung. Ein Making-of

Sendetermine: SRF 2 - Sonntag, 17. Feb 2019 17:00, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Claudia Weber
Produktion: SWR 2018, 56 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Claudia Weber
Komponist(en): Claudia Weber
Inhaltsangabe: Schon wieder ein öffentlich-rechtliches Fernsehprojekt mit didaktischem Überehrgeiz: eine Doku über Moral. Moral früher, Moral heute, moralische Instanzen, Selfie-Moral, Ego-Moral, Individual-Moral, Blablabla-Moral.
Auftragsfilmemacher Philipp kann gar nicht so zynisch sein, wie das Projekt ihn nervt. Jetzt sitzt er im Schnitt und ärgert sich über die Statements seiner Interviewpartner. Taugen alle nichts.
Immerhin hat er ein paar hübsche Trickfilmpassagen in seiner Doku: Geschichten vom kleinen Paul - von seiner Geburt, aus dem Sandkasten und der Schule, Erfahrungen beim Erwachsenwerden, Ängste, Drogen, Lügen, Schuld und Unschuld. Eine Lektion in Moral-Genese. Mit den Szenen vom kleinen Paul sollte es halbwegs hinhauen. Und wenn Phillipps Freund Wolf die Kommentartexte zum Zeichentrickfilm spricht, gibt es wenigstens einen netten gemeinsamen Aufnahmetag. Doch Wolf sieht in Philipps Doku über Moral einen ganz anderen Film. Mit einer ganz anderen Wahrheit und ihre Konsequenzen.
Mitwirkende:
Philipp Fabian Hinrichs
Wolf Michael Rotschopf
Paul Nele Roll
Filmszenen mit Statements aus Gesprächen mit Hennes Holz
Filmszenen mit Statements aus Gesprächen mit Evelyn Nagel
Filmszenen mit Statements aus Gesprächen mit Kathrin Berg
Filmszenen mit Statements aus Gesprächen mit Andreas Schulz
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ARD Radio Tatort 131:

Plastik im Apfelgarten

Sendetermine: SR 2 - Sonntag, 17. Feb 2019 17:04, (angekündigte Länge: 54:00)
SWR 4 - Sonntag, 17. Feb 2019 21:03, (angekündigte Länge: 54:00)
Autor(en): Martin Mosebach
Produktion: HR 2019, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Thomas Wolfertz
Ton und Technik: Thomas Rombach
Ton und Technik: Roland Grosch
Ton und Technik: André Bouchareb
Regieassistenz: Herta Steinmetz
Dramaturgie: Leonhard Koppelmann
Inhaltsangabe: Die Großauheimer Apfelblüte war einst in der ganzen Region bekannt und der aus den Früchten gekelterte Apfelwein hochgerühmt. Doch inzwischen kommen die meisten Äpfel aus Italien und anstelle blühender Streuobstwiesen findet man jetzt Gebrauchtwagen auf grauem Asphalt. Sicher keine schöne Aussicht für Rainer Maria Schrobendorff aus seiner geerbten Fachwerkvilla, denn er blickt direkt auf Bulkes Autohandel. Die Aussichten von Bulke selbst sind aber noch trüber, denn Bulke liegt tot mit einer Plastiktüte über dem Kopf in seinem Container. Oberflächlich betrachtet hätte man leicht von einem Selbstmord ausgehen können, doch nicht so Kommissar Haas. Bulke hatte zum Zeitpunkt seines Todes 3 Promille Alkohol im Blut, aber keine einzige leere Flasche findet sich im Raum, also nimmt der Kommissar zusammen mit seinem jungen Kollegen Teschenmacher die Ermittlungen auf. Bald stoßen sie auf das Gerücht, Bulke habe sich mit einer Bande von Autoschiebern eingelassen…
Mitwirkende:
Kommissar Haas Felix von Manteuffel
Frau Felsenstein Susanne Schäfer
Kriminalassistent Teschenmacher Ole Lagerpusch
Rainer Maria Schrobendorff Werner Wölbern
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Tempo

Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 17. Feb 2019 17:05, (angekündigte Länge: 50:00)
Autor(en): Beate Andres
Produktion: WDR 2008, 55 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Beate Andres
Komponist(en): Felix Kubin
Technische Realisation: Barbara Göbel
Technische Realisation: Benedikt Bitzenhofer
Regieassistenz: Roman Podeszwa
Inhaltsangabe: Was treibt einen Menschen dazu, sich in einen Rennwagen zu setzen und sein Leben zu riskieren, um als Erster über eine Ziellinie zu rasen? Wie erlebt ein Rennfahrer Zeit auf der Piste, wie erfährt er Geschwindigkeit? Angelehnt an die Biografie des Rennfahrers Rudolph Caracciola, einem der großen Piloten des 20. Jahrhunderts, entwirft das Stück "Tempo" ein akustisches Bild von Beschleunigung und Stillstand, von der Jagd nach der Ausdehnung des Jetzt im Sound der Motoren und von der Flucht vor dem Augenblick der historischen Realität.
Mitwirkende:
Fahrer Fabian Hinrichs
Automobile Martin Reinke
Chronist Vadim Glowna
Charlie Anja Herden
Baby Anja Laïs
Herr an der Leitung Daimler Motorenwerke Michael Wittenborn
Landschaft / Stimmen hinter der Wand / Chor der anderen Fahrer Patrycia Ziolkowska
Straße / Stimmen hinter der Wand / Chor der anderen Fahrer Bibiana Beglau
Sonne / Stimmen hinter der Wand / Chor der anderen Fahrer Judith Engel
Regen / Stimmen hinter der Wand / Chor der anderen Fahrer Horst Mendroch
Objektiv / Stimmen hinter der Wand / Chor der anderen Fahrer Christian Schramm
Brücke / Stimmen hinter der Wand / Chor der anderen Fahrer Albert Kitzl
Zählhäuschen / Stimmen hinter der Wand / Chor der anderen Fahrer Andreas Grötzinger
Links: Externer Link Homepage Felix Kubin
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Der Schneekugelmacher

Sendetermine: SRF 2 - Sonntag, 17. Feb 2019 17:55, (angekündigte Länge: 15:00)
Autor(en): Claudia Weber
Produktion: EIG 2014, 26 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Claudia Weber
Komponist(en): Claudia Weber
Produktion: Claudia Weber
Inhaltsangabe: Er ist Schneekugelmacher. In Anführungszeichen, denn seine Schneekugeln dienen nur zur Tarnung. In Wahrheit kann er die Zeit zurückdrehen und die Menschen zu dem einen perfekten Moment ihres Lebens zurückbringen: so, als wäre keine Sekunde seitdem vergangen. Das verspricht zumindest der Text auf seinem Werbeplakat, und eine potentielle Kundin sitzt schon in seiner Werkstatt. Aber was, wann und wo war der eine perfekte Moment ihres Lebens? Das wird, je greifbarer dieser Moment werden sollte, immer unklarer. Viel klarer dagegen wird, dass der Schneekugelmacher wohl eher in Metaphern spricht.
"Der Schneekugelmacher" ist ein abenteuerlicher Versuch, der eigenen Vergangenheit zu entkommen. Nicht nur metaphorisch.
Mitwirkende:
Die Frau Juliane Schwabe
Der Schneekugelmacher Philipp Dürschmied
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Der Weg zur deutschen Teilung - 1945 bis 1949

Sendetermine: HR 2 - Sonntag, 17. Feb 2019 18:05 Teil 2/5, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Hans Sarkowicz
Produktion: HR 2019, ca. 250 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Hans Sarkowicz
Christiane Kreiner
Ton und Technik: Melanie Ihnken
Inhaltsangabe: 8. Mai 1945: Nach dem verheerenden Krieg kapituliert das nationalsozialistische Deutschland vor den Siegermächten USA, Großbritannien, Frankreich und der Sowjetunion. Wie auf der Konferenz von Jalta entschieden, wird das Staatsgebiet unter den alliierten Mächten aufgeteilt.
Die folgenden Jahre sind geprägt von Zerstörung und Wiederaufbau, Displaced Persons und Vertriebenen, Demilitarisierung und Entnazifizierung, Lebensmittelknappheit und Währungsreformen.
Doch die Spannung zwischen den beiden Teilen Deutschlands steigt: Während die Westzonen unter Anleitung der westlichen Alliierten demokratisiert werden, entsteht im Osten Deutschlands eine Volksdemokratie nach sowjetischem Vorbild. 1949 ist die Teilung Deutschlands besiegelt.
Mitwirkende:
Torben Kessler
Christoph Pütthoff
Michael Schütz
Birgitta Assheuer
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Dat Swimmen in’n Speegel

Sendetermine: RB 2 - Sonntag, 17. Feb 2019 18:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Snorre Björkson
Produktion: RB/NDR 2001, 47 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Mundarthörspiel
Regie: Hans Helge Ott
Komponist(en): Rudolf Schmücker
Ton und Technik: Uschi Berlin
Ton und Technik: Peter Nielsen
Regieassistenz: Marie Louise Rhode
Inhaltsangabe: Wenn der Tag um ist, wenn der junge Mann ins Bett geht und das Licht löscht, dann stürzt leise die Fassade ein, und es kommt ein seltsames Ungeheuer herangeschlichen, ein Ungeheuer namens "Traum". Boike macht eine Reise durch sein wahres Ich. Eine etwas peinliche, manchmal erschreckende Expedition. Aber zum Glück wird er geleitet von einem etwas sarkastischen, aber ausgesprochen tröstlichen, Elvis-Lieder singenden Busfahrer, dem "Stüürmann".
Mitwirkende:
Boike Rolf Petersen
Stüürmann Peter Kaempfe
Maike Sandra Keck
Silje Birte Kretschmer
Ullrieke Nicole Dierks
Bjarne Dirk Böhling
Pfarrer Wolf Rahtjen
Alte Frau Ruth Bunkenburg
Lehrer Edgar Bessen
Tante Ida Ursula Hinrichs
Grootvadder Lund Rolf Nagel
Mutter Edda Loges
Vater Wiegand Haar
Grootmudder Ingeborg Heydorn
Männerstimme Bernhard Wessels
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Wie die Blinden Träumen

Sendetermine: SWR 2 - Sonntag, 17. Feb 2019 18:20 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Tomer Gardi
Produktion: SWR 2019, ca. 100 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Noam Brusilovsky
Komponist(en): Tobias Purfürst
Yair Elazar Glotman
Inhaltsangabe: "Erinner' deiner Traum an der Nacht nach Rainers Tod. Die riesigen Dinosaur Knochen am windigen Strand, weiß und kahl. Und wie in deiner Traum kein Geräusch von Meer war. Kein Geschmack von Salzwasser in deiner Mund, kein Gefühl von Wind auf deiner Haut. Kein Meer Geruch in deiner Nase. Ein Traum aus Sicht. Ein Bild nur. Die riesigen Dinosaur Knochen am windigen Strand. Erinner, das Sehen ist der Sinn der Gesellschaft des Spektakels. Der Sinn von Kauf und Konsum. Der Sinn von Massenwerbung und Waren Bulimia. Der Sinn von Diäten und Haarentfernung, Plastik in Brusten und Lippen. Der Sinn der Augenwischerei. Augen zu. Heute hören wir Stimmen."
Wie stellt ein Mensch, von Geburt an blind, in seinem Traum Emotionen, Gefühle, Assoziationen dar? Und wer hat eigentlich die Macht über diese Geschichten?
Im neuen Hörspiel von Tomer Gardi berichten drei Blinde in einem Schlaflabor von ihren Träumen, ein Klangkünstler arbeitet an deren akustischer Übersetzung, eine Folkloristin nimmt Einordnungen vor. Doch die Frage nach der Bedeutung der Träume der Blinden gerät zunehmend zu einem Kampf um die Deutungshoheit.
Links: Externer Link Homepage von Jair Glotman
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Havanna Exit

Sendetermine: DLR - Sonntag, 17. Feb 2019 18:30 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 50:00)
Autor(en): Stephan Krass
Produktion: DLR 2019, ca. 50 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Iris Drögekamp
Komponist(en): Andreas Bick
Inhaltsangabe: Die Passagiermaschine befindet sich im Sinkflug. Der Pilot hat die Kommunikation mit dem Boden abgebrochen.
Eine Passagiermaschine auf dem Rückflug von Havanna. Der Pilot reagiert nicht auf die Anweisungen der Flugsicherung. Hier oben hat er sie immer gesucht, die abstrakte Herrlichkeit des Universums. Wo alles gleich schwer und gleich leicht ist. Und gleich gültig. Ein unendlicher Raum voller Erhabenheit und Kontingenz. Ein Raum ohne Demütigungen, ohne Schmerz und ohne Schuld. Die Maschine gleitet dahin wie ein Ahornblatt im lauen Herbstwind. Nur ein leises Fallen spürt man. Sinkflug ist ein viel zu dramatisches Wort dafür. „Can not read you. Say again. What’ s your destination?“
Mitwirkende:
Jörg Hartmann
Felix Goeser
Christoph Franken
Manuel Harder
Božidar Kocevski
Johann Jürgens
Hansa Czypionka
Luise Wolfram
Tilla Kratochwil
Jeremias Matschke
Links: Externer Link Homepage Stephan Krass
Externer Link Homepage Andreas Bick
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Virtual Reality statt Anästhesie

Sendetermine: WDR 3 - Sonntag, 17. Feb 2019 19:04
Autor(en): Ulrich Land
Produktion: NDR/WDR 2018, 51 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Giuseppe Maio
Technische Realisation: Christian Alpen
Technische Realisation: Sebastian Ohm
Technische Realisation: Birgit Gall
Inhaltsangabe: Der Autor auf dem Zahnarztstuhl, ausgestattet mit einer VR-Brille. Sie soll als Ersatz für die Betäubungsspritze funktionieren, hat man ihm gesagt. Skepsis pur: Das Eintauchen in intensive, künstliche Welten als Schmerztherapie? – Derzeit ist die Virtual-Reality-Technologie auf dem Sprung vom reinen Unterhaltungsmedium in die Nutzbarkeit für Medizin, Wissenschaft und Ausbildung. Und für die Werbewirtschaft. VR-Programme dienen nicht mehr nur der Realitätsflucht von weltfernen Gamern, sondern bieten Möglichkeiten einer neuen, simulativen Sicht- und Erkenntnisweise. Kann man etwa, indem man „hautnah“ in andere Körper schlüpft, seine Empathie und Beziehungsfähigkeit steigern? Wird man sich komplexe Lernstoffe besser aneignen können, wenn man sie sich virtuell-real vor Augen führt? Kann man mit der Rundum-Brille auf der Nase seine Höhenangst überwinden?
Mitwirkende:
Marina Galic
Ulrich Land
Links: Externer Link Homepage Ulrich Land
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Der Himmel - Kursorische Streifzüge durch einen dicht besiedelten Luft- und Projektionsraum

Sendetermine: DLR - Sonntag, 17. Feb 2019 19:30
Autor(en): Stephan Krass
Produktion: , Min. () - Feature
Links: Externer Link Homepage Stephan Krass
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Auf Sand gebaut - Der Spielplatz zwischen Utopie und Dystopie

Sendetermine: DLF - Sonntag, 17. Feb 2019 20:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Susanne Luerweg
Sabine Oelze
Produktion: DLF 2019, ca. 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Uta Reitz
Inhaltsangabe: Der Spielplatz ist ein Nebenprodukt der industrialisierten Stadt des 20. Jahrhunderts. In ihm konzentrieren sich wie kaum anderswo Vorstellungen zu Erziehung und Kindheit, zu Stadtplanung und öff entlichem Raum, zu Architektur und Kunst und zu Kreativität und Kontrolle. Wie sieht der ideale Spielplatz der Zukunft aus? Als öff entlicher Ort ist der Spielplatz auch ein Imagefaktor. Er ist nicht nur Sehnsuchtsort für Kinder, sondern auch ein Laufsteg für die Helikopter-Eltern von heute. Spielplätze sind zu Aushängeschildern der Städte geworden. An ihnen lässt sich ablesen, wie viel Geld die Viertel haben, in denen sie entstehen. Die Autorinnen verbringen 24 Stunden auf einem Spielplatz und treffen Architekten, Stadtplaner, Blogger, Wissenschaftler, Eltern - und Kinder.
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Man kann hier nicht schreiben, ohne sich die Hand zu verbrennen

Sendetermine: ORF Ö1 - Sonntag, 17. Feb 2019 20:15, (angekündigte Länge: 45:00)
Autor(en): Eva Roither
Produktion: ORF 2017, 39 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Im August 2016 wird sie in ihrer Wohnung in Istanbul festgenommen. Der Vorwurf: Die Schriftstellerin und Journalistin sei Mitglied einer illegalen Organisation, sie zerstöre die Einheit und Integrität des Staates. Ein Witz, ein Missverständnis, dachte sie damals. Asli Erdogan ist zu dieser Zeit im Beirat der pro-kurdischen Zeitung Özgür Gündem, für die sie auch regelmäßig Kolumnen verfasst. Zeitgleich werden über 20 weitere MitarbeiterInnen dieser Zeitung verhaftet. Davor hatte die Staatsanwaltschaft die Schließung von Özgür Gündem angeordnet.
Asli Erdogan wird über vier Monate lang inhaftiert und im Dezember nach internationalen Protesten unter Auflagen wieder freigelassen. Sie muss in der Türkei bleiben, bei der Gerichtsverhandlung am 22. Juni droht ihr eine hohe Gefängnisstrafe. "In diesem Land gibt es keine politischen Gefangenen. Jeder ist ein Terrorist" - kommentiert Asli Erdogan die Verhaftungswelle seit dem Putschversuch im Juli 2016. Mittlerweile sind mehr als 40.000 Menschen mit Gefängnisstrafen belegt und über 100.000 Beschäftigte u.a. des öffentlichen Dienstes, der Justiz, der Polizei und des Militärs sind entlassen oder suspendiert worden. Über 160 JournalistInnen sind im Gefängnis. In der Rangliste von Reporter ohne Grenzen liegt die Türkei auf Platz 155 von 180 untersuchten Ländern. Asli Erdogan, Jahrgang 1967, zählt zu den wichtigsten türkischen Autorinnen der jüngeren Generation.
Die Physikerin, die in den 1990ern am Kernforschungsinstitut CERN in Genf gearbeitet hat, hat sich in ihrer literarischen und journalistischen Arbeit sehr entschieden gegen alle Formen der Unterdrückung ausgesprochen. Sie warnte schon früh vor dem wachsenden Autokratismus des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, prangerte die staatlichen Repressionen gegen Kurden an, gehörte mit zu den ersten Intellektuellen, die sich öffentlich bei den Armeniern für das erlittene Unrecht entschuldigten.
Immer wieder hat sich Asli Erdogan von türkischen Nationalisten bedroht gefühlt und hat für längere Zeit im Ausland gelebt. "Mein Gefühl der Zugehörigkeit ist nicht sehr groß", sagt sie in einem Interview, "aber ich bin eine türkischsprachige Autorin. Das ist meine einzige Verbindung zur Türkei und gleichzeitig die tiefstmögliche: meine Sprache. In ihr lebe ich." Eva Roither hat Asli Erdogan in Istanbul besucht.
Mitwirkende:
Silvia Meisterle
Karl Menrad
Philip Scheiner
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Ein Nachmittag im Museum der unvergessenen Geräusche

Sendetermine: NDR Info - Sonntag, 17. Feb 2019 21:00 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Christoph Buggert
Produktion: Liquid Penguin Ensemble/SR/MDR 2018, 64 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Katharina Bihler
Stefan Scheib
Komponist(en): Stefan Scheib
Technische Realisation: Katharina Bihler
Technische Realisation: Stefan Scheib
Technische Realisation: Manfred Jungmann
Inhaltsangabe: Da war dieses Geräusch. Es erinnert ihn - an die Front, die sich drohend weiter vorschob, seiner Heimatstadt entgegen, an die Flucht davor, noch als Kind. Hört er dieses Geräusch, auch noch Jahrzehnte später, sind der Krieg und das ihm eigene Grauen wieder da.
Andere bedeutsame Geräusche gab und gibt es in seinem Leben, mit jedem ist ein Erlebnis verbunden, viele verweisen auf die Kriegszeit und die ersten Jahre danach. Nicht nur in Form der Geräusche lebt der Krieg in ihm weiter.
Christoph Buggert hat das Hörspiel in Deutschland geprägt, als Autor und Redaktionsleiter beim Hessischen Rundfunk. Inszeniert wurde «Ein Nachmittag im Museum der unvergessenen Geräusche» vom Liquid Penguin Ensemble, das wie kaum jemand sonst für einen heutigen und lustvollen Umgang mit Sprache, Stimme und Geräusch steht. Das Hörspiel hat bei den ARD Hörspieltagen 2018 für Furore bei Publikum und Jury gesorgt.
Mitwirkende:
Ich Wolf-Dietrich Sprenger
Frau Christiane Motter
Mann Oliver Urbanski
Musiker .
Kontrabass, Geräusche Stefan Scheib
Perkussion Dirk Rothbrust
Links: Externer Link Homepage Stefan Scheib
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ARD Radio Tatort 131:

Plastik im Apfelgarten

Sendetermine: SR 2 - Sonntag, 17. Feb 2019 17:04, (angekündigte Länge: 54:00)
SWR 4 - Sonntag, 17. Feb 2019 21:03, (angekündigte Länge: 54:00)
Autor(en): Martin Mosebach
Produktion: HR 2019, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Thomas Wolfertz
Ton und Technik: Thomas Rombach
Ton und Technik: Roland Grosch
Ton und Technik: André Bouchareb
Regieassistenz: Herta Steinmetz
Dramaturgie: Leonhard Koppelmann
Inhaltsangabe: Die Großauheimer Apfelblüte war einst in der ganzen Region bekannt und der aus den Früchten gekelterte Apfelwein hochgerühmt. Doch inzwischen kommen die meisten Äpfel aus Italien und anstelle blühender Streuobstwiesen findet man jetzt Gebrauchtwagen auf grauem Asphalt. Sicher keine schöne Aussicht für Rainer Maria Schrobendorff aus seiner geerbten Fachwerkvilla, denn er blickt direkt auf Bulkes Autohandel. Die Aussichten von Bulke selbst sind aber noch trüber, denn Bulke liegt tot mit einer Plastiktüte über dem Kopf in seinem Container. Oberflächlich betrachtet hätte man leicht von einem Selbstmord ausgehen können, doch nicht so Kommissar Haas. Bulke hatte zum Zeitpunkt seines Todes 3 Promille Alkohol im Blut, aber keine einzige leere Flasche findet sich im Raum, also nimmt der Kommissar zusammen mit seinem jungen Kollegen Teschenmacher die Ermittlungen auf. Bald stoßen sie auf das Gerücht, Bulke habe sich mit einer Bande von Autoschiebern eingelassen…
Mitwirkende:
Kommissar Haas Felix von Manteuffel
Frau Felsenstein Susanne Schäfer
Kriminalassistent Teschenmacher Ole Lagerpusch
Rainer Maria Schrobendorff Werner Wölbern
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Aufbruchstimmung im Senegal - Was ist dran am neuen Afrika?

Sendetermine: BR 2 - Sonntag, 17. Feb 2019 21:05
Autor(en): Kathrin Reikowski
Produktion: BR 2019, 54 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Ron Schickler
Ton und Technik: Fabian Zweck
Inhaltsangabe: 2018 wurde kaum ein Film weltweit so stark diskutiert wie Black Panther. Der Superhelden-Film strahlt schwarzes Selbstbewusstsein geradezu aus und zeigt ein fiktives afrikanisches Land, das extrem fortschrittlich ist. 2019 soll die erste erste afrikanische Netflix-Serie gedreht werden. Und der senegalesische Ökonom Felwine Sarr liest in Europa vor vollen Häusern aus seinem Essai “Afrotopia”. Das Buch stellt unsere Vorurteile gegenüber Afrika auf den Kopf und propagiert die These: Afrika ist nicht der Kontinent der Katastrophen und Probleme. Afrika hat im Gegenteil Lösungen anzubieten, von denen die ganze Welt profitieren kann.
Woher kommt dieses neue afrikanische Selbstbewusstsein? Wer sind die Menschen, die neue Visionen für ihren Kontinent entwerfen? Und ist die Aufbruchstimmung auch in Afrika selber zu spüren? Was ist wirklich dran an der Utopie von “Afrotopia”? Um diese Fragen zu beantworten reist radioFeature-Autorin Kathrin Reikowski an einen der Hotspots dieser Entwicklungen: die Metropole Dakar im Senegal. Ende Februar wird im Senegal ein neuer Präsident gewählt. Vor sieben Jahren hat hier eine junge Protestbewegung aus Aktivisten und Künstlern einen politischen Neuanfang eingeleitet. Hier fand kürzlich die Biennale Dak’ Art statt. Von hier kommt Felwine Sarr, der Autor von “Afrotopia”.
Mitwirkende:
Laura Maire
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The Master Narrative und Don Durito - Radioversion

Sendetermine: ORF Ö1 - Sonntag, 17. Feb 2019 23:00 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 45:00)
Autor(en): Lisl Ponger
Produktion: EIG 2019, ca. 60 Min. (Stereo) - Originalhörspiel int.
Inhaltsangabe: Die Künstlerin Lisl Ponger schuf 2017 für das wiedereröffnete Weltmuseum die zehnteilige Installation 'The Master Narrative und Don Durito'. Zentrum dieser Installation ist ein etwa acht-stündiger, von der Künstlerin gelesener Text, der in einer komplexen Assoziationsstruktur eine Metaerzählung zur Geschichte und zu 'Geschichten' des Kolonialismus und somit zum Blick auf andere Gemeinschaften schafft.
Diese 'Gegenerzählungen' werden begleitet von Ersttagsbriefen aus aller Welt, die seit Jahrzehnten weitgehend an einem unkritischen Geschichtskanon festhalten. Für den Ö1 Kunstsonntag und die Sendereihe 'Radiokunst - Kunstradio' schuf Lisl Ponger eine ca. 45min lange Radioversion, die - wie die gesamte Arbeit - westliche Blick- und Denkregime hinterfragt und somit begleitet, von den populärkulturellen Bildwelten der Ersttagsbriefe, kritische und überraschende Gedankenräume öffnet.
Parallel zu dieser Sendung kann die Zuhörerin und der Zuhörer, ähnlich wie in der Installation, über die Website von Ö1 eine Auswahl der Briefserien betrachten. Wer die tagesfüllende Version von 'The Master Narrative' im Weltmuseum erleben will, hat dazu noch bis zum Herbst 2019 Zeit.
Lisl Ponger arbeitet über Stereotype, Rassismen und Blickkonstruktionen an der Schnittstelle von Kunst, Kunstgeschichte und Ethnologie in den Medien Fotografie, Film Installation und Text.
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Idiotie & Widerstand

Sendetermine: DLR - Montag, 18. Feb 2019 00:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Macchina Allstars
Produktion: DLR 2018, 53 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Milena Kipfmüller
Klaus Janek
Jörg Matthaei
Ton: Thomas Monnerjahn
Ton: Alexander Brennecke
Ton: Sonja Riebel
Regieassistenz: Lena Demke
Regieassistenz: Judith Geffert
Inhaltsangabe: Die Idioten-Wissenschaft wertet ihre Feldforschungen aus.
Und wenn es doch die Idioten sind, die das glückliche Leben retten? Die Gütigen und Einfältigen. Die Eigensinnigen, die sich nicht hetzen lassen. Die fröhlichen Winkelbewohner und die sich hemmungslos Verschwendenden. Das Autorentrio hat jahrelang angewandte Idiotenforschung betrieben, Salons und Performances veranstaltet und manch grandioser Idiotie beigewohnt. "Macchina Som Allstars" öffnet das Archiv, vermisst die Anweisungen des Widersinns und lauscht den Botschaften jenseits der Optimierung.
Mitwirkende:
Milena Kipfmüller
Klaus Janek
Jörg Lukas Matthaei
Hauke Heumann
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