HörDat-Logo
 
 
Sortierung: 
Sendezeitraum:  
Sendung beim:
 
 
 

AKTUELLE INFORMATION

HörDat will besser werden
Es ist kein Geheimnis, dass es einen Reformstau bei HörDat gibt. In den kommenden Wochen und Monaten wird sich am Erscheinungsbild und an den Funktionen einiges ändern. In einem ersten Schritt wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • Die bislang getrennten Sammlungen 'Hörspiel' und 'Feature' sind in einer Datenbank zusammengefasst. Zur einfachen Unterscheidung sind die Feature-Titel mit grün hinterlegt.
  • Bei den Hörstücken werden die erhaltenen Auszeichnungen angegeben
  • Als 'Gute Geister' werden, soweit bekannt, Tontechniker und andere bei der Produktion beteiligte Personen genannt.
Weiter Verbesserungen werden folgen.

gestern | heute | morgen | 20. Feb | 21. Feb | 22. Feb | 23. Feb | 24. Feb | 25. Feb |

13 Hörspiele im Zeitraum Montag, 28. Januar 2019

Das Kräuseln der Luft auf dem Bahnsteig

Sendetermine: DLR - Montag, 28. Jan 2019 00:05
Autor(en): Hanna Bader
Wiebke Kistenbrügger
Produktion: EIG 2018, 20 Min. (Stereo) - Feature
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Die Vollkommenheit der Fugen

Sendetermine: DLR - Montag, 28. Jan 2019 00:05
Autor(en): Malte Abraham
Produktion: EIG 2018, 13 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Malte Abraham
Mitwirkende:
Nathalie Wendt
Lea Ostrovskiy
Preise / Auszeichnungen: Track 5 Kurzhörspiel-Wettbewerb (ORF) 2018
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Höricht - Silbengestöber

Sendetermine: DLR - Montag, 28. Jan 2019 00:05
Autor(en): Gabriele Hasler
Produktion: EIG 2018, 6 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Blitz, blank & tot

Sendetermine: SRF 1 - Montag, 28. Jan 2019 14:00 Teil 1/2, (angekündigte Länge: 45:00)
Autor(en): Jürg Brändli
Auch unter dem Titel: Franz Musils vierter Fall (Zusatz)
Produktion: DRS 2004, 90 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Krimi
Mundarthörspiel (schweizerdeutsch)
Regie: Fritz Zaugg
Bearbeitung: Fritz Zaugg
Komponist(en): Thomas Dobler
Technik: Roger Heiniger
Inhaltsangabe: Seit gut zehn Jahren taucht er wiederholt im DRS-Aether auf und ist zur Kultfigur geworden: Franz Musil alias Ueli Jäggi, Privatdetektiv, der sich mit grenzenlosem Draufgängertum immer wieder in dubiosen Kriminalfällen verheddert - und damit beim Hörpublikum Begeisterung auslöst.
Nun ist mit «Blitz, blank & tot» der vierte Fall sendebereit. Und wieder wird der ungestüme Zürcher Privatdetektiv in eine Geschichte verwickelt, die ihm keine ruhige Minute mehr lässt. Nicht nur eine Serie von rätselhaften Todesfällen in Altersheimen raubt ihm den Schlaf, auch privat ist es aus mit der Ruhe. Vor allem seit Flavia, die deutsche Schäferhündin, die Einzimmerbürowohnung an der Schipfe mit Musil teilt. Wie soll man sich als Privatdetektiv, gestresst von Freundin, Hündin und einer jungen Frau, die plötzlich auch noch in der Wohnung sitzt, auf einen brisanten Fall konzentrieren können? Den gilt es aber zu lösen, trotz Knatsch mit Frauen und Hunden. Ein Glück nur, dass Musil ein ausgekochter Profi ist, der das Wort «unlösbar» nicht kennt. Wenn da nur nicht Polizeileutnant Linder alias Mathias Gnädinger wäre, der dem Hobbyschnüffler Musil einmal mehr das Leben schwer macht.
Mitwirkende:
Franz Musil, Privatdetektiv Ueli Jäggi
Linder, Polizeileutnant Mathias Gnädinger
Francesca Rossi Barbara Sauser
Metzler Peter Brogle
Nadja Fabienne Hadorn
Landolt Albert Freuler
Polizist 1 (Hofmann) Reto Ott
Polizist 2 Geri Dillier
Fankhauser Hanspeter Müller-Drossaart
Sekretärin Karin Berri
Harry Peter Steiner
Kumpel 1 Reto Ott
Kumpel 2 Geri Dillier
Frau Uecker Doris Strütt
Frau Bezzola Ursina Hartmann
Schwester Adelheid Ruth Gundacker
Durisch Arthur Bowler
Frau Rapold Doris Raschle
Berufsberater/Beamter VBS Fritz Zaugg
Frau Gsponer Margret Nonhoff
Taxichauffeur Peter Steiner
Frau Althammer Margret Nonhoff
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Jenseits von Fukuyama

Sendetermine: WDR 3 - Montag, 28. Jan 2019 19:04 Teil 1/3 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Thomas Köck
Produktion: WDR 2019, 88 Min. (Stereo) - Bearbeitung Theater
Regie: Martin Heindel
Dramaturgie: Jan Buck
Technische Realisation: Dirk Hülsenbusch
Technische Realisation: Mechthild Austermann
Regieassistenz: Tim Müller
Inhaltsangabe: Der Kampf der Generationen um den Platz an der Sonne
Im Institut für Glücksforschung ist die Stimmung angespannt. Die Nachwuchskräfte beharken sich bis aufs Blut um die begehrte Assistenzstelle bei Frau Dr. Phekta. Ein Datenleak lässt die Situation eskalieren. „Das Ende der Geschichte“ verkündete 1992 der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama. Kapitalismus und Demokratie hätten gesiegt, hätten Wohlstand und Sicherheit für alle gebracht. Die gesellschaftliche Evolution sei an ihrem optimal austarierten Endpunkt zur Ruhe gekommen. Nach den Flugzeugeinschlägen des 11. September wusste die Welt es besser: Der Kapitalismus produziert munter gesellschaftliche Fliehkräfte und die Demokratie wackelt bedrohlicher als gedacht. Da sagen manche: Kein Wunder, wenn man gesellschaftlichen Fortschritt nur am Wirtschaftswachstum misst! Geld allein macht nicht glücklich. Glück macht glücklich. Also: Wir steigern das Bruttosozialglück! Aber haben alle etwas davon, wenn der Bevölkerungsdurchschnitt durchschnittlich glücklicher ist? In einem Institut für Glücksforschung herrscht darüber Uneinigkeit. Dort tragen Julia, Peer und Finn ihr falsches Lächeln nur aus Pflichtgefühl vor sich her. Denn hinter der Fassade tobt zwischen den drei Nachwuchswissenschaftlern ein unerbittlicher Kampf. Das Ziel: Die Assistenzstelle der Institutsleiterin Dr. Phekta. Natürlich kann es nur einen Sieger geben, die fetten Jahre sind vorbei, es ist nicht mehr für alle Platz. „Das Ende der Geschichte“ – wer es verpasst hat, muss schauen, wo er bleibt.
Mitwirkende:
Peer Hans Löw
Miriam Kathleen Morgeneyer
Finn Nico Holonics
Julia Michelle Barthel
Dr. Phekta Catrin Striebeck
Yogalehrer Carlos Lobo
Erzähler 1 Ralph Caspers
Erzähler 2 Clarissa da Silva
Chor 1 Torsten Peter Schnick
Chor 2 Thomas Anzenhofer
Chor 3 Ralf Drexler
Chor 4 Therese Hämer
Chor 5 Sigrid Burkholder
Chor 6 Nina Petri
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Vertell wat vun fröher

Sendetermine: NDR 1 Niedersachsen - Montag, 28. Jan 2019 19:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Konrad Hansen
Produktion: RB/NDR 1989, 45 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Mundarthörspiel (niederdeutsch)
Regie: Hans Helge Ott
Technische Realisation: Klaus Schumann
Technische Realisation: Tina Rockstroh
Regieassistenz: Werner Staats
Inhaltsangabe: In einer Mietwohnung leben seit vielen Jahren zwei ältere Schwestern zusammen. Eines Tages fliegt ihnen ein Papagei zu, der sie mit allerlei wüsten Redensarten schockiert. Um sein quasi mechanisches Gedächtnis mit Harmloserem zu beschäftigen, reden sie unablässig auf ihn und aufeinander ein. Was dabei gesagt, behauptet und enthüllt wird, erweist sich allmählich als so obszön, daß die Kraftausdrücke des Papageis dagegen verblassen. Als auch noch der Besitzer des Vogels auftaucht, sehen sich die beiden alten Damen gezwungen, etwas zu unternehmen. Käme diesem Mann zu Ohren, was sie dem Papagei anvertraut haben, dann wären sie auf schlimme Weise kompromittiert.
Mitwirkende:
Lisbeth Erika Rumsfeld
Olga Ruth Bunkenburg
Papagei Peter Kaempfe
Böhm Gert Haucke
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Auf der Suche nach Schorsch

Sendetermine: SWR 2 - Montag, 28. Jan 2019 19:30 Teil 4/5 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 29:00)
Autor(en): Charly Kowalczyk
Gebhard Stein
Auch unter dem Titel: Sex in der Anstalt (1. Teil)
Triebhemmer ohne Rezept (2. Teil)
Spielt Schorsch Fußball? (3. Teil)
Recherche nach Aktenlage (4. Teil)
Schorsch, der Mensch (5. Teil)
Produktion: SWR 2018, 137 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Iris Drögekamp
Ton und Technik: Johanna Fegert
Ton und Technik: Judith Rübenach
Inhaltsangabe: Schorsch lebt 1972 in einer Behinderteneinrichtung der Diakonie im badischen Kork, als ihn der Ersatzdienstleistende Gebhard Stein kennenlernt. Der 14-Jährige ist voller Lebensfreude, neugierig und aufgeschlossen. Sein wachsendes sexuelles Interesse wird allerdings in der evangelischen Einrichtung als Bedrohung empfunden. Gebhard Stein muss ihm deswegen ein Medikament mit der Bezeichnung SH 8.0714 geben. Er beobachtet, wie ihm Brüste wachsen, seine Haut weicher wird, der Bart nicht mehr wächst. Hängt das mit dem Medikament zusammen? 40 Jahre später will Gebhard Stein endlich wissen, was damals geschehen ist und was aus Schorsch wurde. Er nimmt Kontakt zu dem Journalisten Charly Kowalczyk auf. Gemeinsam gehen sie auf Suche nach Schorsch.
Folge 1: Sex in der Anstalt Gebhard Stein und Charly Kowalczyk fahren nach Kork, um erste Spuren von Schorsch zu suchen. Gebhard Stein erzählt, wie er seinen Zivildienst 1972 erlebt hat. Wusste Schorsch, was er da einnahm, und war sein Vormund damit einverstanden? Was war das überhaupt für ein Medikament?
Folge 2: Triebhemmer ohne Rezept Erste Recherchen ergeben, dass es sich bei SH 8.0714 um ein Hormonpräparat der Firma Schering handelt, das 1973 unter dem Namen Androcur auf den Markt kommt. Eine hohe Dosierung kann eine chemische Kastration bedeuten. Wie hoch war sie bei Schorsch? Der Vorstand der Diakonie Kork teilt mit, es gäbe keine Akten mehr aus dieser Zeit.
Folge 3: Spielt Schorsch Fußball? Der Autor erfährt den vollständigen Namen, doch weder das Amtsgericht in Kehl noch das Diakonische Werk Württemberg können weiterhelfen, selbst ein Genealoge ist ratlos. In Kork haben sich die Recherchen herumgesprochen, und so kommt ein weiterer anonymer Hinweis auf den Geburtsort von Schorsch. Der Autor macht sich auf den Weg.
Folge 4: Recherche nach Aktenlage SH 8.0714 wurde Anfang der 70er Jahre auch in anderen Einrichtungen an Jugendlichen mit geistiger Behinderung getestet. Später wurden sie häufig in eine Psychiatrie eingewiesen. Charly Kowalczyk erfährt, dass Schorsch 1976 ebenfalls von Kork in eine psychiatrische Anstalt kam. Warum?
Folge 5: Schorsch, der Mensch Gebhard Stein und Charly Kowalczyk treffen Schorschs Schwester, die über die Vormundschaftsakte ihres Bruders verfügt, und wir erfahren seine vollständige Geschichte.
Mitwirkende:
Tjadke Biallowons
Michael Wittenborn
Bert Linnemann
Martin Ruthenberg
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Befehlsempfänger Gottes - Über evangelikalen Einfluss in Kirche und Politik

Sendetermine: WDR 5 - Montag, 28. Jan 2019 20:04, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Michael Weisfeld
Produktion: SWR 2019, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Iris Drögekamp
Ton und Technik: Norbert Vossen
Ton und Technik: Bettina Krol
Inhaltsangabe: Evangelikale Christen nehmen die Bibel wörtlich und stehen für ein strenges, autoritäres Christentum. Sie versuchen ihre teilweise christlich fundamentalistischen Vorstellungen in Politik und Kirche durchzusetzen. Mit der Bibel kämpfen sie gegen die "Ehe für alle", verlangen Enthaltsamkeit vor der Ehe und Treue sowieso. Ihr Verhältnis zur Amtskirche ist ambivalent, sie kritisieren die "Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)", arbeiten aber auch mit ihr zusammen. Ihren Glauben leben sie teils innerhalb, teils außerhalb der EKD in Freikirchen. Politisch stehen viele Evangelikale den Rechtspopulisten nahe - etwa der Arbeitsgemeinschaft "Christen in der AfD". Die bemüht sich um Einfluss in Kirchen und Parlamenten, und einige AfD-Christen sitzen inzwischen im Deutschen Bundestag. Lautstark vertreten sie evangelikale Positionen, oft kombiniert mit antimuslimischer Rhetorik. Aber auch Bundestagsabgeordnete der CDU bekennen sich zur evangelikalen Bewegung. Wie mächtig ist diese heute?
Mitwirkende:
Mark Oliver Bögel
Holger Stolz
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Meister und Margarita

Sendetermine: BR 2 - Montag, 28. Jan 2019 20:05 Teil 3/12, (angekündigte Länge: 52:41)
Autor(en): Michail Bulgakow
Produktion: BR 2014, 620 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Komponist(en): Klaus Buhlert
Übersetzung: Alexander Nitzberg
Inhaltsangabe: Eine fantastische Abenteuergeschichte, eine Liebesgeschichte, eine philosophische Parabel über Gut und Böse sowie über die Macht und Ohnmacht der Kunst, eine Groteske über die russische Bürokratie - ein russischer Faust. "Meister und Margarita ist eines der rätselhaftesten Werke der Weltliteratur", schreibt der Übersetzer Alexander Nitzberg. Viele lasen den Roman nach seinem Erscheinen 1966/67 in der Sowjetunion und lernten ihn auswendig. Die verhexte Wohnung Nr. 50 in der Sadowaja 302b, in der Bulgakow selbst von 1921 bis 1924 lebte, wurde zur Pilgerstätte. Diese Wohnung ist auch ein zentraler Handlungsort des Romans, von dem aus der schwarze Magier Woland die Stadt Moskau auf den Kopf stellt. Er lässt Frauen plötzlich in Unterwäsche auf der Straße stehen oder nackt auf Besen herumfliegen, zaubert Geld herbei, das sich kurz darauf in Konfetti verwandelt und befördert lästige Personen binnen Sekunden in die Ferne - oder in die Psychiatrie. Auch seine Begleiter, allen voran ein großer, auf den Hinterbeinen gehender und sprechender Kater, stehen ihm, was ihre Scherze angeht, in nichts nach. In dieser phantastischen und grotesken Moskauer Teufelsgeschichte liegen Wahn und Wirklichkeit nah beieinander. Bulgakow zeichnet eine Gesellschaft, die haltlos und ohne Orientierung ist: Die Menschen stehen stundenlang in allgegenwärtigen Warteschlangen, leben in verdreckten Gemeinschaftswohnungen und sprechen eine Sprache des Misstrauens. Sie verlieren Körperteile, lösen sich auf, verschwinden, fallen ins Bodenlose. Tote werden zum Leben erweckt. Der Moskauer Handlungsstrang wird durch einen zweiten Strang unterbrochen, in dem es um die Verurteilung des Jeschua Ha-Nozri durch den römischen Prokurator Pontius Pilatus geht. Pilatus leidet an Migräne, misstraut den Menschen, liebt nur seinen Hund, hasst das schwül-heiße Jerschalajim und denkt daran, sich das Leben zu nehmen. Dass er diesen gutmütigen, aber auch unterhaltsamen jungen Mann zum Tod am Kreuz verurteilen soll, missfällt ihm.
Er ist jedoch dazu verpflichtet - und so wird Jeschua auf den "Kahlen Berg" gebracht - in der russischen Literatur der Ort für Hexensabbat und Teufelstanz. Zu diesem antiken Handlungsstrang zählen noch Judas aus Kirjath, den der römische Geheimdienst wegen seiner fragwürdigen Rolle beim Justizmord an Jeschua später umbringt, und Jeschuas Schüler Levi Matthäus, der die Worte seines Herrn aufschreibt - jedoch oft falsch. Diese Erzählstränge unterscheiden sich sprachlich sehr deutlich. Nach etwa zweihundert Seiten tritt ein Ende dreißigjähriger, ehemaliger Schriftsteller auf: der Meister. Einst hatte er als hochgebildeter Historiker in einem Moskauer Museum gearbeitet, jetzt aber sitzt er in der Irrenanstalt. Sein Auftreten verknüpft die beiden Erzählstränge. Denn er gibt sich als Autor eines großen Romans über die Leiden des Pontius Pilatus zu erkennen. Die Veröffentlichung einiger Kapitel seines Meisterwerks erregte jedoch so viel öffentliches Ärgernis, dass er in Wahnsinn verfiel. Dieser Roman im Roman ist kein in sich geschlossener Komplex, sondern verteilt sich auf vier eigenständige Kapitel. Seine Geliebte, die verheiratete wohlhabende Margarita, hat er seitdem nicht wiedergesehen. Sie vermissen einander - und so lässt sich die an Abenteuern interessierte Margarita auf einen faustischen Vertrag mit einem Assistenten Wolands ein. Der Teufel will in der Sadojawa 302b, Wohnung 50, einen Ball geben und lässt dafür Margarita als Ballkönigin anwerben. Verjüngungscremes und eine Flugsalbe verwandeln Margarita in eine fliegende Hexe, die ihre heikle Aufgabe beim Ball so souverän meistert, dass ihr Woland das Wiedersehen mit ihrem geliebten Meister ermöglicht. Auf Anweisung Jeschuas lassen er und seine Assistenten Meister und Margarita dann sterben - sie hätten "Ruhe verdient". Auf ihrem postmortalen Weg führen Woland und die Assistenten die nun im Tode Vereinten durch die Wüste und an Jerusalem vorbei, wo sie dem depressiven Pilatus begegnen. Der Meister schickt Pilatus mit der ihm von Woland übermittelten Frohbotschaft, dass Jeschua auf ihn warte, nun ebenfalls in den Himmel. Meister und Margarita zeigt das Diabolische im Alltag der Diktatur, wobei sich Bulgakows Kritik weniger gegen den Diktator Stalin richtete als gegen das bürokratische System der Sowjetunion, in dem er als Schriftsteller durch die Zensur erniedrigt wurde. Bulgakow beschreibt diesen Kampf des Individuums als einen Hexentanz, der sich ausdrückt durch verfemte Literatur und menschliche Liebe, die den Tod zu überwinden vermag.
"Bulgakows Roman Meister und Margarita kam 1968 in deutscher Übersetzung heraus. Was für ein Roman! Eine poetische Flaschenpost direkt aus der Moskauer Vorhölle. I'll send you S.O.S... I'll send you S.O.S... message in a bottle 1967 hatten wir gerade unsere erste Beatband in Halle (an der Saale) gegründet: Team 67. Und auch wir wollten abrechnen mit den 'Gottlosen' um uns herum - wenn's sein musste, auch mit Hilfe des Teufels. Margaritas Flug über Moskau hatte für uns nichts Exotisches. Das zu lesen war wunderbar tröstlich, stand für Ausbruch, Freiheit und Grenzenlosigkeit. Was will man mehr von einem Buch, als mit ihm fliegen zu lernen ... Der 'neue Mensch' war irgendwie und irgendwo zum Teufel. Da schien es logisch, dass Bulgakow den Magier Woland in die Moskauer Gartenstraße - Wohnung Nr. 50 - zitiert, um dort Hausrecht auszuüben. Außerdem war Woland gar kein richtiger Teufel. Er war Bulgakows Erfindung eines Teufels - weit davon entfernt böse zu sein: 'Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft...' (Goethe, Faust). Freuen wir uns also auf Wolands neue Show. Wo man auch uns irgendwo hinbefördert. Es muss ja nicht gleich die Hölle sein... I'll send you S.O.S... I'll send you S.O.S... message in a bottle." (Klaus Buhlert) "Meister und Margarita - dieses Hörspiel wollte ich nicht aufnehmen - ich wollte es hören! Unbedingt! Am besten auf Russisch... Aber Russisch ist mir irgendwie abhanden gekommen - in meinem zweiten Leben in Westberlin. Ich hatte es vierzig Jahre nicht mehr sprechen wollen... Nix sprechen russisch... behauptet Woland im Roman - nachdem er am Patriarchenteich akzentfrei über Pilatus, Gott und die Welt geplaudert hat. Was also ist der Unterschied zwischen einer Fremdsprache und einer fremden Sprache?
Sprache schafft Hindernisse. Worte werden mißverstanden. Wenn aber Worte nichts mehr sagen, dann sollte man etwas mit ihnen tun - ich zum Beispiel muss sie immer wieder hören (am besten geht's mit dem inneren Ohr!). Einen Ton für sie finden; einen akustischen Ort. Das belebt kalte Wortleichen manchmal. Bulgakow hat sich mit Meister und Margarita durch einen Riss in der Moskauer Alltagssprache gezwängt, zwischen einerseits Anbrüllen und andererseits Beten. Und er liebt alle seine Figuren, obwohl es - objektiv betrachtet - im Roman wenig Grund dafür gibt. Kann man das hörbar machen im Radio? Kann Bulgakows Roman (weit weg von russischer Alltags- und Kremlsprache) zur akustischen Arche 'Poesija Russland' zusammen geschraubt werden? Nix sprechen russisch... Das Boot besteigen. Sich selbst retten. Und alle mitnehmen, die es möchten. Auch den Hörer." (Klaus Buhlert)
Mitwirkende:
Michael Rotschopf
Manfred Zapatka
Karl Markovics
Valery Tscheplanowa
Wolfram Berger
Felix von Manteuffel
Milan Peschel
Dietmar Bär
Werner Wölbern
Jeanette Spassova
Samuel Finzi
Stefan Wilkening
Thomas Thieme
Wolfram Koch
Jens Harzer
Gottfried Breitfuß
Margit Bendokat
Caroline Ebner
Steffen Scheumann
Stephan Bissmeier
Götz Schulte
Johannes Silberschneider
Hans Kremer
Hendrik Arnst
Christiane Roßbach
Natali Seelig
Lars Rudolph
Jaqueline Macauly
Stephan Zinner
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Geronimo

Sendetermine: DLR - Montag, 28. Jan 2019 21:30 Teil 4/4, (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Leon de Winter
Produktion: NDR 2018, 216 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Christiane Ohaus
Bearbeitung: Christiane Ohaus
Komponist(en): Andreas Bick
Dramaturgie: Susanne Hoffmann
Technische Realisation: Gerd-Ulrich Poggensee
Technische Realisation: Sabine Kaufmann
Technische Realisation: Sebastian Ohm
Regieassistenz: Lisa Krumme
Übersetzung: Hanni Ehlers
Inhaltsangabe: Osama bin Laden: Seit den Anschlägen vom 11. September die meistgesuchte Zielperson des FBI. Fieberhaft wurde nach ihm gefahndet, jahrelang erfolglos. Dann endlich, in der Nacht zum 2. Mai 2011 der Durchbruch: US-Soldaten eines Kommandos erschossen den Al-Kaida-Führer bei der Erstürmung seines Anwesens in Pakistan. So zumindest die offizielle Verlautbarung. Aber ist es so auch gewesen? Leon de Winter erzählt eine atemberaubend andere Version der Geschichte.
Mitwirkende:
Sylvester Groth
Barbara Nüsse
Matthias Bundschuh
Stephanie Eidt
Birte Schnöink
Peter Kurth
Michael Rotschopf
Martin Engler
Konstantin Graudus
Julian Greis
Paul Herwig
Mirco Kreibich
Kai Maertens
Anne Moll
Alexander Radszun
Ibrahima Sanogo
Stephan Schad
Wolf-Dietrich Sprenger
Gala Winter
Links: Externer Link Homepage Andreas Bick
Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Der Zahnarzt und der Fußballspieler

Sendetermine: MDR Kultur - Montag, 28. Jan 2019 22:00 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Karl-Heinz Bölling
Produktion: MDR 2019, 48 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Gottfried von Einem
Komponist(en): Ulrich Beckerhoff
Dramaturgie: Steffen Moratz
Ton: Holger Kliemchen
Schnitt: Christian Grund
Regieassistenz: Mathias Seimer
Inhaltsangabe: „Ich hätte nie gedacht, dass eine Entführung so einen Stress verursacht. Ich meine, wenn man einen Maurer entführt oder einen Kanalreiniger vielleicht weniger...oder ein Huhn. Ein berühmter Fußballspieler, das ist eine große Sache.“ Ein Zahnarzt braucht Geld. Viel Geld. Am besten eine Million oder zehn. Deshalb entführt er einen Fußballspieler, einen aus der Bundesliga, der hat genug davon oder zumindest sein Verein. Aber ob das gut gehen kann? Ist der Plan wirklich durchdacht oder spukt er bislang nur im Kopf des Arztes herum, der dem Spieler auf den Zahn fühlt? Oder durchkreuzt am Ende die Frau das Vorhaben, die dem Verlauf der Geschichte „naturgemäß“ eine neue Wendung gibt? Der variantenreiche Kosmos des Autors Karl-Heinz Bölling kreist in seinem neuen Hörspiel um existentielle Nöte und nähert sich mit liebenswürdigverschrobenem Humor der Dialektik von arm und reich.
Mitwirkende:
Zahnarzt Josef Ostendorf
Frua Ramona Kunze-Libnow
Spieler Sebastian Urzendowsky
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Das Mädchen von Bukarest - Eine Michael-Jackson-Recherche

Sendetermine: WDR Eins Live - Montag, 28. Jan 2019 23:03
Autor(en): Chistoph Spittler
Produktion: DLF 2018, 54 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Philippe Bruehl
Ton und Technik: Alexander Brennecke
Inhaltsangabe: Während des Michael-Jackson-Konzerts 1992 in Bukarest stürmt eine junge Frau die Bühne. Jackson umarmt sie, tanzt sanft mit ihr, küsst sie sogar - bis die Security-Leute das Mädchen von der Bühne zerren. Und dann geschieht etwas Seltsames. Jackson unterbricht den Song und sinkt minutenlang in sich zusammen. Hat die Szene ihn so erschüttert? Was ist 1992 in Bukarest geschehen? Wurde Jackson, diese Ikone der Künstlichkeit, für einen Moment von echten Emotionen überwältigt? Gerät die bis ins kleinste Detail durchkalkulierte Showmaschinerie hier wirklich für ein paar Minuten aus dem Takt? Oder handelt es sich um ein fest eingeplantes Element der ,Dangerous World Tour’? Die Suche nach dem Mädchen von Bukarest führt in ein Labyrinth von Emotion und simulierter Authentizität, in ein postsozialistisches Rumänien voller Sehnsüchte und Fan-Enthusiasmus. Michael Jackson würde am 29. August 2018 60 Jahre alt.
Mitwirkende:
Maja Bote
Nadja Schulz-Berlinghoff
Viktor Neumann
Jeff Burrell
Chistoph Spittler
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

Schreckmümpfeli 0:

Bauer, ledig

Sendetermine: SRF 1 - Montag, 28. Jan 2019 23:04
Autor(en): Stef Stauffer
Produktion: SRF 2019, 9 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Noëmi Gradwohl
Tontechnik: Basil Kneubühler
Inhaltsangabe: Diese Nuss ist hart zu knacken.
Mitwirkende:
Frau Bauer Katharina von Bock
Vivienne Julie Bräuning
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

13 Datensätze gefunden in 0.0047609806060791 Sekunden



gestern | heute | morgen | 20. Feb | 21. Feb | 22. Feb | 23. Feb | 24. Feb | 25. Feb |