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Veränderungen beim WDR 3 Hörspieltermin 2018

Mit einer Pressmitteilung hat der WDR über Veränderungen beim 19-Uhr-Termin informiert.

Im neuen Jahr wird es auch am Samstag und am Sonntag um 19,04 Uhr Platz für ein bis zu 56 Minuten langes Hörspiel geben. Der gleichlange Termin am Freitag bleibt erhalten.

Da der WDR keinen Sendeplatz für lange Hörspiele hat werden diese nun zerstückelt von Montag bis Donnerstag auf dem 19-Uhr-Termin untergebracht. Beginnend um 19,04 Uhr wird dann dafür etwa 30 Minuten Zeit sein. Hier zeigt sich der WDR generös und schreibt die 30 Minuten nicht fest. Geschnitten wird, wenn es dramaturgisch halbwegs passt. So kann ein Schnipsel auch länger oder kürzer als 30 Minuten sein.

Gleich in der ersten Woche trifft das Los die eigentlich rund 102 Minuten lange Neuproduktion ‚Eingeschlossene Gesellschaft’. Sie wird gedreiteilt.

Die Restzeit bis zu den 20-Uhr-Nachrichten füllt dann ‚WDR Foyer’, ein Appetizer für die um 20,04 Uhr beginnende Konzert-Sendung.





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18 Hörspiele im Zeitraum Samstag, 12. Januar 2019

Ein scharfer Wind bläst durch die Lande - Eine Lange Nacht über Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Sendetermine: DLR - Samstag, 12. Jan 2019 00:05, (angekündigte Länge: 170:00)
DLF - Samstag, 12. Jan 2019 23:05, (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Tobias Barth
Lorenz Hoffmann
Hartmut Schade
Produktion: DLF/DLR 2019, 165 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Tobias Barth
Ton und Technik: Holger Kliemchen
Ton und Technik: Hans-Peter Ruhnert
Ton und Technik: Christian Grund
Inhaltsangabe: Im Januar 1919 verhört ein Freikorpsoffizier in Berlin zwei Gefangene, die von der Bürgerwehr Wilmersdorf eingeliefert wurden: Es sind die prominenten Führer des Spartakus-Aufstandes. Generalstabsoffizier Pabst weist seine Begleitoffiziere an, die beiden zu töten – dieser Doppelmord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht beendet die Revolte. Doch bis heute kommen Mitte Januar Zehntausende zusammen, der linken Märtyrer zu gedenken. Liebknechts entschlossenes „Nein!“ zu den Kriegskrediten, sein Internationalismus und Antimilitarismus, den Luxemburg entschieden unterstützt, hatte die beiden Sozialdemokraten zu Verbündeten gemacht – gegen die große Mehrheit ihrer Partei. Aus dem Gefängnis heraus (Luxemburg) bzw. von der Front her (Liebknecht) gründeten sie 1916 die Spartakusgruppe. „Ein scharfer Wind bläst durch die Lande“ ist im Spartacus Nummer 1 zu lesen, der von gezielten Verhaftungen und Einberufungen schreibt, immer träfe es die linke Opposition: „So verröchelt der famose ‚Burgfrieden‘. Die Komödie ist ausgespielt, die Masken sind gefallen.“ Zwei opferreiche Kriegsjahre später hängen Plakate in Berlin mit den Konterfeis und dem Aufruf: „Schlagt Liebknecht und Luxemburg tot!“ Der Befehlsgeber der Mörder, Waldemar Pabst, ist Strippenzieher der Faschisierung und macht Karriere im Dritten Reich, später als Waffenhändler in der Bundesrepublik. Leute wie er sind es, gegen die die 68er-Studenten auf die Straße gehen und wieder Plakate mit Luxemburgs Konterfei tragen. Rosa wird zur Ikone eines menschlichen Sozialismus gemacht, wird als poetische Briefeschreiberin, Feministin, Blumen- und Katzenfreundin entdeckt. Im Osten unseres Landes sind Karl und Rosa ein fest gefügtes Begriffspaar. Versehen mit dem Heiligenschein kommunistischer Märtyrer, dienen sie der Selbstlegitimierung der SED. Bis 70 Jahre nach dem Mord Dissidenten in der DDR Luxemburg beim Wort nehmen und die Freiheit der Andersdenkenden einfordern. Bis heute gehen in den Köpfen der Linken die beiden Revolutionäre als Gespenster in einem Europa der sozialen Widersprüche um. Als Untote – und weitgehend Unbekannte.
Mitwirkende:
Petra Hartung
Corinna Waldbauer
Konstanze Kittel
Matthias Reichwald
Hans Hendrik Wöhler
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Der Fall Tina Bergemann

Sendetermine: DLF - Samstag, 12. Jan 2019 00:05, (angekündigte Länge: 54:00)
Autor(en): Linda Teßmer
Produktion: DDR 1975, 55 Min. (Mono) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Hannelore Solter
Komponist(en): Wolfgang Schoor
Dramaturgie: Hans Bräunlich
Schnitt: Monika Buley
Ton: Eva Lau
Regieassistenz: Ingeborg Koch
Inhaltsangabe: Eine junge Lehrerin wird tot aufgefunden, aber ein Verbrechen kann mit fast absoluter Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Und doch bleibt eine Frage ungelöst: was hatte Tina Bergemann nachts auf einer Baustelle zu suchen? Ihr Verlobter, der auf eine Beziehung Tina Bergemanns zu einem anderen Mann stößt, will nicht nur deshalb diese Frage beantwortet haben, sondern darüber hinaus auch wissen, inwieweit er selbst möglicherweise ebenfalls Schuld an den Ereignissen trägt.
Mitwirkende:
Dieter Kleine Dieter Mann
Frau Bergmann Lissy Tempelhof
Sieglinde Walfriede Schmitt
Horst Ulrich Jochen Thomas
Frau Ulrich Evamaria Bath
Helmut Ulrich Bernd Storch
Schöne Horst Hiemer
Eva Schöne Gudrun Ritter
Leutnant Schäfer Ernst Kahler
Frau Koche Ursula Braun
Elvira Swetlana Schönfeld
Direktor Christoph Engel
Sauter Helmut Straßburger
Schmock Rudolf Christoph
Dr. Feldmann Eugen Schaub
Melzer Werner Kamenik
Rüdiger Götze
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Keep it real

Sendetermine: MDR Kultur - Samstag, 12. Jan 2019 09:05, (angekündigte Länge: 30:00)
RBB Kultur - Samstag, 12. Jan 2019 09:05, (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Henrik von Holtum
Produktion: RBB 2019, 30 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Henrik von Holtum
Ton: Peter Avar
Ton: Benjamin Ihnow
Inhaltsangabe: Im Hiphop ist die Anweisung „Keep it real“ eine der wenigen Regeln dieser auf Freiheit bedachten Bewegung. Dabei wird in den Texten der Musikrichtung eigentlich nie die Realität abgebildet. Der Autor - selbst Hiphop-Protagonist - hat erlebt was passiert, wenn real plötzlich echt wird: Ein Pressetext seiner Band Kinderzimmer Productions, der über Wikipedia Verbreitung fand, verpasste seiner Familiengeschichte ein paar unwahre Wendungen. Diese falschen Informationen lassen sich in der echten Welt nur schwer wieder richtig stellen. Er hat also Grund genug sich zu fragen: Was hat es mit dieser Realness auf sich? Wie bewahrt man sie und muss man das überhaupt? Ein gesampeltes Feature, ein Flow aus O-Tönen, Zitaten, Interviews, Filmen, Fernsehbeiträgen, Platten, Tapes, He-Say-She-Say, von Experten, Kollegen, Opfern, Tätern, Beobachtern und Vertretern des Authentischen.
Mitwirkende:
Leonie Brandis
Henrik von Holtum
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Täter in Uniform - Polizeigewalt in Deutschland

Sendetermine: ORF Ö1 - Samstag, 12. Jan 2019 09:05
Autor(en): Marie von Kuck
Produktion: SWR/WDR/DLF 2018, 56 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Tobias Krebs
Technik: Daniel Senger
Technik: Angela Raymond
Inhaltsangabe: Je unsicherer die Lage, desto lauter der Ruf nach starken Sicherheitsorganen. Doch was, wenn Polizisten selbst zur Gefahr werden? Die Polizeigewerkschaft spricht von bedauerlichen Ausnahmen, Amnesty International kritisiert strukturelle Polizeigewalt. Die Liste der Vorwürfe ist lang: Übergriffe auf friedliche Bürger, Misshandlungen in Gewahrsamszellen, sogar Todschlag und Mord. Die Deutsche Polizeigewerkschaft bedauert das und spricht von Ausnahmen und schwarzen Schafen. Schon seit Jahren kritisiert Amnesty International strukturelle Polizeigewalt in Deutschland. Tatsächlich führen Strafanzeigen gegen Polizisten auffällig selten zu einem Gerichtsverfahren und fast nie zur Verurteilung des Beschuldigten. Geschädigte, die sich wehren, bekommen dagegen die ganze Härte des Gesetzes zu spüren. Ist die Sorge vor einem Imageschaden der Polizei so groß, dass rechtsstaatliche Standards geopfert werden? Die Autorin blickt hinter die Kulissen, trifft Polizisten und Polizeiopfer und begegnet viel Angst - auf beiden Seiten. Sie trifft auf ein annähernd geschlossenes System und auf Strukturen, die nicht zu ihrem Bild von einer rechtsstaatlichen Bundesrepublik passen wollen.
Mitwirkende:
Antonia Mohr
Berth Wesselmann
Jannek Petri
Meik van Severen
Robert Besta
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Echt oder Fake? - Der Kampf um die Wirklichkeit

Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 12. Jan 2019 12:04 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Markus Metz
Georg Seeßlen
Produktion: WDR 2019, 54 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Matthias Kapohl
Technische Realisation: Günther Kaspar
Technische Realisation: Benedikt Bitzenhofer
Technische Realisation: Mechthild Austermann
Regieassistenz: Katarina Schnell
Inhaltsangabe: Mit Fake News und „alternativen Fakten“ wird Politik gemacht. Das war schon immer so. Aber noch nie waren die technischen Möglichkeiten zur Manipulation so groß. Was heißt das für eine Informationsgesellschaft, wenn das Vertrauen in die Quellen erschüttert ist? Visual Effects-Spezialisten lassen tote Schauspieler in aktuellen Blockbusterfilmen auftreten, mit Hilfe von spezieller Audiobearbeitungs-Software werden ihnen Worte in den Mund gelegt, die sie so nie gesagt haben. Digitalisierung und Neue Medien haben ungeahnte Möglichkeiten für Manipulationen und Fälschungen eröffnet. Auf der anderen Seite versuchen Bildforensiker, die Informationsflut in echt oder falsch zu unterscheiden. Wer gewinnt den Kampf um die Wirklichkeit? Ist das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit von Bildern, Nachrichten und Informationen ebenso obsolet wie die Vorstellung von einer äußeren Wirklichkeit, auf die wir uns alle beziehen können?
Mitwirkende:
Nikolaus Benda
Sigrid Burkholder
Bernt Hahn
Nina Lentföhr
Matthias Bundschuh
Links: Externer Link Das Georg-Seeßlen-Blog
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Der starke Mann der Saudis - Was will Kronprinz Mohammed bin Salman?

Sendetermine: BR 2 - Samstag, 12. Jan 2019 13:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Marc Thörner
Produktion: WDR/BR/DLF 2018, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Phillipp Rühl
Technische Realisation: Jonas Bergler
Regieassistenz: Dirk Leyers
Inhaltsangabe: In Rekordzeit hat Saudi Arabiens einflussreicher Königssohn das Land liberalisiert. Gleichzeitig werden Regimegegner so hart verfolgt wie nie zuvor und dschihadistische Gruppen weiterhin im Nahen Osten unterstützt. Was will der Kronprinz wirklich? Saudi Arabiens neuer starker Mann, Kronprinz Mohammed Bin Salman, fördert Frauenrechte, liberalisiert das Land. Andererseits gebärdet er sich so aggressiv wie vorher kein anderer in Riad. Ruft zur Isolation des Erzrivalen Iran auf und lässt im Jemen Bomben fallen. In Syrien bewaffnet er extremistische religiöse Gruppen, die für das Gegenteil all dessen eintreten, was er dem eigenen Land verordnet. Wozu? Als Zugeständnis an die radikalen Kräfte im eigenen Land, um besser reformieren zu können? Oder sind die Neuerungen nur Fassade, um Saudi Arabiens Anspruch zu verschleiern, seine religiösen Vorstellungen weltweit noch effizienter durchzusetzen? Die USA jedenfalls fördern Saudi Arabien wie nie zuvor. Und auch in Deutschland scheint die Devise zu gelten: Wer auf Saudi Arabien setzt, setzt auf Stabilität.
Mitwirkende:
Tom Vogt
Frank Arnold
Bettina Kurth
Wolfgang Michael
Viktor Neumann
Ingo Hülsmann
Meriam Abbas
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Die größere Hoffnung

Sendetermine: ORF Ö1 - Samstag, 12. Jan 2019 14:00
Autor(en): Ilse Aichinger
Produktion: EIG/ORF 2016, 55 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Anne Bennent
Bearbeitung: Anne Bennent
Komponist(en): Otto Lechner
Peter Rosmanith
Ton: Jupp Prenn
Inhaltsangabe: Ilse Aichingers autobiografisch geprägter Roman zählt zu den wichtigsten Werken der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Die Schauspielerin Anne Bennent hat für Ö1 eine Hörspielfassung erarbeitet, die eine sehr persönliche Sichtweise des Romans vermittelt.
''Mama, ich habe keine Angst mehr vor der Angst'. Diese Aussage unseres vier Jahre alten Sohns Felix, der sich damals fürchtete, alleine in seinem Zimmer im Erdgeschoß zu schlafen, hat sich mir ins Herz geprägt. Erinnert werden an etwas, das man weiß. Vielleicht ist das der Grund, weshalb mich Ilse Aichingers Roman ?Die grössere Hoffnung' so anspricht und der Wunsch entstand, ihn lautbar werden zu lassen. Aichingers Sprachrohr sind Kinder und Dunkelheit. In den Kindern und in der Dunkelheit haben sich Bilder, Geschichte, Urteile und Träume noch nicht verfestigen lassen. Aichingers Sprache sucht das Abenteuer, und fordert dazu auf. Das nehme ich liebend an. Keine Angst vor der Angst ...'.
Autorenproduktion zum 95. Geburtstag von Ilse Aichinger.
Mitwirkende:
Anne Bennent
Felix Bennent
Thea und Christo Gulua
Dilara und Berdan Tokat
Jadurani
Yogesvara Rozanski
Alvin Sumyc
Jele Toé
Musiker .
Akkordeon Otto Lechner
Perkussion Peter Rosmanith
Gitarre Karl Ritter
Links: Externer Link Homepage Otto Lechner
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Ein Hochfürstliches Opern- und Comödienhaus - 300 Jahre Markgrafentheater Erlangen

Sendetermine: BR-Klassik - Samstag, 12. Jan 2019 14:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Wolfgang Schicker
Produktion: BR 2019, 54 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Während Denkmäler und Kulturerbestätten landauf, landab an die kulturelle Blüte der Vergangenheit erinnern, lebt sie hier seit 300 Jahren bei jeder Vorstellung von Neuem auf: im Markgrafentheater Erlangen, dem ältesten Barocktheater Süddeutschlands, das bis heute bespielt wird. Zwischen 1715 und 1719 ließ Markgraf Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth es errichten als „Hochfürstliches Opern- und Comödienhaus“ seiner Nebenresidenz Erlangen. Zwei Generationen später wurde das Theater auf Veranlassung der berühmten Markgräfin Wilhelmine - selbst leidenschaftliche Musikerin und Komponistin - im Rokokostil umgestaltet. Obwohl sie bald darauf in der Residenzstadt Bayreuth ein „eigenes“ Opernhaus nach ihren Wünschen und Plänen eröffnete, war sie weiterhin gerne in Erlangen, wo sie sogar eine ihrer Opern uraufführte. Wolfgang Schicker besuchte das prunkvolle Barockjuwel, das sich heute hinter einer Betonfassade aus den 1950er Jahren versteckt, und sprach mit Ensemblemitgliedern, Theatermachern und Besuchern.
Mitwirkende:
Tobias Föhrenbach
Sven Knappe
Wolfgang Feldkamp
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Der Absprung

Sendetermine: BR 2 - Samstag, 12. Jan 2019 15:05 (Erstsendung) , (angekündigte Länge: 80:00)
Autor(en): Paul Plamper
Produktion: WDR/Schloss- und Kulturbetrieb Altenburg/BR/DLR 2018, 53 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Paul Plamper
Dramaturgie: Martina Müller-Wallraf
Schnitt: Tilman Meckel
Regieassistenz: Tilman Meckel
Mischung: Titus Maderlechner
Inhaltsangabe: Eine ostdeutsche Kleinstadt namens 'Leerstadt'. 2015 sind Geflüchtete in die schrumpfende Stadt gekommen. Die Konflikte um die Zuwanderung eskalieren, als ein neu-rechter Demagoge die Wut und Ängste der Bürger*innen nutzt und zu einem Boykott gegen das städtische Theater aufruft. Dort probt das multinationale Theaterensemble gerade eine umstrittene Aufführung mit einem Hauptdarsteller aus Kamerun. Die Stadt gerät in einen medialen Wirbel um Rassismusvorwürfe und Ost-Vorurteile, als Mitglieder des Theaters ankündigen, Leerstadt zu verlassen.
Das Hörspiel erzählt von Zerrissenheit, Lagerbildung und zielt auf eine vielschichtige Darstellung der aktuellen gesellschaftlichen Fliehkräfte.
Mitwirkende:
Landrätin Dana Weber
Sprecher des Bürgerbunds Fabian Hinrichs
Oberbürgermeister Peter Kurth
Schauspieldirektor Carl Georg Hegemann
Schauspieler / Hauptmann von Köpenick Richard Djif
Schauspielerin Fernanda Farah
Wütender Mann Michael Kinkel
Leerstädterin Petra Sparbrod
Leerstädter Andy Drabek
Leerstädterin Margit Hahn
Leerstädter Christian Weber
Leerstädterin Felicia Descher
Leerstädter Peter Schellenberg
Journalist Artur Albrecht
Journalist Stefan Cordes
Journalistin Cristin König
Empörte Frau Tina Pfurr
Empörter Mann Ulrich Gerhardt
Publikum Bürgerbund Bärbel Burigk
Publikum Bürgerbund Carsten Heyn
Publikum Bürgerbund Silvia Höselbarth
Publikum Bürgerbund Gabi Kerrat
Publikum Bürgerbund Wolf-Dieter Kullrich
Publikum Bürgerbund Anja Losse
Publikum Bürgerbund Fritz Mähler
Publikum Bürgerbund Frank Müller
Publikum Bürgerbund Eva-Maria Scharf
Publikum Bürgerbund Thomas Tischbierk
Schwimmlehrer*innen Casey
Schwimmlehrer*innen Elina
Schwimmlehrer*innen Angelie
Schwimmlehrer*innen Jannes
Schwimmlehrer*innen Robin
Schwimmlehrer*innen Danny
Schwimmlehrer*innen Leonie
Schwimmlehrer*innen Franziska Niermann
Schwimmlehrer*innen Sophia König
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Auf freien Füßen

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 12. Jan 2019 17:05
Autor(en): Ulrich Land
Produktion: WDR 2004, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Thomas Leutzbach
Komponist(en): Florian Stadler
Ton und Technik: Mechthild Austermann
Ton und Technik: Markus Haßler
Inhaltsangabe: Charly steht auf Füße. Auf Frauenfüße. Schöne, schlanke, elegante; am besten aber gefallen ihm immer noch die seiner Ex-Frau Ella. Und ausgerechnet bei ihr auf dem kleinen, abgelegenen Anwesen im Niederbergischen wird bei einer Routinewartung der Sickergrube eine Frauenleiche entdeckt, die in der Quappe dümpelt. Kein schöner Anblick. Vom Mörder fehlt jede Spur - ebenso von den Füßen der Toten, die offensichtlich vor der Ermordung abgetrennt wurden. Der Weg des Kommissars zu Charly ist nicht weit. Und als der hinter schwedischen Gardinen sitzt, scheint alles klar. Nur die Füße bleiben verschwunden ...
Die so ratlosen wie rastlosen Ermittlungen und Verwicklungen wurden direkt am Tatort per Handmikrofon aufgenommen, die zerfahrenen Gespräche kommen ebenso improvisiert daher wie die Akkordeonmusik in Ellas guter Stube.
Mitwirkende:
Ella Anna Magdalena Fitzi
Charly Ulrich Land
Kollege Dieter Thomas Leutzbach
Einflüster Insa Backe
Kommisar Schmelzer Michael Heinrich
O-Ton Schuhmacherin Jessika Seils
O-Ton Kriminalkommisar Walter Pinto
Links: Externer Link Homepage Ulrich Land
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Sonne, Mond und Sterne oder Auch Laternen können mehr als Licht

Sendetermine: DLR - Samstag, 12. Jan 2019 18:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Nora Bauer
Produktion: DLR 2017, 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Nora Bauer
Technische Realisation: Wolfgang Mertens
Inhaltsangabe: LED-Straßenlaternen haben internetfähige Sensoren. Eine neue Qualität der Überwachung? LED-Beleuchtungskörper sind extrem langlebig, wartungsarm und reduzieren den CO²-Ausstoß. Weltweit haben Städte und Kommunen begonnen, die Straßen damit zu beleuchten. Aber die neuen Laternen können noch viel mehr: über Sensoren sammeln sie Wetter- und Verkehrsdaten, Video- und Audiosignale. Per WLan sind die Lampen untereinander und mit einem Rechner verbunden. Ein globales Datennetzwerk entsteht mit Möglichkeiten, die Systeme wie Prism oder XKeyScore bei weitem übersteigen. Wem gehören die gewonnenen Daten? Wer handelt mit ihnen? Wer hat ein Interesse daran, sie zu lesen?
Mitwirkende:
Ulrike Schwab
Tim Korge
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Untergrundkrieg - Der Anschlag von Tokyo

Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 12. Jan 2019 19:04 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Haruki Murakami
Auch unter dem Titel: Der Anschlag von Tokyo (Untertitel)
Produktion: WDR 2003, 59 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Matthias Lempert
Bearbeitung: Matthias Lempert
Ton: Matthias Lempert
Dramaturgie: Martina Müller-Wallraf
Übersetzung: Ursula Gräfe
Inhaltsangabe: 20. März 1995, unter der Haut von Tokyo: In verschiedenen Zügen der U-Bahn hinterlassen Mitglieder der Aum-Sekte Plastikbeutel mit flüssigem Sarin. Das ausströmende Nervengas tötet zwölf Menschen. Tausende werden verletzt. Der japanische Schriftsteller Haruki Murakami hat Gespräche protokolliert, die er mit Opfern und Tätern, mit Angehörigen der Toten, mit Überlebenden und mit Sektenmitgliedern geführt hat. Entstanden sind Porträts, die den Schrecken des Terrors im Gesicht des Individuums spiegeln. Texte, die nach dem 11. September und zu Zeiten dem zweiten Golfkrieg exemplarische Bedeutung erhalten.

"Wenn das 20. Jahrhundert das Jahrhundert der Weltkriege war, so wird vielleicht das 21. Jahrhundert das Jahrhundert eines 'Untergrundkrieges' zwischen den 'verschlossenen Geistessystemen' und den 'offenen Geistessystemen' werden."
(der Autor)
Mitwirkende:
Eberhard Kirchberg
Jochen Nickel
Franziska Petri
Sebastian Schipper
Laura Tonke
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Gespensterjäger auf eisiger Spur

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 12. Jan 2019 19:04 Teil 2/2, (angekündigte Länge: 42:00)
Autor(en): Cornelia Funke
Produktion: NDR 2009, 84 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Kinderhörspiel
Regie: Hans Helge Ott
Bearbeitung: Jörgpeter Ahlers
Komponist(en): Bernd Keul
Inhaltsangabe: Bei Tom gibt es Tage, an denen gar nichts klappt. Als er dann auch noch im Keller tatsächlich einem Gespenst begegnet, glaubt ihm fast niemand, vor allem nicht die große Schwester Lola. Nur die Oma glaubt Tom und vermittelt ihn an die Gespensterjägerin Hedwig Kümmelsaft. Mit Tipps versorgt stellt sich Tom dem MUG (Mittelmäßig Unheimliches Gespenst). Dessen alter Spukort ist aber von einem Kollegen anderen Kalibers besetzt, einem UEG (Unglaublich Ekelhaftes Gespenst). Tom hat Mitleid mit dem vertriebenen Gespenst : Eine Frechheit, wie sich das UEG benimmt. Mit vereinten Kräften machen sich Tom, Frau Kümmelsaft und das MUG, das übrigens Hugo heißt, an die Arbeit,. Das UEG muss ein für allemal vertrieben werden. Und am Ende erteilt Tom noch seiner Schwester Lola, die seine Gespensterberichte hochnäsig für Unsinn erklärt hatte, eine nervenaufreibende Lektion.
Mitwirkende:
Erzählerin Katja Danowski
Tom Leon Alexander Ratje
Lola Nina Kress
Hedwig Kümmelsaft Katja Brügger
Gespenst Hugo Ernst A. Hilbig
Gespenst UEG Monty Arnold
Herr Lieblich Max Hopp
Toms Oma Gisela Trowe
Fagott und Geige Henning Stoll
Preise / Auszeichnungen: Kinderhörspielpreis der Stadt Karlsruhe 2010
Links: Externer Link Homepage von Cornelia Funke
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Wir

Sendetermine: SRF 2 - Samstag, 12. Jan 2019 20:00 Teil 1/2, (angekündigte Länge: 50:00)
Autor(en): Jewgeni Iwanowitsch Samjatin
Produktion: SWR 2014, 95 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Christoph Kalkowski
Bearbeitung: Ben Neumann
Komponist(en): Raphael Thöne
Regieassistenz: Constanze Renner
Geräusche: Max Bauer
Ton und Technik: Martin Vögele
Ton und Technik: Daniel Sänger
Ton und Technik: Andreas Priemer
Übersetzung: Gisela Drohla
Inhaltsangabe: Samjatins 1920 entstandener, dystopischer Roman "Wir" gilt als Vorläufer der Romane "Brave New World" von Aldous Huxley und "1984" von George Orwell. Er beschreibt die Gesellschaft des Einheitlichen Staates: Privatheit und Gefühle sind auf ein Minimum reduziert, allen Menschen werden Nummern anstelle von individuellen Namen zugeordnet; persönliche Freiheit, Liebe und Phantasie glaubt man überwunden zu haben. D-503 ist der Ingenieur eines großen Raumgleiters, durch den der Einheitliche Staat seine Macht über die irdische Welt hinaus manifestieren will. Vor dem ersten Testflug trifft D-503 auf die junge rebellische I-330 und verliebt sich in sie. I-330 zeigt ihm die Welt jenseits der gläsernen Städte, wo sich der Widerstand gegen das bestehende System sammelt.
Mitwirkende:
D-503 Andreas Pietschmann
I-330 Jana Schulz
O-90 Patrizia Ziolkowska
Wohltäter/Fonolektor Hanns Zischler
S-4711 Winfried Hochholdinger
Hedi Kriegeskotte
A-71 Thomas Höhne
K-700 Sebastian Mirow
U-500 Hedi Kriegeskotte
Chor Collegium Musicum Baden-Baden,
Orchester Symphonieorchester Stuttgart des SWR,
Leitung Jonathan Stockhammer
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AUDIO.SPACE.MACHINE - Ein Bauhaus-Konzeptalbum

Sendetermine: DLF - Samstag, 12. Jan 2019 20:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Wittmann
zeitblom
Produktion: DLF/NDR/SWR/Interactive Media Foundation 2019, 61 Min. (Stereo) -
Regie: Wittmann
zeitblom
Ton: Boris Wilsdorf
Regieassistenz: Magdalena Schnitzler
Dramaturgie: Sabine Küchler
Inhaltsangabe: 100 Jahre Bauhaus. Der ehemaliger Direktor Walter Gropius braucht eine Festrede. Er triff t Moholy-Nagy, Mies van der Rohe und andere Weimarer Kollegen auf der Suche nach Inspiration. Doch die Realisierung der Moderne hat nicht nur die Bauhaus-Ideen verändert. Selbst seine Künstlerfreunde scheinen nicht mehr aus Fleisch und Blut, sondern in der Maschinerie aufgegangen zu sein. In 18 Tracks beleuchten die Autoren 100 Jahre Maschine- Mensch-Beziehung, das idealistisch-utopische Denken der Bewegung, ihre Mythen und Manien. Dafür schaff en sie ein mechanistischdigitales Klanguniversum, assoziative Soundlabore und kombinieren Texte von Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky und weiteren Bauhaus-Künstlern der 20er-Jahre mit Zitaten u.a. von John Cage, Bazon Brock und dem KI-Experten Martin Rees.
Mitwirkende:
Albrecht Schuch
Alice Dwyer
Bernhard Schütz
Elias Falk
Jacqueline Macaulay
Lars Rudolph
Leslie Malton
Paul Herwig Sabin Tambrea
Christian Wittmann
Gesang Maria Goja
Gesang Gemma Ray
Gesang Christian Wittmann
Schlagzeug Achim Färber
Bassklarinette Falk Breitkreuz
Keyboard zeitblom
Links: Externer Link Homepage Georg Zeitblom
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Wex

Sendetermine: NDR Info - Samstag, 12. Jan 2019 21:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Doris Gercke
Produktion: NDR 2001, 51 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Alexander Schuhmacher
Komponist(en): Heike Schuhmacher-Rau
Technische Realisation: Günther Beckmann
Technische Realisation: Angelika Körber
Technische Realisation: Kerstin Heikamp
Regieassistenz: Minu Shareghi
Dramaturgie: Hilke Veth
Inhaltsangabe: Mia Wander, Beschäftigungstherapeutin in einer Hamburger Psychiatrie, kann endlich auch Frank Wex, den berüchtigten Frauenmörder, betreuen. Überzeugt, daß sie allein ihm wirklich helfen will, setzt sie sich intensiv mit seinem Fall auseinander. Wex hat nur eins im Sinn: Er möchte raus aus der geschlossenen Anstalt, angeblich, um die richtige Therapie, die ihm drinnen verweigert wird, zu beginnen. Mit Charme, Überredungskunst und der ihm eigenen Penetranz bringt er Wander dazu, die Befreiung zu planen. Der Coup gelingt. Monatelang sucht die Hamburger Polizei vergeblich nach dem gefährlichen Verbrecher. Dann bekommt eine psychiatrische Gutachterin die Gelegenheit, sich an der Suche zu beteiligen. Ein Hamburg-Krimi nach einem realen Fall.
Mitwirkende:
Frank Wex Matthias Matschke
Mia Wander Judith Engel
Gisela Bauer Nina Weniger
Marianne Siebenstedt Johanna Christine Gehlen
Heiner Fritzen Dietmar König
Dr. Wegner Wolf-Dietrich Sprenger
Peter Kastner Konstantin Graudus
Berger Andreas Pietschmann
Nachrichtensprecher Tobias Persiel
Jens Michael Gerlinger
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Unsicher.Zeit

Sendetermine: HR 2 - Samstag, 12. Jan 2019 23:00 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 57:00)
Autor(en): J. Peter Schwalm
Produktion: HR 2019, 56 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: J. Peter Schwalm
Komponist(en): J. Peter Schwalm
Dramaturgie: Peter Liermann
Dramaturgie: Cordula Huth
Inhaltsangabe: Epileptische Anfälle, Kopfschmerzen, Vergesslichkeit und Panikattacken. Irgendetwas stimmt nicht mit seinem Körper. Angefangen hatte es vor ein paar Jahren, mit einem Anfall, bei dem er auf den Boden fiel und ohnmächtig wurde. Die Ursache konnte nicht gedeutet werden. Die ersten Diagnosen verschiedener Ärzte stimmen nicht. Es wird zuerst vermutet, dass er an einem Burnout oder an Überarbeitung leidet; "Too many Live Events", wie einer der Ärzte sagte. Erst nach ein paar Jahren kommt ein Spezialist nach der Untersuchung im MRT zu dem Schluss: Hirntumor dritten Grades. So der Befund. Alles Gewesene, alles Kommende: sein Schicksal. An diesem Punkt beginnt das Hörspiel Unsicher.Zeit von J. Peter Schwalm. Nach der nicht erfolgreichen Wach-OP – denn der Tumor konnte nicht entfernt werden – beginnt das Leben danach: mal subtil, manchmal direkt. Unsicherheit, existentielle Fragen, der Blick zurück und Ängste sind die Themen, mit denen J. Peter Schwalm sich zwischen Traum und Realität auseinandersetzen muss. Er hangelt sich von Untersuchung zu Untersuchung, und will herausfinden, ob und wie lange das Leben weitergehen könnte.
Mitwirkende:
J. Peter Schwalm
Chenoa
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Ein scharfer Wind bläst durch die Lande - Eine Lange Nacht über Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Sendetermine: DLR - Samstag, 12. Jan 2019 00:05, (angekündigte Länge: 170:00)
DLF - Samstag, 12. Jan 2019 23:05, (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Tobias Barth
Lorenz Hoffmann
Hartmut Schade
Produktion: DLF/DLR 2019, 165 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Tobias Barth
Ton und Technik: Holger Kliemchen
Ton und Technik: Hans-Peter Ruhnert
Ton und Technik: Christian Grund
Inhaltsangabe: Im Januar 1919 verhört ein Freikorpsoffizier in Berlin zwei Gefangene, die von der Bürgerwehr Wilmersdorf eingeliefert wurden: Es sind die prominenten Führer des Spartakus-Aufstandes. Generalstabsoffizier Pabst weist seine Begleitoffiziere an, die beiden zu töten – dieser Doppelmord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht beendet die Revolte. Doch bis heute kommen Mitte Januar Zehntausende zusammen, der linken Märtyrer zu gedenken. Liebknechts entschlossenes „Nein!“ zu den Kriegskrediten, sein Internationalismus und Antimilitarismus, den Luxemburg entschieden unterstützt, hatte die beiden Sozialdemokraten zu Verbündeten gemacht – gegen die große Mehrheit ihrer Partei. Aus dem Gefängnis heraus (Luxemburg) bzw. von der Front her (Liebknecht) gründeten sie 1916 die Spartakusgruppe. „Ein scharfer Wind bläst durch die Lande“ ist im Spartacus Nummer 1 zu lesen, der von gezielten Verhaftungen und Einberufungen schreibt, immer träfe es die linke Opposition: „So verröchelt der famose ‚Burgfrieden‘. Die Komödie ist ausgespielt, die Masken sind gefallen.“ Zwei opferreiche Kriegsjahre später hängen Plakate in Berlin mit den Konterfeis und dem Aufruf: „Schlagt Liebknecht und Luxemburg tot!“ Der Befehlsgeber der Mörder, Waldemar Pabst, ist Strippenzieher der Faschisierung und macht Karriere im Dritten Reich, später als Waffenhändler in der Bundesrepublik. Leute wie er sind es, gegen die die 68er-Studenten auf die Straße gehen und wieder Plakate mit Luxemburgs Konterfei tragen. Rosa wird zur Ikone eines menschlichen Sozialismus gemacht, wird als poetische Briefeschreiberin, Feministin, Blumen- und Katzenfreundin entdeckt. Im Osten unseres Landes sind Karl und Rosa ein fest gefügtes Begriffspaar. Versehen mit dem Heiligenschein kommunistischer Märtyrer, dienen sie der Selbstlegitimierung der SED. Bis 70 Jahre nach dem Mord Dissidenten in der DDR Luxemburg beim Wort nehmen und die Freiheit der Andersdenkenden einfordern. Bis heute gehen in den Köpfen der Linken die beiden Revolutionäre als Gespenster in einem Europa der sozialen Widersprüche um. Als Untote – und weitgehend Unbekannte.
Mitwirkende:
Petra Hartung
Corinna Waldbauer
Konstanze Kittel
Matthias Reichwald
Hans Hendrik Wöhler
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