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HörDat will besser werden
Es ist kein Geheimnis, dass es einen Reformstau bei HörDat gibt. In den kommenden Wochen und Monaten wird sich am Erscheinungsbild und an den Funktionen einiges ändern. In einem ersten Schritt wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • Die bislang getrennten Sammlungen 'Hörspiel' und 'Feature' sind in einer Datenbank zusammengefasst. Zur einfachen Unterscheidung sind die Feature-Titel mit grün hinterlegt.
  • Bei den Hörstücken werden die erhaltenen Auszeichnungen angegeben
  • Als 'Gute Geister' werden, soweit bekannt, Tontechniker und andere bei der Produktion beteiligte Personen genannt.
Weiter Verbesserungen werden folgen.

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13 Hörspiele im Zeitraum Freitag, 11. Januar 2019

Das Molyneux-Problem

Sendetermine: DLR - Freitag, 11. Jan 2019 00:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Katharina Schmitt
Produktion: ČRo/ORF 2017, 32 Min. (Stereo) -
Genre(s): Audio Art
Regie: Katharina Schmitt
Komponist(en): Michal Rataj
Inhaltsangabe: Das Molyneux-Problem beschäftigt sich mit Träumen blind geborener Menschen. Der Titel des Projekts geht aus von einem vom britischen Naturphilosophen William Molyneux 1688 aufgezeigten philosophischem Problem, das die Entstehung der menschlichen Erkenntnis anhand der Blindheit thematisiert. Ausgangspunkt des Projekts ist eine Reihe von Interviews, die Katharina Schmitt mit Menschen, die blind auf die Welt gekommen sind, geführt habe. Schmitt interessiert die Form der Träume blinder Menschen: Beziehen sie sich auf visuell geartete Vorstellungen? Wie klingen sie? Und wie formieren sich narrative Strukturen in Träumen von Menschen, die nie gesehen haben, und deren Unterbewusstsein sich nicht in Bildern ausdrückt?
Dank der Unterstützung des österreichischen und des tschechischen Blindenverbandes und einer Q21 Residenz im Wiener Museumsquartier im Herbst 2016 konnte sie eine Interviewreihe mit zehn blinden Menschen in Wien und in Prag durchführen.
Der jüngste Interviewpartner war 12 Jahre, der älteste 75 Jahre alt. Ausgehend von dieser Interviewreihe entstehen drei Entwicklungsschritte und Umsetzungsformen des Projekts, die sich jeweils auf eine andere Form der Wahrnehmung und ein anderes Genre konzentrieren.
Mitwirkende:
Rafael Schuchter
Jaschka Lämmert
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Auf freien Füßen

Sendetermine: WDR 3 - Freitag, 11. Jan 2019 19:04
Autor(en): Ulrich Land
Produktion: WDR 2004, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Thomas Leutzbach
Komponist(en): Florian Stadler
Ton und Technik: Mechthild Austermann
Ton und Technik: Markus Haßler
Inhaltsangabe: Charly steht auf Füße. Auf Frauenfüße. Schöne, schlanke, elegante; am besten aber gefallen ihm immer noch die seiner Ex-Frau Ella. Und ausgerechnet bei ihr auf dem kleinen, abgelegenen Anwesen im Niederbergischen wird bei einer Routinewartung der Sickergrube eine Frauenleiche entdeckt, die in der Quappe dümpelt. Kein schöner Anblick. Vom Mörder fehlt jede Spur - ebenso von den Füßen der Toten, die offensichtlich vor der Ermordung abgetrennt wurden. Der Weg des Kommissars zu Charly ist nicht weit. Und als der hinter schwedischen Gardinen sitzt, scheint alles klar. Nur die Füße bleiben verschwunden ...
Die so ratlosen wie rastlosen Ermittlungen und Verwicklungen wurden direkt am Tatort per Handmikrofon aufgenommen, die zerfahrenen Gespräche kommen ebenso improvisiert daher wie die Akkordeonmusik in Ellas guter Stube.
Mitwirkende:
Ella Anna Magdalena Fitzi
Charly Ulrich Land
Kollege Dieter Thomas Leutzbach
Einflüster Insa Backe
Kommisar Schmelzer Michael Heinrich
O-Ton Schuhmacherin Jessika Seils
O-Ton Kriminalkommisar Walter Pinto
Links: Externer Link Homepage Ulrich Land
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Ein Hochfürstliches Opern- und Comödienhaus - 300 Jahre Markgrafentheater Erlangen

Sendetermine: BR-Klassik - Freitag, 11. Jan 2019 19:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Wolfgang Schicker
Produktion: BR 2019, 54 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Während Denkmäler und Kulturerbestätten landauf, landab an die kulturelle Blüte der Vergangenheit erinnern, lebt sie hier seit 300 Jahren bei jeder Vorstellung von Neuem auf: im Markgrafentheater Erlangen, dem ältesten Barocktheater Süddeutschlands, das bis heute bespielt wird. Zwischen 1715 und 1719 ließ Markgraf Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth es errichten als „Hochfürstliches Opern- und Comödienhaus“ seiner Nebenresidenz Erlangen. Zwei Generationen später wurde das Theater auf Veranlassung der berühmten Markgräfin Wilhelmine - selbst leidenschaftliche Musikerin und Komponistin - im Rokokostil umgestaltet. Obwohl sie bald darauf in der Residenzstadt Bayreuth ein „eigenes“ Opernhaus nach ihren Wünschen und Plänen eröffnete, war sie weiterhin gerne in Erlangen, wo sie sogar eine ihrer Opern uraufführte. Wolfgang Schicker besuchte das prunkvolle Barockjuwel, das sich heute hinter einer Betonfassade aus den 1950er Jahren versteckt, und sprach mit Ensemblemitgliedern, Theatermachern und Besuchern.
Mitwirkende:
Tobias Föhrenbach
Sven Knappe
Wolfgang Feldkamp
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Die Hölle auf Erden: Die Blockade von Leningrad

Sendetermine: SRF 2 - Freitag, 11. Jan 2019 20:00
Autor(en): Felix Münger
Produktion: SRF 2019, 56 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Hunger, Kälte, Tod - das Leiden der Menschen in Leningrad kennt keine Grenzen: 900 Tage lang ist die Stadt während des Zweiten Weltkriegs von der Hitlerarmee eingeschlossen. Im "Blockadebuch" erzählen Überlebende vom durchlebten Horror - und lassen dabei auch an das Leid in modernen Kriegen denken.
Hitlers Plan ist es, die Bevölkerung von Leningrad auszuhungern und die Stadt danach dem Erdboden gleichzumachen. Doch die sowjetische Seite wehrt sich tapfer. Leningrad kann gehalten werden. Der Blutzoll ist jedoch enorm: Über eine Million Menschen sterben. Lange nach dem Krieg sammeln die beiden sowjetischen Schriftsteller Daniil Granin und Ales Adamowitsch Berichte von Überlebenden und bringen die Erzählungen Ende der 1970er Jahre erstmals als Buch heraus. Nun ist das "Blockadebuch" erstmals in unzensurierter Fassung erschienen (Ales Adamowitsch/Daniil Granin: Blockadebuch. Leningrad 1941-1944). Das Werk ist ein gigantisches Mahnmal gegen den Krieg. Es zeigt den Schrecken von damals und lässt auch erahnen, was Betroffene in modernen Kriegen durchmachen, wenn sie in Städten eingeschlossen werden - in Ex-Jugoslawien, im Irak oder in Syrien.
Mitwirkende:
Elisabeth Scherer
Gian Rupf
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Donjon 2:

Der König der Krieger

Sendetermine: SRF 1 - Freitag, 11. Jan 2019 20:00, (angekündigte Länge: 27:00)
Autor(en): Joann Sfar
Lewis Trondheim
Produktion: SRF 2017, ca. 27 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Wolfram Höll
Johannes Mayr
Bearbeitung: Wolfram Höll
Johannes Mayr
Komponist(en): Karl Atteln
Tontechnik: Tom Willen
Sound-Design: Karl Atteln
Geräusche: Wilmont Schulze
Übersetzung: Jana Villim
Inhaltsangabe: Herbert muss endlich lernen, zu kämpfen. Er wird von Marvins Meister unterrichtet, einem Mönch, der sich als Kartoffelsack verkleidet. Und so lernt Herbert, Monster mit einem Fingerschnippen zu töten; aber auch, was es heisst, ein Königreich zu verlieren.
Als Comicreihe ist der Donjon ein grössenwahnsinniges Projekt: Denn Joann Sfar und Lewis Trondheim haben ihre Serie auf über 300 Bände angelegt. 300 Bände sind es nicht geworden, sondern "nur" 36. Aber in diesen 36 Bänden erzählen sie doch eine ganze Menge: Vom Aufstieg, Höhepunkt und Niedergang des Donjon, vom Schicksal seiner Bewohner, sei es der Herrscher der Welt oder doch nur ein einfacher Hausmeister. Die Hörspielserie basiert auf den fünf ersten Bänden der Serie, genannt Donjon Zenit: Es sind die Abenteuer von Herbert der Ente.
Mitwirkende:
Herbert Hans-Georg Panczak
Goblins, Meister, Mönch Stefan Kaminski
Marvin Jörg Döring
Wärter Jodoc Seidel
Henri, Bergkönig Dominik Zeltner
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Die Menschen vom Rande der Welt - Eine Reise zu den Nenzen in die Arktis

Sendetermine: DLF - Freitag, 11. Jan 2019 20:10
Autor(en): Tina Uebel
Produktion: DLF 2019, 50 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Matthias Kapohl
Ton und Technik: Ernst Hartmann
Ton und Technik: Oliver Dannert
Inhaltsangabe: Auf der Yamal-Halbinsel in der russischen Arktis führt das Volk der Nenzen ein Leben als nomadische Rentierzüchter. Anders als die meisten indigenen Völker der Artkis verteidigen sie ihre kulturelle Identität auf bemerkenswerte Weise. In der Leere aus Eis und Schnee, zwischen Bergen und Tundra, stemmt sich trotzig das Camp der Nenzenfamilie Laptander gegen den Wind. Gegen Ende des Winters beginnen die Vorbereitungen für die Migration, bei der die Nenzen mit ihren tausendköpfigen Herden nach Norden ziehen. Tina Uebel begleitet sie auf ihren Rentier- und Motorschlitten – eine Reise in eine archaisch anmutende Lebenswelt und zugleich eine faszinierende Auseinandersetzung mit der Frage, wie eine einzigartige alte Kultur überleben kann. Die Strategien der Nenzen, sich in einer brutal lebensfeindlichen Umwelt zu behaupten, sind seit Jahrhunderten erprobt, die Gefahren und Verlockungen der modernen Zivilisation sind vergleichsweise neu: Schrumpfendes Territorium durch Gasförderung, Klimawandel, Alkoholismus – aber auch der schlichte Lockruf des vermeintlich leichten Lebens in den Städten.
Mitwirkende:
Martin Bross
Sigrid Burkholder
Robert Dölle
Josef Tratnik
David Vormweg
Tina Uebel
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Schreckmümpfeli 0:

Dienstagmorgen einer Walküre

Sendetermine: SRF 1 - Freitag, 11. Jan 2019 20:27, (angekündigte Länge: 16:00)
Autor(en): Heidelore Kluge
Produktion: DRS 2006, Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Buschi Luginbühl
Bearbeitung: Buschi Luginbühl
Tontechnik: Fabian Lehmann
Inhaltsangabe: Wagner wird's schon richten.
Mitwirkende:
Sie, die «Walküre» Barbara Falter
Sibylle Franziska von Fischer
jung Siegfried Edward Piccin
Hannes Heiner Hitz
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De Fru in’n Daak

Sendetermine: NDR 1 Welle Nord - Freitag, 11. Jan 2019 21:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Jochen Schimmang
Produktion: RB/NDR 2010, 46 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Mundarthörspiel
Regie: Hans Helge Ott
Komponist(en): Bernd Keul
Übersetzung: Jochen Schütt
Inhaltsangabe: Hauptkommissar Lammers ist seit kurzem im Ruhestand und reist jetzt viel. Aber so richtig abschalten kann er noch nicht: Einmal Spürhund - immer Spürhund! Eben kommt er von einem Madeira-Urlaub zurück und glaubt, endlich den Schlüssel zu einem seit Jahren ungelösten Kriminalfall gefunden zu haben: dem Fall "Verena"!
Mitwirkende:
Hauptkommissar Lammers Wilfried Dziallas
Peter Groth Erkki Hopf
Nöthke Edgar Bessen
Verena Anne Moll
Herr Timm Peter Kaempfe
Angestellte Tanja Rübcke
Marlene Dettmers Sonja Stein
Frau Kriesch Ursula Hinrichs
Portugiese Hugo Dias
Links: Externer Link Homepage Jochen Schimmang
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Wut

Sendetermine: BR 2 - Freitag, 11. Jan 2019 21:05, (angekündigte Länge: 80:00)
Autor(en): Elfriede Jelinek
Produktion: BR 2017, 80 Min. (Stereo) - Bearbeitung Theater
Regie: Leonhard Koppelmann
Regieassistenz: Stefanie Ramb
Ton und Technik: Gerhard Wicho
Ton und Technik: Susanne Herzig
Inhaltsangabe: "Ich habe dauernd Schaum vorm Mund vor Wut. Ich rege mich halt leicht auf und gern, so wie die Poster in den Foren, das ist menschlich, das ist die Not der Heimat- und Notlosigkeit, die haben niemand anderen, der ihnen zuhört. Diese Wut!, die ist nun gar nicht mehr zu fassen, meine Wut, denn obwohl alle wissen, sie sollten das unterlassen, hat irgendein Idiot ihre Fesseln gelöst, und jetzt haben wir den Salat. Zuerst nur Zähneknirschen, dann Brüllen, dann mit den Füßen Aufstampfen, dann Freveln, dann Mordlust, Mordwut. Ich beginne jetzt zu rasen, es steigt in mir hoch, ich habe keine Stimme, die wurde mir bei der letzten Wahl abgenommen, aber ich habe eine Art Kocher, einen Herd, der mich erhitzt, der mich auflädt, ist das der Zorn des Hercules Furens? Ich kann das alles in meiner Wut nicht mehr unterscheiden und schlage blind um mich, auf die Blindheit kommt es in der Wut besonders an, manchmal kann man sie nur schwer erzeugen, sie ist ja kein industrielles Massenprodukt, sie muss speziell und individuell eigens angefertigt werden. In der Wut gibt es keinen Zweifel, man hätte auch keine Zeit mehr dafür, gezweifelt wird vorher, wenn überhaupt, danach ist es zu spät. Ich will es immer rauslassen, was ich nie gewusst habe. Dort drüben rennt es, das Unbewusste! Wie diese Männer, auf die ich auch eine unglaubliche Wut habe, doch in meiner Blindheit sehe ich sie nicht richtig, sind das die, die wir umbringen wollten? Ich sehe den Abzugshebel, weiß auch, wie der betätigt wird und was dann passiert, aber wir fragen uns doch: Wo fasste uns das Wüten? Wo fasste jeden das Wüten, fast jeden zumindest? Wo war das? Wo verdarb es uns? Für wessen Verderben haben wir gesorgt?" (Textcollage aus Elfriede Jelineks Wut von Leonhard Koppelmann)
Auslöser für die Entstehung von Wut waren die Anschläge auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt in Paris im Januar 2015. Elfriede Jelinek entfesselt in ihrem Text jene Wut, die zu diesen Gewalttaten geführt haben mag. Doch bleibt sie nicht bei den Tätern, denn wütend sind alle, die im Stück auftreten, von deutschen Wutbürgern bis hin zum antiken griechischen Hercules und nicht zu vergessen natürlich die Autorin selbst angesichts des Terrors und Populismus in der Welt. In den sich überlagernden Bedeutungsebenen scheinen aber auch die Fragen auf: Was kommt nach der Wut? Was bewirkt sie: Zerstörung, Ausgrenzung - oder kann sie auch Motor und Verbindung sein?
Mitwirkende:
Katja Bürkle
Petra Morzé
Thomas Loibl
Stefan Wilkening
Jan Bluthardt
Links: Externer Link Homepage Elfriede Jelinek
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Der Herbst der R.L.

Sendetermine: RBB Kultur - Freitag, 11. Jan 2019 22:03, (angekündigte Länge: 57:00)
Autor(en): Alfred Döblin
Auch unter dem Titel: November 1918 (Roman)
Produktion: DLR/SWR 1999, 50 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Biographie
Regie: Ulrich Gerhardt
Bearbeitung: Lothar Trolle
Ton und Technik: Karl-Heinz Stevens
Ton und Technik: Angelika Bruchhaus
Regieassistenz: Heike Tauch
Inhaltsangabe: "Unter den Bedingungen von Sprachlosigkeit und Abwesenheit von Liebe lebt Rosa Luxemburg die Ausnahme: sie behauptet den Dialog, verweigert sich dem Rückzug (ins Private), nimmt Solidarität wahr (als Versuch, die Möglichkeiten des Menschen zu erweitern) und trägt die Konsequenzen ihrer Haltung." - "...Die eigentliche Frage des Stücks ist doch, was es bedeutet, die heutige Zeit mit der alten Sprache Döblins zu fassen. Wenn das nämlich gelingt, muß man daraus auch die Schlüsse ziehen: es hat sich nichts verändert. Das Gefühl des Stillstandes fasziniert uns. Wir selbst haben nie etwas anderes erlebt als nachrevolutionäre Zeiten... Ich habe dann angefangen, Wegbeschreibungen, städtische Details und heutige Situationen einzufügen. Die Spannung bestimmter Szenen und Situationen kommt erst in der Verschiebung der Perspektive durch ein heutiges Detail..." - "Ort der Handlung ist Berlin, hier, wo eine Gegenwart zurückkehrt zu ihrer Vergangenheit, dreht sich ein Totentanz (FINDET ER EINMAL STATT; DER AUFSTAND DER TOTEN? BZW. NIMM DICH IN ACHT, NIMM DICH IN ACHT, DIESES GESCHIEHT AUCH DIR...) der andauert, solange diese Gegenwart keine Zukunft findet..." (Lothar Trolle) - Trolle schrieb sein Hörspiel nach Motiven des vierten Bandes "November 1918" von Alfred Döblin: "Karl und Rosa".
Mitwirkende:
Hildegard Schmahl
Matthias Fuchs
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Der Geheimagent

Sendetermine: SWR 2 - Freitag, 11. Jan 2019 22:03 Teil 2/2
Autor(en): Joseph Conrad
Auch unter dem Titel: The Secret Agent: A Simple Tale (Roman (engl. Originaltitel))
Produktion: WDR 2016, 107 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Martin Zylka
Bearbeitung: Steffen Moratz
Komponist(en): Julia Klomfaß
Regieassistenz: Roman Podeszwa
Dramaturgie: Isabel Platthaus
Technische Realisation: Werner Jäger
Technische Realisation: Jens-Peter Hamacher
Übersetzung: Fritz Lorch
Inhaltsangabe: Joseph Conrads Spionagegeschichte von 1907 ist eine meisterhafte Studie der Motive und Hintergründe einer terroristischen Verschwörung. In ihrer vielschichtigen Psychologie ist diese Geschichte aus dem viktorianischen England beklemmend aktuell.
Verloc arbeitet als Spitzel, um die anarchistischen Kreise Londons auszuspionieren - für eine ausländische Botschaft und für die britische Polizei. In seinem Doppelleben hat er sich gut eingerichtet, bis der ehrgeizige neue Botschaftssekretär von ihm ein radikales Zeichen verlangt: Er soll einen Anschlag anstiften, dessen sinnlose Zerstörung die Öffentlichkeit schockiert - und die britische Regierung endlich nötigt, gegen die Anarchisten hart durchzugreifen. Joseph Conrad liefert ein bestechendes Psychogramm der beteiligten Figuren, von den vermeintlichen oder echten Terroristen über die rivalisierenden Ermittler und ahnungslosen Angehörigen bis zu den Strippenziehern hinter den Kulissen. "Der Geheimagent" beruht auf einem realen Fall, dem Bombenanschlag auf das Observatorium in Greenwich 1894. Aber Conrads analytische Scharfsicht reicht über mehr als hundert Jahre bis in unsere Gegenwart.
Mitwirkende:
Erzähler Peter Fricke
Verloc Felix Vörtler
Winnie Cathlen Gawlich
Kriminalhauptkommissar Arnd Klawitter
Kriminalinspektor Heat Glenn Goltz
Tom Ossipon Markus Meyer
Professor Wolf-Dietrich Spengler
Spion und Dossier Robert Dölle
Botschafter Vladimir Andreas Grothgar
Konstabler Thomas Lang
Sir Ethelred Joachim Paul Fehling
Angestellter Roman Podeszwa
Toodles / Sekretär Lars Schmidtke
Gräfin Caroline Schreiber
Geheimrat Wurmt Walter Renneisen
Michaelis Ralf Drexler
Yundt Peter Groeger
Stevie Patrick Mölleken
Links: Externer Link Homepage von Julia Klomfaß
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Ein scharfer Wind bläst durch die Lande - Eine Lange Nacht über Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Sendetermine: DLR - Samstag, 12. Jan 2019 00:05, (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Tobias Barth
Lorenz Hoffmann
Hartmut Schade
Produktion: DLF/DLR 2019, 165 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Tobias Barth
Ton und Technik: Holger Kliemchen
Ton und Technik: Hans-Peter Ruhnert
Ton und Technik: Christian Grund
Inhaltsangabe: Im Januar 1919 verhört ein Freikorpsoffizier in Berlin zwei Gefangene, die von der Bürgerwehr Wilmersdorf eingeliefert wurden: Es sind die prominenten Führer des Spartakus-Aufstandes. Generalstabsoffizier Pabst weist seine Begleitoffiziere an, die beiden zu töten – dieser Doppelmord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht beendet die Revolte. Doch bis heute kommen Mitte Januar Zehntausende zusammen, der linken Märtyrer zu gedenken. Liebknechts entschlossenes „Nein!“ zu den Kriegskrediten, sein Internationalismus und Antimilitarismus, den Luxemburg entschieden unterstützt, hatte die beiden Sozialdemokraten zu Verbündeten gemacht – gegen die große Mehrheit ihrer Partei. Aus dem Gefängnis heraus (Luxemburg) bzw. von der Front her (Liebknecht) gründeten sie 1916 die Spartakusgruppe. „Ein scharfer Wind bläst durch die Lande“ ist im Spartacus Nummer 1 zu lesen, der von gezielten Verhaftungen und Einberufungen schreibt, immer träfe es die linke Opposition: „So verröchelt der famose ‚Burgfrieden‘. Die Komödie ist ausgespielt, die Masken sind gefallen.“ Zwei opferreiche Kriegsjahre später hängen Plakate in Berlin mit den Konterfeis und dem Aufruf: „Schlagt Liebknecht und Luxemburg tot!“ Der Befehlsgeber der Mörder, Waldemar Pabst, ist Strippenzieher der Faschisierung und macht Karriere im Dritten Reich, später als Waffenhändler in der Bundesrepublik. Leute wie er sind es, gegen die die 68er-Studenten auf die Straße gehen und wieder Plakate mit Luxemburgs Konterfei tragen. Rosa wird zur Ikone eines menschlichen Sozialismus gemacht, wird als poetische Briefeschreiberin, Feministin, Blumen- und Katzenfreundin entdeckt. Im Osten unseres Landes sind Karl und Rosa ein fest gefügtes Begriffspaar. Versehen mit dem Heiligenschein kommunistischer Märtyrer, dienen sie der Selbstlegitimierung der SED. Bis 70 Jahre nach dem Mord Dissidenten in der DDR Luxemburg beim Wort nehmen und die Freiheit der Andersdenkenden einfordern. Bis heute gehen in den Köpfen der Linken die beiden Revolutionäre als Gespenster in einem Europa der sozialen Widersprüche um. Als Untote – und weitgehend Unbekannte.
Mitwirkende:
Petra Hartung
Corinna Waldbauer
Konstanze Kittel
Matthias Reichwald
Hans Hendrik Wöhler
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Der Fall Tina Bergemann

Sendetermine: DLF - Samstag, 12. Jan 2019 00:05, (angekündigte Länge: 54:00)
Autor(en): Linda Teßmer
Produktion: DDR 1975, 55 Min. (Mono) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Hannelore Solter
Komponist(en): Wolfgang Schoor
Dramaturgie: Hans Bräunlich
Schnitt: Monika Buley
Ton: Eva Lau
Regieassistenz: Ingeborg Koch
Inhaltsangabe: Eine junge Lehrerin wird tot aufgefunden, aber ein Verbrechen kann mit fast absoluter Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Und doch bleibt eine Frage ungelöst: was hatte Tina Bergemann nachts auf einer Baustelle zu suchen? Ihr Verlobter, der auf eine Beziehung Tina Bergemanns zu einem anderen Mann stößt, will nicht nur deshalb diese Frage beantwortet haben, sondern darüber hinaus auch wissen, inwieweit er selbst möglicherweise ebenfalls Schuld an den Ereignissen trägt.
Mitwirkende:
Dieter Kleine Dieter Mann
Frau Bergmann Lissy Tempelhof
Sieglinde Walfriede Schmitt
Horst Ulrich Jochen Thomas
Frau Ulrich Evamaria Bath
Helmut Ulrich Bernd Storch
Schöne Horst Hiemer
Eva Schöne Gudrun Ritter
Leutnant Schäfer Ernst Kahler
Frau Koche Ursula Braun
Elvira Swetlana Schönfeld
Direktor Christoph Engel
Sauter Helmut Straßburger
Schmock Rudolf Christoph
Dr. Feldmann Eugen Schaub
Melzer Werner Kamenik
Rüdiger Götze
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